The Prague Post - Geheimdienstchefs warnen: Gefahr von Konfrontation mit Russland rückt näher

EUR -
AED 4.196425
AFN 73.130115
ALL 94.208885
AMD 420.373504
ANG 2.045824
AOA 1048.393538
ARS 1695.416971
AUD 1.651077
AWG 2.05679
AZN 1.948554
BAM 1.960486
BBD 2.302073
BDT 140.818428
BGN 1.932103
BHD 0.430936
BIF 3401.299907
BMD 1.142661
BND 1.479556
BOB 7.91523
BRL 5.924129
BSD 1.142932
BTN 108.157177
BWP 15.490635
BYN 3.350653
BYR 22396.15855
BZD 2.298624
CAD 1.622642
CDF 2599.553764
CHF 0.922945
CLF 0.026753
CLP 1052.916354
CNY 7.763183
CNH 7.763257
COP 3929.554564
CRC 521.138767
CUC 1.142661
CUP 30.28052
CVE 110.534516
CZK 24.278004
DJF 203.074318
DKK 7.474421
DOP 68.133745
DZD 152.176492
EGP 56.140657
ERN 17.139917
ETB 182.948582
FJD 2.562132
FKP 0.862298
GBP 0.861625
GEL 3.016598
GGP 0.862298
GHS 12.940762
GIP 0.862298
GMD 83.986497
GNF 10019.210632
GTQ 8.719804
GYD 239.080859
HKD 8.961771
HNL 30.583501
HRK 7.535395
HTG 149.439146
HUF 355.90011
IDR 20482.315389
ILS 3.405187
IMP 0.862298
INR 108.017247
IQD 1497.298448
IRR 1572301.743136
ISK 143.804042
JEP 0.862298
JMD 180.080422
JOD 0.810141
JPY 185.768108
KES 147.951739
KGS 99.92586
KHR 4600.176351
KMF 493.630069
KPW 1028.395435
KRW 1768.381148
KWD 0.35394
KYD 0.952514
KZT 547.696275
LAK 25634.607494
LBP 102352.470275
LKR 384.042968
LRD 207.487681
LSL 18.704015
LTL 3.373981
LVL 0.691184
LYD 7.342775
MAD 10.742793
MDL 20.196067
MGA 4848.652737
MKD 61.644253
MMK 2399.002754
MNT 4093.079871
MOP 9.232793
MRU 45.66996
MUR 53.921744
MVR 17.664881
MWK 1981.915159
MXN 19.974299
MYR 4.666511
MZN 72.959186
NAD 18.704753
NGN 1577.420835
NIO 42.061085
NOK 11.312305
NPR 173.018843
NZD 2.012028
OMR 0.439355
PAB 1.142967
PEN 3.906288
PGK 5.020153
PHP 70.294803
PKR 317.821418
PLN 4.298573
PYG 6950.826539
QAR 4.177914
RON 5.239557
RSD 117.359254
RUB 89.930165
RWF 1675.370393
SAR 4.294421
SBD 9.215609
SCR 15.493371
SDG 686.171693
SEK 11.075803
SGD 1.47841
SHP 0.853112
SLE 28.341524
SLL 23961.037183
SOS 653.181219
SRD 42.854937
STD 23650.778792
STN 24.558699
SVC 10.001167
SYP 126.300734
SZL 18.701536
THB 37.971788
TJS 10.561051
TMT 4.010741
TND 3.387296
TOP 2.751254
TRY 53.30434
TTD 7.757644
TWD 36.343441
TZS 2999.483208
UAH 51.221998
UGX 4189.141059
USD 1.142661
UYU 45.881874
UZS 13720.4339
VES 711.013496
VND 30069.128176
VUV 137.06569
WST 3.177672
XAF 657.554561
XAG 0.019913
XAU 0.000287
XCD 3.0881
XCG 2.059805
XDR 0.818415
XOF 657.548792
XPF 119.331742
YER 272.632766
ZAR 18.717972
ZMK 10285.326573
ZMW 20.602054
ZWL 367.936424
  • MDAX

    325.4600

    31809.1

    +1.02%

  • TecDAX

    4.1600

    3853.08

    +0.11%

  • SDAX

    118.5500

    18045.58

    +0.66%

  • DAX

    368.9200

    24995.81

    +1.48%

  • Goldpreis

    -5.4000

    4033.5

    -0.13%

  • Euro STOXX 50

    96.4600

    6328.09

    +1.52%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1429

    -0.01%

Geheimdienstchefs warnen: Gefahr von Konfrontation mit Russland rückt näher
Geheimdienstchefs warnen: Gefahr von Konfrontation mit Russland rückt näher / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Geheimdienstchefs warnen: Gefahr von Konfrontation mit Russland rückt näher

Die Gefahr einer militärischen Konfrontation mit Russland rückt nach Einschätzung der deutschen Geheimdienste näher. "Wir dürfen uns nicht zurücklehnen in der Annahme, ein möglicher russischer Angriff käme frühestens 2029", sagte der Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), Martin Jäger, am Montag in einer Anhörung im Bundestag. Jäger warnte: "In Europa herrscht bestenfalls ein eisiger Frieden, der punktuell jederzeit in heiße Konfrontation umschlagen kann."

