The Prague Post - Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten

EUR -
AED 4.253726
AFN 75.875393
ALL 92.953374
AMD 423.71683
ANG 2.073044
AOA 1063.28755
ARS 1724.953294
AUD 1.632659
AWG 2.086325
AZN 1.963118
BAM 1.959336
BBD 2.331749
BDT 142.107694
BGN 1.964842
BHD 0.436614
BIF 3461.05546
BMD 1.158265
BND 1.480862
BOB 13.49235
BRL 6.050202
BSD 1.157759
BTN 110.412265
BWP 15.597091
BYN 3.521368
BYR 22702.001113
BZD 2.328302
CAD 1.607226
CDF 2632.737426
CHF 0.939753
CLF 0.026891
CLP 1058.38811
CNY 7.810414
CNH 7.809054
COP 3616.567769
CRC 520.871514
CUC 1.158265
CUP 30.694032
CVE 110.469136
CZK 24.215217
DJF 206.15205
DKK 7.475833
DOP 67.766396
DZD 153.80013
EGP 58.238162
ERN 17.37398
ETB 187.270774
FJD 2.563762
FKP 0.858248
GBP 0.854682
GEL 3.022627
GGP 0.858248
GHS 12.676878
GIP 0.858248
GMD 85.135415
GNF 10169.792798
GTQ 8.833018
GYD 242.157029
HKD 9.08947
HNL 31.035887
HRK 7.544014
HTG 151.432447
HUF 362.706141
IDR 20625.231317
ILS 3.422794
IMP 0.858248
INR 110.768333
IQD 1516.628772
IRR 1592137.0912
ISK 142.212157
JEP 0.858248
JMD 183.341964
JOD 0.821191
JPY 184.175195
KES 149.705497
KGS 101.290588
KHR 4684.454202
KMF 494.579371
KPW 1042.439167
KRW 1635.705898
KWD 0.357418
KYD 0.9648
KZT 537.211992
LAK 26128.154414
LBP 103668.79478
LKR 385.248554
LRD 210.131932
LSL 18.728662
LTL 3.420056
LVL 0.700623
LYD 7.371686
MAD 10.737935
MDL 20.075444
MGA 4983.994794
MKD 61.644978
MMK 2431.678398
MNT 4166.665659
MOP 9.357087
MRU 46.492308
MUR 54.544111
MVR 17.895259
MWK 2007.422868
MXN 19.691206
MYR 4.732905
MZN 74.024601
NAD 18.7285
NGN 1574.870124
NIO 42.609105
NOK 10.926508
NPR 176.670521
NZD 1.964517
OMR 0.445354
PAB 1.157689
PEN 3.904849
PGK 5.200655
PHP 71.129657
PKR 321.560766
PLN 4.304392
PYG 6948.540279
QAR 4.220435
RON 5.239294
RSD 117.303349
RUB 97.58812
RWF 1702.475408
SAR 4.351863
SBD 9.322395
SCR 16.035643
SDG 695.539761
SEK 11.005725
SGD 1.480518
SHP 0.858119
SLE 28.379265
SLL 24288.244632
SOS 661.634061
SRD 43.984552
STD 23973.754484
STN 24.545782
SVC 10.129719
SYP 15059.76614
SZL 18.726929
THB 38.350744
TJS 10.690994
TMT 4.065511
TND 3.394226
TOP 2.788825
TRY 55.463768
TTD 7.84363
TWD 37.024004
TZS 3069.400883
UAH 51.790852
UGX 4301.022142
USD 1.158265
UYU 46.385917
UZS 13781.991842
VES 891.990699
VND 30286.901842
VUV 137.384166
WST 3.166299
XAF 657.142969
XAG 0.017742
XAU 0.000264
XCD 3.13027
XCG 2.086492
XDR 0.818954
XOF 657.177074
XPF 119.331742
YER 274.732707
ZAR 18.7372
ZMK 10425.777461
ZMW 21.879487
ZWL 372.960974
  • Goldpreis

    26.4000

    4446.8

    +0.59%

  • MDAX

    199.5300

    32464.39

    +0.61%

  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • SDAX

    80.4400

    18633.51

    +0.43%

  • DAX

    140.5700

    26440.31

    +0.53%

  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • EUR/USD

    0.0051

    1.1582

    +0.44%

Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten
Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten / Foto: - - AFP

Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten

Bei israelischen Angriffen auf ein Krankenhaus im Gazastreifen sind am Montag nach Angaben des Hamas-Zivilschutzes fünf Journalisten und 15 weitere Menschen getötet worden. Unter ihnen waren Mitarbeiter der Nachrichtenagenturen Associated Press (AP) und Reuters sowie des katarischen Senders Al-Dschasira. Die Angriffe lösten international Erschütterung aus. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem "tragischen Missgeschick". Wenige Stunden nach den ersten Angriffen wurde bei Schüssen einige Kilometer entfernt ein weiterer Journalist getötet.

