The Prague Post - Ausmaß häuslicher Gewalt gestiegen: Vor allem Mädchen und Frauen betroffen

EUR -
AED 4.335067
AFN 73.17549
ALL 96.225767
AMD 445.767814
ANG 2.112325
AOA 1082.286587
ARS 1648.763302
AUD 1.670992
AWG 2.127395
AZN 1.998434
BAM 1.949782
BBD 2.376265
BDT 144.174985
BGN 1.944629
BHD 0.444886
BIF 3499.432402
BMD 1.180247
BND 1.491297
BOB 8.152835
BRL 6.175992
BSD 1.179858
BTN 106.926956
BWP 15.540034
BYN 3.370895
BYR 23132.841514
BZD 2.372876
CAD 1.614778
CDF 2685.062216
CHF 0.912042
CLF 0.025767
CLP 1017.408061
CNY 8.153734
CNH 8.131695
COP 4347.628723
CRC 568.545112
CUC 1.180247
CUP 31.276546
CVE 110.648444
CZK 24.24186
DJF 209.753739
DKK 7.47153
DOP 72.585635
DZD 153.326182
EGP 55.372234
ERN 17.703705
ETB 183.380874
FJD 2.608933
FKP 0.871754
GBP 0.872993
GEL 3.151568
GGP 0.871754
GHS 12.98297
GIP 0.871754
GMD 87.338462
GNF 10356.66757
GTQ 9.049069
GYD 246.838102
HKD 9.222928
HNL 31.31237
HRK 7.533402
HTG 154.652645
HUF 378.042613
IDR 19952.075806
ILS 3.654759
IMP 0.871754
INR 107.094375
IQD 1546.713714
IRR 49717.905736
ISK 144.839904
JEP 0.871754
JMD 183.712946
JOD 0.836751
JPY 182.469139
KES 152.251853
KGS 103.212526
KHR 4746.952862
KMF 492.163477
KPW 1062.183426
KRW 1709.009903
KWD 0.362018
KYD 0.983165
KZT 576.989049
LAK 25286.792502
LBP 105691.120065
LKR 364.943555
LRD 219.052205
LSL 18.931021
LTL 3.484963
LVL 0.71392
LYD 7.441433
MAD 10.809295
MDL 20.121891
MGA 5128.173793
MKD 61.633617
MMK 2478.103887
MNT 4223.319828
MOP 9.49918
MRU 47.162864
MUR 54.303546
MVR 18.181676
MWK 2050.089166
MXN 20.273959
MYR 4.602697
MZN 75.415069
NAD 18.931582
NGN 1582.522732
NIO 43.327192
NOK 11.230593
NPR 171.082931
NZD 1.972718
OMR 0.453808
PAB 1.179858
PEN 3.957961
PGK 5.071817
PHP 68.370461
PKR 329.997172
PLN 4.2135
PYG 7711.198396
QAR 4.297634
RON 5.094415
RSD 117.418057
RUB 90.592371
RWF 1717.259408
SAR 4.426432
SBD 9.495303
SCR 17.343783
SDG 709.928391
SEK 10.630343
SGD 1.494812
SHP 0.885491
SLE 28.91933
SLL 24749.189036
SOS 674.512767
SRD 44.496457
STD 24428.730322
STN 24.696669
SVC 10.323136
SYP 13053.030268
SZL 18.930852
THB 36.849668
TJS 11.125759
TMT 4.130865
TND 3.371375
TOP 2.841752
TRY 51.647729
TTD 7.994324
TWD 37.174218
TZS 3049.05362
UAH 51.098677
UGX 4176.1099
USD 1.180247
UYU 45.838514
UZS 14340.000972
VES 467.226735
VND 30651.015006
VUV 140.386804
WST 3.191601
XAF 653.938535
XAG 0.015069
XAU 0.000236
XCD 3.189677
XCG 2.126337
XDR 0.81341
XOF 653.857292
XPF 119.331742
YER 281.400379
ZAR 18.948571
ZMK 10623.640505
ZMW 22.068882
ZWL 380.039058
  • DAX

    279.8100

    25278.21

    +1.11%

  • Euro STOXX 50

    81.5200

    6103.37

    +1.34%

  • MDAX

    297.8900

    31742.22

    +0.94%

  • SDAX

    246.9700

    18093.03

    +1.37%

  • TecDAX

    40.7800

    3721.82

    +1.1%

  • Goldpreis

    95.6000

    5001.5

    +1.91%

  • EUR/USD

    -0.0069

    1.1788

    -0.59%

Ausmaß häuslicher Gewalt gestiegen: Vor allem Mädchen und Frauen betroffen
Ausmaß häuslicher Gewalt gestiegen: Vor allem Mädchen und Frauen betroffen / Foto: Alberto PIZZOLI - AFP/Archiv

