The Prague Post - PIK-Forscherin Wendt drängt zum Handeln gegen Gesundheitsrisiken durch Klimawandel

EUR -
AED 4.375994
AFN 77.441177
ALL 96.8038
AMD 450.312991
ANG 2.132699
AOA 1092.512228
ARS 1687.616776
AUD 1.679754
AWG 2.147497
AZN 2.02512
BAM 1.961932
BBD 2.398106
BDT 145.514839
BGN 2.0008
BHD 0.449184
BIF 3523.156764
BMD 1.191399
BND 1.510935
BOB 8.244875
BRL 6.202782
BSD 1.190627
BTN 107.940752
BWP 15.691244
BYN 3.431569
BYR 23351.420032
BZD 2.394615
CAD 1.615555
CDF 2621.077547
CHF 0.913731
CLF 0.025809
CLP 1019.075022
CNY 8.267058
CNH 8.239501
COP 4387.493544
CRC 590.252396
CUC 1.191399
CUP 31.572073
CVE 110.610738
CZK 24.23547
DJF 211.735312
DKK 7.470882
DOP 74.954602
DZD 154.292326
EGP 55.840631
ERN 17.870985
ETB 185.715654
FJD 2.609878
FKP 0.875878
GBP 0.871133
GEL 3.210809
GGP 0.875878
GHS 13.103122
GIP 0.875878
GMD 86.972094
GNF 10452.67214
GTQ 9.133549
GYD 249.101759
HKD 9.310443
HNL 31.45144
HRK 7.538575
HTG 156.140016
HUF 376.620878
IDR 20015.502885
ILS 3.672371
IMP 0.875878
INR 108.119994
IQD 1559.78199
IRR 50187.682272
ISK 145.004731
JEP 0.875878
JMD 186.23211
JOD 0.844698
JPY 185.7522
KES 153.630292
KGS 104.187734
KHR 4802.070393
KMF 499.196109
KPW 1072.251462
KRW 1735.760644
KWD 0.365605
KYD 0.992214
KZT 588.005344
LAK 25588.196346
LBP 106623.718451
LKR 368.513417
LRD 221.464094
LSL 19.08345
LTL 3.517892
LVL 0.720666
LYD 7.527561
MAD 10.889337
MDL 20.223468
MGA 5227.383219
MKD 61.670311
MMK 2501.55021
MNT 4248.871373
MOP 9.585683
MRU 47.279783
MUR 54.780222
MVR 18.40727
MWK 2064.579293
MXN 20.490764
MYR 4.687561
MZN 75.952171
NAD 19.08345
NGN 1617.705348
NIO 43.81696
NOK 11.407502
NPR 172.705002
NZD 1.967739
OMR 0.458087
PAB 1.190632
PEN 3.998799
PGK 5.180192
PHP 69.671855
PKR 332.935962
PLN 4.209171
PYG 7850.538596
QAR 4.340266
RON 5.091565
RSD 117.388886
RUB 91.737752
RWF 1738.355501
SAR 4.468309
SBD 9.60047
SCR 16.045255
SDG 716.629268
SEK 10.625551
SGD 1.50759
SHP 0.893858
SLE 29.129645
SLL 24983.040064
SOS 679.231641
SRD 45.239208
STD 24659.553486
STN 24.576924
SVC 10.418566
SYP 13176.366262
SZL 19.074863
THB 37.052651
TJS 11.150594
TMT 4.175853
TND 3.43935
TOP 2.868603
TRY 51.930097
TTD 8.066315
TWD 37.583854
TZS 3078.094776
UAH 51.325228
UGX 4238.247581
USD 1.191399
UYU 45.652698
UZS 14648.788029
VES 450.331093
VND 30869.147604
VUV 142.581796
WST 3.253377
XAF 658.022078
XAG 0.014446
XAU 0.000236
XCD 3.219816
XCG 2.145834
XDR 0.821894
XOF 658.013768
XPF 119.331742
YER 284.03217
ZAR 18.927518
ZMK 10724.019084
ZMW 22.509642
ZWL 383.629986
  • Euro STOXX 50

    60.6100

    6059.01

    +1%

  • TecDAX

    15.8000

    3635.4

    +0.43%

  • MDAX

    303.0400

    31965.87

    +0.95%

  • SDAX

    239.3000

    18133.02

    +1.32%

  • EUR/USD

    0.0099

    1.1919

    +0.83%

  • DAX

    293.4100

    25014.87

    +1.17%

  • Goldpreis

    110.4000

    5090.2

    +2.17%

PIK-Forscherin Wendt drängt zum Handeln gegen Gesundheitsrisiken durch Klimawandel
PIK-Forscherin Wendt drängt zum Handeln gegen Gesundheitsrisiken durch Klimawandel / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

