The Prague Post - UN-Sanktionen gegen Iran kurz vor Wiedereinführung - Neue IAEA-Inspektionen

EUR -
AED 4.183048
AFN 72.314042
ALL 93.898303
AMD 419.153057
ANG 2.038998
AOA 1044.89568
ARS 1690.672427
AUD 1.651032
AWG 2.049928
AZN 1.936081
BAM 1.954785
BBD 2.294468
BDT 140.354657
BGN 1.925657
BHD 0.429413
BIF 3388.074763
BMD 1.138849
BND 1.476807
BOB 7.900759
BRL 5.945252
BSD 1.139188
BTN 108.572718
BWP 16.26327
BYN 3.318918
BYR 22321.433736
BZD 2.29117
CAD 1.618002
CDF 2579.49217
CHF 0.921021
CLF 0.02679
CLP 1054.369086
CNY 7.737281
CNH 7.738112
COP 3904.759012
CRC 518.521655
CUC 1.138849
CUP 30.179489
CVE 110.325979
CZK 24.236636
DJF 202.861103
DKK 7.474566
DOP 68.100581
DZD 151.843155
EGP 55.917926
ERN 17.08273
ETB 181.020431
FJD 2.556938
FKP 0.859051
GBP 0.858179
GEL 3.006554
GGP 0.859051
GHS 12.942983
GIP 0.859051
GMD 83.701678
GNF 9990.551529
GTQ 8.688336
GYD 238.302078
HKD 8.932844
HNL 30.429885
HRK 7.532575
HTG 148.950043
HUF 354.818526
IDR 20438.916901
ILS 3.400037
IMP 0.859051
INR 108.238169
IQD 1492.461169
IRR 1567055.755971
ISK 143.791239
JEP 0.859051
JMD 179.156974
JOD 0.807496
JPY 184.995771
KES 147.42431
KGS 99.592135
KHR 4566.782743
KMF 491.982899
KPW 1024.964193
KRW 1767.23083
KWD 0.352701
KYD 0.94939
KZT 546.006901
LAK 25624.094601
LBP 101983.897292
LKR 382.694568
LRD 207.612203
LSL 18.700172
LTL 3.362724
LVL 0.688878
LYD 7.300234
MAD 10.688123
MDL 20.147185
MGA 4862.883342
MKD 61.638162
MMK 2391.139854
MNT 4080.476394
MOP 9.204059
MRU 45.724815
MUR 53.751653
MVR 17.606532
MWK 1978.180039
MXN 19.972883
MYR 4.662561
MZN 72.71585
NAD 18.699794
NGN 1570.460673
NIO 41.704567
NOK 11.295781
NPR 173.716748
NZD 2.007261
OMR 0.437903
PAB 1.139188
PEN 3.886892
PGK 4.98589
PHP 70.159341
PKR 316.656978
PLN 4.29043
PYG 6924.283008
QAR 4.151678
RON 5.23005
RSD 117.337286
RUB 88.553635
RWF 1668.413287
SAR 4.272278
SBD 9.184861
SCR 15.319799
SDG 683.868824
SEK 11.081677
SGD 1.475521
SHP 0.850266
SLE 28.24243
SLL 23881.091149
SOS 650.862356
SRD 42.711946
STD 23571.867935
STN 24.883843
SVC 9.967649
SYP 125.879331
SZL 18.688698
THB 37.952699
TJS 10.537743
TMT 3.997359
TND 3.355333
TOP 2.742075
TRY 53.146539
TTD 7.733848
TWD 36.269712
TZS 2989.48117
UAH 51.070061
UGX 4174.758967
USD 1.138849
UYU 45.795417
UZS 13723.125953
VES 708.641199
VND 29952.289182
VUV 136.773869
WST 3.167006
XAF 655.605068
XAG 0.018926
XAU 0.000279
XCD 3.077795
XCG 2.053098
XDR 0.814298
XOF 653.130407
XPF 119.331742
YER 271.733346
ZAR 18.667214
ZMK 10250.993881
ZMW 20.739867
ZWL 366.708804
  • DAX

    44.4700

    25040.28

    +0.18%

  • SDAX

    150.0100

    18195.59

    +0.82%

  • Euro STOXX 50

    -45.5900

    6282.5

    -0.73%

  • TecDAX

    36.0900

    3889.17

    +0.93%

  • MDAX

    247.5400

    32056.64

    +0.77%

  • Goldpreis

    45.0000

    4083.5

    +1.1%

  • EUR/USD

    -0.0039

    1.1387

    -0.34%

UN-Sanktionen gegen Iran kurz vor Wiedereinführung - Neue IAEA-Inspektionen
UN-Sanktionen gegen Iran kurz vor Wiedereinführung - Neue IAEA-Inspektionen / Foto: Yasin AKGUL - AFP

UN-Sanktionen gegen Iran kurz vor Wiedereinführung - Neue IAEA-Inspektionen

Im Streit um das iranische Atomprogramm muss Teheran am Wochenende mit der Wiedereinführung der UN-Sanktionen rechnen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen lehnte am Freitag einen Aufschub ab. Teheran beorderte daraufhin laut Staatsmedien seine Botschafter in Berlin, Paris und London zu Konsultationen zurück. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte derweil, sie habe in dieser Woche ihre Inspektionen von Atomanlagen im Iran wieder aufgenommen.

