The Prague Post - Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben

EUR -
AED 4.353778
AFN 75.279327
ALL 96.452586
AMD 446.473104
ANG 2.121741
AOA 1087.111056
ARS 1658.773182
AUD 1.675831
AWG 2.133915
AZN 2.011847
BAM 1.955244
BBD 2.388321
BDT 145.038777
BGN 1.953298
BHD 0.446899
BIF 3505.803585
BMD 1.185508
BND 1.496575
BOB 8.223663
BRL 6.203528
BSD 1.185763
BTN 107.468455
BWP 15.58657
BYN 3.380839
BYR 23235.957905
BZD 2.384922
CAD 1.616138
CDF 2673.320416
CHF 0.912213
CLF 0.025904
CLP 1022.8212
CNY 8.19026
CNH 8.164274
COP 4341.520184
CRC 571.837473
CUC 1.185508
CUP 31.415963
CVE 110.23367
CZK 24.255317
DJF 211.159984
DKK 7.470805
DOP 73.819019
DZD 153.755658
EGP 55.470611
ERN 17.782621
ETB 184.459773
FJD 2.600471
FKP 0.868759
GBP 0.869464
GEL 3.171242
GGP 0.868759
GHS 13.038294
GIP 0.868759
GMD 87.136332
GNF 10408.041839
GTQ 9.095415
GYD 248.089488
HKD 9.265634
HNL 31.338093
HRK 7.535329
HTG 155.215885
HUF 377.504909
IDR 19943.802033
ILS 3.664477
IMP 0.868759
INR 107.592385
IQD 1553.458478
IRR 49939.527062
ISK 144.999107
JEP 0.868759
JMD 185.467287
JOD 0.840538
JPY 181.845674
KES 152.966165
KGS 103.672731
KHR 4765.645514
KMF 491.985773
KPW 1066.966037
KRW 1711.198222
KWD 0.363429
KYD 0.988219
KZT 582.644402
LAK 25404.779486
LBP 106188.419262
LKR 366.775755
LRD 220.557313
LSL 18.934818
LTL 3.500497
LVL 0.717102
LYD 7.476875
MAD 10.841219
MDL 20.117282
MGA 5174.529302
MKD 61.634899
MMK 2489.15801
MNT 4227.011261
MOP 9.547986
MRU 47.325549
MUR 54.450774
MVR 18.262773
MWK 2056.215585
MXN 20.356205
MYR 4.627848
MZN 75.765733
NAD 18.934818
NGN 1602.67613
NIO 43.637597
NOK 11.271689
NPR 171.949129
NZD 1.963883
OMR 0.455822
PAB 1.185863
PEN 3.97707
PGK 5.093531
PHP 68.708464
PKR 331.520176
PLN 4.2115
PYG 7750.797078
QAR 4.321872
RON 5.095558
RSD 117.424303
RUB 90.986251
RWF 1731.907759
SAR 4.445849
SBD 9.537629
SCR 16.1164
SDG 713.085464
SEK 10.610357
SGD 1.496496
SHP 0.889438
SLE 28.985868
SLL 24859.510419
SOS 676.507724
SRD 44.757697
STD 24537.623236
STN 24.493039
SVC 10.376051
SYP 13111.215138
SZL 18.926621
THB 36.890639
TJS 11.18802
TMT 4.149278
TND 3.420028
TOP 2.854419
TRY 51.817134
TTD 8.040715
TWD 37.211869
TZS 3093.381934
UAH 51.249818
UGX 4197.806905
USD 1.185508
UYU 45.946941
UZS 14491.881136
VES 465.584662
VND 30787.644225
VUV 141.168149
WST 3.215354
XAF 655.770618
XAG 0.015569
XAU 0.000238
XCD 3.203895
XCG 2.137093
XDR 0.815111
XOF 655.770618
XPF 119.331742
YER 282.566238
ZAR 18.957317
ZMK 10670.995474
ZMW 21.791806
ZWL 381.73311
  • MDAX

    65.5200

    31364.56

    +0.21%

  • SDAX

    -42.4500

    17797.63

    -0.24%

  • Euro STOXX 50

    -6.3500

    5978.88

    -0.11%

  • DAX

    -113.9700

    24800.91

    -0.46%

  • TecDAX

    -1.3300

    3654

    -0.04%

  • EUR/USD

    -0.0020

    1.1851

    -0.17%

  • Goldpreis

    -30.2000

    5016.1

    -0.6%

Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben
Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben

Taliban sollen mehr als 100 Ex-Regierungsmitarbeiter und Helfer getötet haben

Seit ihrer Machtübernahme in Afghanistan vor fünf Monaten haben die radikalislamischen Taliban einem UN-Bericht zufolge wahrscheinlich mehr als hundert ehemalige Regierungsmitarbeiter und Ortskräfte internationaler Stellen getötet. Ungeachtet der von den Taliban verkündeten Generalamnestie gebe es "glaubwürdige Anschuldigungen über Tötungen" sowie "gewaltsames Verschwindenlassen", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag eingesehenen Vorabversion des Berichts.

