The Prague Post - Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten

EUR -
AED 4.114065
AFN 72.259582
ALL 90.790621
AMD 404.158249
ANG 2.004979
AOA 1027.255243
ARS 1706.277137
AUD 1.605841
AWG 2.019222
AZN 1.908846
BAM 1.955598
BBD 2.254667
BDT 138.445698
BGN 1.95798
BHD 0.422456
BIF 3355.553362
BMD 1.120234
BND 1.430852
BOB 13.181638
BRL 5.562192
BSD 1.119484
BTN 106.219027
BWP 15.421407
BYN 3.28696
BYR 21956.591821
BZD 2.251367
CAD 1.568609
CDF 2594.46299
CHF 0.92428
CLF 0.028078
CLP 1105.065844
CNY 7.480981
CNH 7.472639
COP 3552.732992
CRC 510.847228
CUC 1.120234
CUP 26.866225
CVE 110.25361
CZK 24.330933
DJF 199.339408
DKK 7.473811
DOP 68.662907
DZD 150.487454
EGP 61.701626
ERN 16.803514
ETB 182.080891
FJD 2.506193
FKP 0.837532
GBP 0.83759
GEL 2.901844
GGP 0.837532
GHS 12.979659
GIP 0.837532
GMD 82.897735
GNF 9906.976581
GTQ 8.557116
GYD 234.45578
HKD 8.78527
HNL 30.053895
HRK 7.537165
HTG 146.714844
HUF 366.731529
IDR 20269.350965
ILS 3.478944
IMP 0.837532
INR 106.361208
IQD 1697.024692
IRR 2052689.282929
ISK 136.422562
JEP 0.837532
JMD 177.661647
JOD 0.79429
JPY 175.72038
KES 145.354984
KGS 97.962924
KHR 4573.527541
KMF 492.347215
KPW 1008.210806
KRW 1482.658115
KWD 0.348046
KYD 0.932904
KZT 508.267495
LAK 25190.397759
LBP 100245.344367
LKR 371.711601
LRD 190.860284
LSL 18.546684
LTL 3.307761
LVL 0.677619
LYD 7.169259
MAD 10.995664
MDL 20.205913
MGA 5062.477032
MKD 61.598637
MMK 2352.70217
MNT 4032.758987
MOP 9.043866
MRU 44.738378
MUR 52.830672
MVR 17.319246
MWK 1941.099479
MXN 20.912986
MYR 4.576498
MZN 71.587148
NAD 18.546684
NGN 1492.219693
NIO 41.195744
NOK 10.482469
NPR 169.950444
NZD 1.961367
OMR 0.429016
PAB 1.119384
PEN 3.844503
PGK 5.013482
PHP 71.267107
PKR 309.775499
PLN 4.40251
PYG 6474.331183
QAR 4.080578
RON 5.3545
RSD 117.487863
RUB 91.430555
RWF 1653.929144
SAR 4.204519
SBD 9.045421
SCR 15.663382
SDG 673.825035
SEK 11.125947
SGD 1.430432
SHP 0.837151
SLE 25.709792
SLL 23490.757589
SOS 639.733914
SRD 42.152218
STD 23186.587781
STN 24.497469
SVC 9.794988
SYP 14565.285711
SZL 18.546084
THB 37.830725
TJS 10.315634
TMT 3.932022
TND 3.342755
TOP 2.697255
TRY 55.679905
TTD 7.606214
TWD 36.503734
TZS 2963.693842
UAH 50.679165
UGX 4931.490563
USD 1.120234
UYU 44.895362
UZS 13396.616091
VES 985.569686
VND 28949.654292
VUV 133.391269
WST 3.100456
XAF 655.957
XAG 0.020782
XAU 0.000280356799
XCD 3.02749
XCG 2.017492
XDR 0.792064
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.491333
ZAR 18.566461
ZMK 10083.456786
ZMW 22.506675
ZWL 360.71498
SSP 6436.51929
MXV 2.360302
  • DAX

    -190.1000

    25181.65

    -0.75%

  • SDAX

    -92.0200

    18106.58

    -0.51%

  • Euro STOXX 50

    -18.7900

    6068.22

    -0.31%

  • Goldpreis

    -52.5000

    4007.9

    -1.31%

  • TecDAX

    -36.1300

    4024.3

    -0.9%

  • EUR/USD

    -0.0018

    1.1204

    -0.16%

  • MDAX

    -209.5600

    29876.31

    -0.7%

Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten
Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten / Foto: - - AFP

Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten

Bei israelischen Angriffen auf ein Krankenhaus im Gazastreifen sind am Montag nach Angaben des Hamas-Zivilschutzes fünf Journalisten und 15 weitere Menschen getötet worden. Unter ihnen waren Mitarbeiter der Nachrichtenagenturen Associated Press (AP) und Reuters sowie des katarischen Senders Al-Dschasira. Die Angriffe lösten international Erschütterung aus. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem "tragischen Missgeschick". Wenige Stunden nach den ersten Angriffen wurde bei Schüssen einige Kilometer entfernt ein weiterer Journalist getötet.

