The Prague Post - Klingbeil schwört Deutschland auf großen Wurf bei Reformen ein

EUR -
AED 4.290606
AFN 75.353131
ALL 95.69147
AMD 437.312615
ANG 2.091506
AOA 1071.336666
ARS 1601.3866
AUD 1.66074
AWG 2.10295
AZN 1.98787
BAM 1.953185
BBD 2.352051
BDT 143.617098
BGN 1.95518
BHD 0.440946
BIF 3473.035128
BMD 1.168306
BND 1.489499
BOB 8.069162
BRL 5.876692
BSD 1.167836
BTN 108.925694
BWP 15.741856
BYN 3.332624
BYR 22898.793058
BZD 2.348645
CAD 1.617677
CDF 2687.10322
CHF 0.924016
CLF 0.026674
CLP 1049.828245
CNY 7.977187
CNH 7.98277
COP 4261.231727
CRC 539.575259
CUC 1.168306
CUP 30.960103
CVE 110.117094
CZK 24.37666
DJF 207.950687
DKK 7.472612
DOP 70.215989
DZD 154.634622
EGP 62.087046
ERN 17.524587
ETB 183.245071
FJD 2.588851
FKP 0.868311
GBP 0.870616
GEL 3.142484
GGP 0.868311
GHS 12.874652
GIP 0.868311
GMD 85.870135
GNF 10247.236233
GTQ 8.934038
GYD 244.321835
HKD 9.149995
HNL 31.019468
HRK 7.532058
HTG 152.924596
HUF 366.917405
IDR 20074.998016
ILS 3.58025
IMP 0.868311
INR 109.038561
IQD 1529.851698
IRR 1537636.429519
ISK 143.210707
JEP 0.868311
JMD 184.353172
JOD 0.828343
JPY 186.720377
KES 151.295264
KGS 102.168535
KHR 4676.718378
KMF 490.688835
KPW 1051.474745
KRW 1740.711322
KWD 0.361077
KYD 0.973193
KZT 555.004535
LAK 25753.408827
LBP 104575.936875
LKR 368.515022
LRD 214.871391
LSL 19.301457
LTL 3.449703
LVL 0.706696
LYD 7.419035
MAD 10.848828
MDL 19.957194
MGA 4847.489005
MKD 61.568627
MMK 2453.79048
MNT 4174.794268
MOP 9.419648
MRU 46.600408
MUR 54.361744
MVR 18.061669
MWK 2024.98011
MXN 20.319197
MYR 4.643943
MZN 74.724681
NAD 19.301457
NGN 1588.218485
NIO 42.972465
NOK 11.099548
NPR 174.280911
NZD 2.007897
OMR 0.449217
PAB 1.167831
PEN 3.959499
PGK 5.132129
PHP 70.386879
PKR 325.726894
PLN 4.25424
PYG 7486.975771
QAR 4.2573
RON 5.091946
RSD 117.376158
RUB 88.996853
RWF 1710.202909
SAR 4.384394
SBD 9.414381
SCR 16.276991
SDG 702.151746
SEK 10.890187
SGD 1.491068
SHP 0.872258
SLE 28.769518
SLL 24498.788378
SOS 667.403564
SRD 43.751837
STD 24181.570603
STN 24.467241
SVC 10.218275
SYP 129.131123
SZL 19.287094
THB 37.731652
TJS 11.07073
TMT 4.094912
TND 3.407937
TOP 2.813
TRY 52.249847
TTD 7.930348
TWD 37.156211
TZS 3030.648273
UAH 50.734472
UGX 4362.159553
USD 1.168306
UYU 47.126902
UZS 14164.97405
VES 555.924051
VND 30776.678853
VUV 139.389829
WST 3.19472
XAF 655.077121
XAG 0.015749
XAU 0.000248
XCD 3.157405
XCG 2.104673
XDR 0.815263
XOF 655.077121
XPF 119.331742
YER 277.063503
ZAR 19.382314
ZMK 10516.126215
ZMW 22.217159
ZWL 376.193981
  • SDAX

    -124.2800

    17133.35

    -0.73%

  • MDAX

    -379.9500

    30002.33

    -1.27%

  • Euro STOXX 50

    -51.8400

    5874.27

    -0.88%

  • DAX

    -208.5300

    23595.42

    -0.88%

  • Goldpreis

    -28.2000

    4759.2

    -0.59%

  • TecDAX

    -51.1100

    3480.5

    -1.47%

  • EUR/USD

    -0.0019

    1.171

    -0.16%

Klingbeil schwört Deutschland auf großen Wurf bei Reformen ein
Klingbeil schwört Deutschland auf großen Wurf bei Reformen ein / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Klingbeil schwört Deutschland auf großen Wurf bei Reformen ein

