The Prague Post - Israels Regierung nach Zusammenstößen am Tempelberg vor der Zerreißprobe

EUR -
AED 4.195258
AFN 76.536924
ALL 93.834442
AMD 418.178152
ANG 2.045088
AOA 1048.670609
ARS 1692.391783
AUD 1.626725
AWG 2.060787
AZN 1.944302
BAM 1.95757
BBD 2.304374
BDT 141.157647
BGN 1.961983
BHD 0.431488
BIF 3401.972121
BMD 1.142343
BND 1.47669
BOB 7.909393
BRL 5.816698
BSD 1.14413
BTN 110.294738
BWP 16.36873
BYN 3.307091
BYR 22389.922878
BZD 2.300799
CAD 1.6067
CDF 2581.694594
CHF 0.925384
CLF 0.027117
CLP 1067.268578
CNY 7.737375
CNH 7.729961
COP 3720.919597
CRC 519.067113
CUC 1.142343
CUP 30.27209
CVE 110.364801
CZK 24.183454
DJF 203.74335
DKK 7.476258
DOP 66.950249
DZD 152.121702
EGP 58.340026
ERN 17.135145
ETB 184.670587
FJD 2.536917
FKP 0.851251
GBP 0.850874
GEL 2.99859
GGP 0.851251
GHS 13.231965
GIP 0.851251
GMD 83.962168
GNF 10039.03421
GTQ 8.729894
GYD 239.376465
HKD 8.957946
HNL 30.640574
HRK 7.535923
HTG 149.513239
HUF 360.177897
IDR 20437.658684
ILS 3.484373
IMP 0.851251
INR 109.901509
IQD 1498.855393
IRR 1571007.216233
ISK 143.010028
JEP 0.851251
JMD 181.353201
JOD 0.809936
JPY 185.834018
KES 147.700742
KGS 99.897636
KHR 4622.119022
KMF 493.492171
KPW 1028.108781
KRW 1686.378176
KWD 0.354252
KYD 0.953462
KZT 538.306783
LAK 25843.369779
LBP 102458.351579
LKR 384.777949
LRD 207.087266
LSL 18.858153
LTL 3.373041
LVL 0.690992
LYD 7.330597
MAD 10.690367
MDL 20.131204
MGA 4907.416225
MKD 61.630732
MMK 2398.441179
MNT 4097.804138
MOP 9.240356
MRU 45.674103
MUR 53.987293
MVR 17.66065
MWK 1983.985405
MXN 19.858097
MYR 4.671983
MZN 73.007582
NAD 18.858153
NGN 1577.464031
NIO 42.107893
NOK 11.007829
NPR 176.470808
NZD 1.949705
OMR 0.439224
PAB 1.144135
PEN 3.879909
PGK 5.116604
PHP 70.613929
PKR 317.928507
PLN 4.327224
PYG 6933.23928
QAR 4.170671
RON 5.239244
RSD 117.371189
RUB 89.818713
RWF 1683.615099
SAR 4.290065
SBD 9.220263
SCR 15.358108
SDG 685.981321
SEK 11.045656
SGD 1.473511
SHP 0.852874
SLE 27.844619
SLL 23954.370013
SOS 653.88844
SRD 42.771435
STD 23644.193801
STN 24.522068
SVC 10.011053
SYP 126.265569
SZL 18.859972
THB 38.420994
TJS 10.577665
TMT 4.009624
TND 3.380157
TOP 2.750488
TRY 53.918246
TTD 7.767024
TWD 36.919412
TZS 3012.927344
UAH 51.157637
UGX 4238.833114
USD 1.142343
UYU 46.041635
UZS 13678.369148
VES 828.015677
VND 30069.894893
VUV 136.392871
WST 3.135728
XAF 656.547833
XAG 0.019322
XAU 0.000281
XCD 3.08724
XCG 2.062065
XDR 0.816535
XOF 656.547833
XPF 119.331742
YER 272.577726
ZAR 18.76873
ZMK 10282.46081
ZMW 20.849299
ZWL 367.833981
  • Euro STOXX 50

    45.2200

    6272.62

    +0.72%

  • SDAX

    -28.4300

    18255.22

    -0.16%

  • Goldpreis

    54.5000

    4070.4

    +1.34%

  • DAX

    111.3800

    24958.07

    +0.45%

  • TecDAX

    -15.7500

    3755.84

    -0.42%

  • MDAX

    -20.1300

    31660.58

    -0.06%

  • EUR/USD

    0.0015

    1.1429

    +0.13%

Israels Regierung nach Zusammenstößen am Tempelberg vor der Zerreißprobe
Israels Regierung nach Zusammenstößen am Tempelberg vor der Zerreißprobe / Foto: AHMAD GHARABLI - AFP

Israels Regierung nach Zusammenstößen am Tempelberg vor der Zerreißprobe

Die zunehmende Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern stellt Israels Acht-Parteien-Koalition vor die Zerreißprobe. Nach zweitägigen Zusammenstößen rund um den Tempelberg in Jerusalem drohte die arabische Raam-Partei am Sonntagabend mit einem Rückzug aus der Koalition von Ministerpräsident Naftali Bennett, sollte die Regierung ihr hartes Vorgehen gegen palästinensische Demonstranten fortsetzen. Bei den Auseinandersetzungen wurden seit Freitag mindestens 170 Menschen verletzt, zumeist Palästinenser.

