The Prague Post - Bundesrat gibt grünes Licht für Lauterbachs Krankenhausreform

EUR -
AED 4.338705
AFN 76.791312
ALL 96.464643
AMD 444.406766
ANG 2.114809
AOA 1083.347927
ARS 1691.523558
AUD 1.685915
AWG 2.129482
AZN 2.006447
BAM 1.954071
BBD 2.372601
BDT 144.062526
BGN 1.984016
BHD 0.444107
BIF 3490.91106
BMD 1.181405
BND 1.500073
BOB 8.139797
BRL 6.163862
BSD 1.177958
BTN 106.700586
BWP 15.595201
BYN 3.384205
BYR 23155.530777
BZD 2.369104
CAD 1.615559
CDF 2599.090317
CHF 0.917076
CLF 0.025758
CLP 1017.059867
CNY 8.197707
CNH 8.186768
COP 4370.632636
CRC 583.983261
CUC 1.181405
CUP 31.307223
CVE 110.167518
CZK 24.21962
DJF 209.76439
DKK 7.467847
DOP 74.344216
DZD 153.054569
EGP 55.25254
ERN 17.721069
ETB 183.12646
FJD 2.610317
FKP 0.867872
GBP 0.869218
GEL 3.183906
GGP 0.867872
GHS 12.945545
GIP 0.867872
GMD 86.242431
GNF 10339.85076
GTQ 9.035005
GYD 246.451926
HKD 9.231024
HNL 31.116467
HRK 7.532757
HTG 154.313455
HUF 377.81734
IDR 19913.165766
ILS 3.674966
IMP 0.867872
INR 107.007438
IQD 1543.134554
IRR 49766.670287
ISK 144.970153
JEP 0.867872
JMD 184.366863
JOD 0.837653
JPY 186.284475
KES 151.955542
KGS 103.313917
KHR 4753.793595
KMF 495.008429
KPW 1063.25236
KRW 1729.320116
KWD 0.36294
KYD 0.981631
KZT 582.824287
LAK 25313.601204
LBP 105492.155032
LKR 364.437527
LRD 221.454046
LSL 19.004184
LTL 3.48838
LVL 0.71462
LYD 7.4594
MAD 10.814131
MDL 20.084228
MGA 5229.372778
MKD 61.585506
MMK 2480.506563
MNT 4215.095384
MOP 9.479512
MRU 46.577786
MUR 54.416072
MVR 18.25291
MWK 2042.592607
MXN 20.385173
MYR 4.663596
MZN 75.314327
NAD 19.004184
NGN 1614.956325
NIO 43.35164
NOK 11.43032
NPR 170.720937
NZD 1.964717
OMR 0.452999
PAB 1.177958
PEN 3.963493
PGK 5.05153
PHP 69.125236
PKR 329.389939
PLN 4.218017
PYG 7783.113095
QAR 4.293601
RON 5.092331
RSD 117.276228
RUB 90.792671
RWF 1719.278692
SAR 4.428777
SBD 9.519934
SCR 16.361922
SDG 710.614844
SEK 10.656796
SGD 1.503928
SHP 0.886359
SLE 28.885171
SLL 24773.463554
SOS 672.005375
SRD 44.678388
STD 24452.690625
STN 24.47834
SVC 10.30688
SYP 13065.833003
SZL 19.000188
THB 37.255559
TJS 11.037533
TMT 4.140823
TND 3.416377
TOP 2.844539
TRY 51.524004
TTD 7.976942
TWD 37.320477
TZS 3045.00562
UAH 50.597329
UGX 4191.291327
USD 1.181405
UYU 45.529713
UZS 14465.200435
VES 446.553377
VND 30657.450187
VUV 140.803149
WST 3.226074
XAF 655.377088
XAG 0.0152
XAU 0.000238
XCD 3.192805
XCG 2.123021
XDR 0.815079
XOF 655.377088
XPF 119.331742
YER 281.636952
ZAR 18.95416
ZMK 10634.055926
ZMW 21.939587
ZWL 380.411809
  • Goldpreis

    0.0000

    4979.8

    0%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • DAX

    230.3600

    24721.46

    +0.93%

  • MDAX

    228.3300

    31662.83

    +0.72%

  • SDAX

    15.2200

    17893.72

    +0.09%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

  • EUR/USD

    0.0030

    1.1816

    +0.25%

Bundesrat gibt grünes Licht für Lauterbachs Krankenhausreform
Bundesrat gibt grünes Licht für Lauterbachs Krankenhausreform / Foto: JOHN MACDOUGALL - POOL/AFP/Archiv

