The Prague Post - Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet

EUR -
AED 4.283746
AFN 79.748514
ALL 97.492609
AMD 445.700478
ANG 2.087673
AOA 1069.624617
ARS 1556.057012
AUD 1.783997
AWG 2.102507
AZN 1.982829
BAM 1.954048
BBD 2.348695
BDT 141.802889
BGN 1.956224
BHD 0.439764
BIF 3478.2821
BMD 1.166439
BND 1.496459
BOB 8.057777
BRL 6.315688
BSD 1.166155
BTN 102.090487
BWP 15.668954
BYN 3.963747
BYR 22862.212525
BZD 2.345298
CAD 1.604123
CDF 3347.68057
CHF 0.935837
CLF 0.028792
CLP 1129.486319
CNY 8.344746
CNH 8.314398
COP 4696.726625
CRC 588.67232
CUC 1.166439
CUP 30.910644
CVE 110.166248
CZK 24.537394
DJF 207.653861
DKK 7.464787
DOP 73.384219
DZD 151.409696
EGP 56.572894
ERN 17.496591
ETB 167.142675
FJD 2.63137
FKP 0.866203
GBP 0.864139
GEL 3.143568
GGP 0.866203
GHS 13.352031
GIP 0.866203
GMD 83.404063
GNF 10109.937546
GTQ 8.938987
GYD 243.971306
HKD 9.087327
HNL 30.524638
HRK 7.53252
HTG 152.583226
HUF 396.782443
IDR 19219.188946
ILS 3.880279
IMP 0.866203
INR 102.459953
IQD 1527.730557
IRR 49063.343274
ISK 142.994165
JEP 0.866203
JMD 186.003268
JOD 0.827021
JPY 171.461345
KES 150.679902
KGS 101.895828
KHR 4673.81044
KMF 493.993274
KPW 1049.771977
KRW 1621.058978
KWD 0.356406
KYD 0.971729
KZT 626.938019
LAK 25303.318341
LBP 104424.694674
LKR 352.603929
LRD 233.800423
LSL 20.602632
LTL 3.444192
LVL 0.705568
LYD 6.329326
MAD 10.513975
MDL 19.43358
MGA 5128.402947
MKD 61.484886
MMK 2449.138685
MNT 4195.332143
MOP 9.362408
MRU 46.557266
MUR 53.562971
MVR 17.892928
MWK 2021.987509
MXN 21.774916
MYR 4.921873
MZN 74.535804
NAD 20.602632
NGN 1791.289597
NIO 42.911534
NOK 11.755172
NPR 163.344579
NZD 1.979955
OMR 0.448504
PAB 1.166155
PEN 4.140788
PGK 4.934577
PHP 66.581491
PKR 330.649009
PLN 4.26792
PYG 8428.44482
QAR 4.262479
RON 5.070524
RSD 117.122669
RUB 93.8988
RWF 1688.486456
SAR 4.376736
SBD 9.57684
SCR 17.251953
SDG 700.449331
SEK 11.076095
SGD 1.497306
SHP 0.916638
SLE 27.166366
SLL 24459.648936
SOS 666.402643
SRD 44.927165
STD 24142.940849
STN 24.478058
SVC 10.203853
SYP 15165.544897
SZL 20.598536
THB 37.745798
TJS 10.984753
TMT 4.094202
TND 3.411642
TOP 2.731914
TRY 47.987663
TTD 7.914905
TWD 35.625397
TZS 2928.787102
UAH 48.072109
UGX 4143.285997
USD 1.166439
UYU 46.668167
UZS 14475.024722
VES 168.192113
VND 30729.846376
VUV 139.875906
WST 3.122131
XAF 655.369533
XAG 0.029977
XAU 0.000342
XCD 3.152361
XCG 2.101616
XDR 0.815069
XOF 655.369533
XPF 119.331742
YER 280.120511
ZAR 20.667195
ZMK 10499.354616
ZMW 27.315515
ZWL 375.593016
  • Euro STOXX 50

    -22.5500

    5374.18

    -0.42%

  • TecDAX

    -12.9900

    3730.18

    -0.35%

  • SDAX

    34.2900

    16998.45

    +0.2%

  • DAX

    -61.5000

    23978.42

    -0.26%

  • MDAX

    58.7800

    30417.24

    +0.19%

  • Goldpreis

    -5.7000

    3468.6

    -0.16%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.168

    -0.03%

Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet
Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet

Menschen in Deutschland sind immer länger pflegebedürftig. In den kommenden Jahren wird sich die durchschnittliche Pflegedauer nahezu verdoppeln, wie aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten Pflegereport der Barmer-Krankenversicherung hervorgeht. Zudem wird die Pflege teurer. Wegen der gestiegenen Kosten mahnen die Barmer sowie Sozialverbände Reformen in der Pflege an. Patientenschützer fordern, dass der Staat mit Steuergeld einspringt.