Textgröße:

Die Lage in der Jerusalemer Altstadt war in den vergangenen Tagen besonders angespannt, weil der muslimische Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr mit dem jüdischen Pessach-Fest und Ostern zusammenfällt. Nach heftigen Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften, bei denen bereits am Freitag mehr als 150 Menschen verletzt worden waren, lieferten sich beide Seiten am Sonntag erneut heftige Auseinandersetzungen.

Nach Angaben der israelischen Polizei hatten hunderte Palästinenser am Sonntagmorgen versucht, einen Besuch religiöser Juden auf dem Platz vor der Al-Aksa-Moschee zu blockieren. Als sie anfingen Steine aufzuhäufen, seien die Sicherheitskräfte eingeschritten. Später sahen AFP-Reporter, wie mehrere jüdische Gläubige unter massivem Polizeischutz den Platz verließen. Nach Angaben des Roten Halbmonds wurden 19 Palästinenser verletzt, ein Teil von ihnen durch Gummigeschosse der Sicherheitskräfte.

Der Tempelberg ist allen drei Religionen heilig. Jüdische Gläubige beten dort an der Klagemauer. Den Platz vor der Al-Aksa-Moschee dürfen sie zu bestimmten Zeiten besuchen, nicht aber dort beten.

Bei einem weiteren Vorfall im von Israel annektierten Ost-Jerusalem warfen junge Palästinenser Steine auf vorüberfahrende israelische Busse. Sieben Menschen wurden leicht verletzt, die Polizei meldete die Festnahme von 18 Palästinensern. Regierungschef Bennett erklärte, die Sicherheitskräfte hätten "weiterhin freie Hand", um "die Sicherheit der Bürger Israels zu gewährleisten". Gleichzeitig betonte er, den Angehörigen aller Religionen müsse die freie Ausübung ihres Glaubens in Jerusalem möglich sein.

Nach der neuerlichen Gewalt verkündete die arabische Raam-Partei, ihre Mitarbeit in der Koalition auszusetzen. Sollte die Regierung ihre "Willkürmaßnahmen" an der Al-Aksa-Moschee fortsetzen, werde sie das Bündnis "geschlossen verlassen".

Die Drohung der Partei hat keine unmittelbaren Auswirkungen, da die Knesset noch bis Anfang Mai in einer Sitzungspause ist. Wie aus Regierungskreisen verlautete, will Bennett versuchen die Wogen bis dahin zu glätten. Sollte ihm das nicht gelingen und die Raam-Partei die Koalition verlassen, könnte die Opposition ein Misstrauensvotum gegen ihn einleiten.

Bennett steht seit Juni an der Spitze einer Koalitionsregierung, deren acht Parteien aus allen politischen Lagern stammen - und in der mit der Raam-Partei erstmals auch eine arabische Partei vertreten ist. Vergangene Woche hatte die Koalition nach dem Rücktritt einer Abgeordneten aus Bennetts Jamina-Partei bereits ihre hauchdünne Mehrheit im Parlament verloren. Das Bündnis verfügt nun ebenso wie die Opposition über 60 Sitze in der Knesset. Die Raam-Partei stellt vier Abgeordnete.

Die oppositionelle Likud-Partei von Ex-Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte am Sonntagabend alle rechtsgerichteten Abgeordneten auf, die Koalition zu verlassen und eine neue "Regierung der Rechten" mit jüdisch-orthodoxen und rechtsextremen Parteien zu bilden. "Wenn Juden am Pessachfest nicht mehr in Sicherheit durch Jerusalem laufen können", müsse allen Abgeordneten klar sein, "dass diese Regierung am Ende ist", erklärte sie.

Jordanien, das die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg verwaltet, machte Israel für die neuerliche Gewalteskalation verantwortlich. König Abdullah II. forderte Israel auf, "alle illegalen und provokativen Maßnahmen" zu unterlassen, die die Lage weiter verschärfen könnten. Papst Franziskus forderte in seiner Osterbotschaft "freien Zutritt zu den Heiligen Stätten unter gegenseitiger Achtung der Rechte jedes Einzelnen".

D.Kovar--TPP