The Prague Post - Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben

EUR -
AED 4.239003
AFN 75.596282
ALL 93.061819
AMD 421.273357
ANG 2.065866
AOA 1059.605841
ARS 1721.849601
AUD 1.633375
AWG 2.079102
AZN 1.961987
BAM 1.956614
BBD 2.324406
BDT 141.658907
BGN 1.958039
BHD 0.43517
BIF 3450.419872
BMD 1.154255
BND 1.477108
BOB 13.531627
BRL 5.982737
BSD 1.15405
BTN 110.090303
BWP 15.535056
BYN 3.470853
BYR 22623.397686
BZD 2.321045
CAD 1.605638
CDF 2623.621533
CHF 0.938987
CLF 0.026818
CLP 1055.497207
CNY 7.783367
CNH 7.785375
COP 3607.589325
CRC 518.20202
CUC 1.154255
CUP 30.587757
CVE 110.310393
CZK 24.216615
DJF 205.510118
DKK 7.475671
DOP 67.546333
DZD 153.433913
EGP 57.91613
ERN 17.313825
ETB 184.622812
FJD 2.554886
FKP 0.855276
GBP 0.854974
GEL 3.012228
GGP 0.855276
GHS 12.845342
GIP 0.855276
GMD 84.836392
GNF 10138.127994
GTQ 8.804623
GYD 241.450404
HKD 9.057139
HNL 31.009102
HRK 7.535554
HTG 150.95408
HUF 363.301595
IDR 20559.474349
ILS 3.416294
IMP 0.855276
INR 110.157305
IQD 1512.651156
IRR 1586624.468509
ISK 142.19234
JEP 0.855276
JMD 182.581179
JOD 0.818365
JPY 183.74181
KES 149.141648
KGS 100.939436
KHR 4670.922117
KMF 492.866697
KPW 1038.829825
KRW 1631.793343
KWD 0.356388
KYD 0.961775
KZT 537.059372
LAK 26038.15092
LBP 103345.188913
LKR 384.699975
LRD 209.470736
LSL 18.617258
LTL 3.408214
LVL 0.698197
LYD 7.350866
MAD 10.689845
MDL 20.03381
MGA 4969.067194
MKD 61.550595
MMK 2423.258953
MNT 4152.238993
MOP 9.328081
MRU 46.246829
MUR 54.376826
MVR 17.833581
MWK 2001.180156
MXN 19.655347
MYR 4.712943
MZN 73.767938
NAD 18.617258
NGN 1572.926734
NIO 42.467476
NOK 10.950596
NPR 176.140668
NZD 1.967052
OMR 0.443813
PAB 1.15408
PEN 3.893337
PGK 5.081604
PHP 70.829129
PKR 320.623159
PLN 4.310063
PYG 6887.68515
QAR 4.205531
RON 5.24193
RSD 117.312742
RUB 95.891022
RWF 1695.600571
SAR 4.332992
SBD 9.290117
SCR 16.055921
SDG 693.125335
SEK 11.018922
SGD 1.47706
SHP 0.855148
SLE 28.27378
SLL 24204.148994
SOS 659.652558
SRD 43.541383
STD 23890.747737
STN 24.729913
SVC 10.097937
SYP 15007.623193
SZL 18.62226
THB 38.297993
TJS 10.663919
TMT 4.051435
TND 3.387754
TOP 2.779169
TRY 55.271156
TTD 7.826051
TWD 36.922264
TZS 3053.898964
UAH 51.587211
UGX 4284.781778
USD 1.154255
UYU 46.24003
UZS 13793.347202
VES 888.902265
VND 30126.632209
VUV 136.908487
WST 3.155336
XAF 656.212823
XAG 0.017991
XAU 0.000266
XCD 3.119432
XCG 2.079911
XDR 0.816118
XOF 656.195446
XPF 119.331742
YER 273.791514
ZAR 18.689183
ZMK 10389.687771
ZMW 21.696834
ZWL 371.669634
  • TecDAX

    58.8800

    4122

    +1.43%

  • MDAX

    273.1700

    32538.03

    +0.84%

  • SDAX

    138.8000

    18691.87

    +0.74%

  • Goldpreis

    -33.4000

    4387

    -0.76%

  • Euro STOXX 50

    9.8000

    6555.27

    +0.15%

  • DAX

    164.4600

    26464.2

    +0.62%

  • EUR/USD

    0.0018

    1.1549

    +0.16%

Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben
Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben

Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben

Seit ihrer Machtübernahme in Afghanistan vor fünf Monaten haben die radikalislamischen Taliban einem UN-Bericht zufolge wahrscheinlich mehr als hundert ehemalige Regierungsmitarbeiter und Ortskräfte internationaler Stellen getötet. Ungeachtet der von den Taliban verkündeten Generalamnestie gebe es "glaubwürdige Anschuldigungen über Tötungen" sowie "gewaltsames Verschwindenlassen", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag eingesehenen Vorabversion des Berichts.

