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Ein schweres Unwetter hat im Singener Ortsteil Bohlingen mehr als 190 Häuser beschädigt. Straßen und Bahnstrecken waren blockiert, die Feuerwehr rechnet mit tagelangen Aufräumarbeiten.
Rheinland-Pfalz und das Saarland erwartet ein windiges Wochenende mit Sonne, Wolken und zeitweisem Regen. Am Montag drohen örtlich kräftige Gewitter, Starkregen und Hagel.
In Deutschland werden am Wochenende örtlich noch bis zu 29 Grad erreicht. Anschließend sorgen Tiefdruckgebiete für kühlere Luft, Wolken und regional kräftigen Regen.
Eine Sturmfront brachte Wassersportler am Fuschlsee, Wolfgangsee und Mondsee in Not. Alle Rettungsaktionen endeten ohne Verletzte.
Wegen der historischen Dürre in Folge eines Extremsommers hat die französische Regierung die Vorschriften für Käseproduzenten vorübergehend gelockert. Hersteller bestimmter Käsesorten dürften mehr Heu und Trockenfutter an die Kühe verfüttern als üblich, wie aus mehreren am Mittwoch veröffentlichten Dekreten hervorgeht. Dies betrifft zunächst die Käsesorten Comté, Beaufort und Abondance. Ausnahmeregeln für weitere Käsesorten sollen folgen.
Die Bundesregierung setzt am Mittwoch (09.00 Uhr) ihre Kabinettsklausur im brandenburgischen Neuhardenberg fort. Neben weiteren informellen Beratungen findet auch eine offizielle Kabinettssitzung statt (11.00 Uhr). Dort soll es vor allem um die Klimakrise und deren Folgen wie extreme Hitze oder Dürre gehen.
Angesichts immer heißerer Sommer infolge des Klimawandels greifen japanische Unternehmen zu ungewöhnlichen Mitteln: Eine Art Kühlschrank für Menschen soll Beschäftigten auf Baustellen, in Fabriken und Lagerhäusern schnelle Abkühlung verschaffen. Von der telefonzellengroßen Kabine des Herstellers Trusco Nakayama wurden seit April nach Unternehmensangaben bereits mehr als 300 Exemplare verkauft.
Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) hat vor Beginn der Kabinettsklausur der Bundesregierung die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland als eine zentrale Aufgabe genannt. "Wir brauchen als Land bessere Rahmenbedingungen für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer, sagte Warken am Dienstag im Deutschlandfunk. Die Klausurberatungen beginnen am Vormittag im brandenburgischen Schloss Neuhardenburg.
Nach dem Ende der Sommerpause kommt das Bundeskabinett ab Dienstag zu einer zweitägigen Klausur auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg zusammen (10.00 Uhr). Hauptthema ist die schwierige Wirtschaftslage und die Frage, wie Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden können. Dazu sind auch Gäste aus der Wirtschaft geladen, darunter Siemens-Chef Roland Busch, Handwerkspräsident Jörg Dittrich sowie Vertreter von KI-Unternehmen und Startups. Zum Auftakt tritt Kanzler Friedrich Merz (CDU) vor die Presse (10.15 Uhr).
In Norwegen haben am Montag Anhörungen des Obersten Gerichts zu Einsprüchen von Umweltschützern gegen die Erteilung von Ölförderlizenzen durch die Regierung begonnen. Bei der Klage geht es um die Ausbeutung von drei Ölfeldern in der Nordsee, gegen die der norwegische Ableger der Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Gruppe Young Friends of the Earth Norway geklagt hatten.
Mehrere Umweltverbände haben vor der Kabinettsklausur der Bundesregierung konkrete Beschlüsse für mehr Klima- und Hitzeschutz gefordert. "Ein Weiter-so können wir uns schlicht nicht mehr leisten", erklärte Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas am Montag mit Blick auf Milliardenschäden durch Hitze und Dürre in Deutschland. Die Regierung müsse jetzt alles tun, um die Klimakrise zurückzudrängen, forderte der Umweltverband BUND.
Drei Wochen vor der Parlamentswahl in Schweden haben in der Hauptstadt Stockholm am Sonntag rund 10.000 Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg, die an der Kundgebung teilnahm, sagte der Nachrichtenagentur AFP, "absolut keine Partei" schlage "eine Politik vor, die auch nur in die Richtung dessen geht, was die Wissenschaft für notwendig hält". "Wenn wir so weitermachen, werden wir einen Zusammenbruch erleben - wir sind ja bereits Zeuge davon."