Textgröße:

Neun von 15 Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats stimmten am Freitag in New York gegen einen von Irans Verbündeten China und Russland eingebrachten Resolutionsentwurf, der Teheran mehr Zeit für Verhandlungen über sein Atomprogramm verschaffen sollte, um die Wiedereinführung der Sanktionen doch noch abzuweden. Vier Mitglieder stimmten dafür, zwei enthielten sich.

Die UN-Sanktionen gegen den Iran würden dieses Wochenende wieder in Kraft treten, sagte die britische UN-Botschafterin Barbara Woodward. "Wir haben uns unermüdlich in diplomatischen Bemühungen engagiert, um Bedenken auszuräumen und den Iran wieder zur Einhaltung seiner Verpflichtungen im Rahmen des Abkommens zu bewegen", hob sie hervor und kritisierte, dass Teheran "den Prozess in den vergangenen Monaten weiter blockiert" habe.

Mit ihrem Resolutionsentwurf wollten Russland und China die Frist für den sogenannten Snapback-Mechanismus um weitere sechs Monate bis zum 18. April 2026 verlängern. Dieser Mechanismus sieht vor, die nach dem Atomabkommen von 2015 abgebauten UN-Sanktionen gegen den Iran binnen 30 Tagen wieder in Kraft zu setzen, falls der Mechanismus in Kraft gesetzt wird, weil der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht erfüllt. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten den Mechanismus nach langen, ergebnislosen Verhandlungen mit dem Iran im August in Kraft gesetzt. Demnach würden nach Fristablauf die Sanktionen am Samstag um Mitternacht GMT (Sonntag 02.00 Uhr MESZ) wieder eingeführt.

Für den Iran, der bereits unter hoher Inflation und Infrastrukturproblemen leidet, dürfte dies weitere wirtschaftliche Schwierigkeiten bedeuten, auch wenn abzuwarten bleibt, ob alle Länder sich an die Sanktionen halten. Der russische Vize-Botschafter bei der UNO, Dmitri Poljanski, kündigte bereits an, dass sein Land die Wiedereinführung der Strafmaßnahmen als "null und nichtig" betrachte.

Westliche Staaten verdächtigen Teheran, nach der Atombombe zu streben. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend. Teheran versichert hingegen beharrlich, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben.

Nach dem Votum des UN-Sicherheitsrats gegen eine Fristverlängerung beorderte Teheran seine Botschafter aus den sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu Konsultationen zurück, wie das iranische Staatsfernsehen am Samstag berichtete. Am Rande der UN-Generaldebatte in New York rang der Iran um eine Einigung in letzter Minute.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian warf den USA vor, die Europäer zu einer harten Haltung zu drängen, um die Führung der Islamischen Republik Iran zu Fall zu bringen. Zugleich kündigte er an, sollten die Sanktionen wiedereingesetzt werden, werde Teheran dennoch nicht als Vergeltung aus dem Atomwaffensperrvertrag austreten.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte den Iran am Mittwoch zum Einlenken im Atomstreit aufgerufen. Nach einem Treffen mit Peseschkian in New York sagte er, dass der Iran Sanktionen noch vermeiden könne, indem er den IAEA-Inspektoren "uneingeschränkten Zugang" zu seinen Anlagen gewähre und Transparenz hinsichtlich des hoch angereicherten Urans schaffe.

Die IAEA erklärte derweil gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass sie in dieser Woche Inspektionen von Atomanlagen im Iran wieder aufgenommen habe. Es handele sich um "vertrauliche Maßnahmen" und zum Ort der Inspektionen könne sie sich nicht äußern.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte am Freitag, dass sich derzeit IAEA-Vertreter im Iran befänden, um Atomstandorte zu inspizieren. Dies gehe auf eine Vereinbarung zurück, die er mit IAEA-Chef Rafael Grossi getroffen habe.

Die Inspektionen waren nach dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni eingestellt worden. Israel hatte den Iran damals mit dem erklärten Ziel angegriffen, Teheran vom Bau einer Atombombe abzuhalten. Die USA griffen an der Seite Israels in den Krieg ein und bombardierten die iranischen Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan.

Nach zwölf Tagen Krieg trat am 24. Juni eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran in Kraft. Als Reaktion auf die Angriffe hatte Teheran die Kooperation mit der IAEA eingestellt, alle IAEA-Inspekteure verließen das Land.

D.Kovar--TPP