The Prague Post - Milliarden-Sparpläne der Koalition für Krankenkassen verabschiedet

EUR -
AED 4.197273
AFN 74.288083
ALL 93.785848
AMD 418.636827
ANG 2.046238
AOA 1049.175195
ARS 1700.082017
AUD 1.644722
AWG 2.060064
AZN 1.946126
BAM 1.955608
BBD 2.302614
BDT 140.9086
BGN 1.932495
BHD 0.431061
BIF 3401.109961
BMD 1.142893
BND 1.475768
BOB 7.913198
BRL 5.853094
BSD 1.143208
BTN 108.905236
BWP 15.460667
BYN 3.268007
BYR 22400.693717
BZD 2.299284
CAD 1.617593
CDF 2578.365411
CHF 0.922234
CLF 0.026942
CLP 1060.352682
CNY 7.763497
CNH 7.748274
COP 3773.979732
CRC 520.053376
CUC 1.142893
CUP 30.286652
CVE 110.255598
CZK 24.258806
DJF 203.582639
DKK 7.4747
DOP 67.133981
DZD 152.169314
EGP 56.694098
ERN 17.143388
ETB 183.387557
FJD 2.551731
FKP 0.852471
GBP 0.851632
GEL 3.017247
GGP 0.852471
GHS 13.106768
GIP 0.852471
GMD 83.431301
GNF 10027.18877
GTQ 8.723218
GYD 239.149606
HKD 8.960026
HNL 30.606256
HRK 7.533833
HTG 149.616586
HUF 356.443605
IDR 20658.925491
ILS 3.436797
IMP 0.852471
INR 108.970801
IQD 1497.66573
IRR 1571477.238006
ISK 143.593277
JEP 0.852471
JMD 180.633016
JOD 0.810366
JPY 185.012591
KES 147.663365
KGS 99.944579
KHR 4608.304603
KMF 492.586822
KPW 1028.603683
KRW 1720.390476
KWD 0.353851
KYD 0.952656
KZT 538.951682
LAK 25779.576009
LBP 102376.273806
LKR 383.552258
LRD 207.598673
LSL 18.621031
LTL 3.374665
LVL 0.691324
LYD 7.322312
MAD 10.679596
MDL 20.090968
MGA 4901.53912
MKD 61.624083
MMK 2399.283869
MNT 4098.065484
MOP 9.230507
MRU 45.547116
MUR 53.807486
MVR 17.669541
MWK 1982.430943
MXN 20.034277
MYR 4.65283
MZN 73.042108
NAD 18.621031
NGN 1575.088887
NIO 42.065861
NOK 11.147314
NPR 174.237707
NZD 1.980936
OMR 0.439411
PAB 1.143193
PEN 3.883618
PGK 5.10352
PHP 70.382757
PKR 317.787929
PLN 4.347272
PYG 6950.37688
QAR 4.167826
RON 5.233996
RSD 117.332818
RUB 87.488784
RWF 1679.346585
SAR 4.290207
SBD 9.217475
SCR 16.629054
SDG 686.308784
SEK 11.013736
SGD 1.47572
SHP 0.853285
SLE 27.829145
SLL 23965.889234
SOS 653.301416
SRD 42.973918
STD 23655.568016
STN 24.498018
SVC 10.003147
SYP 126.32631
SZL 18.618331
THB 38.081751
TJS 10.580698
TMT 4.011553
TND 3.379267
TOP 2.751811
TRY 53.69869
TTD 7.767304
TWD 36.761593
TZS 3000.096375
UAH 50.859518
UGX 4206.659669
USD 1.142893
UYU 46.096069
UZS 13807.822498
VES 799.281445
VND 30020.929704
VUV 137.646966
WST 3.165021
XAF 655.898197
XAG 0.019233
XAU 0.000279
XCD 3.088724
XCG 2.060415
XDR 0.815053
XOF 655.901066
XPF 119.331742
YER 270.980318
ZAR 18.657829
ZMK 10287.408089
ZMW 20.607062
ZWL 368.01093
  • Goldpreis

    -26.4000

    4114.4

    -0.64%

  • TecDAX

    12.4900

    3837.08

    +0.33%

  • DAX

    -51.0000

    25067.27

    -0.2%

  • Euro STOXX 50

    -12.5200

    6271.75

    -0.2%

  • MDAX

    85.8700

    31923.22

    +0.27%

  • SDAX

    51.1400

    18125.79

    +0.28%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1426

    -0.07%

Milliarden-Sparpläne der Koalition für Krankenkassen verabschiedet
Milliarden-Sparpläne der Koalition für Krankenkassen verabschiedet / Foto: FRANCK FIFE - AFP

Milliarden-Sparpläne der Koalition für Krankenkassen verabschiedet

Höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern und begrenzte Vergütungen für Ärzte und Krankenhäuser: Die schwarz-rote Regierung hat am letzten Tag vor der parlamentarischen Sommerpause ihr hoch umstrittenes Sparprogramm für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) über die Ziellinie gebracht: Bundestag und Bundesrat stimmten abschließend zu. Die Opposition warnte vor massiven Verschlechterungen für 75 Millionen Versicherte und einer Pleitewelle bei Krankenhäusern.