PIK-Forscherin Wendt drängt zum Handeln gegen Gesundheitsrisiken durch Klimawandel

Erst nach und nach rücken neben direkten Folgen der Erderwärmung auch die Konsequenzen der Klimakrise für die menschliche Gesundheit ins Bewusstsein. Am Sonntag befasst sich damit die UN-Klimakonferenz in Dubai. Die Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftlerin Amanda Wendt vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sieht "viele Aspekte des Klimawandels, die mit direkten und indirekten Gesundheitsrisiken in Verbindung stehen" - und drängt zum Handeln.

Textgröße:

Klar seien zunächst unmittelbare Hitzefolgen für den menschlichen Körper, die zu Erkrankungen bis hin zum Tod führen können, sagt die Leiterin der PIK-Arbeitsgruppe Klimawandel und Gesundheit der Nachrichtenagentur AFP. Hinzu komme die Ausbreitung von durch Insekten oder Zecken übertragenen Infektionskrankheiten wie Dengue- oder Zika-Fieber oder auch durch andere Tier-Mensch-Übertragungen von Erregern.

Weiter nennt Wendt "zunehmende Atemwegserkrankungen oder Asthma, mehr Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und generell Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Allgemeinbefinden". Weitere Gesundheitsfolgen ergeben sich demnach aus den Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit.

Die Zahl der potenziell Betroffenen ist hoch. Wendt verweist auf Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach 3,6 Milliarden Menschen in Gebieten leben, die als "sehr anfällig" für Klimafolgen gelten - besonders in Subsahara-Afrika, Süd- und Zentralasien, Südamerika und in Inselstaaten. Aber auch in Europa seien in den vergangenen 40 Jahren bis zu 145.000 Todesfälle allein auf Extremwetter und dessen Folgen zurückzuführen gewesen.

"Besonders verletzliche Gruppen" seien weltweit Kinder, Frauen, arme Menschen, indigene Bevölkerungsgruppen, Geflüchtete, ältere Menschen "und alle, die ohnehin unter schwierigen Gesundheitsbedingungen leben", sagt die Forscherin. In Europa dürften Menschen in Städten wegen Verschmutzung und höherer Temperaturen stärker betroffen sein als die Landbevölkerung.

Als Gegenmaßnahmen empfiehlt Wendt in erster Linie die Begrenzung der Erderwärmung selbst, aber auch die bessere Anpassung an deren Folgen. Optionen seien Maßnahmen, die beispielsweise Hitzeauswirkungen verringern. Die Forscherin rät zudem zu einer "nachhaltigeren Landwirtschaft" und "dem Übergang zu gesunder, pflanzen-basierter Ernährung". Beides habe den Vorteil, dass es sowohl der Gesundheit als auch dem Klima nutze.

Außerdem müsse der Gesundheitssektor wegen der zu erwartenden höheren Belastungen gestärkt werden, sagt Wendt. Zudem hebt sie die Bedeutung eines Bewusstseinswandels hervor: "Wir selbst und die Gesellschaft insgesamt müssen die Wechselwirkungen zwischen Klima, Biodiversität und menschlicher Gesundheit sehen und ihnen hinreichende Bedeutung einräumen."

In Deutschland arbeitet das PIK gemeinsam mit der Berliner Charité an der Erforschung der Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Gesundheit und den deshalb notwendigen Konsequenzen. Wendts Partnerin bei der Charité ist die Klima- und Gesundheitsexpertin Sabine Gabrysch.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt laut Wendt im Bereich Ernährung. Aber auch generell sei das Ziel der Kooperation zwischen Klima- und Gesundheitsforschung "Synergien zu erzeugen für die Untersuchung und Bewertung von Lösungen sowohl für Aspekte des Klimawandels als auch des Gesundheitsschutzes."

Bisher dafür in Europa getroffene Vorkehrungen bewertet die Forscherin als unzureichend. Zwar nehme das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken durch Klimawandel zu - auch seit der Veröffentlichung des Berichts "Gesund leben auf einer gesunden Erde" des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) in diesem Sommer und dem Aufbau eines Planetary Health Hub auf europäischer Ebene. Aber, sagt Wendt: "Mehr bleibt zu tun."

O.Ruzicka--TPP