The Prague Post - Johnson muss sich am Montagabend parteiinternem Misstrauensvotum stellen

EUR -
AED 4.349632
AFN 76.984877
ALL 96.698026
AMD 445.493248
ANG 2.120131
AOA 1086.075122
ARS 1695.787878
AUD 1.68403
AWG 2.134841
AZN 2.016608
BAM 1.958823
BBD 2.378351
BDT 144.412897
BGN 1.989009
BHD 0.446558
BIF 3499.401225
BMD 1.184378
BND 1.503721
BOB 8.159698
BRL 6.195011
BSD 1.180808
BTN 106.961447
BWP 15.632931
BYN 3.392393
BYR 23213.809848
BZD 2.374835
CAD 1.616824
CDF 2605.63188
CHF 0.916826
CLF 0.025694
CLP 1014.550526
CNY 8.21834
CNH 8.204963
COP 4367.157197
CRC 585.396128
CUC 1.184378
CUP 31.386018
CVE 110.436855
CZK 24.226394
DJF 210.272775
DKK 7.469156
DOP 74.524082
DZD 153.858583
EGP 55.649066
ERN 17.765671
ETB 183.569509
FJD 2.603086
FKP 0.870056
GBP 0.869558
GEL 3.19194
GGP 0.870056
GHS 12.977194
GIP 0.870056
GMD 86.459497
GNF 10364.998077
GTQ 9.057094
GYD 247.05445
HKD 9.254878
HNL 31.191749
HRK 7.532705
HTG 154.688758
HUF 377.909575
IDR 19942.557664
ILS 3.673976
IMP 0.870056
INR 107.048233
IQD 1546.907198
IRR 49891.925689
ISK 145.003601
JEP 0.870056
JMD 184.812913
JOD 0.839706
JPY 185.322594
KES 152.322583
KGS 103.573879
KHR 4765.355189
KMF 496.254531
KPW 1065.92841
KRW 1734.610512
KWD 0.363699
KYD 0.984031
KZT 584.249171
LAK 25375.058549
LBP 105747.378762
LKR 365.322322
LRD 221.995455
LSL 19.050162
LTL 3.49716
LVL 0.716418
LYD 7.477447
MAD 10.840569
MDL 20.132819
MGA 5242.024525
MKD 61.597571
MMK 2486.749634
MNT 4225.70416
MOP 9.502687
MRU 46.690474
MUR 54.457679
MVR 18.298665
MWK 2047.534379
MXN 20.424481
MYR 4.657563
MZN 75.503645
NAD 19.050645
NGN 1615.302477
NIO 43.457075
NOK 11.440352
NPR 171.133973
NZD 1.966535
OMR 0.455403
PAB 1.180838
PEN 3.973183
PGK 5.063837
PHP 69.184291
PKR 330.186852
PLN 4.216208
PYG 7801.976252
QAR 4.304098
RON 5.093652
RSD 117.380141
RUB 91.20558
RWF 1723.43825
SAR 4.440466
SBD 9.543894
SCR 17.335435
SDG 712.402898
SEK 10.653242
SGD 1.503503
SHP 0.88859
SLE 28.958141
SLL 24835.814724
SOS 673.631199
SRD 44.790799
STD 24514.234457
STN 24.537977
SVC 10.332078
SYP 13098.717786
SZL 19.046156
THB 36.969772
TJS 11.064518
TMT 4.151245
TND 3.424729
TOP 2.851698
TRY 51.664586
TTD 7.996444
TWD 37.418647
TZS 3049.592233
UAH 50.719742
UGX 4201.538165
USD 1.184378
UYU 45.641024
UZS 14500.564853
VES 447.677287
VND 30722.766707
VUV 141.15753
WST 3.234193
XAF 656.962683
XAG 0.014384
XAU 0.000235
XCD 3.200841
XCG 2.128212
XDR 0.817051
XOF 656.962683
XPF 119.331742
YER 282.353324
ZAR 18.923341
ZMK 10660.82591
ZMW 21.992667
ZWL 381.36925
  • DAX

    176.8000

    24898.26

    +0.71%

  • TecDAX

    14.1300

    3633.73

    +0.39%

  • MDAX

    227.8900

    31890.72

    +0.71%

  • SDAX

    131.6200

    18025.34

    +0.73%

  • Euro STOXX 50

    34.3900

    6032.79

    +0.57%

  • Goldpreis

    61.3000

    5041.1

    +1.22%

  • EUR/USD

    0.0040

    1.186

    +0.34%

Johnson muss sich am Montagabend parteiinternem Misstrauensvotum stellen
Johnson muss sich am Montagabend parteiinternem Misstrauensvotum stellen / Foto: Leon Neal - POOL/AFP/Archiv

Johnson muss sich am Montagabend parteiinternem Misstrauensvotum stellen

In der "Partygate"-Affäre ist der Druck auf Boris Johnson immens gewachsen - nun muss sich der britische Premierminister einem Misstrauensvotum seiner eigenen konservativen Partei stellen. Die notwendige Zahl entsprechender Anträge von Tory-Abgeordneten sei erreicht worden, teilte das zuständige Parteikomitee am Montag mit. Johnsons Sprecher erklärte, der Premier begrüße das bereits für Montagabend angesetzte Votum als Chance, "Partygate" hinter sich zu lassen und "nach vorn zu schauen".