Textgröße:

Bei mehr als zwei Dritteln der Tötungen handelte es sich laut dem von UN-Generalsekretär António Guterres vorgelegten Bericht um "außergerichtliche Tötungen, die von den De-facto-Behörden oder ihren Verbündeten begangen wurden". Mit "De-facto-Behörden" umschreibt die internationale Gemeinschaft die derzeit von keinem Land der Welt anerkannte Taliban-Regierung in Kabul.

Die Taliban wiesen die Vorwürfe am Montag zurück. "Das Islamische Emirat hat seit Verkündung der Amnestie niemanden getötet", erklärte das Innenministerium im Onlinedienst Twitter. Bei den gemeldeten Tötungen handele es sich um Folgen "persönlicher Feindschaften". Die Fälle würden untersucht.

Über die politisch motivierten Tötungen hinaus prangert der UN-Bericht auch weitere massive Menschenrechtsverletzungen durch die Machthaber in Afghanistan an. So seien etwa Menschenrechtsaktivisten und Medienschaffende laut glaubwürdigen Berichten "weiterhin Angriffen, Einschüchterungen, Schikanen, willkürlichen Verhaftungen, Misshandlungen und Tötungen ausgesetzt".

Friedliche Proteste würden von den Taliban verhindert, der Zugang zu Arbeit und Bildung für Frauen und Mädchen sei seit der Machtübernahme der Taliban massiv beschnitten. "Ein komplettes soziales und ökonomisches System wird stillgelegt", beklagte Guterres.

Seit ihrer Rückkehr an die Macht geben sich die radikalislamischen Taliban nach außen moderater als während ihrer brutalen ersten Herrschaft von 1996 bis 2001. International bestehen aber erhebliche Zweifel an der Zusage der Taliban, die Menschenrechte zu schützen. Unter anderem ehemalige Ortskräfte der US-Armee, Bundeswehr und anderer internationaler Truppen oder unabhängiger Organisationen fürchten seit der Machtübernahme der Taliban um ihre Sicherheit.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin von Ende Januar stellte die Bundesregierung bis Mitte des Monats rund 20.400 Aufnahmezusagen für frühere afghanische Ortskräfte und deren Angehörige aus. Hinzu kommen rund 8000 Zusagen für die Aufnahme von besonders gefährdeten Menschen wie Journalisten oder Frauenrechtlerinnen.

Ein wesentlicher Teil dieser Menschen konnte bislang allerdings nicht in Sicherheit gebracht werden. Dem Auswärtigen Amt zufolge reisten seit Mitte Mai mehr als 9300 Afghaninnen und Afghanen in Deutschland ein, "viele" weitere Menschen mit Aufnahmezusage befinden sich demnach in Drittstaaten wie Pakistan. Tausende andere warten indes noch in Afghanistan auf ihre Ausreise.

Zu der prekären Sicherheitslage in Afghanistan hinzu kommt eine schwere humanitäre Krise, die Hälfte der Bevölkerung Afghanistans ist nach UN-Angaben von Ernährungsunsicherheit bedroht. Hintergrund der Krise sind gravierende Ernteausfälle als Folge einer langen Dürre. Hinzu kommt die grassierende Armut seit der Machtübernahme der Taliban. Die meisten bei der öffentlichen Verwaltung angestellten Afghanen wurden seit Monaten nicht mehr bezahlt.

Afghanistan ist seit langem von internationalen Hilfen abhängig. Nach der Machtübernahme der Taliban froren internationale Geber ihre Hilfen an die Behörden in Kabul jedoch ein.

Im Dezember stimmte der UN-Sicherheitsrat dann einstimmig dafür, humanitäre Hilfen für Afghanistan trotz der gegen die Taliban geltenden Sanktionen zuzulassen. Menschenrechts- und Hilfsorganisationen fordern jedoch eine Freigabe weiterer Mittel durch den Westen.

H.Dolezal--TPP