Nach den schweren Unwettern in mehreren Bundesländern hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag vor gewittrigem Starkregen in Teilen des Südostens Deutschlands gewarnt. Betroffen sei ein Bereich etwa vom Alpenrand bis nach Niederbayern, teilte der DWD in Offenbach mit. Er warnte vor möglichen schweren Gewittern mit örtlich heftigem Starkregen sowie schweren Orkanböen ab dem Nachmittag.
Wegen des Niedrigwassers der Donau drosselt Bulgarien die Leistung seines einzigen Atomkraftwerks in Kosloduj. Das Herunterfahren der Stromproduktion diene dazu, den "sicheren Betrieb" des Kraftwerks zu gewährleisten, erklärte das Energieministerium am Donnerstag. Zudem zeigten die Prognosen für den Pegel der Donau "weiterhin eine rückläufige Tendenz".
Der seit Freitag im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn wütende Waldbrand ist nach Angaben der örtlichen Behörden "vollumfänglich" unter Kontrolle. Das Feuer "dürfte sich nicht weiter ausbreiten, sofern die Wetterbedingungen ähnlich wie derzeit bleiben", erklärten die zuständigen Behörden der Provinz Lüttich am Donnerstag. Insbesondere im Osten des Brandgebiets nahe der deutschen Grenze müssten die Löscharbeiten aber noch fortgesetzt werden.
Das Ausmaß der Zerstörung durch Waldbrände könnte sich in Europa einer Studie zufolge wegen des Klimawandels in den kommenden Jahrzehnten nahezu verdreifachen. Laut der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) würden bei einem Szenario mit geringen Treibhausgasemissionen und einem globalen Temperaturanstieg um etwa 1,8 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts rund 39 Prozent mehr Flächen durch Waldbrände zerstört als heute.
Nach tagelangem Kampf gegen den Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der Grenze zu Deutschland beenden die dort eingesetzten deutschen Feuerwehrleute ihren Einsatz. "Die deutschen Kräfte werden heute mit ihrem Rückzug beginnen", teilten die Behörden der Provinz Lüttich am Donnerstag mit. Es werde erwogen, die deutschen Kräfte mit freiwilligen Feuerwehrleuten aus Belgien zu ersetzen, erklärte Behördensprecher Tony Hosmans.
In Deutschland und Belgien sind die Evakuierungen wegen des Waldbrands im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der Grenze aufgehoben worden. Die Betroffenen aus den Bereichen Ruitzhof und Geisberg im Eifelort Monschau könnten "mit sofortiger Wirkung wieder in ihre Häuser zurückkehren", teilte die Stadtverwaltung Monschau am Mittwoch mit. In Belgien gelang es den Einsatzkräften nach Behördenangaben inzwischen, das Großfeuer in dem Naturschutzgebiet einzugrenzen.
Die Stadt Monschau hat die Evakuierung mehrerer Straßenzüge wegen des Waldbrands im benachbarten Belgien aufgehoben. Die Betroffenen aus den Bereichen Ruitzhof und Geisberg könnten "mit sofortiger Wirkung wieder in ihre Häuser zurückkehren", teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. In Belgien gelang es Einsatzkräften nach Behördenangaben inzwischen, das Großfeuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn einzugrenzen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht in strengeren Hitzeschutzvorgaben im Baugesetzbuch keinen Widerspruch zum Ziel einer Beschleunigung des Wohnungsbaus. "Das eine schließt das andere nicht aus", sagte die zuständige Ministerin am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Ohnehin setze die Regierung bei ihrem sogenannten Bauturbo auf das "Potenzial der Nachverdichtung" in Städten - darunter das Aufstocken von Gebäuden.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will mit Gesetzesänderungen Mietern den Einbau von Klimaanlagen und Sonnenblenden erleichtern. Auch die "klassische Rechtspolitik" könne einen Beitrag zum Hitzeschutz leisten, sagte sie der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Ich denke insbesondere an das Mietrecht. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass wir es Mieterinnen und Mietern erleichtern, ihre Wohnungen mit Klimaanlagen oder Sonnenblenden auszustatten."
Großbritannien erhofft sich durch kleine Anpassungen der Flughöhe in der Luftfahrt eine Verringerung von Kondensstreifen und damit der Schäden für das Klima. Wissenschaftler sollen nun in einem groß angelegten Versuch ermitteln, ob dabei eine von Google entwickelte KI-Technologie helfen kann, wie die britische Regierung und der US-Konzern am Dienstag mitteilten. Die Untersuchungen konzentrieren sich demnach auf Langstreckenflüge über dem Nordatlantik.
Die belgische Feuerwehr ist nach Behördenangaben entschlossen, den Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn am Dienstag vollständig unter Kontrolle zu bringen. Wegen "problematischer Bedingungen" sei es am Montag nicht möglich gewesen den Ring um das Feuer komplett zu schließen, sagte Verwaltungssprecher Nicolas Yernaux am Dienstag. Dies solle nun am Dienstag versucht werden.