Textgröße:

Nach Barmer-Berechnungen wird sich die Pflegedauer bei derzeit pflegebedürftigen Menschen auf durchschnittlich 7,5 Jahre in etwa verdoppeln. Bisher betrug die Dauer im Schnitt 3,9 Jahre. Als einen Grund für die längere Pflege nennt die Studie die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Jahr 2017.

Dadurch hätten viele Menschen erstmals Leistungen der Pflegekassen erhalten, die diesen Anspruch vorher nicht hatten. "Die Pflegedauer wurde dadurch erheblich verlängert, und die Kosten wurden deutlich erhöht", erklärte Studienautor Heinz Rothgang von der Universität Bremen.

Demnach beanspruchten kürzlich gestorbene Pflegebedürftige bei den Pflegekassen Leistungen im Wert von durchschnittlich 50.000 Euro - bei den aktuell Pflegebedürftigen liegen diese Kosten bereits bei rund 76.000 Euro. Die Inflation und mögliche weitere Preissteigerungen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Dieser Anstieg resultiert der Studie zufolge vor allem aus dem vermehrten Pflegegeldbezug, der sich von 13.100 Euro auf 30.300 Euro mehr als verdopple. Auch die Eigenanteile der älteren Menschen in Pflegeheimen steigen weiter.

Barmer-Chef Christoph Straub sieht einen großen Reformbedarf in der Pflege. "Auf die Politik wartet eine Mammutaufgabe, die spätestens eine neue Regierung nach der kommenden Bundestagswahl in Angriff nehmen muss." Die Bundesregierung müsse endlich für finanzielle Entlastung sorgen. Dazu gehöre an erster Stelle "die umgehende Befreiung der Sozialen Pflegeversicherung von versicherungsfremden Leistungen", forderte Straub.

Die Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Pflegereport zeige "schonungslos das Ausmaß der Untätigkeit des Bundesgesundheitsministers" Karl Lauterbach (SPD). "Allein Pflegebeiträge zu erhöhen, ist reine Flickschusterei", fügte Brysch hinzu. "Notwendig ist eine zukunftsfähige und generationengerechte Finanzierung der Pflegeversicherung. Dafür braucht es einen festgelegten und planbaren Eigenanteil und eine solide Gegenfinanzierung durch Steuermittel."

Auch der Sozialverband VdK sieht eine Reform als zwingend notwendig an - anstelle "weiterer kurzfristiger Beitragserhöhungen". Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt zum Jahreswechsel um voraussichtlich 0,2 Prozentpunkte. Die Pflegeversicherung brauche ein "stabiles Finanzierungssystem", erklärte VdK-Chefin Verena Bentele. Sie forderte zudem die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung, sodass Versicherte mit höheren Einkommen mehr zahlen.

Die Diakonie appellierte an die politischen Parteien, im anstehenden Wahlkampf "die Pflege als zentrales Vorhaben in ihren Wahlprogrammen zu verankern" und in Regierungsverantwortung umzusetzen. "Wir brauchen ein tragfähiges Konzept, wenn Pflegebedürftige auch in Zukunft gut versorgt werden sollen", erklärte Vorstandsmitglied Maria Loheide.

Linke-Chef Jan van Aken forderte vor dem Hintergrund der neuen Studie "eine Pflegeversicherung, in der alle Menschen gleichermaßen einzahlen". Nur dann seien die Finanzierungsprobleme in den Griff zu bekommen. "Wenn Beamte, wenn Großverdiener da ausgenommen werden, dann werden wir das nicht schaffen", sagte van Aken am Montag. Außerdem fordere die Linke ein "Profitverbot in der Pflege".

E.Cerny--TPP