Textgröße:

Bei mehr als zwei Dritteln der Tötungen handelte es sich laut dem von UN-Generalsekretär António Guterres vorgelegten Bericht um "außergerichtliche Tötungen, die von den De-facto-Behörden oder ihren Verbündeten begangen wurden". Mit "De-facto-Behörden" umschreibt die internationale Gemeinschaft die derzeit von keinem Land der Welt anerkannte Taliban-Regierung in Kabul.

Die Taliban wiesen die Vorwürfe am Montag zurück. "Das Islamische Emirat hat seit Verkündung der Amnestie niemanden getötet", erklärte das Innenministerium im Onlinedienst Twitter. Bei den gemeldeten Tötungen handele es sich um Folgen "persönlicher Feindschaften". Die Fälle würden untersucht.

Über die politisch motivierten Tötungen hinaus prangert der UN-Bericht auch weitere massive Menschenrechtsverletzungen durch die Machthaber in Afghanistan an. So seien etwa Menschenrechtsaktivisten und Medienschaffende laut glaubwürdigen Berichten "weiterhin Angriffen, Einschüchterungen, Schikanen, willkürlichen Verhaftungen, Misshandlungen und Tötungen ausgesetzt".

Friedliche Proteste würden von den Taliban verhindert, der Zugang zu Arbeit und Bildung für Frauen und Mädchen sei seit der Machtübernahme der Taliban massiv beschnitten. "Ein komplettes soziales und ökonomisches System wird stillgelegt", beklagte Guterres.

Seit ihrer Rückkehr an die Macht geben sich die radikalislamischen Taliban nach außen moderater als während ihrer brutalen ersten Herrschaft von 1996 bis 2001. International bestehen aber erhebliche Zweifel an der Zusage der Taliban, die Menschenrechte zu schützen. Unter anderem ehemalige Ortskräfte der US-Armee, Bundeswehr und anderer internationaler Truppen oder unabhängiger Organisationen fürchten seit der Machtübernahme der Taliban um ihre Sicherheit.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin von Ende Januar stellte die Bundesregierung bis Mitte des Monats rund 20.400 Aufnahmezusagen für frühere afghanische Ortskräfte und deren Angehörige aus. Hinzu kommen rund 8000 Zusagen für die Aufnahme von besonders gefährdeten Menschen wie Journalisten oder Frauenrechtlerinnen.

Ein wesentlicher Teil dieser Menschen konnte bislang allerdings nicht in Sicherheit gebracht werden. Dem Auswärtigen Amt zufolge reisten seit Mitte Mai mehr als 9300 Afghaninnen und Afghanen in Deutschland ein, "viele" weitere Menschen mit Aufnahmezusage befinden sich demnach in Drittstaaten wie Pakistan. Tausende andere warten indes noch in Afghanistan auf ihre Ausreise.

Zu der prekären Sicherheitslage in Afghanistan hinzu kommt eine schwere humanitäre Krise, die Hälfte der Bevölkerung Afghanistans ist nach UN-Angaben von Ernährungsunsicherheit bedroht. Hintergrund der Krise sind gravierende Ernteausfälle als Folge einer langen Dürre. Hinzu kommt die grassierende Armut seit der Machtübernahme der Taliban. Die meisten bei der öffentlichen Verwaltung angestellten Afghanen wurden seit Monaten nicht mehr bezahlt.

Afghanistan ist seit langem von internationalen Hilfen abhängig. Nach der Machtübernahme der Taliban froren internationale Geber ihre Hilfen an die Behörden in Kabul jedoch ein.

Im Dezember stimmte der UN-Sicherheitsrat dann einstimmig dafür, humanitäre Hilfen für Afghanistan trotz der gegen die Taliban geltenden Sanktionen zuzulassen. Menschenrechts- und Hilfsorganisationen fordern jedoch eine Freigabe weiterer Mittel durch den Westen.

H.Dolezal--TPP