The Prague Post - Sportwetten-Streit: Neues europarechtliches Gutachten macht Spielern Hoffnung

EUR -
AED 4.265976
AFN 72.549814
ALL 95.463857
AMD 429.212695
ANG 2.079801
AOA 1066.350652
ARS 1619.884705
AUD 1.629918
AWG 2.092335
AZN 1.973877
BAM 1.954037
BBD 2.344185
BDT 142.861088
BGN 1.939782
BHD 0.439004
BIF 3465.372983
BMD 1.161602
BND 1.487857
BOB 8.042743
BRL 5.884655
BSD 1.16385
BTN 111.633267
BWP 16.463144
BYN 3.238877
BYR 22767.395593
BZD 2.340788
CAD 1.598039
CDF 2610.69513
CHF 0.91446
CLF 0.026511
CLP 1043.385662
CNY 7.910387
CNH 7.920934
COP 4412.983379
CRC 527.923622
CUC 1.161602
CUP 30.782448
CVE 110.165591
CZK 24.326275
DJF 207.252983
DKK 7.473247
DOP 69.537252
DZD 154.290371
EGP 61.428873
ERN 17.424027
ETB 181.729614
FJD 2.560345
FKP 0.871612
GBP 0.872775
GEL 3.11267
GGP 0.871612
GHS 13.30899
GIP 0.871612
GMD 84.215304
GNF 10205.790694
GTQ 8.878988
GYD 243.500275
HKD 9.095801
HNL 30.953069
HRK 7.534847
HTG 152.382496
HUF 361.9197
IDR 20531.370177
ILS 3.391227
IMP 0.871612
INR 111.593866
IQD 1524.724149
IRR 1532152.795177
ISK 143.585679
JEP 0.871612
JMD 183.904052
JOD 0.823606
JPY 184.614576
KES 150.102029
KGS 101.581829
KHR 4669.786168
KMF 492.519027
KPW 1045.441384
KRW 1748.832205
KWD 0.358517
KYD 0.969925
KZT 546.396953
LAK 25524.967268
LBP 104224.951482
LKR 382.334996
LRD 212.987808
LSL 19.279203
LTL 3.429908
LVL 0.702642
LYD 7.390331
MAD 10.728619
MDL 20.134831
MGA 4844.628397
MKD 61.631832
MMK 2439.041358
MNT 4156.884086
MOP 9.387229
MRU 46.717844
MUR 54.78144
MVR 17.900291
MWK 2018.178874
MXN 20.161942
MYR 4.620274
MZN 74.200158
NAD 19.279203
NGN 1594.577163
NIO 42.831351
NOK 10.820087
NPR 178.612827
NZD 1.991171
OMR 0.446383
PAB 1.16385
PEN 3.990099
PGK 5.070425
PHP 71.731196
PKR 324.168183
PLN 4.24986
PYG 7092.599915
QAR 4.242672
RON 5.197582
RSD 117.284167
RUB 84.593412
RWF 1702.563673
SAR 4.40091
SBD 9.311774
SCR 15.784995
SDG 697.530775
SEK 10.995252
SGD 1.488937
SHP 0.867253
SLE 28.577097
SLL 24358.211725
SOS 665.19975
SRD 43.505463
STD 24042.812326
STN 24.477912
SVC 10.183811
SYP 128.386039
SZL 19.2826
THB 38.033744
TJS 10.859001
TMT 4.077222
TND 3.406426
TOP 2.796858
TRY 52.945463
TTD 7.899871
TWD 36.746693
TZS 3025.432521
UAH 51.390927
UGX 4370.056632
USD 1.161602
UYU 46.617934
UZS 13937.423415
VES 592.58979
VND 30617.500666
VUV 136.442379
WST 3.143736
XAF 655.365624
XAG 0.015517
XAU 0.000256
XCD 3.139287
XCG 2.097607
XDR 0.815622
XOF 655.365624
XPF 119.331742
YER 277.160944
ZAR 19.457243
ZMK 10455.808607
ZMW 21.910229
ZWL 374.035311
  • Goldpreis

    -13.7000

    4548.2

    -0.3%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1625

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -107.2000

    5827.76

    -1.84%

  • DAX

    -505.7300

    23950.57

    -2.11%

  • SDAX

    -238.7600

    18365.64

    -1.3%

  • TecDAX

    -61.2000

    3795.76

    -1.61%

  • MDAX

    -528.7300

    31365.17

    -1.69%

Sportwetten-Streit: Neues europarechtliches Gutachten macht Spielern Hoffnung
Sportwetten-Streit: Neues europarechtliches Gutachten macht Spielern Hoffnung / Foto: Miguel MEDINA - AFP/Archiv

