The Prague Post - Hilfsorganisation: Flug mit Afghanen in Hannover gelandet

EUR -
AED 4.194362
AFN 73.094756
ALL 93.997136
AMD 420.523252
ANG 2.044819
AOA 1047.87657
ARS 1700.586692
AUD 1.652009
AWG 2.058635
AZN 1.935388
BAM 1.957325
BBD 2.299982
BDT 140.797852
BGN 1.931154
BHD 0.430565
BIF 3409.168063
BMD 1.1421
BND 1.477345
BOB 7.908092
BRL 5.965983
BSD 1.141885
BTN 108.995537
BWP 15.48593
BYN 3.312852
BYR 22385.157128
BZD 2.296679
CAD 1.621371
CDF 2565.156538
CHF 0.918957
CLF 0.026849
CLP 1056.715829
CNY 7.753832
CNH 7.754721
COP 3847.334671
CRC 519.702645
CUC 1.1421
CUP 30.265646
CVE 110.612769
CZK 24.202579
DJF 202.973401
DKK 7.474472
DOP 67.498538
DZD 152.258657
EGP 56.066139
ERN 17.131498
ETB 180.625487
FJD 2.58166
FKP 0.860146
GBP 0.856348
GEL 3.009416
GGP 0.860146
GHS 13.025663
GIP 0.860146
GMD 82.80023
GNF 10021.92659
GTQ 8.711673
GYD 238.865063
HKD 8.957535
HNL 29.991685
HRK 7.532609
HTG 149.365068
HUF 354.43527
IDR 20597.542437
ILS 3.419047
IMP 0.860146
INR 109.101886
IQD 1496.721858
IRR 1571472.293475
ISK 143.51652
JEP 0.860146
JMD 179.349738
JOD 0.809737
JPY 184.386879
KES 147.650165
KGS 99.876863
KHR 4579.820353
KMF 492.244772
KPW 1027.890268
KRW 1766.223156
KWD 0.348661
KYD 0.951633
KZT 542.217715
LAK 25206.144028
LBP 102275.042116
LKR 383.281918
LRD 207.57634
LSL 18.581415
LTL 3.372324
LVL 0.690845
LYD 7.32657
MAD 10.714609
MDL 20.22358
MGA 4888.18764
MKD 61.62341
MMK 2397.560999
MNT 4093.502537
MOP 9.225607
MRU 45.752413
MUR 53.987316
MVR 17.656654
MWK 1983.827516
MXN 19.96611
MYR 4.648462
MZN 72.991699
NAD 18.604391
NGN 1565.023624
NIO 41.783701
NOK 11.261579
NPR 174.396115
NZD 2.006978
OMR 0.439156
PAB 1.14188
PEN 3.885397
PGK 5.01325
PHP 70.26255
PKR 317.646558
PLN 4.289442
PYG 6939.406756
QAR 4.162929
RON 5.234277
RSD 117.361017
RUB 88.513151
RWF 1673.176285
SAR 4.30252
SBD 9.203658
SCR 15.143761
SDG 685.82765
SEK 11.070882
SGD 1.476633
SHP 0.852693
SLE 27.810268
SLL 23949.267062
SOS 652.70485
SRD 42.996612
STD 23639.161076
STN 24.897777
SVC 9.991785
SYP 126.238693
SZL 18.582148
THB 37.992529
TJS 10.562784
TMT 4.00877
TND 3.342353
TOP 2.749903
TRY 53.373636
TTD 7.747002
TWD 36.48564
TZS 2998.009849
UAH 51.173318
UGX 4185.242559
USD 1.1421
UYU 45.83511
UZS 13608.119812
VES 729.691331
VND 30025.805147
VUV 137.048697
WST 3.163211
XAF 656.465603
XAG 0.018696
XAU 0.000277
XCD 3.086582
XCG 2.057967
XDR 0.816622
XOF 656.130886
XPF 119.331742
YER 270.734571
ZAR 18.581405
ZMK 10280.269652
ZMW 20.811032
ZWL 367.755687
  • EUR/USD

    0.0011

    1.1447

    +0.1%

  • Euro STOXX 50

    77.9700

    6360.47

    +1.23%

  • DAX

    540.6000

    25580.88

    +2.11%

  • TecDAX

    -1.4300

    3887.74

    -0.04%

  • MDAX

    488.2200

    32544.86

    +1.5%

  • SDAX

    33.5800

    18229.17

    +0.18%

  • Goldpreis

    67.1000

    4192.8

    +1.6%

Hilfsorganisation: Flug mit Afghanen in Hannover gelandet
Hilfsorganisation: Flug mit Afghanen in Hannover gelandet / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Hilfsorganisation: Flug mit Afghanen in Hannover gelandet

Deutschland hat eine weitere Gruppe ehemaliger afghanischer Ortskräfte aufgenommen. Am Montag landete ein Flugzeug mit 46 Afghaninnen und Afghanen in Hannover, wie die Hilfsorganisation Kabul Luftbrücke mitteilte. Sie sollten in die Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland gebracht werden. Eine weitere Afghanin wurde für den Abend erwartet - sie hatte nach einem Zwischenstopp in Istanbul den Anschluss nach Hannover verpasst.