Für ihren Vorstoß zu einer Verfassungsänderung zugunsten des Hitzeschutzes erhält die SPD Unterstützung von Umweltverbänden, Sozialverbänden und Gewerkschaften. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte sich hingegen noch nicht festlegen, ob er die Forderung des Koalitionspartners unterstützt. Die Regierung werde nun zunächst intern über den Vorstoß der SPD-geführten Ministerien beraten, sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin.
Der Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn breitet sich offiziellen Angaben zufolge derzeit nicht mehr in Richtung deutscher Grenze aus. "Der Wind weht günstig, und die derzeitigen Regenfälle tragen dazu bei, die Ausbreitung einzudämmen", teilte der Leiter der Krisenkommunikation des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Tony Hosmans, am Montag mit. Das Feuer sei allerdings noch nicht unter Kontrolle, betonte Hosmans.
Die massiven Hitzewellen dieses Sommers beschäftigen die Bundespolitik: Die SPD-geführten Ministerien legten am Sonntag einen gemeinsamen Aktionsplan zum Hitzeschutz vor - und forderten eine Grundgesetzänderung noch vor der nächsten Bundestagswahl, um eine "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" in der Verfassung zu verankern. Der Koalitionspartner Union reagierte skeptisch und forderte die SPD auf, ihre Vorstellungen für eine Grundgesetzänderung zu präzisieren. Die Grünen zeigten sich bereit, eine solche Änderung zu unterstützen.
Nach dem Vorstoß der SPD-Kabinettsmitglieder für eine Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz sieht die Unionsfraktion im Bundestag noch erheblichen Klärungsbedarf. "Ob eine Grundgesetzänderung dafür sinnvoll ist, kann erst ein konkreter Vorschlag zeigen", erklärte der für Umwelt und Klimaschutz zuständige Unionsfraktionsvize Klaus Mack (CDU) am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Mack forderte die SPD auf, offene Fragen zu klären und ihren Vorschlag zu präzisieren: Eine Verfassungsänderung müsse einen "Mehrwert" bringen, sonst sei sie nicht sinnvoll.
Die Bundesministerinnen und -minister der SPD haben einen gemeinsamen Aktionsplan zum Hitzeschutz vorgelegt - und setzen damit den Koalitionspartner Union unter Druck. Das Programm, das der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag, sieht unter anderem einen nationalen Hitzeaktionsplan, Änderungen im Bauplanungsrecht und den Schutz von Beschäftigten gegen extreme Temperaturen vor. Zudem stellen sich die fünf SPD-Kabinettsmitglieder hinter die Forderung, noch in dieser Legislaturperiode die "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" im Grundgesetz zu verankern - die Union sieht dies bislang skeptisch.
Nach der Evakuierung einer Ortschaft im Waldbrandgebiet in der Eifel können die rund 1800 betroffenen Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Lage rund um den Ortsteil Gey in Hürtgenwald habe sich "so weit entspannt, dass die Menschen heimkehren können", hieß es am Samstagabend auf der Website des Kreises Düren. Eine Gefahr durch den Waldbrand bestehe für den Ortsteil derzeit nicht mehr.
Bei dem großen Waldbrand in der Vordereifel in Rheinland-Pfalz haben die Einsatzkräfte am Freitagabend vorerst Entwarnung gegeben. Das Feuer bei Langenscheid sei unter Kontrolle, teilte der Landkreis Mayen-Koblenz mit. Die zuvor ausgesprochenen Evakuierungswarnungen für die Ortschaften Arft und Langenfeld seien aufgehoben worden. Die Feuerwehr bleibt den Angaben zufolge über Nacht weiter vor Ort, rund 220 Einsatzkräfte sichern weiterhin das Gebiet ab.
Die CDU hat Forderungen von unterschiedlicher Seite eine Absage erteilt, Klimaanpassung und Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz zu verankern. Dies sei "wohlfeil und bringt nichts", sagte die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte einen solchen Schritt zuvor hingegen als "zwingend notwendig" bezeichnet.
Angesichts von Dürre und Niedrigwasser hat die Opposition die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. So pochen die Grünen auf "einen Hitzegipfel" der Bundesregierung mit weiteren wichtigen Akteuren. Derzeit habe Deutschland "beim Hitzeschutz ein Zuständigkeitsproblem", kritisierte die Grünen-Umweltpolitikerin Julia Schneider am Donnerstag. Ein "komplettes Staatsversagen" bei der Klimaanpassung sieht Linken-Fraktionschef Sören Pellmann.