The Prague Post - GEAS-Asylreform: Pro Asyl warnt vor Aushöhlung der Rechte Schutzsuchender 

EUR -
AED 4.22646
AFN 71.935337
ALL 95.116857
AMD 424.131122
ANG 2.060534
AOA 1056.471631
ARS 1658.067449
AUD 1.63285
AWG 2.074391
AZN 1.951849
BAM 1.934171
BBD 2.318692
BDT 141.299924
BGN 1.921812
BHD 0.434011
BIF 3432.958131
BMD 1.150841
BND 1.476961
BOB 7.953952
BRL 5.951693
BSD 1.151187
BTN 109.242874
BWP 15.466118
BYN 3.229257
BYR 22556.479844
BZD 2.31522
CAD 1.605227
CDF 2646.933841
CHF 0.918503
CLF 0.026766
CLP 1053.422319
CNY 7.786186
CNH 7.810572
COP 4150.680002
CRC 529.50644
CUC 1.150841
CUP 30.497281
CVE 110.653793
CZK 24.233197
DJF 204.527744
DKK 7.474061
DOP 67.036378
DZD 153.989867
EGP 60.04305
ERN 17.262612
ETB 182.747716
FJD 2.553485
FKP 0.86267
GBP 0.86385
GEL 3.061149
GGP 0.86267
GHS 13.597202
GIP 0.86267
GMD 84.011665
GNF 10101.509919
GTQ 8.774876
GYD 240.768668
HKD 9.01632
HNL 30.692826
HRK 7.532826
HTG 150.524617
HUF 356.880334
IDR 20921.135055
ILS 3.396939
IMP 0.86267
INR 110.086896
IQD 1507.601459
IRR 1582549.966351
ISK 143.590787
JEP 0.86267
JMD 182.004745
JOD 0.815957
JPY 184.195521
KES 148.975965
KGS 100.641247
KHR 4617.754733
KMF 492.560214
KPW 1035.590142
KRW 1765.676999
KWD 0.355886
KYD 0.959277
KZT 560.155309
LAK 25318.497289
LBP 103933.9572
LKR 387.368283
LRD 210.05718
LSL 19.046006
LTL 3.398134
LVL 0.696132
LYD 7.313553
MAD 10.657923
MDL 19.960876
MGA 4833.531514
MKD 61.593396
MMK 2415.746491
MNT 4116.607356
MOP 9.288176
MRU 46.07391
MUR 55.136604
MVR 17.780822
MWK 1999.010597
MXN 20.108409
MYR 4.686687
MZN 73.549749
NAD 19.046365
NGN 1567.341367
NIO 42.132221
NOK 10.889923
NPR 174.796465
NZD 1.983198
OMR 0.442474
PAB 1.151133
PEN 3.994856
PGK 5.01779
PHP 71.037968
PKR 320.510679
PLN 4.246821
PYG 7036.31691
QAR 4.186186
RON 5.242883
RSD 117.381178
RUB 84.064154
RWF 1683.680103
SAR 4.325109
SBD 9.262638
SCR 16.359801
SDG 691.085291
SEK 10.89539
SGD 1.484418
SHP 0.859219
SLE 28.310564
SLL 24132.558754
SOS 657.129925
SRD 42.939599
STD 23820.081195
STN 24.743077
SVC 10.072367
SYP 127.204849
SZL 19.045994
THB 37.836245
TJS 10.740344
TMT 4.027943
TND 3.357576
TOP 2.770948
TRY 53.056846
TTD 7.799193
TWD 36.324449
TZS 3020.954807
UAH 51.062596
UGX 4337.496271
USD 1.150841
UYU 46.480238
UZS 13772.694966
VES 647.445874
VND 30319.476517
VUV 136.871303
WST 3.138356
XAF 648.694566
XAG 0.017188
XAU 0.000268
XCD 3.110205
XCG 2.074807
XDR 0.815262
XOF 649.651866
XPF 119.331742
YER 274.619411
ZAR 19.069316
ZMK 10358.947584
ZMW 20.23778
ZWL 370.570271
  • DAX

    -112.2200

    24646.83

    -0.46%

  • Euro STOXX 50

    -13.1800

    6048.89

    -0.22%

  • SDAX

    -105.5200

    18328.3

    -0.58%

  • TecDAX

    -11.9600

    4062.18

    -0.29%

  • MDAX

    -225.7300

    32240.87

    -0.7%

  • Goldpreis

    -40.6000

    4324.7

    -0.94%

  • EUR/USD

    0.0000

    1.1527

    0%

GEAS-Asylreform: Pro Asyl warnt vor Aushöhlung der Rechte Schutzsuchender 
GEAS-Asylreform: Pro Asyl warnt vor Aushöhlung der Rechte Schutzsuchender  / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

GEAS-Asylreform: Pro Asyl warnt vor Aushöhlung der Rechte Schutzsuchender 

Vor dem Inkrafttreten des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) am 12. Juni hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl vor einer Aushöhlung der Rechte Schutzsuchender gewarnt. Pro-Asyl-Geschäftsführer Karl Kopp kündigte am Montag in Berlin an, seine Organisation werde eine "Entkernung in Teilbereichen des Menschenrechtsschutzes" durch GEAS vor Gerichten anfechten. Pro Asyl stößt sich insbesondere an der sogenannten Asylverfahrenshaft, die auch Familien und Kinder betreffen kann.

