The Prague Post - Israel und Hamas entsenden Verhandlungsteams zu indirekten Gesprächen nach Ägypten

EUR -
AED 4.257382
AFN 73.03299
ALL 95.941037
AMD 436.788213
ANG 2.074761
AOA 1063.039974
ARS 1624.721811
AUD 1.647651
AWG 2.089563
AZN 1.958974
BAM 1.949927
BBD 2.336363
BDT 141.753056
BGN 1.910048
BHD 0.437198
BIF 3441.803999
BMD 1.159258
BND 1.478946
BOB 8.015995
BRL 6.064659
BSD 1.160006
BTN 106.870042
BWP 15.543119
BYN 3.381914
BYR 22721.4656
BZD 2.332973
CAD 1.584179
CDF 2619.923754
CHF 0.905984
CLF 0.026273
CLP 1037.397621
CNY 7.995983
CNH 7.997597
COP 4359.808731
CRC 547.035876
CUC 1.159258
CUP 30.720349
CVE 109.934837
CZK 24.393099
DJF 206.567842
DKK 7.471241
DOP 68.820642
DZD 151.667478
EGP 58.188168
ERN 17.388877
ETB 179.922243
FJD 2.559701
FKP 0.867257
GBP 0.870876
GEL 3.135805
GGP 0.867257
GHS 12.442685
GIP 0.867257
GMD 85.208602
GNF 10173.140301
GTQ 8.897279
GYD 242.693223
HKD 9.063442
HNL 30.699273
HRK 7.531933
HTG 152.100579
HUF 385.894533
IDR 19596.104822
ILS 3.572255
IMP 0.867257
INR 106.229223
IQD 1519.629607
IRR 1529145.944052
ISK 144.710065
JEP 0.867257
JMD 181.142856
JOD 0.821895
JPY 182.211666
KES 149.718597
KGS 101.37708
KHR 4654.939711
KMF 491.525366
KPW 1043.302414
KRW 1702.921644
KWD 0.356518
KYD 0.966693
KZT 575.828156
LAK 24837.406885
LBP 103878.530005
LKR 360.248082
LRD 212.282461
LSL 18.988509
LTL 3.422989
LVL 0.701224
LYD 7.374788
MAD 10.768452
MDL 20.073541
MGA 4823.451524
MKD 61.60214
MMK 2434.317336
MNT 4136.405913
MOP 9.340408
MRU 46.173537
MUR 54.926005
MVR 17.922207
MWK 2011.433123
MXN 20.489885
MYR 4.575011
MZN 74.082455
NAD 18.98859
NGN 1603.729749
NIO 42.690684
NOK 11.192907
NPR 170.989525
NZD 1.960381
OMR 0.445741
PAB 1.160026
PEN 3.96765
PGK 4.993851
PHP 67.970219
PKR 324.305931
PLN 4.279704
PYG 7553.250492
QAR 4.219229
RON 5.092856
RSD 117.42361
RUB 90.280809
RWF 1691.590535
SAR 4.351591
SBD 9.333955
SCR 16.703041
SDG 697.292992
SEK 10.689105
SGD 1.481654
SHP 0.869744
SLE 28.407771
SLL 24309.069293
SOS 661.801024
SRD 43.524937
STD 23994.309361
STN 24.425905
SVC 10.150472
SYP 128.150713
SZL 18.994627
THB 36.703279
TJS 11.095577
TMT 4.068997
TND 3.389221
TOP 2.791216
TRY 50.986632
TTD 7.859396
TWD 36.767619
TZS 2973.960473
UAH 50.850126
UGX 4286.146089
USD 1.159258
UYU 44.954989
UZS 14128.507524
VES 492.849461
VND 30398.654679
VUV 138.467801
WST 3.158739
XAF 653.981642
XAG 0.014237
XAU 0.000225
XCD 3.132954
XCG 2.090612
XDR 0.813347
XOF 653.987267
XPF 119.331742
YER 276.584163
ZAR 19.078438
ZMK 10434.711203
ZMW 22.245998
ZWL 373.280748
  • Goldpreis

    7.2000

    5141.9

    +0.14%

  • EUR/USD

    -0.0039

    1.1598

    -0.34%

  • DAX

    414.7100

    24205.36

    +1.71%

  • SDAX

    461.9200

    17556.01

    +2.63%

  • TecDAX

    100.8200

    3718.13

    +2.71%

  • Euro STOXX 50

    99.1900

    5870.92

    +1.69%

  • MDAX

    556.2600

    30357.28

    +1.83%

Israel und Hamas entsenden Verhandlungsteams zu indirekten Gesprächen nach Ägypten
Israel und Hamas entsenden Verhandlungsteams zu indirekten Gesprächen nach Ägypten / Foto: Ahmad GHARABLI - AFP

Israel und Hamas entsenden Verhandlungsteams zu indirekten Gesprächen nach Ägypten

Zwei Jahre nach dem Überfall der Hamas auf Israel und dem daraufhin folgenden Gaza-Krieg sind Verhandlungsführer beider Seiten am Sonntag zu indirekten Verhandlungen in Kairo erwartet worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, er habe Unterhändler nach Ägypten entsandt, um "die technischen Details zu klären". Der Vermittler Ägypten bestätigte, dass auch eine Hamas-Delegation erwartet werde. Einem Hamas-Vertreter zufolge ist die islamistische Palästinenserorganisation "sehr interessiert" an einer Einigung mit Israel. Die Hamas hatte sich zuvor in Teilen mit dem Nahost-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump und der Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen einverstanden erklärt.

