The Prague Post - Anerkennung von Palästinenserstaat: Gipfel in New York zur Zweistaatenlösung

EUR -
AED 4.290606
AFN 75.353131
ALL 95.69147
AMD 437.312615
ANG 2.091506
AOA 1071.336666
ARS 1601.3866
AUD 1.66074
AWG 2.10295
AZN 1.98787
BAM 1.953185
BBD 2.352051
BDT 143.617098
BGN 1.95518
BHD 0.440946
BIF 3473.035128
BMD 1.168306
BND 1.489499
BOB 8.069162
BRL 5.876692
BSD 1.167836
BTN 108.925694
BWP 15.741856
BYN 3.332624
BYR 22898.793058
BZD 2.348645
CAD 1.617677
CDF 2687.10322
CHF 0.924016
CLF 0.026674
CLP 1049.828245
CNY 7.977187
CNH 7.98277
COP 4261.231727
CRC 539.575259
CUC 1.168306
CUP 30.960103
CVE 110.117094
CZK 24.37666
DJF 207.950687
DKK 7.472612
DOP 70.215989
DZD 154.634622
EGP 62.087046
ERN 17.524587
ETB 183.245071
FJD 2.588851
FKP 0.868311
GBP 0.870616
GEL 3.142484
GGP 0.868311
GHS 12.874652
GIP 0.868311
GMD 85.870135
GNF 10247.236233
GTQ 8.934038
GYD 244.321835
HKD 9.149995
HNL 31.019468
HRK 7.532058
HTG 152.924596
HUF 366.917405
IDR 20074.998016
ILS 3.58025
IMP 0.868311
INR 109.038561
IQD 1529.851698
IRR 1537636.429519
ISK 143.210707
JEP 0.868311
JMD 184.353172
JOD 0.828343
JPY 186.720377
KES 151.295264
KGS 102.168535
KHR 4676.718378
KMF 490.688835
KPW 1051.474745
KRW 1740.711322
KWD 0.361077
KYD 0.973193
KZT 555.004535
LAK 25753.408827
LBP 104575.936875
LKR 368.515022
LRD 214.871391
LSL 19.301457
LTL 3.449703
LVL 0.706696
LYD 7.419035
MAD 10.848828
MDL 19.957194
MGA 4847.489005
MKD 61.568627
MMK 2453.79048
MNT 4174.794268
MOP 9.419648
MRU 46.600408
MUR 54.361744
MVR 18.061669
MWK 2024.98011
MXN 20.319197
MYR 4.643943
MZN 74.724681
NAD 19.301457
NGN 1588.218485
NIO 42.972465
NOK 11.099548
NPR 174.280911
NZD 2.007897
OMR 0.449217
PAB 1.167831
PEN 3.959499
PGK 5.132129
PHP 70.386879
PKR 325.726894
PLN 4.25424
PYG 7486.975771
QAR 4.2573
RON 5.091946
RSD 117.376158
RUB 88.996853
RWF 1710.202909
SAR 4.384394
SBD 9.414381
SCR 16.276991
SDG 702.151746
SEK 10.890187
SGD 1.491068
SHP 0.872258
SLE 28.769518
SLL 24498.788378
SOS 667.403564
SRD 43.751837
STD 24181.570603
STN 24.467241
SVC 10.218275
SYP 129.131123
SZL 19.287094
THB 37.731652
TJS 11.07073
TMT 4.094912
TND 3.407937
TOP 2.813
TRY 52.249847
TTD 7.930348
TWD 37.156211
TZS 3030.648273
UAH 50.734472
UGX 4362.159553
USD 1.168306
UYU 47.126902
UZS 14164.97405
VES 555.924051
VND 30776.678853
VUV 139.389829
WST 3.19472
XAF 655.077121
XAG 0.015749
XAU 0.000248
XCD 3.157405
XCG 2.104673
XDR 0.815263
XOF 655.077121
XPF 119.331742
YER 277.063503
ZAR 19.382314
ZMK 10516.126215
ZMW 22.217159
ZWL 376.193981
  • Euro STOXX 50

    -22.5500

    5903.56

    -0.38%

  • MDAX

    -164.8600

    30217.42

    -0.55%

  • Goldpreis

    -59.9000

    4727.5

    -1.27%

  • DAX

    -59.3900

    23744.56

    -0.25%

  • TecDAX

    -25.1000

    3506.51

    -0.72%

  • SDAX

    -22.8800

    17234.75

    -0.13%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1714

    -0.13%

Anerkennung von Palästinenserstaat: Gipfel in New York zur Zweistaatenlösung
Anerkennung von Palästinenserstaat: Gipfel in New York zur Zweistaatenlösung / Foto: ANGELA WEISS - AFP

Anerkennung von Palästinenserstaat: Gipfel in New York zur Zweistaatenlösung

Kurz vor Beginn der UN-Generaldebatte in New York wächst der Druck auf Israel, im Nahost-Konflikt doch noch eine Verhandlungslösung mit den Palästinensern zu suchen: Bei einem Gipfel zur Zweistaatenlösung am Montag ab 21.00 Uhr MESZ wollen Frankreich und weitere Länder offiziell ihre Anerkennung eines palästinensischen Staats verkünden. Großbritannien, Kanada, Australien und Portugal hatten dies bereits am Sonntag getan. Der Schritt wird von Israel scharf kritisiert. Deutschland will eine Anerkennung erst am Ende eines Verhandlungsprozesses. Ein solcher Prozess müsse allerdings "jetzt beginnen", erklärte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor seiner Abreise nach New York.

