The Prague Post - Medien: Problem mit ewigen Chemikalien in Deutschland viel größer als bekannt

EUR -
AED 4.375159
AFN 78.032408
ALL 96.559198
AMD 447.772638
ANG 2.132576
AOA 1091.851637
ARS 1687.470035
AUD 1.683693
AWG 2.144395
AZN 2.019821
BAM 1.957
BBD 2.392067
BDT 145.148987
BGN 2.000685
BHD 0.449147
BIF 3514.254492
BMD 1.19133
BND 1.507124
BOB 8.224042
BRL 6.188124
BSD 1.187628
BTN 107.667556
BWP 15.651596
BYN 3.422898
BYR 23350.075284
BZD 2.388564
CAD 1.615867
CDF 2638.796448
CHF 0.912702
CLF 0.025735
CLP 1016.181223
CNY 8.246985
CNH 8.232045
COP 4375.851761
CRC 588.760953
CUC 1.19133
CUP 31.570255
CVE 110.332179
CZK 24.237139
DJF 211.489658
DKK 7.47088
DOP 74.765837
DZD 154.253488
EGP 55.765649
ERN 17.869956
ETB 185.24717
FJD 2.611513
FKP 0.875828
GBP 0.870887
GEL 3.2045
GGP 0.875828
GHS 13.070013
GIP 0.875828
GMD 87.557574
GNF 10426.435919
GTQ 9.110547
GYD 248.472331
HKD 9.313958
HNL 31.372233
HRK 7.536474
HTG 155.745483
HUF 376.953583
IDR 20017.924235
ILS 3.676279
IMP 0.875828
INR 107.870917
IQD 1555.853851
IRR 50184.792093
ISK 144.996759
JEP 0.875828
JMD 185.763887
JOD 0.844655
JPY 185.142868
KES 153.681369
KGS 104.182125
KHR 4789.936577
KMF 493.210886
KPW 1072.189714
KRW 1738.842174
KWD 0.36587
KYD 0.989707
KZT 586.519579
LAK 25523.647841
LBP 106707.554783
LKR 367.585356
LRD 220.904503
LSL 19.03547
LTL 3.517689
LVL 0.720624
LYD 7.508603
MAD 10.861959
MDL 20.172367
MGA 5214.196679
MKD 61.665206
MMK 2501.406152
MNT 4248.626692
MOP 9.561462
MRU 47.160913
MUR 54.420215
MVR 18.41784
MWK 2059.362538
MXN 20.468188
MYR 4.676561
MZN 75.959149
NAD 19.03547
NGN 1614.681725
NIO 43.706795
NOK 11.361443
NPR 172.268613
NZD 1.970395
OMR 0.45807
PAB 1.187628
PEN 3.988745
PGK 5.167168
PHP 69.739273
PKR 332.0975
PLN 4.213092
PYG 7830.800847
QAR 4.329336
RON 5.09176
RSD 117.396064
RUB 91.910373
RWF 1733.963045
SAR 4.467724
SBD 9.596021
SCR 16.484471
SDG 716.587183
SEK 10.64188
SGD 1.507545
SHP 0.893806
SLE 29.217351
SLL 24981.601355
SOS 677.515366
SRD 45.236605
STD 24658.133406
STN 24.515029
SVC 10.392371
SYP 13175.60747
SZL 19.026665
THB 37.099273
TJS 11.122372
TMT 4.169656
TND 3.430689
TOP 2.868437
TRY 51.973928
TTD 8.045933
TWD 37.603138
TZS 3064.515155
UAH 51.196187
UGX 4227.591819
USD 1.19133
UYU 45.537727
UZS 14611.83546
VES 458.412502
VND 30839.96933
VUV 142.573586
WST 3.25319
XAF 656.359396
XAG 0.01441
XAU 0.000236
XCD 3.21963
XCG 2.140412
XDR 0.8163
XOF 656.359396
XPF 119.331742
YER 283.953794
ZAR 18.945548
ZMK 10723.418256
ZMW 22.452765
ZWL 383.607894
  • DAX

    11.3300

    25026.2

    +0.05%

  • MDAX

    -35.8400

    31930.03

    -0.11%

  • SDAX

    94.5200

    18227.54

    +0.52%

  • Goldpreis

    -7.8000

    5071.6

    -0.15%

  • TecDAX

    -3.6900

    3631.71

    -0.1%

  • Euro STOXX 50

    6.7600

    6065.77

    +0.11%

  • EUR/USD

    -0.0012

    1.1908

    -0.1%

Medien: Problem mit ewigen Chemikalien in Deutschland viel größer als bekannt
Medien: Problem mit ewigen Chemikalien in Deutschland viel größer als bekannt / Foto: JUSTIN SULLIVAN - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Medien: Problem mit ewigen Chemikalien in Deutschland viel größer als bekannt

Das Problem mit den oft gesundheitsschädlichen ewigen Chemikalien ist einem Bericht zufolge in Deutschland größer als bekannt. NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichteten am Donnerstag, per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFAS, könnten an mehr als 1500 Orten hierzulande Boden und Grundwasser verseuchen. Sie kritisierten, die Bevölkerung werde oftmals nicht darüber informiert.

