The Prague Post - Luce: Ferraris geniale Stromwende

EUR -
AED 4.179847
AFN 72.276392
ALL 94.540388
AMD 419.134375
ANG 2.037743
AOA 1044.258192
ARS 1681.06121
AUD 1.646029
AWG 2.050089
AZN 1.935005
BAM 1.962885
BBD 2.293377
BDT 140.052406
BGN 1.924472
BHD 0.42935
BIF 3393.247025
BMD 1.138148
BND 1.477332
BOB 7.86833
BRL 5.918713
BSD 1.13871
BTN 107.434757
BWP 15.537944
BYN 3.240525
BYR 22307.697718
BZD 2.290146
CAD 1.615703
CDF 2582.457106
CHF 0.921342
CLF 0.026527
CLP 1044.182143
CNY 7.728592
CNH 7.739815
COP 3933.757626
CRC 518.27056
CUC 1.138148
CUP 30.160918
CVE 110.663438
CZK 24.26332
DJF 202.770063
DKK 7.474786
DOP 67.102188
DZD 151.817553
EGP 56.364726
ERN 17.072218
ETB 179.590306
FJD 2.554234
FKP 0.864936
GBP 0.861675
GEL 3.004471
GGP 0.864936
GHS 12.807111
GIP 0.864936
GMD 82.523309
GNF 9978.012991
GTQ 8.687355
GYD 238.247799
HKD 8.923932
HNL 30.46897
HRK 7.533972
HTG 148.827152
HUF 354.438603
IDR 20419.055187
ILS 3.39501
IMP 0.864936
INR 107.388001
IQD 1491.683837
IRR 1565010.190442
ISK 143.998682
JEP 0.864936
JMD 179.467741
JOD 0.806971
JPY 183.971389
KES 147.424461
KGS 99.53065
KHR 4585.509892
KMF 493.956524
KPW 1024.333457
KRW 1753.282757
KWD 0.352348
KYD 0.948917
KZT 551.871835
LAK 25307.116972
LBP 101972.546907
LKR 383.755062
LRD 207.236143
LSL 18.85706
LTL 3.360655
LVL 0.688455
LYD 7.312392
MAD 10.719891
MDL 20.211771
MGA 4854.478299
MKD 61.758019
MMK 2389.581074
MNT 4078.920582
MOP 9.195608
MRU 45.229243
MUR 54.84719
MVR 17.584412
MWK 1974.509118
MXN 19.984163
MYR 4.686097
MZN 72.739302
NAD 18.85706
NGN 1569.613786
NIO 41.900308
NOK 11.209624
NPR 171.891622
NZD 2.012797
OMR 0.437615
PAB 1.1387
PEN 3.896678
PGK 4.997035
PHP 69.473658
PKR 316.895952
PLN 4.282128
PYG 6958.052109
QAR 4.150644
RON 5.233315
RSD 117.378349
RUB 86.158546
RWF 1673.32472
SAR 4.275236
SBD 9.164312
SCR 15.99934
SDG 682.888401
SEK 11.050568
SGD 1.474397
SHP 0.849742
SLE 28.188334
SLL 23866.395359
SOS 650.742967
SRD 42.475837
STD 23557.362433
STN 24.588747
SVC 9.963962
SYP 125.801869
SZL 18.854637
THB 37.958337
TJS 10.527002
TMT 3.983517
TND 3.381003
TOP 2.740387
TRY 52.940716
TTD 7.733914
TWD 36.19539
TZS 2980.736294
UAH 51.201799
UGX 4213.206451
USD 1.138148
UYU 45.684887
UZS 13678.368443
VES 706.508671
VND 29956.051221
VUV 136.373713
WST 3.16152
XAF 658.327273
XAG 0.019634
XAU 0.000283
XCD 3.075901
XCG 2.052162
XDR 0.817195
XOF 658.333079
XPF 119.331742
YER 271.590493
ZAR 18.749163
ZMK 10244.699141
ZMW 20.553
ZWL 366.483141
  • TecDAX

    9.7000

    3892.72

    +0.25%

  • Goldpreis

    37.4000

    4046.2

    +0.92%

  • DAX

    254.4700

    24994.83

    +1.02%

  • SDAX

    -109.2300

    17854.48

    -0.61%

  • Euro STOXX 50

    52.8300

    6267.53

    +0.84%

  • MDAX

    53.3900

    31972.64

    +0.17%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1378

    +0.15%

Luce: Ferraris geniale Stromwende
Luce: Ferraris geniale Stromwende

Luce: Ferraris geniale Stromwende

Rom wird zum Schauplatz eines Einschnitts, der bei Ferrari größer kaum sein könnte: Am 25. Mai 2026 will der Hersteller seinen ersten vollelektrischen Serien-Ferrari der Öffentlichkeit präsentieren. Der Name des Modells steht bereits fest – „Luce“, italienisch für „Licht“. Und er ist Programm: Nicht als Abkehr von der Tradition, sondern als bewusst gesetzter Startpunkt in eine Zukunft, in der Leistung, Emotion und Elektrifizierung zusammenfinden sollen. Ferrari spricht damit nicht nur über eine neue Antriebsart – sondern über einen neuen Abschnitt der Markenidentität.