Textgröße:

Die Palästinenserinnen und Palästinenser "wollen eine Nation, sie wollen einen Staat, und wir sollten sie nicht in Richtung der Hamas drängen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Sonntag dem Sender CBS News. Die Freilassung der weiterhin im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln, die am 7. Oktober 2023 von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas entführt worden waren, würde er jedoch zur Vorbedingung für weitere Schritte machen, etwa die Eröffnung einer palästinensischen Botschaft, fügte Macron hinzu.

Ziel des von Frankreich und Saudi-Arabien initiierten Gipfeltreffens am Montag vor der am Dienstag beginnenden UN-Generaldebatte ist es, inmitten des Gaza-Kriegs dem Nahost-Friedensprozess neuen Schwung zu verleihen. Angesichts des zuletzt massiv verschärften militärischen Vorgehens der israelischen Armee und der katastrophalen humanitären Lage im Gazastreifen wächst die internationale Kritik an Israel zunehmend. Neben Frankreich wollen am Montag auch Belgien, Andorra, Malta, Luxemburg und San Marino einen palästinensischen Staat anerkennen.

Großbritannien, Kanada, Australien und Portugal und damit vier westliche Staaten hatten am Sonntag die Anerkennung eines Palästinenserstaates verkündet. Politiker aller vier Länder betonten dabei ihre Hoffnung auf die Realisierung der Zweistaatenlösung und auf ein friedliches Nebeneinander Israels und eines palästinensischen Staates in der Zukunft.

Großbritannien und Kanada sind dabei die ersten Mitglieder der G7-Gruppe großer Wirtschaftsnationen, die diesen Schritt gingen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP entschlossen sich somit insgesamt mindestens 144 der 193 UN-Mitgliedstaaten zur Anerkennung eines Palästinenserstaates. Wenn auch Frankreich wie angekündigt am Montag einen palästinensischen Staat offiziell anerkennt, haben zusammen mit Großbritannien, China und Russland alle Vetomächte im UN-Sicherheitsrat mit Ausnahme der USA diesen Schritt getan.

Von Seiten Israels wurde die Entscheidung scharf kritisiert: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, es werde niemals einen Palästinenserstaat geben. "Ich habe eine klare Botschaft: Kein Palästinenserstaat wird westlich des Jordans errichtet werden." Stattdessen werde Israel den Bau von Siedlungen im besetzten Westjordanland nun noch verstärken. Ein palästinensischer Staat wäre für Israel existenzgefährdend und "absurd". Zuvor hatten zwei rechtsextreme Minister aus Netanjahus Regierung sogar eine Annexion des Westjordanlands gefordert.

Die US-Regierung bezeichnete die Anerkennung durch wichtige Verbündete wie Großbritannien und Kanada als Symbolpolitik. Die Prioritäten Washingtons lägen weiterhin klar auf "ernsthafter Diplomatie, nicht auf performativen Gesten", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Sonntag.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bekräftigte die deutsche Position, dass die Anerkennung eines Palästinenserstaates erst am Ende des Prozesses einer "verhandelten Zweistaatenlösung" stehen sollte. Ein entsprechender Verhandlungsprozess sei "der Weg, der Israelis wie Palästinensern ein Leben in Frieden, Sicherheit und Würde ermöglichen" könne. Er betonte in einer Erklärung: "Was die Region jetzt braucht, ist ein umgehender Waffenstillstand, deutlich mehr humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza und die sofortige, bedingungslose Freilassung der Geiseln." Israels gegenwärtige Offensive in der Stadt Gaza verurteilte er erneut, dies sei "der völlig falsche Weg".

Ende Juli hatten 15 westliche Länder bei einer von Frankreich und Saudi-Arabien organisierten UN-Konferenz bereits einen gemeinsamen Appell zugunsten eines eigenen Staats für die Palästinenser lanciert. In einer weiteren Erklärung von 17 Ländern, der EU und der Arabischen Liga wurde gefordert, die Hamas müsse ihre "Herrschaft in Gaza" im Rahmen einer Lösung zur Beendigung des Kriegs beenden.

Zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung in den kommenden Tagen reisen rund 140 Staats- und Regierungschefs nach New York. Es wird jedoch erwartet, dass die 80. Generalversammlung im Jubiläumsjahr durch den Konflikt um die Anerkennung eines Palästinenserstaats belastet wird.

Ein Politiker, der bei dem Treffen fehlen wird, ist Palästinenserpräsident Mahmud Abbas: Die USA hatten ein Einreiseverbot gegen ihn verhängt. Er soll jedoch per aufgezeichneter Videobotschaft bei der UN-Generaldebatte sprechen.

Israel hat Berichten zufolge mit der Annexion des Westjordanlands gedroht, sollten westliche Staaten ihre Pläne für die Anerkennung eines palästinensischen Staats umsetzen. UN-Generalsekretär António Guterres sagte in einem AFP-Interview mit Blick auf Israel: "Wir sollten uns nicht durch die Gefahr von Vergeltungsmaßnahmen eingeschüchtert fühlen." Es bestehe "die Chance, die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren, um Druck auszuüben".

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten Israel am 7. Oktober 2023 überfallen und damit den Gaza-Krieg ausgelöst. Bei dem Großangriff wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet, 251 weitere wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 65.000 Menschen getötet.

B.Hornik--TPP