The Prague Post - Taliban feiern vierten Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan

EUR -
AED 4.289452
AFN 79.854676
ALL 97.622391
AMD 446.293796
ANG 2.090452
AOA 1071.049114
ARS 1558.081834
AUD 1.788012
AWG 2.105306
AZN 1.985049
BAM 1.95665
BBD 2.351821
BDT 141.991658
BGN 1.956918
BHD 0.440376
BIF 3482.912402
BMD 1.167992
BND 1.498451
BOB 8.068504
BRL 6.324093
BSD 1.167707
BTN 102.22639
BWP 15.689813
BYN 3.969023
BYR 22892.646789
BZD 2.34842
CAD 1.605791
CDF 3352.137754
CHF 0.93642
CLF 0.02883
CLP 1130.99027
CNY 8.355802
CNH 8.314539
COP 4702.978925
CRC 589.455962
CUC 1.167992
CUP 30.951793
CVE 110.312902
CZK 24.532569
DJF 207.930291
DKK 7.464463
DOP 73.481908
DZD 151.518229
EGP 56.656144
ERN 17.519883
ETB 167.365176
FJD 2.635458
FKP 0.867356
GBP 0.864653
GEL 3.147707
GGP 0.867356
GHS 13.369806
GIP 0.867356
GMD 83.489841
GNF 10123.395933
GTQ 8.950887
GYD 244.296082
HKD 9.103921
HNL 30.565273
HRK 7.534245
HTG 152.786345
HUF 396.661563
IDR 19101.285763
ILS 3.883808
IMP 0.867356
INR 102.30683
IQD 1529.764277
IRR 49128.736002
ISK 142.997183
JEP 0.867356
JMD 186.250877
JOD 0.828132
JPY 171.50739
KES 151.091748
KGS 102.031474
KHR 4680.032234
KMF 494.64548
KPW 1051.169438
KRW 1617.972535
KWD 0.356927
KYD 0.973023
KZT 627.772601
LAK 25337.002213
LBP 104563.705221
LKR 353.073317
LRD 234.111659
LSL 20.630058
LTL 3.448778
LVL 0.706507
LYD 6.337752
MAD 10.527972
MDL 19.45945
MGA 5135.229897
MKD 61.566734
MMK 2452.398988
MNT 4200.916985
MOP 9.374871
MRU 46.619244
MUR 53.739005
MVR 17.991347
MWK 2024.679187
MXN 21.786266
MYR 4.917545
MZN 74.631746
NAD 20.630058
NGN 1793.673999
NIO 42.968658
NOK 11.758884
NPR 163.562024
NZD 1.984775
OMR 0.449097
PAB 1.167707
PEN 4.1463
PGK 4.941146
PHP 66.49963
PKR 331.089171
PLN 4.264048
PYG 8439.664798
QAR 4.268153
RON 5.071769
RSD 117.128591
RUB 94.026181
RWF 1690.734176
SAR 4.382459
SBD 9.589588
SCR 16.584534
SDG 701.374775
SEK 11.075246
SGD 1.497804
SHP 0.917858
SLE 27.202247
SLL 24492.209713
SOS 667.289761
SRD 44.986968
STD 24175.080023
STN 24.510643
SVC 10.217437
SYP 15185.733327
SZL 20.625957
THB 37.703056
TJS 10.999376
TMT 4.099653
TND 3.416183
TOP 2.735556
TRY 48.058321
TTD 7.925442
TWD 35.631006
TZS 2928.305885
UAH 48.136102
UGX 4148.801555
USD 1.167992
UYU 46.730292
UZS 14494.29393
VES 168.416011
VND 30805.793829
VUV 140.062109
WST 3.126287
XAF 656.241963
XAG 0.02993
XAU 0.000342
XCD 3.156558
XCG 2.104414
XDR 0.816154
XOF 656.241963
XPF 119.331742
YER 280.493412
ZAR 20.660485
ZMK 10513.335107
ZMW 27.351877
ZWL 376.093006
  • EUR/USD

    -0.0018

    1.1666

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    3.6600

    5396.73

    +0.07%

  • DAX

    -6.2900

    24039.92

    -0.03%

  • SDAX

    15.1900

    16964.16

    +0.09%

  • MDAX

    -124.4700

    30358.46

    -0.41%

  • TecDAX

    -4.3100

    3743.17

    -0.12%

  • Goldpreis

    -3.2000

    3471.1

    -0.09%

Taliban feiern vierten Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan
Taliban feiern vierten Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan / Foto: Atif ARYAN - AFP

Taliban feiern vierten Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan

Die radikalislamischen Taliban haben den vierten Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan gefeiert. "Unser Volk wurde mit islamischen Gesetzen vor Korruption, Unterdrückung, Usurpation, Drogen, Diebstahl, Plünderung und Raub gerettet", hieß es in einer am Freitag bei den Feierlichkeiten in Kabul verlesenen Erklärung des Taliban-Chefs Haibatullah Achundsada. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte indes eine Achtung der Menschenrechte und insbesondere der Frauenrechte in dem Land.

