The Prague Post - Digitale Gewalt gegen Frauen: Appelle im Bundestag an Verantwortung aller

EUR -
AED 4.110102
AFN 72.735804
ALL 90.771756
AMD 403.674395
ANG 2.002782
AOA 1026.129808
ARS 1723.64436
AUD 1.592813
AWG 2.014212
AZN 1.904927
BAM 1.955209
BBD 2.253929
BDT 138.656856
BGN 1.955835
BHD 0.422269
BIF 3355.341938
BMD 1.119007
BND 1.432854
BOB 13.266872
BRL 6.060984
BSD 1.119067
BTN 106.460874
BWP 15.437197
BYN 3.291776
BYR 21932.533595
BZD 2.2507
CAD 1.568232
CDF 2590.501063
CHF 0.925105
CLF 0.028028
CLP 1106.597134
CNY 7.472783
CNH 7.461
COP 3520.887806
CRC 509.441485
CUC 1.119007
CUP 26.857883
CVE 110.231686
CZK 24.347742
DJF 198.870182
DKK 7.474271
DOP 68.489301
DZD 151.14379
EGP 62.949947
ERN 16.785102
ETB 183.297966
FJD 2.501761
FKP 0.83669
GBP 0.837828
GEL 2.898111
GGP 0.83669
GHS 13.008422
GIP 0.83669
GMD 82.806903
GNF 9904.051072
GTQ 8.554338
GYD 234.49913
HKD 8.779162
HNL 30.04492
HRK 7.534163
HTG 146.574393
HUF 367.311714
IDR 20304.378677
ILS 3.451179
IMP 0.83669
INR 106.467624
IQD 1695.387623
IRR 2050440.114277
ISK 136.395521
JEP 0.83669
JMD 177.666306
JOD 0.793356
JPY 176.164685
KES 145.302691
KGS 97.857287
KHR 4562.580333
KMF 491.794032
KPW 1007.106091
KRW 1483.176106
KWD 0.347709
KYD 0.93261
KZT 504.642978
LAK 25186.163213
LBP 100212.218523
LKR 371.837624
LRD 190.240806
LSL 18.610709
LTL 3.304136
LVL 0.676876
LYD 7.175831
MAD 10.992029
MDL 20.109743
MGA 5082.418583
MKD 61.505844
MMK 2349.748126
MNT 4027.299553
MOP 9.043186
MRU 45.0004
MUR 52.739
MVR 17.299538
MWK 1940.496206
MXN 20.76762
MYR 4.572377
MZN 71.516168
NAD 18.610875
NGN 1506.608692
NIO 41.177555
NOK 10.41595
NPR 170.336999
NZD 1.966378
OMR 0.430254
PAB 1.119052
PEN 3.8579
PGK 5.090439
PHP 71.534192
PKR 309.67581
PLN 4.403488
PYG 6451.050377
QAR 4.090764
RON 5.348291
RSD 117.513651
RUB 90.417779
RWF 1654.585168
SAR 4.190386
SBD 9.03551
SCR 15.50473
SDG 673.078465
SEK 11.124268
SGD 1.432737
SHP 0.836234
SLE 25.680921
SLL 23465.018351
SOS 639.501016
SRD 42.177578
STD 23161.181827
STN 24.492707
SVC 9.792084
SYP 14549.32627
SZL 18.604211
THB 37.789418
TJS 10.32348
TMT 3.927714
TND 3.34289
TOP 2.6943
TRY 55.683456
TTD 7.605633
TWD 36.43341
TZS 2959.776408
UAH 51.091431
UGX 5013.529625
USD 1.119007
UYU 44.876438
UZS 13392.952409
VES 984.489771
VND 28917.933644
VUV 132.928606
WST 3.097178
XAF 655.957
XAG 0.020676
XAU 0.000278300022
XCD 3.024172
XCG 2.016872
XDR 0.791196
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.1965
ZAR 18.608406
ZMK 10072.402218
ZMW 22.531989
ZWL 360.319738
SSP 6429.029586
MXV 2.343019
  • DAX

