The Prague Post - Eineinhalb Millionen Betroffene: Leopoldina fordert bessere Therapien bei Long-Covid

EUR -
AED 4.151034
AFN 72.339261
ALL 92.10006
AMD 412.371884
ANG 2.023653
AOA 1036.48668
ARS 1723.712792
AUD 1.625643
AWG 2.037369
AZN 1.922347
BAM 1.958992
BBD 2.278412
BDT 139.086616
BGN 1.902796
BHD 0.426495
BIF 3395.93305
BMD 1.130302
BND 1.448396
BOB 13.625139
BRL 5.861179
BSD 1.131243
BTN 109.022632
BWP 16.003074
BYN 3.407501
BYR 22153.911734
BZD 2.275107
CAD 1.609883
CDF 2613.82088
CHF 0.943819
CLF 0.027958
CLP 1103.920714
CNY 7.578389
CNH 7.591609
COP 3746.712504
CRC 516.8192
CUC 1.130302
CUP 27.148032
CVE 110.44495
CZK 24.455828
DJF 201.437314
DKK 7.475634
DOP 67.587131
DZD 151.209455
EGP 59.107201
ERN 16.954524
ETB 184.776059
FJD 2.541766
FKP 0.852035
GBP 0.853835
GEL 2.933133
GGP 0.852035
GHS 13.252534
GIP 0.852035
GMD 83.642607
GNF 9951.213677
GTQ 8.641698
GYD 236.624489
HKD 8.869985
HNL 30.366133
HRK 7.536177
HTG 148.044663
HUF 366.982375
IDR 20321.69281
ILS 3.475666
IMP 0.852035
INR 108.766382
IQD 1481.84885
IRR 1914561.397723
ISK 136.994181
JEP 0.852035
JMD 178.170296
JOD 0.801425
JPY 178.49893
KES 146.657017
KGS 98.841487
KHR 4581.261669
KMF 491.681236
KPW 1017.271817
KRW 1537.933997
KWD 0.34906
KYD 0.942736
KZT 501.256706
LAK 25367.331412
LBP 101300.101818
LKR 373.822539
LRD 193.945999
LSL 18.736227
LTL 3.337487
LVL 0.683708
LYD 7.246807
MAD 11.032175
MDL 20.141817
MGA 4995.138662
MKD 61.670481
MMK 2373.38835
MNT 4066.886039
MOP 9.143498
MRU 45.289791
MUR 54.050821
MVR 17.474568
MWK 1961.495898
MXN 20.517144
MYR 4.6174
MZN 72.229824
NAD 18.735397
NGN 1500.80301
NIO 41.627825
NOK 10.872394
NPR 174.433893
NZD 2.01231
OMR 0.434609
PAB 1.131243
PEN 3.903159
PGK 5.046222
PHP 70.989743
PKR 313.361804
PLN 4.373724
PYG 6591.740031
QAR 4.123418
RON 5.283017
RSD 117.54912
RUB 94.3856
RWF 1669.219687
SAR 4.245631
SBD 9.115929
SCR 15.556917
SDG 679.876577
SEK 11.329793
SGD 1.44639
SHP 0.852897
SLE 27.79414
SLL 23701.850625
SOS 646.453277
SRD 42.523645
STD 23394.961445
STN 24.539983
SVC 9.898127
SYP 14696.181939
SZL 18.728515
THB 38.029036
TJS 10.418429
TMT 3.956056
TND 3.36318
TOP 2.721495
TRY 55.424111
TTD 7.674504
TWD 36.075496
TZS 2978.348168
UAH 50.795161
UGX 4491.317778
USD 1.130302
UYU 45.53419
UZS 13370.785241
VES 971.042177
VND 29367.496667
VUV 135.351185
WST 3.137944
XAF 655.957
XAG 0.018526
XAU 0.000270409674
XCD 3.054697
XCG 2.038631
XDR 0.799182
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 267.231607
ZAR 18.684327
ZMK 10174.069924
ZMW 22.245245
ZWL 363.95666
SSP 6456.951873
MXV 2.321987
  • MDAX

