The Prague Post - Libanons Regierung wirft Israel nach Angriffen auf Journalisten "Kriegsverbrechen" vor

EUR -
AED 4.269911
AFN 72.658748
ALL 94.915795
AMD 428.055222
ANG 2.081348
AOA 1067.143961
ARS 1621.632758
AUD 1.623964
AWG 2.093891
AZN 1.980807
BAM 1.952467
BBD 2.342302
BDT 142.748177
BGN 1.941225
BHD 0.438541
BIF 3460.079226
BMD 1.162466
BND 1.486688
BOB 8.03642
BRL 5.90289
BSD 1.162915
BTN 111.545516
BWP 16.450203
BYN 3.236331
BYR 22784.328181
BZD 2.338948
CAD 1.597914
CDF 2612.64627
CHF 0.914594
CLF 0.026805
CLP 1054.879981
CNY 7.91628
CNH 7.92164
COP 4429.006031
CRC 527.544886
CUC 1.162466
CUP 30.805342
CVE 110.609072
CZK 24.324019
DJF 206.593866
DKK 7.473719
DOP 69.225291
DZD 153.748173
EGP 61.496999
ERN 17.436986
ETB 183.030684
FJD 2.560568
FKP 0.862421
GBP 0.872215
GEL 3.115862
GGP 0.862421
GHS 13.299061
GIP 0.862421
GMD 84.283241
GNF 10203.547362
GTQ 8.87197
GYD 243.308869
HKD 9.103159
HNL 30.945289
HRK 7.531969
HTG 152.273176
HUF 361.515801
IDR 20458.757378
ILS 3.393749
IMP 0.862421
INR 111.504996
IQD 1522.830098
IRR 1533292.28975
ISK 143.471968
JEP 0.862421
JMD 183.756336
JOD 0.824234
JPY 184.53683
KES 150.365388
KGS 101.658074
KHR 4664.398129
KMF 492.885874
KPW 1046.22128
KRW 1741.246228
KWD 0.358772
KYD 0.969162
KZT 545.967451
LAK 25516.123037
LBP 104098.805948
LKR 382.032817
LRD 213.167198
LSL 19.169503
LTL 3.43246
LVL 0.703164
LYD 7.352641
MAD 10.724954
MDL 20.119004
MGA 4856.204926
MKD 61.626219
MMK 2440.759526
MNT 4161.015762
MOP 9.37985
MRU 46.499031
MUR 54.845573
MVR 17.914036
MWK 2024.438401
MXN 20.156517
MYR 4.570239
MZN 74.285895
NAD 19.169498
NGN 1593.136463
NIO 42.679974
NOK 10.815087
NPR 178.472426
NZD 1.98884
OMR 0.446973
PAB 1.162935
PEN 3.990168
PGK 5.193942
PHP 71.590496
PKR 323.892057
PLN 4.249336
PYG 7086.902977
QAR 4.237232
RON 5.20727
RSD 117.423032
RUB 84.68781
RWF 1697.781189
SAR 4.409172
SBD 9.318484
SCR 16.312958
SDG 698.06494
SEK 10.97467
SGD 1.488171
SHP 0.867898
SLE 28.655211
SLL 24376.327437
SOS 664.353418
SRD 43.537873
STD 24060.693468
STN 24.702397
SVC 10.175631
SYP 128.490183
SZL 19.169489
THB 37.943467
TJS 10.850465
TMT 4.06863
TND 3.357245
TOP 2.798938
TRY 52.944041
TTD 7.894204
TWD 36.678162
TZS 3022.411271
UAH 51.349648
UGX 4366.546502
USD 1.162466
UYU 46.580489
UZS 14001.900028
VES 593.030511
VND 30636.784144
VUV 137.078484
WST 3.145166
XAF 654.850466
XAG 0.015073
XAU 0.000255
XCD 3.141622
XCG 2.095958
XDR 0.813648
XOF 648.078818
XPF 119.331742
YER 277.422867
ZAR 19.38171
ZMK 10463.590637
ZMW 21.893006
ZWL 374.313489
  • Goldpreis

    -127.0000

    4558.3

    -2.79%

  • MDAX

    -528.7100

    31365.17

    -1.69%

  • DAX

    -505.6900

    23950.57

    -2.11%

  • TecDAX

    -61.2000

    3795.76

    -1.61%

  • Euro STOXX 50

    -107.2000

    5827.76

    -1.84%

  • SDAX

    -238.7200

    18365.64

    -1.3%

  • EUR/USD

    -0.0048

    1.1623

    -0.41%

Libanons Regierung wirft Israel nach Angriffen auf Journalisten "Kriegsverbrechen" vor
Libanons Regierung wirft Israel nach Angriffen auf Journalisten "Kriegsverbrechen" vor / Foto: Ali Hankir - AFP

Libanons Regierung wirft Israel nach Angriffen auf Journalisten "Kriegsverbrechen" vor

Nach Berichten über den Tod von drei Medienvertretern im Südlibanon durch einen israelischen Angriff hat die libanesische Regierung empört reagiert. Regierungschef Nadschib Mikati sowie Informationsminister Siad Makari warfen Israel am Freitag vor, absichtlich Journalisten anzugreifen und sprachen von "Kriegsverbrechen". Unterdessen betonte US-Außenminister Antony Blinken nach einem Treffen mit Mikati in London die "Dringlichkeit" einer diplomatischen Lösung im Libanon und forderte eine Entwaffnung der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.