Textgröße:

Die Agentur Reuters mit Sitz in London zeigte sich "am Boden zerstört" über die Tötung ihres Videoreporters Hussam al-Masri. Al-Masri sei bei israelischen Angriffen auf das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden, als er vor dem Krankenhaus einen Livestream sendete. Die Übertragung sei "mit dem ersten Angriff plötzlich abgebrochen". Ein weiterer Mitarbeiter, Hatem Chaled, sei verletzt worden.

AP äußerte sich "schockiert und traurig" über den Tod einer freien Mitarbeiterin. Die 33-jährige Fotojournalistin Mariam Dagga hatte demnach seit Beginn des Krieges für AP berichtet. Einer früheren Erklärung zufolge war Dagga zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Auftrag der Nachrichtenagentur unterwegs.

Der katarische Sender Al-Dschasira hatte zuvor bereits den Tod eines seiner Journalisten, Mohammed Salama, bekannt gegeben. Der Sender verurteilte den Angriff "aufs Schärfste" und warf der israelischen Armee vor, "die Journalisten direkt ins Visier genommen und ermordet" zu haben.

Die palästinensische Journalistengewerkschaft sowie die Organisation der Auslandspresse in Israel (FPA) nannten als weitere Opfer Moas Abu Taha und Ahmad Abu Asis. Abu Taha arbeitete nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP mit palästinensischen und internationalen Medien zusammen.

Wenige Stunden später teilten die Gewerkschaft und das Nasser-Krankenhaus mit, bei einem späteren Angriff sei ein weiterer Journalist getötet worden. Hassan Duhan starb demnach bei einem Schussangriff israelischer Soldaten in Al Mawasi, wenige Kilometer vom Krankenhaus entfernt.

"Israel bedauert zutiefst das tragische Missgeschick, das heute im Nasser-Krankenhaus in Gaza passiert ist," hieß es in einer Erklärung Netanjahus. Er fügte hinzu: "Israel schätzt die Arbeit von Journalisten, medizinischem Personal und allen Zivilisten."

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie werde den Vorfall am Krankenhaus untersuchen. Israelische Soldaten hätten einen Angriff in der Gegend des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis ausgeführt. "Journalisten als solche" würden nicht ins Visier genommen.

Der Hamas-Zivilschutz warf Israel vor, mit einer Drohne eines der Krankenhausgebäude angegriffen zu haben. Während Verletzte aus dem Gebäude getragen wurden, habe die Armee im Anschluss aus der Luft angegriffen, sagte Hamas-Sprecher Mahmud Bassal. Der Organisation FPA zufolge gab es "keine Vorwarnung". Die Angriffe hätten eine Treppe außerhalb des Krankenhauses getroffen, "wo sich Journalisten häufig mit ihren Kameras aufstellen".

Der Gazastreifen ist für ausländische Medien nur stark eingeschränkt zugänglich, AFP kann die Details deshalb nicht unabhängig überprüfen. Auf Videos von AFP-Reportern waren nach dem Angriff Rauch und Trümmerteile vor dem Krankenhaus zu sehen. Helfer trugen die Leichen der Opfer und abgetrennte Körperteile aus dem Gebäude. Später trugen sie einige der getöteten Journalisten in weiße Tücher gehüllt und mit ihren blauen Pressewesten zu ihren Gräbern.

Das Auswärtige Amt äußerte sich "schockiert" über die Tötung der Journalisten. Auch der britsche Außenminister David Lammy und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigten sich erschüttert. Der Chef des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA), Philippe Lazzarini, forderte Staaten weltweit zum Handeln auf. "Die Gleichgültigkeit und Untätigkeit der Welt sind erschreckend", erklärte er im Onlinedienst X.

Vor rund zwei Wochen waren bei einem israelischen Angriff bereits vier Journalisten und zwei freie Mitarbeiter des Senders Al-Dschasira getötet worden, darunter der Reporter Anas al-Scharif. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen sowie die UNO verurteilten die Tötung der Journalisten scharf. Israel hatte al-Scharif vorgeworfen, er sei ein "aktives Mitglied" der islamistischen Hamas.

Die Hamas und mit ihr verbündete militante Palästinensergruppen hatten den Krieg mit ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 49 Menschen von der Hamas festgehalten, mindestens 27 von ihnen sind nach israelischen Angaben tot.

Israel greift seither massiv militärisch im Gazastreifen an. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden mehr als 62.700 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden, UN-Experten schätzen sie aber als glaubhaft ein. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten und Reporter ohne Grenzen sind unter den getöteten Menschen rund 200 Journalisten.

E.Cerny--TPP