    -217.5900

    30624.94

    -0.71%

  • TecDAX

    13.9800

    4015.3

    +0.35%

  • DAX

    -14.0800

    25185.11

    -0.06%

  • SDAX

    -46.1200

    18384.35

    -0.25%

  • Goldpreis

    25.0000

    4211.7

    +0.59%

  • Euro STOXX 50

    -23.4200

    6245.6

    -0.37%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1298

    -0.32%

Eineinhalb Millionen Betroffene: Leopoldina fordert bessere Therapien bei Long-Covid
Eineinhalb Millionen Betroffene: Leopoldina fordert bessere Therapien bei Long-Covid / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Eineinhalb Millionen Betroffene: Leopoldina fordert bessere Therapien bei Long-Covid

Auch mehrere Jahre nach dem Ende der Coronapandemie gibt es Experten zufolge erhebliche Versorgungslücken bei der Behandlung von Spätfolgen wie Long-Covid. Betroffene würden nach wie vor falsch diagnostiziert und fänden keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten bei Ärzten und in Hochschulambulanzen, erklärte die Wissenschaftsakademie Leopoldina in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungsnahme zu postinfektiösen Erkrankungen.

Textgröße:

In Deutschland leben demnach mehr als eineinhalb Millionen Menschen mit Long-Covid oder dem Erschöpfungssydndrom ME/CFS. Nach einer überstandenen Virusinfektion leiden sie noch monate- oder jahrelang an Symptomen wie Schmerzen, Erschöpfung, kognitiven Störungen oder Atem- und Kreislaufbeschwerden. Einige können ihren Beruf nicht mehr ausüben, die Wohnung nicht verlassen oder sind sogar ans Bett gefesselt und pflegebedürftig.

Betroffene finden bisher nur unzureichende Versorgung, wie die Leopoldina in ihrer Stellungnahme schreibt. "Viele warten lange auf die Diagnose", sagte Carmen Scheibenboden, Immunologin an der Berliner Charité, auf einer Pressekonferenz der Gesellschaft in Berlin. Die vor drei Jahren verabschiedeten Richtlinien zur Versorgung von Long-Covid-Patienten seien bisher "kaum umgesetzt". Es fehle an Spezialambulanzen in den Universitätskliniken, aber auch an geschulten Ärzten und Pflegepersonal.

Viele Betroffene seien zudem nicht in der Lage, eine Praxis aufzusuchen, weil ihnen selbst alltägliche Dinge schwer fielen. Scheibenboden berichtete auch über Suizidgedanken bei Patienten. "Long-Covid ist nicht vorbei", warnte sie. Ein Mensch könne drei Corona-Infektionen gut überstanden haben "und bei der vierten immer noch Long-Covid entwickeln".

Die Leopoldina empfiehlt unter anderem eine standardisierte Diagnostik der Erkrankung sowie die Erhebung von Daten etwa über die elektronische Patientenakte für Forschungszwecke. Dies könnte beispielsweise bei der Entwicklung von sogenannten Biomarkern helfen, um Risikopatienten zu identifizieren und die Forschung an Medikamenten und Therapien zu unterstützen.

Aus Datenschutzgründen sei dies derzeit nicht möglich, sagte Leopoldina-Vizepräsidentin Regina Riphahn. "Die Erfahrungen mit Long-Covid können dazu beitragen, sich auf künftige Pandemien vorzubereiten und schneller Strategien für die Versorgung postinfektiöser Erkrankungen zu entwickeln beziehungsweise diese zu vermeiden."

Post Covid oder Long Covid beschreibt die Langzeitfolgen, die nach einer Sars-CoV-2-Infektion bei Erwachsenen, seltener auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten können. Häufig tritt auch das Myalgische Enzephalomyelitis/Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) auf. Dabei handelt es sich um eine neuroimmunologische Erkrankung, die oft mit schwerer Erschöpfung und Schmerzen einhergeht. Mit der Coronapandemie war die Zahl der Betroffenen deutlich gestiegen.

Bislang gibt es keine speziell zugelassenen Medikamente für die Behandlung von Long-Covid. Verschiedene Arzneimitteln können die Symptome lindern. Zudem können vier Wirkstoffe, die eigentlich beispielsweise für Diabetes und Herzschwäche zugelassen sind, auch außerhalb davon bei Betroffenen eingesetzt werden.

Q.Fiala--TPP