Sportwetten-Streit: Neues europarechtliches Gutachten macht Spielern Hoffnung

Im Streit um die Rückzahlung verlorener Wetteinsätze macht ein neues Gutachten am Europäischen Gerichtshof (EuGH) den Spielern Hoffnung. Nach Auffassung des zuständigen Generalanwalts Nicholas Emiliou können deutsche Gerichte einen Veranstalter zur Rückerstattung verpflichten, wenn dieser keine deutsche Konzession hatte. Das erklärte er in seinen am Donnerstag in Luxemburg vorgelegten Schlussanträgen. Ein Urteil ist das aber noch nicht. (Az. C-530/24)

Textgröße:

Emiliou sah in seinem Gutachten eine Ausnahme vor für den Fall, dass es zu dem Zeitpunkt noch kein rechtmäßiges Konzessionsverfahren gab und die Behörden zusicherten, dass bis dahin keine solche Erlaubnis notwendig sei. In Deutschland laufen tausende Gerichtsverfahren gegen ausländische Wettanbieter. Eins von ihnen erreichte das höchste deutsche Zivilgericht, den Bundesgerichtshof in Karlsruhe, der dem EuGH Fragen zur Auslegung des Europarechts stellte.

Es geht um die Zeit vor 2021, vor dem neuen Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland. Die Jahre zwischen 2012 und 2020 fallen in einen Experimentierzeitraum. Nach dem Ende des staatlichen Sportwettenmonopols sollten private Anbieter erstmals die Möglichkeit bekommen, Online-Sportwetten anzubieten. Allerdings durften die Länder sie nur erlauben, wenn die Anbieter eine Konzession in Deutschland hatten. Die bekamen sie zunächst nicht.

So ging es auch Tipico mit Sitz in Malta. Der Anbieter hatte die Konzession in Deutschland beantragt, sie aber damals noch nicht erhalten. Das Verfahren zog sich über Jahre, die deutsche Lizenz gab es erst im Oktober 2020. Eine maltesische Erlaubnis hatte Tipico allerdings.

Der EuGH befasste sich in dem Zeitraum mit der deutschen Praxis und entschied 2016 in einem anderen Fall, dass Anbieter nicht bestraft werden dürften, da es in Deutschland kein legales Verfahren für die Erteilung einer solchen Konzession gab. Das verbiete die Dienstleistungsfreiheit.

Um solche strafrechtlichen Folgen geht es im aktuellen Fall aber nicht, sondern um zivilrechtliche Ansprüche eines Spielers. Er machte zwischen 2013 und 2018 bei Sportwetten mit und verlor Geld. Nun fordert er insgesamt 3700 Euro zurück.

Der Bundesgerichtshof neigt zwar dazu, Verträge zwischen Spielern und Anbietern aus dieser Zeit für nichtig anzusehen. Dann müssten verlorene Einsätze zurückerstattet werden. Der Bundesgerichtshof ist sich aber nicht sicher, ob das mit dem EU-Recht vereinbar ist. Darum fragte er den EuGH danach.

Der Generalanwalt legte nun eine differenzierte Einschätzung vor. Deutsche Behörden dürften eine Konzession verlangen, erklärte er. Sie dürften Verträge mit Veranstaltern ohne Konzession auch für nichtig erklären. Das gilt demnach auch, wenn es kein legales Verfahren für die Erteilung einer Konzession gab. Der Veranstalter könne dann nicht einfach so Wetten auf dem deutschen Markt anbieten.

Anders wäre es nur, wenn die Behörden dem Anbieter Tipico zugesichert hätten, dass er keine Erlaubnis bräuchte. Dann müssten unter Umständen die Behörden für Schäden haften, erklärte Emiliou. Ob das so war, müsste der Bundesgerichtshof prüfen.

Zunächst fällt allerdings der EuGH sein Urteil in dem Fall. Die europäischen Richterinnen und Richter müssen dabei nicht der Einschätzung des Generalanwalts folgen, erfahrungsgemäß tun sie das aber häufig. Wann in Luxemburg das Urteil verkündet wird, ist noch offen. Nach der EuGH-Entscheidung verhandelt der Bundesgerichtshof weiter über den konkreten Fall.

J.Marek--TPP