    229.1900

    25410.84

    +0.9%

  • Euro STOXX 50

    48.0100

    6116.23

    +0.78%

  • MDAX

    411.3700

    30287.68

    +1.36%

  • SDAX

    226.1900

    18332.77

    +1.23%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1187

    -0.15%

  • Goldpreis

    21.4000

    4029.3

    +0.53%

  • TecDAX

    32.1700

    4056.47

    +0.79%

Digitale Gewalt gegen Frauen: Appelle im Bundestag an Verantwortung aller
Digitale Gewalt gegen Frauen: Appelle im Bundestag an Verantwortung aller / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Digitale Gewalt gegen Frauen: Appelle im Bundestag an Verantwortung aller

Hinschauen und Zivilcourage zeigen: In einer Bundestagsdebatte zur digitalen Gewalt gegen Frauen haben Politikerinnen von Regierung und Opposition die Verantwortung aller betont. "Wir müssen eine Gesellschaft sein, die auf alle achtet", sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) am Mittwoch in der Aktuellen Stunde im Parlament. "Wir müssen hinschauen und helfen, wenn Frauen, Kindern, wenn Männern Gewalt angetan wird. Wir müssen jede Gewalt ächten."

Textgröße:

Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD hatten die Aktuelle Stunde mit dem Titel "Jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen bekämpfen – Staatliche Aufgabe und gesellschaftliche Verantwortung" beantragt. Justizministerin Hubig sagte in der Debatte, wenn Frauen zu Opfern gemacht werden sollen, "dann müssen wir alle widersprechen". Die SPD-Politikerin verwies auf die Betreiber von Internet-Plattformen, die "den Nährboden" für sexualisierte Gewalt im Internet böten und die künftig stärker in die Pflicht genommen würden.

Digitale Gewalt dürfe "kein Geschäftsmodell sein", sagte die Ministerin. Die Betreiber trügen "Verantwortung für ihre Nutzerinnen und Nutzer und dafür, dass auf ihren Seiten Menschen digital Gewalt anwenden". Hubig verwies auf das geplante digitale Gewaltschutzgesetz, das demnächst in den Bundestag eingebracht werden soll. Das Gesetz könne Betroffenen helfen, indem Strafbarkeitslücken geschlossen würden. So umfasse ein neuer Straftatbestand "umfassend bildbasierte sexualisierte Gewalt".

Zudem sollten sich Opfer solcher Gewalt künftig besser wehren können, indem sie etwa Schadensersatzansprüche leichter durchsetzen und Accountsperren durchsetzen können sollen, sagte Hubig. Auch werde die elektronische Fußfessel eingeführt. "Kein Täter soll sich sicher fühlen."

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) betonte in der Debatte ebenfalls die Notwendigkeit eines "zeitgemäßen Strafrechts, das den technologischen Entwicklungen standhält". Zugleich brauche es ein gesellschaftliches Klima, in dem sich Opfer von digitaler Gewalt im Internet auch trauten, die Taten anzuzeigen. "Es liegt an uns, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem es nicht mutig ist, einen Gewalttäter anzuzeigen, sondern selbstverständlich."

Nach Ansicht von Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge sind "sexualisierte Gewalt und Übergriffigkeit gegen Frauen (...) strukturell in unserer Gesellschaft verankert". Sexismus werde toleriert, diese Haltung müsse sich ändern. Das Strafrecht biete nur die Möglichkeit, sich zu wehren, "wenn die Gewalt schon passiert ist". Die Gesellschaft müsse zu einer anderen Kultur kommen, "wo die sexualisierten Kommentare, wo die blöden Witze am Rand nicht mehr einfach akzeptiert werden". "Wir alle sind gefragt, um eine Gesellschaft zu kämpfen, die Frauen mit Respekt begegnet."

Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel kritisierte mit Blick auf den Fall der Schauspielerin Collien Fernandes, dass erst Bewegung in die Debatte um sexualisierte Gewalt im Internet gekommen sei, weil der mutmaßliche Täter "ein prominenter Mann" sei. Fernandes erhebt in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. In Spanien brachte sie ihre Vorwürfe zur Anzeige.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte den Umgang mit Gewalt gegen Frauen einen "Gradmesser für Zivilisation und für Anstand". "Und wer Anstand hat, nimmt die Verherrlichung von Gewalt gegen Frauen eben nicht hin. Noch nicht mal in Songtexten, in Witzchen oder in Videospielen." Daher sollte jeder "die Pflicht anerkennen, einzuschreiten, wenn Mädchen und Frauen herabgewürdigt werden", sagte Klöckner. "Es beginnt mit der eigenen Alltagsverantwortung und nicht erst bei prominenten Fällen."

B.Svoboda--TPP