Textgröße:

Das Jahr 2029 war bislang vom Auslandsgeheimdienst BND und auch von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wiederholt als jenes Jahr genannt worden, in dem Russland zu einem Angriff auf Nato-Gebiet in der Lage sein werde. In seiner aktuellen Gefahrenanalyse verschärfte Jäger diese Prognose nun.

"Wir stehen schon heute im Feuer", sagte der BND-Präsident. Russland wolle die Nato unterminieren und die Demokratien in Europa destabilisieren. "Um dieses Ziel zu erreichen, wird Russland wenn nötig auch eine direkte militärische Auseinandersetzung mit der Nato nicht scheuen."

In der öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium standen die Chefs aller drei deutschen Geheimdienste den Abgeordneten Rede und Antwort. Neben Jäger waren dies Verfassungsschutzchef Sinan Selen und die Präsidentin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Martina Rosenberg. Auch Selen und Rosenberg berichteten vor einer wachsenden Bedrohung aus Russland.

"Buchstäblich überschreitet Russland brandgefährliche Grenzen", sagte Selen. Russland sei "Hauptverursacher für die Vorbereitung und Umsetzung von Sabotageakten in Deutschland und weiteren europäischen Staaten". Selen charakterisierte Russlands Vorgehen als "unverfroren". Ziel sei "ein Austesten der Reaktion des Gegenspielers sowie eine spürbare Verunsicherung".

Die Chefin des Bundeswehr-Geheimdiensts MAD berichtete vor Versuchen aus dem Ausland, die Streitkräfte zu destabilisieren. Solche Aktionen zielten darauf ab, "die Bundeswehr zu unterwandern und kritische militärische Infrastrukturen zu gefährden", sagte Rosenberg.

Als Beispiel nannte Rosenberg den Einsatz so genannter Deepfakes, also gefälschter, aber realistisch wirkender Medieninhalte wie etwa Videos und Fotos. Solche Deepfakes würden genutzt, um "gefälschte Anweisungen an militärische Einheiten zu verbreiten" und so "eine Gefährdung der Einsatzbereitschaft herbeizuführen".

BND-Chef Jäger sprach von einer "neuen Qualität der Konfrontation". Europa solle "von Furcht und Handlungsstarre gelähmt in die Selbstaufgabe getrieben werden" - dies sei Russlands Kalkül. "So rechnet man sich in Moskau realistische Chancen aus, die eigene Einflusszone nach Westen auszuweiten und das wirtschaftlich vielfach überlegene Europa in die Abhängigkeit von Russland zu bringen."

Die drei Geheimdienstchefs baten die Politik um rasche Gesetzesreformen, damit die Dienste der aktuellen Gefährdungslage angemessen begegnen könnten. Die Lage sei "jetzt schon kritisch", sagte Verfassungsschutzchef Selen. "Insofern brauchen wir die Handlungsfähigkeiten jetzt."

BND-Chef Jäger machte für den Auslandsgeheimdienst "erheblichen Nachsteuerungsbedarf" geltend. Er forderte eine aktivere Ausrichtung der deutschen Auslandsaufklärung. "Wir müssen unsere Gegner konfrontieren, wo immer dies nötig ist", sagte er. Dabei stelle sich die Frage, ob "wir nicht doch mal aktive Gegenmaßnahmen ergreifen müssen".

Der BND müsse künftig "gezielt Risiken eingehen oder suchen", fügte Jäger hinzu. "Das heißt nicht, dass wir jetzt Bonanza spielen oder James Bond. Aber ich wünsche mir, dass unser Dienst etwas operativer und wagemutiger wird." Dies setze voraus, "dass man uns die entsprechenden Mittel an die Hand gibt".

So sei der BND beispielsweise sehr interessiert an einem stärkeren Informationsaustausch mit ausländischen Nachrichtendiensten. Ein solcher Austausch sei allerdings "ein hartes Geschäft, das auf Gegenseitigkeit beruht" - denn um Informationen von ausländischen Diensten zu bekommen, müsse der BND im Gegenzug "mehr wertige Informationen" anbieten können.

Selen und Jäger äußerten die Einschätzung, dass die Bevölkerung das Ausmaß der Gefahr durch Russland noch nicht ausreichend wahrgenommen habe. Jäger sprach davon, "dass hier eine gewisse Gleichgültigkeit herrscht". Selen sagte, im Baltikum und in Skandinavien sei das Bewusstsein der Gefährdung deutlich stärker ausgeprägt: "Da müssen wir hinkommen."

I.Mala--TPP