Ausmaß häuslicher Gewalt gestiegen: Vor allem Mädchen und Frauen betroffen

Körperverletzung, Stalking, Tötung: Das der Polizei bekannte Ausmaß häuslicher Gewalt ist vergangenes Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen. Wie aus dem am Freitag vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Lagebericht hervorgeht, gab es 2024 insgesamt 265.942 registrierte Opfer häuslicher Gewalt - 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Über 70 Prozent der Opfer sind weiblich. Familienministerin Karin Prien (CDU) sprach von "dramatischen" Zahlen - die noch nicht einmal das Dunkelfeld umfassten.

Textgröße:

"Auf die Frage 'Tut die Politik schon ausreichend viel, um Frauen vor Gewalttaten zu schützen', muss die Antwort heißen: Nein", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) anlässlich der Vorstellung der Zahlen in Berlin. "Da muss deutlich mehr kommen."

Das BKA zählt zu häuslicher Gewalt zum einen innerfamiliäre Gewalt: Hier sind die Opfer häufig die Kinder der Tatverdächtigen, der Anteil betrug im vergangenen Jahr 36,7 Prozent. Vor allem Sechs- bis 14-Jährige sind betroffen. Dahinter folgen Eltern, Geschwister und andere Angehörige.

Der ganz überwiegende Teil von häuslicher Gewalt ist jedoch Partnerschaftsgewalt und hier gibt es mit einem Anteil von 79,3 Prozent deutlich mehr weibliche Opfer als männliche. Für insgesamt 286 Opfer endete die Gewalt im vergangenen Jahr tödlich - 95 männliche und 191 weibliche.

Von häuslicher Gewalt insgesamt waren Mädchen und Frauen im vergangenen Jahr mit 70,4 Prozent erneut deutlich häufiger betroffen als Jungen und Männer mit entsprechend 29,6 Prozent, wie das BKA ausführte. Umgekehrt waren Tatverdächtige von häuslicher Gewalt im vergangenen Jahr zu 75,6 Prozent männlich und zu 24,4 Prozent weiblich.

"Wenn Sie das einmal umrechnen, bedeutet das, dass pro Stunde in Deutschland 15 Frauen von partnerschaftlicher Gewalt betroffen sind", sagte Prien zu den Zahlen. Das Dunkelfeld sei damit noch nicht erfasst. Gemäß einer gerade stattfindenen Erhebung zum Dunkelfeld gehen die Expertinnen und Experten davon aus, dass nur fünf Prozent der Fälle von partnerschaftlicher Gewalt angezeigt werden.

Den Anstieg beim Ausmaß der häuslichen Gewalt erklärte das BKA zum einen mit einem tatsächlich gestiegenen Kriminalitätsaufkommen - bedingt unter anderem durch steigende belastende Faktoren wie Arbeitslosigkeit und Wohnraumengpässe. Zum anderen dürfte durch Kampagnen und den Ausbau von Unterstützung auch ein verändertes Anzeigeverhalten eine Rolle spielen.

Gleichwohl bleibe die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt hoch, warnte auch BKA-Präsident Holger Münch. Die Gründe dafür seien vor allem Angst, Abhängigkeit und Scham. Doch auch die erfassten Taten zeigten, dass "Gewalt gegen Frauen, Gewalt in Partnerschaften, Gewalt in Familien ein ernstzunehmendes, großes gesellschaftliches Problem ist", sagte der BKA-Chef.

Die Behörde veröffentlichte zugleich einen Lagebericht zu spezifischer Gewalt gegen Frauen. Sie umfasst beispielsweise Hasskriminalität aufgrund von Vorurteilen gegen Frauen oder sexualisierte Gewalt. Das BKA registrierte hier zum einen 558 sogenannte frauenfeindliche Straftaten politisch motivierter Kriminalität (plus 73,3 Prozent).

Zum anderen führte es spezifische Delikte gegen Frauen auf, etwa 53.451 weibliche Opfer von Sexualstraftaten (plus 2,1 Prozent), Opfer digitaler Gewalt (plus 6,0 Prozent) sowie von Tötungsdelikten oder Menschenhandel. Hier überschneiden sich die Opfer und Fallgruppen jedoch teilweise, weil zum Beispiel ebenfalls das Feld häusliche Gewalt erfasst wird.

V.Nemec--TPP