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat Deutschland angesichts von Haushaltszwängen und Wachstumsflaute auf tiefgreifende Reformen eingeschworen. "Wer glaubt, wir könnten einfach so weitermachen wie bisher, der irrt sich", sagte Klingbeil am Dienstag in seiner Rede zur Einbringung des Bundeshaushalts 2026 in den Bundestag. "Es muss Veränderungen geben, und das dürfen keine kleinen Trippelschritte sein, sondern es müssen große Veränderungen sein."

Textgröße:

In den "nächsten Monaten" werde die Regierung Entscheidungen treffen müssen, die "anstrengend und herausfordernd" seien, kündigte Klingbeil an. Er rechne aber mit der Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Unterstützung von Reformen. "Ich bin mir sicher: Die Menschen in unserem Land spüren längst, dass wir weit reichende Veränderungen brauchen und dass Durchmogeln oder Zögern oder Zurücklehnen nicht funktionieren wird."

Klingbeil machte in seiner Rede klar, dass er nun die Zeit für einen großen Wurf gekommen sieht. Nötig seien Reformen, "die die Beschäftigung ins Zentrum stellen, die neues Wachstum schaffen, die mehr Beschäftigung schaffen, die dafür sorgen, dass die Sozialausgaben sinken und die staatlichen Einnahmen wachsen".

Abwarten sei in der aktuellen Lage keine Option: "Wenn wir nicht handeln und wenn wir am Status quo festhalten, dann verlieren wir an wirtschaftlicher Stärke, dann verlieren wir einen sozialen Zusammenhalt, dann verlieren wir auch das Vertrauen der Menschen."

Klingbeil wies darauf hin, dass der Bund in den vergangenen Jahren große schuldenfinanzierte Ausgaben getätigt habe - etwa in der Corona-Pandemie, der Energiekrise, in der Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine. "Das Geld, das wir alle gebraucht haben und von dem wir alle als Gesellschaft profitiert haben - dieses Geld müssen wir halt irgendwann zurückzahlen", sagte der Finanzminister. "Dieses Irgendwann war sehr lange ein sehr fernes Wort. Aber Irgendwann fängt jetzt an."

Schon in der Etatplanung des Bundes für 2027 klaffe eine Lücke von mehr als 30 Milliarden Euro, sagte Klingbeil. "Es hat noch nie eine Regierung gegeben, die 30 Milliarden einsparen musste", sagte er. Das Schließen dieser Lücke erfordere gesellschaftliche Solidarität: "Diese Aufgabe können wir nur gemeinsam schultern, indem wir nicht die Lasten auf einige wenige abwälzen, indem wir nicht den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden, sondern indem wir einen Weg finden, der fair und solidarisch ist."

Dazu zähle auch, den Sozialstaat "effizienter" zu machen und Missbrauch zu unterbinden, sagte Klingbeil: "Da muss der Rechtsstaat mit aller Konsequenz und Härte auch darauf reagieren." Zugleich gelte aber auch: "Wir können stolz darauf sein, dass wir einen Sozialstaat haben, der denen hilft, die hinfallen, die Hilfe brauchen."

Mit Blick auf den nun eingebrachten Haushaltsentwurf 2026 betonte Klingbeil die Notwendigkeit eines Anstiegs der Investitionen. "Wir investieren massiv in die Zukunft des Landes", sagte er. "Wir werden sanieren, was jahrelang vernachlässigt wurde - und da geht es vor allem um die Infrastruktur." Der Vizekanzler betonte: "Damit wir in diesem Land gut zusammenleben können, muss die Infrastruktur funktionieren."

Klingbeil sprach von "Rekordinvestitionen", die für 2026 geplant sind. 2025 seien 115,7 Milliarden Euro investiert worden, 2026 solle dies auf 126,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Klingbeil verteidigte den Aufwuchs der Investitionen auch damit, dass Deutschland "eine europäische Führungsmacht" sein müsse, "um ein starkes Europa voranzubringen". So müsse sich Europa selbst verteidigen können, sagte der SPD-Politiker auch mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Deshalb investiere Deutschland auch massiv in die Bundeswehr.

J.Marek--TPP