Textgröße:

Mit der Reform werde "endlich die Grundlage für stabile Finanzen in der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen", erklärte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Sie sprach von einem "Kraftakt", um durch die Reform die Beiträge für Versicherte stabil zu halten. Bei einem notwendigen Einsparvolumen von fast 19 Milliarden Euro allein im kommenden Jahr sei klar, "dass es zu spürbaren Veränderungen kommt und dieses Gesetz allen Seiten etwas abverlangt".

Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich zu der wichtigen Reform für die Koalition: Er sprach im Onlinedienst X von einem "Meilenstein für stabile Beiträge". Gesundheit werde damit "bezahlbar bleiben".

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) begrüßte den Beschluss als "gute Nachricht" für die Versicherten. Zwar enthalte das Gesetz "viele Härten", es lege aber die Grundlage für stabile Kassenbeiträge, erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt. Es sei gut, dass die Koalition "hier Handlungsfähigkeit bewiesen" habe. Blatt kritisierte, einige Gegner der Reform seien in den vergangenen Monaten "mit haltlosen Schreckensszenarien und Angstmacherei übers Ziel hinausgeschossen".

Wie den Versicherten erlege die Reform "Ärztinnen und Ärzten und den weiteren Beschäftigten im Gesundheitswesen (...) einen erheblichen Solidarbeitrag auf", erklärte Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt. Wichtig sei, dass nach dem Sparpaket nun auch "die unbedingt notwendigen Strukturreformen" im Gesundheitswesen folgen. Reinhardt nannte dabei den Aufbau eines leistungsfähigen Primärversorgungssystems, die Reform der Notfallversorgung, die konsequente Weiterentwicklung der Krankenhausreform, der Abbau unnötiger Bürokratie sowie eine Digitalisierung, die die Versorgung spürbar verbessert."

Die Pharmaindustrie, die Abschläge bei verschreibungspflichtigen Medikamenten hinnehmen muss, warnte vor einem "massiven Flurschaden" in der Branche. Der Verband Pharma Deutschland erklärte, die Reform sei "ein verheerendes Signal an Unternehmen", die hier forschen, produzieren und investieren wollten.

Der Sozialverband VdK kritisierte die Reform als "sozial ungerecht". Präsidentin Verena Bentele sagte den Funke-Zeitungen, sie bürde "die finanzielle Hauptlast allein den Versicherten auf".

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Dagmar Schmidt räumte im Bundestag ein, dass dies kein Gesetz sei, "wo nach Verabschiedung die Sektkorken knallen". Sie verwies aber auf Änderungen auf den letzten Metern. So könnten nun Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren weiter kostenlos mitversichert werden. Zunächst war dies nur bis einschließlich sechs Jahre geplant.

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann warf der Koalition vor, das Gesetz sei "mit heißer Nadel gestrickt" und werde 75 Millionen gesetzlich versicherte Menschen zusätzlich belasten. Auch die rund 1850 Krankenhäuser würden "wirtschaftlich massiv unter Druck" gesetzt. Hier drohe eine Insolvenzwelle.

Der AfD-Abgeordnete Martin Sichert kritisierte den "größten Kahlschlag im Gesundheitssystem in der Geschichte der Bundesrepublik". Neben "horrenden Mehrzahlungen" für die Versicherten würden Krankenhäusern 5,5 Milliarden an Einnahmen genommen. "Als Folge werden nahezu 50 Prozent aller Krankenhäuser, vor allem aus dem ländlichen Raum, schließen müssen."

Die Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek nannte das Gesetz "eine absolute Katastrophe". Sie erneuerte die Kritik an zu kurzen Beratungszeiten im Parlament. Am Montag hätten die Abgeordneten dutzende Änderungsanträge auf 279 Seiten erhalten, sagte sie. Dies lasse sich auch durch Koalitionspolitiker "nicht seriös beraten". Sie warf Union und SPD vor: "Sie gefährden mit diesem Gesetz Menschenleben."

Zwei Abgeordnete von Linken und Grünen hatten wegen der kurzen Beratungsfristen in dieser Woche per Eilantrag Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Sie wollten damit die Abstimmung am Freitag verhindern. Das Gericht wies die Beschwerden aber zurück.

Im Bundesrat hatte es bis zuletzt Forderungen nach mehr Geld für die Krankenhäuser gegeben. Das Saarland, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt beantragten am Freitag, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Dafür gab es aber nicht die nötige Mehrheit, womit die Reform nun in Kraft treten kann.

A.Stransky--TPP