Textgröße:

Israels Regierungschef Netanjahu schrieb es "militärischem und diplomatischem Druck" zu, der die Hamas dazu gezwungen habe, einer Freilassung der Geiseln zuzustimmen. Er hoffe, "dass wir in den kommenden Tagen alle unsere Geiseln zurückbringen werden können", sagte Netanjahu am Samstag in einer Fernsehansprache. Konkret sprach er dabei vom jüdischen Laubhüttenfest Sukkot, das am Montagabend beginnt und eine Woche dauert.

Die aus Katars Hauptstadt Doha für die indirekten Verhandlungen anreisenden Hamas-Unterhändler würden voraussichtlich am Sonntag in Kairo eintreffen, sagte ein ranghoher Hamas-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP. Anschließend würden sie in den ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich weiterreisen, um an indirekten Verhandlungen mit der israelischen Delegation teilzunehmen.

Aus Hamas-nahen Kreisen erfuhr AFP zudem, dass sich die beiden Delegationen im selben Gebäude, jedoch fernab von Journalisten aufhalten würden. Ägyptische Staatsmedien hatten zuvor berichtet, dass die Kriegsparteien am Sonntag und Montag indirekte Gespräche führen würden.

Dem Hamas-Vertreter zufolge will die islamistische Palästinensergruppe "unverzüglich" mit dem Austausch der Geiseln gegen palästinensische Häftlinge beginnen. Dies solle "unter Berücksichtigung der Bedingungen vor Ort" erfolgen.

Ziel der Verhandlungen sei es zunächst, "den Zeitplan für die Vorbereitung der Bedingungen vor Ort für die Überstellung" der israelischen Geiseln aus dem Gazastreifen zu besprechen, sagte er weiter. Dies sei dann die "Vorstufe" für die Einleitung des Austauschs der Geiseln gegen palästinensische Häftlinge.

Die Hamas habe während der Gespräche mit den Vermittlern darauf bestanden, dass Israel sämtliche militärischen Aktivitäten "in allen Gebieten des Gazastreifens" einstellen und sich aus der Stadt Gaza zurückziehen müsse, sagte der Hamas-Vertreter weiter. Dazu gehörten demnach auch "alle Luft-, Aufklärungs- und Drohnenaktivitäten". Parallel dazu würden dann auch die Hamas und ihre Verbündeten "ihre Militäroperationen und Aktionen einstellen".

Dem israelischen Verteidigungsminister Israel Katz zufolge haben im Zuge der jüngsten israelischen Offensive in Gaza 900.000 Menschen die Eine-Million-Einwohner-Stadt im Norden des Gazastreifens verlassen. Die Entscheidung, Gaza einzunehmen sowie der "Einsturz mehrstöckiger Gebäude und die Intensität" der Armee-Einsätze in der Stadt gegen die Hamas hätten zur Evakuierung von etwa 900.000 Einwohnern in den Süden geführt, sagte Katz am Sonntag bei einer Rede in Jerusalem. Dies habe "einen immensen Druck" auf die Hamas ausgeübt sowie auf die Länder, "die sie unterstützen".

Netanjahu bekräftigte in seiner Ansprache am Samstag, er werde die Hamas entwaffnen - entweder auf "diplomatischem" Weg über den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump oder durch militärische Gewalt. Dies habe er auch der US-Regierung mitgeteilt.

Trump warnte die Hamas indes erneut, auf Zeit zu spielen: "Die Hamas muss sich schnell bewegen, sonst ist alles möglich", schrieb er am Samstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Ich werde keine Verzögerung tolerieren."

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und sein Nahost-Sondergesandter Steve Witkoff sollen in Ägypten die Gespräche über die Geisel-Freilassung im Rahmen des Friedensplans abschließen, wie das Weiße Haus erklärte.

Trumps am vergangenen Montag vorgestellter Plan sieht neben der Freilassung der verbliebenen israelischen Geiseln unter anderem einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen vor. Israel soll 250 palästinensische Häftlinge freilassen, die lebenslange Haftstrafen verbüßen. Zudem sollen 1700 im Gazastreifen inhaftierte Menschen auf freien Fuß kommen. Die radikalislamische Hamas soll entmachtet werden und ihre Waffen abgeben.

Dem Plan zufolge soll die Hamas künftig bei der Verwaltung des Gazastreifens keinerlei Rolle mehr spielen. Die Hamas besteht allerdings auf ein Mitspracherecht. Ein Hamas-Vertreter sagte der AFP am Samstag, dass Ägypten eine Konferenz für einen "innerpalästinensischen Dialog über die palästinensische Einheit und die Zukunft des Gazastreifens, einschließlich der Verwaltung des Gazastreifens" ausrichten werde.

International stießen die jüngsten Entwicklungen auf ein positives Echo. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von der "besten Chance auf Frieden" seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zwei Jahren. Hoffnungsvoll äußerten sich auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Auch Papst Leo XIV. lobte am Sonntag die "bedeutenden Fortschritte" auf dem Weg zu einem Frieden im Gazastreifen.

Der Gaza-Krieg war durch den Überfall der Hamas und ihrer Verbündeten auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Derzeit sind noch 47 Geiseln in der Gewalt der Hamas, mindestens 25 sollen bereits tot sein.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 67.100 Menschen getötet.

L.Bartos--TPP