Bundesrat gibt grünes Licht für Lauterbachs Krankenhausreform

Lange stand die Krankenhausreform auf der Kippe, nun herrscht Klarheit: Der Bundesrat billigte das Großvorhaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag trotz erheblicher Vorbehalte der Unions-Länder. Die Forderung Bayerns, den Vermittlungsausschuss anzurufen und die Reform damit vorerst zu stoppen, fand keine Mehrheit in der Länderkammer. Lauterbach reagierte erleichtert und sagte, die Krankenhaus-Landschaft werde sich in den nächsten 20 Jahren grundsätzlich verändern - "und zwar zum Guten".

Textgröße:

Die Reform sieht unter anderem eine stärkere Spezialisierung der Krankenhäuser und eine teilweise Abkehr von der Finanzierung über Fallpauschalen vor. Lauterbach will damit die Behandlungsqualität verbessern und ein unkontrolliertes Krankenhaussterben wegen finanzieller Probleme verhindern. Zudem soll es auf dem Land besseren Zugang zu Fachärzten geben, weil die Krankenhäuser dort künftig auch ambulant behandeln können.

"Wir haben die teuerste Krankenhausversorgung in Europa", konstatierte Lauterbach noch kurz vor der Abstimmung im Bundesrat. Die Behandlungsqualität dagegen verbessere sich nicht wie gewünscht. Durch die Reform würden nun die Chancen stark steigen, "dass notwendige schwere Krebs- oder Herzoperationen gelingen", sagte Lauterbach im Anschluss an die Bundesratsentscheidung.

Bei der Finanzierung der Krankenhäuser setzt sich die Reform zum Ziel, den Kliniken über sogenannte Vorhaltepauschalen 60 Prozent der Kosten zu sichern. Über die bisher angewendeten Fallpauschalen, also die standardisierte Abrechnung von Eingriffen und Behandlungen, sollen nur noch 40 Prozent kommen. Ein Transformationsfonds von 50 Milliarden Euro soll den Übergang sichern.

Die Reform nimmt allerdings bewusst in Kauf, dass es künftig weniger Krankenhäuser gibt und Patienten teilweise längere Wege zur Klinik zurücklegen müssen. Unter anderem dieser Umstand sorgte für erhebliche Kritik vor allem bei den Unions-geführten Ländern. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) etwa warnte im Bundesrat vor Lücken in der Krankenhausversorgung im ländlichen Raum.

Zudem befürchteten einige Länder zu starre Vorgaben bei der Umsetzung der Reform. So forderte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) "mehr Spielraum" und einen "flexibleren Umgang" mit den Vorgaben.

Bayern forderte, den Vermittlungsausschuss anzurufen - dieser hätte Änderungen an der Reform aushandeln können. Landesgesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) bezeichnete diesen Schritt als "letzte Möglichkeit, unsere vielfältige Krankenhauslandschaft zu schützen", und warb für "dringend notwendige Nachbesserungen". Der Antrag bekam aber keine Mehrheit. Gerlach sprach hinterher von einem "schlechten Tag" für Krankenhäuser und Patienten. Sie hoffe, dass die nächste Bundesregierung Nachbesserungen vornehme. Die Neuwahl im Februar werde "die Karten neu mischen".

In der brandenburgischen Landesregierung sorgte der Streit um die Klinikreform während der Bundesratssitzung für einen Eklat. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) entließ Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), weil er für die Anrufung des Vermittlungsausschusses war. Nonnemacher habe die Entscheidung nicht mittragen wollen, erklärte Woidke den Rauswurf. Ihre geplante Rede hielt Nonnemacher nicht mehr.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich nach der Bundesratsentscheidung erleichtert. "Bessere Behandlungsqualität in Kliniken, bessere ärztliche Versorgung auf dem Land und weniger Bürokratie: Es ist gut, dass die Krankenhausreform jetzt beschlossen wurde", schrieb er auf X.

Kritik an Lauterbachs Vorhaben kam dagegen nicht nur von politischer Seite. Die Länder hätten "die Chance verpasst, diese vermurkste Reform in eine wirklich gelingende Krankenhausreform zu verändern", kritisierte etwa das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Die Finanzlage der Krankenhäuser sei "desaströs und dramatisch", erklärte DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Der Verband der privaten Krankenkassen warnte vor höheren Kosten für Patienten.

E.Soukup--TPP