Drei Phasen bis zur Weltpremiere – und ein bewusst aufgebauter Spannungsbogen
Ferrari hat die Einführung des Luce nicht als klassischen „Vorhang auf“-Moment angelegt, sondern als mehrstufige Enthüllung. Nach der frühen technischen Sichtbarmachung zentraler Komponenten folgte Anfang 2026 die nächste, stark designgetriebene Etappe: Name und Innenraum wurden vorab gezeigt, ohne das vollständige Exterieur offenzulegen. Diese Dramaturgie ist kein Zufall. Sie signalisiert, dass Ferrari den Luce nicht als bloßes „E-Modell“ verstanden wissen will, sondern als Start eines eigenständigen Segments innerhalb der eigenen Modellwelt – mit eigenem Charakter, eigener Formensprache und einer klaren Botschaft: Elektrifizierung ist hier nicht Selbstzweck, sondern Werkzeug für neue Möglichkeiten.

Textgröße:

Was bisher feststeht: Leistung jenseits der 1.000-PS-Marke – und Alltagstauglichkeit als Ziel
Obwohl Ferrari bei finalen Daten traditionell zurückhaltend ist, sind inzwischen mehrere technische Eckpunkte bekannt, die den Anspruch des Luce klar abstecken. Im Raum stehen über 1.000 PS als Spitzenleistung (je nach Betriebsmodus), kombiniert mit einer Beschleunigung, die im Supersportwagenbereich zuhause ist: 0–100 km/h in etwa 2,5 Sekunden gilt als Richtwert. Dazu kommt eine WLTP-Reichweite von rund 530 Kilometern – ein Wert, der ausdrücklich zeigt, dass Ferrari den Luce nicht nur als Kurzstrecken-„Showcar“ positioniert, sondern als Hochleistungsfahrzeug mit ernstzunehmender Reisedistanz.

Für die Ladeperformance soll eine Hochvolt-Architektur sorgen: Schnellladen bis 350 kW wird genannt – ein Niveau, das den Luce in die erste Reihe moderner Performance-Elektroautos stellt. Der Fokus liegt damit nicht nur auf Maximalwerten auf der Rennstrecke, sondern auch auf einem Punkt, der für anspruchsvolle Kunden zunehmend entscheidend ist: Zeit. Wer auf langen Strecken unterwegs ist, erwartet nicht bloß Reichweite, sondern kurze Ladefenster – und genau hier will Ferrari offensichtlich auf Augenhöhe mit den Besten sein.

Vier Elektromotoren, neue Fahrdynamik-Logik – und Ferrari-typische Präzision
Technisch deutet vieles darauf hin, dass Ferrari beim Luce auf eine Viermotoren-Konfiguration setzt – also je einen Elektromotor pro Rad. Das ist weit mehr als ein „Allradantrieb“ im klassischen Sinn: Es ermöglicht extrem feine Momentenverteilung (Torque Vectoring), neue Stabilitätsstrategien und eine Fahrdynamik, die nicht mehr an mechanische Kopplungen gebunden ist. Ergänzend werden moderne Systeme wie Hinterachslenkung und ein hochentwickeltes Fahrwerkskonzept genannt, das in der Lage sein soll, Karosseriebewegungen sehr aktiv zu kontrollieren.

Das Ziel dahinter ist klar: Ferrari will verhindern, dass sich „elektrisch“ nach Gewicht und Trägheit anfühlt. Stattdessen soll der Luce das liefern, was Fans seit Jahrzehnten mit dem Namen verbinden: unmittelbare Reaktion, messerscharfe Präzision und eine Balance, die nicht erst bei hohen Geschwindigkeiten überzeugt, sondern schon im ersten Lenkwinkel.

Der Sound: keine Theaterkulisse, sondern „echte“ Signatur
Eines der emotionalsten Themen rund um Elektro-Sportwagen ist der Klang. Ferrari hat hier offenbar eine eindeutige Richtung eingeschlagen: Statt künstlicher „Verbrenner-Inszenierung“ soll ein System zum Einsatz kommen, das reale Schwingungen des Antriebsstrangs nutzt und verstärkt. Die Idee: Der Luce soll nicht so tun, als hätte er Zylinder – er soll als Elektro-Ferrari erkennbar sein, aber dennoch eine markentypische akustische Identität tragen. Das ist ein heikler Balanceakt, denn Sound ist bei Ferrari nicht Dekoration, sondern Teil der Fahrerbindung. Gerade deshalb wirkt diese Lösung wie ein Versuch, Authentizität über Effekte zu stellen.

Ein Interieur wie ein Manifest: Retro, taktil, bewusst gegen den Touch-Trend
Noch bevor das Exterieur vollständig gezeigt wird, ist klar: Der Innenraum ist ein Statement. Statt riesiger Bildschirmlandschaften dominiert ein Ansatz, der auf taktile Bedienung setzt – mit klassischen Tasten, Schaltern und Instrumenten, die bewusst an mechanische Logik erinnern. Dieses „Retro im Hightech-Gewand“ polarisiert bereits in der öffentlichen Wahrnehmung, aber genau das macht es so Ferrari-typisch: Nicht jedem gefallen – aber eindeutig wiedererkennbar sein.