Textgröße:

"Die neue israelische Aggression gegen Journalisten" gehöre zu den "Kriegsverbrechen des israelischen Feindes", erklärte Mikati. Der Angriff sei "absichtlich" erfolgt und ziele darauf ab, "die Medien zu terrorisieren, um Verbrechen und Zerstörung zu vertuschen".

Auch Informationsminister Makari warf Israel vor, Journalisten vorsätzlich ins Visier genommen zu haben. Im Onlinedienst X schrieb er ebenfalls von einem "Kriegsverbrechen".

Libanesische Staatsmedien hatten zuvor berichtet, bei einem israelischen Angriff im Libanon seien drei Medienvertreter getötet worden. Bei den Getöteten handelte es sich den betroffenen Medien zufolge um einen Kameramann und einen Sendetechniker des pro-iranischen libanesischen Fernsehsenders Al-Majadeen sowie einen Videojournalisten des von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz betriebenen Senders Al-Manar.

Die Nationale Nachrichtenagentur NNA meldete zudem, dass israelische Kampfflugzeuge im Süden Beiruts zwei Gebäude zerstört hätten, es habe ein großes Feuer gegeben. Israel hatte zuvor Evakuierungsaufrufe für die Hisbollah-Hochburg herausgegeben.

Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte am Freitag, dass binnen eines Jahres bei israelischen Angriffen bereits mehr als 160 Rettungskräfte und Gesundheitsmitarbeiter getötet worden seien.

Die israelische Armee teilte derweil mit, einen Grenzübergang zwischen dem Libanon und Syrien angegriffen zu haben, den die Hisbollah ihren Angaben zufolge für Waffenlieferungen in den Libanon nutzt. In der Nacht sei ein Luftangriff auf die Infrastruktur des Grenzübergangs Dschusije im Nordlibanon erfolgt, hieß es. Libanesischen Angaben zufolge wurde der Übergang dadurch außer Betrieb gesetzt.

Am Donnerstag hatte die israelische Armee den Tod von fünf ihrer Soldaten bei Kämpfen im Südlibanon bekannt gegeben. Damit sei die Zahl der getöteten israelischen Soldaten seit Beginn der israelischen Bodenoffensive im Libanon am 30. September auf 32 gestiegen.

In London trafen sich derweil Blinken und Mikati zu einem Gespräch. Im Anschluss sagte Blinken vor Reportern: "Wir meinen, dass eine diplomatische Lösung und die vollständige Umsetzung der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates dringend erforderlich sind, damit entlang der Grenze zwischen Israel und dem Libanon Sicherheit herrschen kann".

Die Resolution 1701 war während des Libanon-Kriegs 2006 verabschiedet worden und sieht unter anderem vor, dass im Libanon im Grenzgebiet zu Israel lediglich Truppen der UN-Mission Unifil und der libanesischen Armee eingesetzt werden. Die Hisbollah blieb ungeachtet dessen in dem Gebiet, das nun unter heftigem israelischen Beschuss steht.

Gleichzeitig forderte Blinken Israel auf, bei seinen Angriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon sowohl die Zivilbevölkerung als auch libanesische Soldaten zu schonen. Blinken hatte in den vergangenen Tagen auf seiner elften Nahost-Reise seit Kriegsbeginn diplomatische Lösungen für die Konflikte im Gazastreifen und im Libanon ausgelotet.

Mikati äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu seinem Gespräch mit Blinken. Am Donnerstag hatte er bei einer internationalen Hilfskonferenz für den Libanon in Paris gefordert, dass nur die libanesische Armee Waffen tragen sollte.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell forderte erneut eine sofortige Waffenruhe im Libanon. Ansonsten drohe ein "Flächenbrand" in der Region, erklärte er am Freitag in Brüssel. Die Bemühungen um eine diplomatische Lösung verglich er mit einem Rennen gegen die Zeit.

Die Unifil-Mission im Libanon beklagte am Freitag eine "extrem schwierige Sicherheitslage", nachdem am Dienstag einer ihrer Beobachtungstürme nahe dem Grenzdorf Dharja durch israelischen Beschuss zerstört worden sei. Die Blauhelme hätten sich zurückgezogen, um nicht getroffen zu werden, erklärte die UN-Mission.

Die mit dem Iran und der islamistischen Hamas verbündete Hisbollah hatte unmittelbar nach dem Beginn des Kriegs im Gazastreifen mit permanenten Raketenangriffen auf den Norden Israels eine zweite Front eröffnet. Als Reaktion beschoss Israel Ziele im Nachbarland. Ausgelöst worden war der Krieg im Gazastreifen durch den Überfall der Hamas auf den Süden Israels am 7. Oktober vergangenen Jahres.

Seit einigen Wochen hat die israelische Armee ihre Luftangriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon deutlich verstärkt und zudem vor rund drei Wochen auch Bodeneinsätze gegen Hisbollah-Stellungen im Südlibanon begonnen.

H.Dolezal--TPP