Textgröße:

Die Einreise der Afghaninnen und Afghanen wurde erst nach juristischer Intervention möglich. Nach dem Regierungswechsel in Berlin hatte die neue unionsgeführte Bundesregierung die Aufnahmen stark eingeschränkt. Alle der nun in Hannover Angekommenen hätten zuvor den Rechtsweg in Deutschland beschritten, um ihre Einreise zu ermöglichen, erklärte die Hilfsorganisation Kabul Luftbrücke.

Die Afghaninnen und Afghanen hätten dabei alle in der ersten und teilweise auch in der zweiten Instanz Recht bekommen, sagte die Sprecherin von Kabul Luftbrücke. In einigen Fällen habe das Auswärtige Amt keine Beschwerde gegen die Urteile eingelegt oder die Beschwerde zurückgenommen.

Laut Kabul Luftbrücke kommen die meisten der Passagiere aus den Bereichen Politik, Justiz, Journalismus und Medien. Auch seine Militärärztin sei an Bord. Den Angaben zufolge handele es sich insgesamt um zehn Familien, überwiegend um Frauen und Kinder. Acht Frauen und zwei Männer seien so genannte Hauptantragsteller, bei dem Rest handle es sich um Familienangehörige.

Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, einzelne nach Pakistan geflohene Afghaninnen und Afghanen doch noch aufzunehmen. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, Aufnahmeprogramme weitgehend einzustellen. Gerichte hatten aber den Aufnahmeanspruch von Menschen mit verbindlicher Zusage festgestellt.

Das Bundesinnenministerium betonte trotzdem, dass alle Aufgenommenen eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen müssten. Ein Ministeriumssprecher sagte am Montag, "dass diese Prüfungen mit aller Sorgfalt gemacht werden müssen und dass diese einige Zeit in Anspruch nehmen".

Mehr als 90 Prozent derjenigen, die noch nach Deutschland kommen wollen, hätten "noch nicht alle schritte im Aufnahmeverfahren bewältigt", sagte der Sprecher. "Wenn eine Rechtsverbindlichkeit vorliegt und die Sicherheitsprüfung durchlaufen sind, dann ist es auch möglich, dass die Menschen sukzessive nach Deutschland einreisen können."

Das Auswärtige Amt geht nach Angaben vom Montag davon aus, dass noch rund 2300 Afghaninnen und Afghanen auf Ausreise nach Deutschland warteten. 2100 von ihnen seien in Pakistan, der Rest in Afghanistan. Es gelte, "dass an einer Rückreise gearbeitet wird", sagte ein Sprecher.

Mehrere Dutzend von ihnen versuchten, ihre Einreise über Gerichtsentscheidungen in Deutschland zu ermöglichen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bezifferte die Zahl der anhängigen Eilverfahren auf etwa 85, diese Zahl schwanke allerdings stark.

Die radikalislamischen Taliban hatten im August 2021 die Macht in dem Land übernommen. Seither gibt es dort schwere Menschenrechtsverletzungen, von denen insbesondere Frauen betroffen sind. Gleichwohl hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Aufnahmeprogramme "soweit wie möglich" zu beenden.

Im Rahmen dieser Programme erhielten Menschen Aufnahmezusagen, die vor der Machtübernahme der Taliban für die Bundeswehr oder andere Institutionen gearbeitet hatten oder die aus anderen Gründen als besonders gefährdet eingestuft wurden - etwa Frauenrechtlerinnen oder Menschenrechtsaktivisten.

Der Obmann der Union im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, Roderich Kiesewetter (CDU), forderte von der Bundesregierung, allen Ortskräften aus Afghanistan mit einer Aufnahmezusage die Einreise nach Deutschland zu erlauben. Das sei ein "Zeichen der Verlässlichkeit", sagte Kiesewetter am Montag im RBB-Inforadio.

Wenn Verlässlichkeit fehle, könnte das Auswirkungen auf künftige Auslandseinsätze der Bundeswehr haben: "Stellen Sie sich vor, wir stellen dann wieder Ortskräfte für unsere Bundeswehr ein und dann gilt hinterher keine Schutzzusage, wenn so ein Einsatz schiefgeht", sagte Kiesewetter. Das sei genau das, was in Afghanistan geschehen sei.

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) kritisierte die Bundesregierung für ihre Rhetorik rund um die Afghanistan-Flüge. Das Versprechen, es würden keine Flieger mehr aus Afghanistan kommen, sei "schlimmes Wahlkampfgetöse" gewesen, sagte Nouripour dem Sender Welt TV. Dass von Gerichten angeordnet nun doch Flüge kämen, hätte die Regierung bei einer differenzierteren Betrachtung der Afghanistan-Problematik "deutlich einfacher und ohne diese Niederlage" haben können.

R.Krejci--TPP