Zentral ist dabei die Philosophie, dass ein Sportwagen nicht wie ein Smartphone funktionieren muss. Viele Funktionen sollen blind bedienbar bleiben, ohne durch verschachtelte Menüs zu führen. Ergänzt wird das durch ein digitales Anzeige-Set-up, das offenbar nicht in erster Linie „größer“, sondern klarer und fokussierter sein will. Auch das Lenkrad greift diese Linie auf: eine Dreispeichen-Ästhetik, die historische Anmutung mit moderner Ergonomie verbindet. Interessant ist zudem, dass der verantwortliche Gestalter öffentlich eingeräumt haben soll, angesichts der Tragweite des Projekts „nervös“ zu sein – ein selten offenes Signal dafür, wie groß der Druck ist, hier den richtigen Ton zu treffen.

Design-Kooperation mit LoveFrom: Maranello trifft Silicon Valley – ohne Ferrari zu verlieren
Ein weiterer, sehr bemerkenswerter Punkt ist die Designpartnerschaft: Für den Luce wurde das Interieur nicht ausschließlich im klassischen Ferrari-Designkosmos entwickelt, sondern in Zusammenarbeit mit LoveFrom, dem Kreativkollektiv um Jony Ive und Marc Newson. Damit holt Ferrari bewusst externe Perspektiven an Bord – nicht, um die Marke zu „entfremden“, sondern um neue Produktlogik zu integrieren: Reduktion, Klarheit, Interaktionsdesign. Gleichzeitig soll der Luce eindeutig als Ferrari erkennbar bleiben. Genau darin liegt die Herausforderung: Minimalismus, ohne sterile Beliebigkeit; Innovation, ohne Traditionsbruch.

Karosserie und Konzept:
Viertürer, neue Proportionen – und ein Segment, das Ferrari so noch nicht hatte
Zum äußeren Auftritt hält Ferrari die Spannung bislang hoch. Was jedoch als sicher gilt: Der Luce wird ein Viertürer. Prototypen und die bisherige Einordnung deuten auf eine Karosserie hin, die eher in Richtung Crossover/GT als in Richtung klassischer, flacher Zweisitzer geht – ohne dass Ferrari das Wort „SUV“ bemühen müsste. Der Luce soll damit nicht nur „der erste Elektro-Ferrari“ sein, sondern auch ein Fahrzeug, das neue Nutzungsprofile abdeckt: mehr Alltag, mehr Raum, mehr Vielseitigkeit – bei Ferrari-typischem Leistungsanspruch.

Preis und Positionierung: Luxus-Grenzbereich – und bewusst exklusiv
Offizielle Preisangaben stehen noch aus. In der Branche werden jedoch Beträge im Bereich von rund einer halben Million Euro diskutiert – abhängig von Ausstattung und Individualisierung. Und genau hier dürfte Ferrari ansetzen: Der Luce wird nicht über Volumen definiert werden, sondern über Exklusivität, Personalisierung und technische Eigenständigkeit. Besonders wichtig: Ferrari hat zugleich deutlich gemacht, dass Kunden – gerade im Sammlerumfeld – nicht „gedrängt“ werden sollen, elektrische Modelle zu kaufen, um weiterhin Zugang zu Sondereditionen zu erhalten. Das ist ein Signal der Beruhigung an eine Klientel, die Tradition nicht nur fährt, sondern als Wertanlage betrachtet.

Bedeutung für Ferrari: Elektrisch – aber nicht einheitlich
Der Luce steht auch für eine strategische Botschaft: Ferrari setzt weiterhin auf einen Multi-Energy-Kurs. Elektrisch ist ein neues Kapitel, aber nicht das einzige. Damit bleibt Raum für verschiedene Antriebe – und für die Möglichkeit, Emotion auf mehreren Wegen zu erzeugen. Der Luce ist in diesem Bild der Türöffner: Er muss beweisen, dass Ferrari-Essenz nicht am Verbrennungsmotor hängt, sondern an Fahrgefühl, Reaktion, Design-Integrität und Charakter.

Der 25. Mai 2026 als Moment der Wahrheit – und was danach kommt
Am 25. Mai 2026 soll der Luce in Rom vollständig enthüllt werden. Kurz darauf – so ist es angekündigt – sollen Bestellungen möglich sein. Spätestens dann wird sich entscheiden, ob Ferraris Ansatz aufgeht: Ein Elektroauto, das nicht versucht, „wie früher“ zu wirken, sondern „wie Ferrari – nur elektrisch“. Wenn der Luce dieses Versprechen einlöst, beginnt tatsächlich eine neue Ära: nicht als Abkehr von der Vergangenheit, sondern als Neudefinition dessen, was ein Ferrari im Kern ausmacht.