The Prague Post - Steuerzahlerbund prangert in Schwarzbuch Verschwendung und Kostenexplosionen an

EUR -
AED 4.181136
AFN 72.289455
ALL 94.02056
AMD 418.946025
ANG 2.03837
AOA 1044.575935
ARS 1689.481599
AUD 1.651944
AWG 2.052143
AZN 1.93708
BAM 1.954183
BBD 2.293762
BDT 140.311448
BGN 1.925064
BHD 0.429437
BIF 3388.137306
BMD 1.138498
BND 1.476353
BOB 7.898327
BRL 5.90607
BSD 1.138838
BTN 108.539293
BWP 16.258263
BYN 3.317897
BYR 22314.562051
BZD 2.290465
CAD 1.619206
CDF 2578.69819
CHF 0.923202
CLF 0.026716
CLP 1051.380574
CNY 7.734899
CNH 7.741035
COP 3891.374997
CRC 518.362027
CUC 1.138498
CUP 30.170199
CVE 110.171914
CZK 24.25405
DJF 202.798652
DKK 7.474377
DOP 67.622864
DZD 151.692765
EGP 55.879648
ERN 17.077471
ETB 183.818489
FJD 2.557351
FKP 0.858786
GBP 0.859822
GEL 3.005607
GGP 0.858786
GHS 12.905096
GIP 0.858786
GMD 83.682903
GNF 9983.564718
GTQ 8.685661
GYD 238.228717
HKD 8.930316
HNL 30.473253
HRK 7.531278
HTG 148.904188
HUF 355.815371
IDR 20445.37593
ILS 3.392954
IMP 0.858786
INR 108.278339
IQD 1491.939435
IRR 1566573.336177
ISK 143.79474
JEP 0.858786
JMD 179.10182
JOD 0.807152
JPY 185.233069
KES 147.378202
KGS 99.561629
KHR 4583.127638
KMF 491.831375
KPW 1024.648656
KRW 1773.677522
KWD 0.352525
KYD 0.949098
KZT 545.838812
LAK 25537.423001
LBP 101985.131046
LKR 382.576754
LRD 206.705351
LSL 18.689109
LTL 3.361689
LVL 0.688667
LYD 7.317945
MAD 10.697215
MDL 20.140983
MGA 4843.907301
MKD 61.63082
MMK 2390.403738
MNT 4079.220213
MOP 9.201226
MRU 45.287736
MUR 53.68014
MVR 17.600738
MWK 1974.831432
MXN 19.960036
MYR 4.661239
MZN 72.693012
NAD 18.689109
NGN 1566.937878
NIO 41.914586
NOK 11.312157
NPR 173.663269
NZD 2.006927
OMR 0.437757
PAB 1.138838
PEN 3.886816
PGK 5.001752
PHP 70.202052
PKR 316.677834
PLN 4.295679
PYG 6922.151358
QAR 4.151974
RON 5.240102
RSD 117.364363
RUB 88.681949
RWF 1669.289589
SAR 4.270963
SBD 9.182033
SCR 15.539131
SDG 683.664805
SEK 11.095859
SGD 1.47641
SHP 0.850004
SLE 28.229064
SLL 23873.739321
SOS 650.850086
SRD 42.698804
STD 23564.611303
STN 24.479317
SVC 9.964581
SYP 125.840579
SZL 18.685213
THB 38.000813
TJS 10.534499
TMT 3.996128
TND 3.375607
TOP 2.741231
TRY 53.135503
TTD 7.731468
TWD 36.268108
TZS 2988.585855
UAH 51.054339
UGX 4173.473762
USD 1.138498
UYU 45.781319
UZS 13586.52052
VES 708.423043
VND 29943.068327
VUV 136.731763
WST 3.166031
XAF 655.403239
XAG 0.019399
XAU 0.000283
XCD 3.076848
XCG 2.052466
XDR 0.814047
XOF 655.414743
XPF 119.331742
YER 271.644648
ZAR 18.704527
ZMK 10247.848882
ZMW 20.733482
ZWL 366.595912
  • SDAX

    19.2200

    18064.8

    +0.11%

  • MDAX

    -58.0200

    31751.08

    -0.18%

  • DAX

    -92.7300

    24903.08

    -0.37%

  • TecDAX

    16.4200

    3869.5

    +0.42%

  • Euro STOXX 50

    -51.4400

    6276.65

    -0.82%

  • Goldpreis

    -2.8000

    4035.7

    -0.07%

  • EUR/USD

    -0.0044

    1.1382

    -0.39%

Steuerzahlerbund prangert in Schwarzbuch Verschwendung und Kostenexplosionen an
Steuerzahlerbund prangert in Schwarzbuch Verschwendung und Kostenexplosionen an / Foto: Vincenzo PINTO - AFP/Archiv