Textgröße:

Zur Gruppe der PFAS gehören mehrere tausend Chemikalien. Sie kommen in zahlreichen Produkten wie Shampoos oder Pizzakartons zum Einsatz und sind in der Natur extrem langlebig. Verschiedene Studien kommen zu dem Schluss, dass PFAS Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben oder zu Entwicklungsverzögerungen bei Kindern führen können. Auch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten wird angeführt.

Bislang werde in der Öffentlichkeit über einige wenige PFAS-Hotspots diskutiert, berichteten NDR, WDR und "SZ". Sie nannten Felder in Rastatt in Baden-Württemberg, auf denen mutmaßlich belasteter Papierschlamm verteilt wurde, oder den Düsseldorfer Flughafen, wo bei einem Großbrand PFAS-haltiger Löschschaum in Boden und Grundwasser floss.

Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen ließen vermuten, dass in der Nähe von bestimmten Industriestandorten die Gewässer und Böden mit PFAS verunreinigt sein könnten, berichteten die Medien. In verschiedenen US-Staaten und in Frankreich hätten Behörden in der Nähe solcher Standorte ganz gezielt nach PFAS-Rückständen gesucht. NDR, WDR und "SZ" nutzten die Kriterien und übertrugen sie "soweit wie möglich auf Deutschland". So identifizierten sie "hunderte Orte, an denen Boden oder Grundwasser ebenfalls verschmutzt sein könnten".

Die Medien beteiligten sich am "Forever Pollution Project", das in ganz Europa mehr als 17.000 möglicherweise mit ewigen Chemikalien belastete Orte identifizierte. Dazu gehören Flughäfen und Militärstandorte, wo früher PFAS-haltiger Löschschaum eingesetzt wurde, Kläranlagen und Deponien.

Dazu kommen Industrieunternehmen, die PFAS verwenden, etwa die Textilindustrie, die Metallveredelung oder Altpapier verarbeitende Betriebe. Laut "Forever Pollution Project" sind die meisten dieser Unternehmen in Deutschland angesiedelt: Solvay in Bad Wimpfen, Daikin in Frankfurt am Main, Lanxess in Leverkusen sowie 3M, W.L. Gore und Archroma im bayerischen Chemiepark Gendorf.

Alle Unternehmen versicherten gegenüber den Medien, sie hielten sich an die gesetzlichen Vorschriften und bemühten sich um eine Reduzierung der Schadstoffe. Der US-Technologiekonzern 3M kündigte bereits an, bis Ende 2025 aus der PFAS-Produktion auszusteigen.

NDR, WDR und "SZ" kritisierten, dass in vielen Verdachtsfällen die Behörden die Bevölkerung vor Ort nicht informiert hätten. Im Hamburger Altlastenkataster seien etwa 50 mit PFAS belastete Flächen erfasst, die Stadt erklärte: "Es gab bisher keine relevante Gefährdung oder direkte Betroffenheit von Bürger*innen durch PFAS kontaminierte Flächen", die eine Informationspflicht ausgelöst hätte. In Sachsen sollen laut Bericht dieses Jahr bis zu 56 Flächen auf PFAS untersucht werden. Eine aktive Information der Bürgerinnen und Bürger sei nicht erfolgt.

Deutschland, Dänemark, Norwegen, die Niederlande und Schweden fordern ein Verbot der ewigen Chemikalien. Sie reichten dies im Januar bei der EU-Chemikalienagentur ECHA ein. Eine Regelung müsste die EU-Kommission ausarbeiten, die sie dann den Mitgliedstaaten vorschlägt. Mit einer Umsetzung des Verbots wird daher frühestens 2026 gerechnet.

Die fünf europäischen Länder schätzen, dass in den kommenden 30 Jahren mindestens 4,4 Millionen Tonnen PFAS in die Umwelt gelangen, wenn es keine Regelung für die risikoreichen Chemikalien gibt. Unternehmen sollen je nach Verwendungszweck und Verfügbarkeit zwischen anderthalb und zwölf Jahren Zeit bekommen, um auf alternative Stoffe umzustellen.

K.Dudek--TPP