Textgröße:

Johnson war wegen der Affäre um Partys am Regierungssitz während des Corona-Lockdowns auch in seiner eigenen Partei zunehmend in die Kritik geraten. Um ein Misstrauensvotum zu erwirken, müssen sich laut Parteisatzung mindestens 54 und damit 15 Prozent der 359 Tory-Abgeordneten im Unterhaus in Briefen an das zuständige Komitee der Konservativen dafür aussprechen. Dies sei nun geschehen, sagte der Komitee-Vorsitzende Graham Brady, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Er habe Johnson am Sonntag nach dem Ende der Feiern zum 70. Thronjubiläum von Königin Elizabeth darüber informiert, sagte Brady. Einige Kollegen hatten nach seinen Angaben ihre Schreiben extra auf die Zeit nach den Feiern datiert. Das Votum wurde für Montagabend ab 18.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) angesetzt und soll hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Für ein erfolgreiches Misstrauensvotum müssen sich mehr als 50 Prozent der Tory-Abgeordneten in der geheimen Abstimmung für diesen Schritt aussprechen. In dem Fall wäre der 57-Jährige zum Rücktritt als Parteichef und damit indirekt auch als Regierungschef verpflichtet. Für die anschließende Wahl des nächsten Premierministers dürfte er nicht mehr antreten.

Sollte das Misstrauensvotum hingegen scheitern, ist laut den parteiinternen Regeln ein Jahr lang keine weitere Abstimmung dieser Art mehr möglich. Dennoch könnte auch in diesem Fall Johnsons Autorität erheblich geschwächt werden, wie bei seiner Vorgängerin Theresa May. Sie hatte Ende 2018 zwar eine Vertrauensabstimmung überstanden, gab dann aber wenige Monate später wegen fehlenden Rückhalts doch auf.

Nach seinem deutlichen Wahlsieg im Jahr 2019 schienen lange Zeit alle Affären und Probleme an Johnson abzuperlen. Er profitierte zunächst davon, dass den Tories ein geeigneter Nachfolger fehlte, sowie später vom Ukraine-Krieg. Doch immer neue Enthüllungen zu den Partys am Regierungssitz während des Lockdowns und die hohen Lebenshaltungskosten im Land schwächten zunehmend seine Position.

Wegen seiner Teilnahme an einer der Feiern wurde Johnson mit einer Geldstrafe belegt - und ging damit als erster amtierender britischer Premierminister in die Geschichte ein, der das Gesetz brach. Das vernichtende Fazit eines Untersuchungsberichts der hochrangigen Beamtin Sue Gray zu den Party-Exzessen in der Downing Street steigerte dann den Druck auf Johnson noch weiter: Gray machte die Regierungsspitze für die gesetzeswidrigen Feiern verantwortlich.

In jüngsten Umfragen vertrat eine klare Mehrheit der Bürger die Ansicht, dass Johnson zu "Partygate" gelogen habe und zurücktreten sollte. Während der Jubiläumsfeierlichkeiten für die Queen wurde er öffentlich ausgebuht.

Johnson entschuldigte sich wiederholt im Parlament, lehnte einen Rücktritt aber ab. Sein Sprecher erklärte am Montag, der Premier sehe das Misstrauensvotum als Chance, die "monatelangen Spekulationen zu beenden". Es erlaube der Regierung, "einen Schlussstrich zu ziehen" und sich um die wahren Anliegen der Menschen zu kümmern.

Am Montag versuchten Johnsons Berater im Hintergrund, die 180 Stimmen sicherzustellen, die der Premier für den seinen Machterhalt braucht. Bei einem Empfang der estnischen Ministerpräsidentin Kaja Kallas verzichtete Johnson auf den üblichen Fototermin auf der Treppe von Downing Street.

Der konservative Abgeordnete John Penrose trat unterdessen als Johnsons Anti-Korruptionsbeauftragter zurück. Als Grund gab er an, dass der Premier gegen den Verhaltenskodex für Regierungsmitglieder verstoßen habe. Dagegen stellten sich dutzende Abgeordnete und Minister öffentlich hinter Johnson, darunter Außenministerin Liz Truss und Gesundheitsminister Sajid Javid.

U.Ptacek--TPP