Textgröße:

Die Agentur Reuters mit Sitz in London zeigte sich "am Boden zerstört" über die Tötung ihres Videoreporters Hussam al-Masri. Al-Masri sei bei israelischen Angriffen auf das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden, als er vor dem Krankenhaus einen Livestream sendete. Die Übertragung sei "mit dem ersten Angriff plötzlich abgebrochen". Ein weiterer Mitarbeiter, Hatem Chaled, sei verletzt worden.

AP äußerte sich "schockiert und traurig" über den Tod einer freien Mitarbeiterin. Die 33-jährige Fotojournalistin Mariam Dagga hatte demnach seit Beginn des Krieges für AP berichtet. Einer früheren Erklärung zufolge war Dagga zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Auftrag der Nachrichtenagentur unterwegs.

Der katarische Sender Al-Dschasira hatte zuvor bereits den Tod eines seiner Journalisten, Mohammed Salama, bekannt gegeben. Der Sender verurteilte den Angriff "aufs Schärfste" und warf der israelischen Armee vor, "die Journalisten direkt ins Visier genommen und ermordet" zu haben.

Die palästinensische Journalistengewerkschaft sowie die Organisation der Auslandspresse in Israel (FPA) nannten als weitere Opfer Moas Abu Taha und Ahmad Abu Asis. Abu Taha arbeitete nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP mit palästinensischen und internationalen Medien zusammen.

Wenige Stunden später teilten die Gewerkschaft und das Nasser-Krankenhaus mit, bei einem späteren Angriff sei ein weiterer Journalist getötet worden. Hassan Duhan starb demnach bei einem Schussangriff israelischer Soldaten in Al Mawasi, wenige Kilometer vom Krankenhaus entfernt.

"Israel bedauert zutiefst das tragische Missgeschick, das heute im Nasser-Krankenhaus in Gaza passiert ist," hieß es in einer Erklärung Netanjahus. Er fügte hinzu: "Israel schätzt die Arbeit von Journalisten, medizinischem Personal und allen Zivilisten."

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie werde den Vorfall am Krankenhaus untersuchen. Israelische Soldaten hätten einen Angriff in der Gegend des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis ausgeführt. "Journalisten als solche" würden nicht ins Visier genommen.

Der Hamas-Zivilschutz warf Israel vor, mit einer Drohne eines der Krankenhausgebäude angegriffen zu haben. Während Verletzte aus dem Gebäude getragen wurden, habe die Armee im Anschluss aus der Luft angegriffen, sagte Hamas-Sprecher Mahmud Bassal. Der Organisation FPA zufolge gab es "keine Vorwarnung". Die Angriffe hätten eine Treppe außerhalb des Krankenhauses getroffen, "wo sich Journalisten häufig mit ihren Kameras aufstellen".

Der Gazastreifen ist für ausländische Medien nur stark eingeschränkt zugänglich, AFP kann die Details deshalb nicht unabhängig überprüfen. Auf Videos von AFP-Reportern waren nach dem Angriff Rauch und Trümmerteile vor dem Krankenhaus zu sehen. Helfer trugen die Leichen der Opfer und abgetrennte Körperteile aus dem Gebäude. Später trugen sie einige der getöteten Journalisten in weiße Tücher gehüllt und mit ihren blauen Pressewesten zu ihren Gräbern.

Das Auswärtige Amt äußerte sich "schockiert" über die Tötung der Journalisten. Auch der britsche Außenminister David Lammy und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigten sich erschüttert. Der Chef des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA), Philippe Lazzarini, forderte Staaten weltweit zum Handeln auf. "Die Gleichgültigkeit und Untätigkeit der Welt sind erschreckend", erklärte er im Onlinedienst X.

Vor rund zwei Wochen waren bei einem israelischen Angriff bereits vier Journalisten und zwei freie Mitarbeiter des Senders Al-Dschasira getötet worden, darunter der Reporter Anas al-Scharif. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen sowie die UNO verurteilten die Tötung der Journalisten scharf. Israel hatte al-Scharif vorgeworfen, er sei ein "aktives Mitglied" der islamistischen Hamas.

Die Hamas und mit ihr verbündete militante Palästinensergruppen hatten den Krieg mit ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 49 Menschen von der Hamas festgehalten, mindestens 27 von ihnen sind nach israelischen Angaben tot.

Israel greift seither massiv militärisch im Gazastreifen an. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden mehr als 62.700 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden, UN-Experten schätzen sie aber als glaubhaft ein. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten und Reporter ohne Grenzen sind unter den getöteten Menschen rund 200 Journalisten.

E.Cerny--TPP