Steuerzahlerbund prangert in Schwarzbuch Verschwendung und Kostenexplosionen an

Ein Radweg, der vor einer Verkehrsinsel endet, Plastikstühle für mehr als 200.000 Euro, Kostenexplosionen beim Opernbau: Der Bund der Steuerzahler hat in seinem Schwarzbuch erneut Fälle von Steuerverschwendung in ganz Deutschland angeprangert. In dem am Dienstag veröffentlichten Katalog fordert der Verband "konsequentes Umdenken, wie öffentliche Investitionen geplant, durchgeführt und nachhaltig finanziert werden". Steuerzahlerbund-Präsident Reiner Holznagel mahnte: "Haben Sie den Mut, Strukturen zu überdenken, auf Unsinniges zu verzichten und Bürokratie dauerhaft abzubauen".

Textgröße:

Das Schwarzbuch 2024 listet öffentliche Projekte auf, deren Kosten aus dem Ruder gelaufen sind oder deren Nutzen vom Steuerzahler-Bund stark angezweifelt werden. Im hessischen Fuldabrück etwa ende ein Radstreifen auf einer Straße direkt vor einer Verkehrsinsel, die Radfahrer so umfahren müssten, dass sie zwangsläufig in den Gegenverkehr gerieten, kritisiert der Steuerzahlerbund. 7000 Euro an öffentlichem Geld seien damit "verschwendet" worden.

Die nordhessische Stadt Eschwege wollte mit Sitzmöbeln aus Plastik einen Treffpunkt in der Stadt schaffen. "Eine eigens einberufene interdisziplinäre Arbeitsgruppe entschied sich gegen Modulsysteme, die bereits verfügbar waren. Stattdessen gab die Stadt einen Prototypen in Auftrag, der speziell auf die vielfältigen Anforderungen und Eschweger Bedürfnisse zugeschnitten sein sollte", heißt es vom Bund der Steuerzahler. Das Projekt soll demnach 223.000 Euro gekostet haben.

Kosten in womöglich viel größerer Höhe könnten den Angaben zufolge bei der Renovierung der Oper in Stuttgart anfallen: Das Bauwerk verfüge über einen unbestrittenen Sanierungsstau, hieß es vom Bund der Steuerzahler. Das Projekt könne allerdings bis zu zwei Milliarden Euro kosten. Auch ein geplanter Neubau einer Oper in der Hamburger Hafencity solle laut Steuerzahlerbund "um fast jeden Preis" realisiert werden. Auch hier drohten Millionenverluste.

Das Schwarzbuch thematisiert auch bundesweite Skandale wie etwa die Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt, der in Deutschland 600 Millionen Euro an Krediten durch die Förderbank KfW bekommen hatte.

Auch die Größe des Bundestags und die Zahl der Abgeordneten ist dem Steuerzahlerbund ein Dorn im Auge: "Obwohl wir nach der Wahlrechtsreform 133 Abgeordnete weniger haben, bleiben die Gesamtkosten mit mehr als 1,2 Milliarden Euro für Verwaltung und Parlamentsbetrieb extrem hoch", teilte der Verband mit. "Seit der Wahl stehen jedem Volksvertreter nicht mehr drei, sondern sogar vier Räume zu." Diese Beispiele machten deutlich, "dass die Politik auch bei sich selbst wenig sparsam ist".

Das Schwarzbuch untersucht zudem die Folgekosten von öffentlichen Investitionen. "Denn was heute als Investition gefeiert wird, kann schon morgen zur Haushaltsfalle werden, weil Folgekosten politisch ignoriert werden und finanziell nicht abgesichert sind", teilte der Steuerzahlerbund dazu mit.

Als Beispiel wurde ein Baumwipfelpfad im niedersächsischen Bad Iburg genannt, der für die dortige Landesgartenschau 2018 gebaut wurde. "Der von Anfang an defizitäre Betrieb" habe nach der Landesgartenschau noch höhere Verluste eingefahren: "Unterm Strich stehen Kosten von mindestens 6,3 Millionen Euro, die den Stadthaushalt noch heute belasten."

Präsident Holznagel forderte: "Wer sich für eine Investition entscheidet, muss sich über die Folgekosten bewusst sein - von der Bauphase bis hin zu Betrieb und Instandhaltung." Der Entwurf des Bundeshaushaltes 2026 von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht Investitionen in einer Rekordhöhe von 126,7 Milliarden Euro vor.

W.Cejka--TPP