Textgröße:

Die bislang umfangreichste Reform des europäischen Asylrechts tritt am kommenden Freitag in Kraft. Sie zielt darauf ab, dass weniger Asylsuchende nach Europa kommen und dort bleiben. Dazu soll es unter anderem einheitliche Asylverfahren an den EU-Außengrenzen geben – mit dem Ziel, Migrantinnen und Migranten gegebenenfalls direkt von dort abschieben zu können. Die Betroffenen sollen unter haftähnlichen Bedingungen an der Grenze untergebracht werden.

Die rechtspolitische Sprecherin von Pro Asyl, Wiebke Judith, sagte, die GEAS-Reform lasse "insbesondere mehr Verlassensverbote in Aufnahmeeinrichtungen, mehr Haft von Asylsuchenden und auch mehr beschleunigte Asylverfahren mit beschränktem Rechtsschutz" erwarten. Dies seien "alles Gründe zur Sorge, was überhaupt noch den Zugang zu fairen und sorgfältigen Asylverfahren angeht" und "ob verfolgte Menschen in der EU Schutz finden werden".

Die Asylverfahrenshaft sei ein "besonderer Aspekt der Reform, der uns große Sorgen macht", sagte Judith. Künftig solle "für jedes Verfahrensstadium, was Asylsuchende durchlaufen können, Haft möglich gemacht" werden.

Besorgt äußerte sich Pro Asyl auch über neu als "sichere Herkunftsländer" eingestufte Staaten wie Ägypten, Kolumbien, Tunesien oder die Türkei, wo es "wirklich komplexe menschenrechtliche Situationen" gebe. Auch würden EU-Staaten wie Deutschland, Polen oder Österreich immer wieder Notstände ausrufen "und damit den Bruch von EU-Recht rechtfertigen".

Es werde zur GEAS-Reform "sehr viele offene Rechtsfragen" geben, "deren Klärung dann letztlich erst vor den höchsten Gerichten erfolgen kann", sagte Judith. "Wir werden (...) auf jeden Fall hierfür an der Seite der Betroffenen stehen, um mit ihnen gemeinsam ihre Rechte vor Gericht durchzusetzen."

Pro-Asyl-Geschäftsführer Kopp nannte als Ziel seiner Organisation, nun vor Gerichten "einen langen Weg anzutreten", um das europäische Asylsystem "in Einklang zu bringen mit der EU-Grundrechtecharta.

Als Negativbeispiele für den Umgang mit Schutzsuchenden nannte Kopp unter anderem Griechenland, wo es regelmäßig Zurückweisungen von Asylsuchenden gebe oder Betroffene unter haftähnlichen Bedingungen ohne Rechtsberatung festgehalten würden. In Italien habe Ministerpräsidentin Giorgia Meloni "schäbige Deals" mit "autoritären Regimen" wie Tunesien oder Libyen zur Rückführung von Migranten eingetütet, und Polen verweigere sich dem Solidaritätsmechanismus zur Aufnahme Geflüchteter, für die eigentlich ein anderer EU-Staat zuständig ist.

Das bislang gültige Dublin-System gilt weithin als gescheitert. Es sollte festlegen, welcher Staat für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist - zumeist der Staat, in dem der oder die Geflüchtete zuerst registriert wurde.

Die GEAS-Reform soll klarere Zuständigkeiten, verbindlichere Fristen und bessere Instrumente zur Registrierung und Identitätsfeststellung an den Außengrenzen schaffen - etwa eine "Migrationsdatenbank".

In Deutschland sollen künftig so genannte Sekundärmigrationszentren eingerichtet werden. Dort sollen Asylsuchende untergebracht werden, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind.

Die GEAS-Reform soll aber auch einige Verbesserungen für Asylbewerberinnen und -bewerber mit sich bringen. So sollen sie bereits nach dreimonatigem Aufenthalt in der Bundesrepublik einer Erwerbstätigkeit nachgehen dürfen - bislang waren es sechs Monate. Auch die Rechte von Kindern werden gestärkt.

L.Bartos--TPP