Textgröße:

In Kabul warfen Helikopter Blumenblätter ab, während Taliban-Mitglieder und -Anhänger die schwarz-weiße Flagge des "Islamischen Emirats Afghanistan" schwenkten. Einige trugen gelbe Benzinkanister mit sich - ein übliches Gefäß für hausgemachten Sprengsätze während der früheren Kämpfe gegen die westlichen Truppen im Land.

Wadephul bezeichnete den 15. August 2021 als "eine schwere Zäsur" für Frauen und Mädchen und den "Beginn eines Lebens ohne Freiheit, ohne Perspektive auf Bildung und Arbeit". Seitdem seien die Frauenrechte und Rechte von Minderheiten immer mehr beschnitten worden. "Eine Rückkehr in die internationale Gemeinschaft kann es nur geben, wenn die Taliban endlich internationale Verpflichtungen, insbesondere die Menschenrechte der Afghaninnen und Afghanen, achten", betonte der Minister.

Wadephul verwies auch auf die prekäre humanitäre Lage vieler Menschen in dem Land: "Mehr als die Hälfte der Bevölkerung – rund 23 Millionen Menschen – hat nicht ausreichend Zugang zu Nahrung, Trinkwasser oder medizinischer Versorgung." Deutschland leiste humanitäre Nothilfe in Afghanistan "wo immer es geht" - und zwar fernab der De-facto-Regierung und ausschließlich über Organisationen wie die UNO.

International bleiben die Taliban bislang weitgehend isoliert. Einzig Russland erkennt die Taliban als legitime Machthaber Afghanistans an. Die Taliban-Behörden hoffen, dass der Entscheidung Moskaus vom Juli weitere Staaten folgen werden. Zu China, Katar und mehreren zentralasiatischen Staaten unterhalten die Taliban enge Beziehungen. Nach Angaben aus Kabul führten die Taliban zudem bereits Gespräche mit Vertretern mehrerer westlicher Staaten, darunter der USA, Großbritanniens und Norwegens.

Mit Blick auf die Situation der noch in Pakistan verbliebenen Menschen aus den Aufnahmeprogrammen der Bundesregierung äußerte Wadephul "große Sorge". "Vielen von ihnen droht die Abschiebung. Wir stehen mit der pakistanischen Regierung deshalb hochrangig in Kontakt, um den Schutz dieser Menschen zu gewährleisten und denjenigen, die in den letzten Tagen entweder abgeschoben oder verhaftet wurden, schnell zu helfen", erklärte Wadephul.

Die Bundesregierung hatte nach der Machtübernahme der Taliban Aufnahmeprogramme gestartet, um besonders stark gefährdeten Afghaninnen und Afghanen dauerhaft eine Aufnahme in Deutschland aus humanitären Gründen zu ermöglichen. Pakistan hat jedoch Afghaninnen und Afghanen mit deutschen Aufnahmezusagen festgenommen und teilweise auch schon in ihr Heimatland abgeschoben.

Nach Angaben der Initiative Kabul Luftbrücke, die sich für die Evakuierung bedrohter Afghaninnen und Afghanen einsetzt, befinden sich etwa 2300 Menschen mit rechtlich bindenden Aufnahmezusagen in Pakistan. Darunter sind demnach rund 1700 Frauen und Kinder. Sie alle warten auf die Ausreise nach Deutschland.

Hilfsorganisationen erhöhten am Freitag den Druck auf die Bundesregierung, damit sie Afghaninnen und Afghanen mit Aufnahmezusagen aus Pakistan nach Deutschland holt. Pro Asyl und das Patenschaftsnetzwerk Ortskräfte stellten bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gegen Wadephul und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wegen unterlassener Hilfeleistung.

"Von den pakistanischen Behörden abgeschobenen Afghanen und Afghaninnen drohen willkürliche Inhaftierung, Misshandlungen oder gar Hinrichtungen", erklärte die rechtspolitische Sprecherin von Pro Asyl, Wiebke Judith. "Diese Abschiebungen und die Gefährdung der Menschen sind Resultat deutschen Regierungshandelns. Statt den Menschen endlich die durch die Aufnahmezusagen versprochenen Visa zu erteilen, haben die deutschen Verantwortlichen sie immer weiter hingehalten, obwohl das Risiko der Abschiebungen bekannt war."

A.Novak--TPP