The Prague Post - Frankreichs neue Regierung übersteht Misstrauensvoten

EUR -
AED 4.334713
AFN 73.765835
ALL 96.391017
AMD 444.552935
ANG 2.112451
AOA 1082.350775
ARS 1662.462804
AUD 1.660816
AWG 2.120145
AZN 2.012244
BAM 1.956649
BBD 2.378712
BDT 144.302627
BGN 1.944745
BHD 0.445031
BIF 3502.610775
BMD 1.180317
BND 1.491929
BOB 8.161742
BRL 6.074972
BSD 1.180903
BTN 107.316666
BWP 15.518403
BYN 3.408465
BYR 23134.218202
BZD 2.375211
CAD 1.613683
CDF 2543.58322
CHF 0.911169
CLF 0.02582
CLP 1019.522993
CNY 8.075029
CNH 8.094368
COP 4445.558713
CRC 558.957851
CUC 1.180317
CUP 31.278407
CVE 110.317878
CZK 24.245607
DJF 210.279479
DKK 7.472356
DOP 71.450404
DZD 153.425883
EGP 56.593614
ERN 17.704759
ETB 182.993068
FJD 2.589594
FKP 0.874261
GBP 0.875936
GEL 3.151621
GGP 0.874261
GHS 12.587263
GIP 0.874261
GMD 86.163529
GNF 10359.008023
GTQ 9.061633
GYD 246.987192
HKD 9.234897
HNL 31.253299
HRK 7.530895
HTG 154.875247
HUF 375.919834
IDR 19826.733189
ILS 3.7164
IMP 0.874261
INR 107.442333
IQD 1546.981727
IRR 1550991.168198
ISK 143.313628
JEP 0.874261
JMD 183.986291
JOD 0.836801
JPY 183.971348
KES 152.20212
KGS 103.21845
KHR 4730.893075
KMF 493.372663
KPW 1062.249422
KRW 1700.978921
KWD 0.361874
KYD 0.984215
KZT 589.258248
LAK 25295.771155
LBP 105735.741176
LKR 364.986857
LRD 216.692208
LSL 18.761463
LTL 3.48517
LVL 0.713961
LYD 7.460975
MAD 10.820096
MDL 20.218689
MGA 4990.883749
MKD 61.639296
MMK 2478.607166
MNT 4229.960775
MOP 9.513308
MRU 47.150064
MUR 54.731097
MVR 18.247829
MWK 2048.021486
MXN 20.286024
MYR 4.592557
MZN 75.42817
NAD 18.761463
NGN 1600.651902
NIO 43.458493
NOK 11.21963
NPR 171.707066
NZD 1.972599
OMR 0.453797
PAB 1.180913
PEN 3.961419
PGK 5.081362
PHP 68.093042
PKR 330.021333
PLN 4.223116
PYG 7605.836478
QAR 4.303468
RON 5.095077
RSD 117.439204
RUB 91.300248
RWF 1721.602586
SAR 4.427109
SBD 9.499795
SCR 16.131124
SDG 709.95733
SEK 10.672718
SGD 1.493963
SHP 0.885544
SLE 28.911224
SLL 24750.661916
SOS 673.686671
SRD 44.612394
STD 24430.184131
STN 24.51043
SVC 10.335354
SYP 130.486386
SZL 18.757982
THB 36.685405
TJS 11.219227
TMT 4.142914
TND 3.397274
TOP 2.841921
TRY 51.886039
TTD 8.013444
TWD 37.047836
TZS 3011.180495
UAH 51.02021
UGX 4251.044945
USD 1.180317
UYU 45.209621
UZS 14322.195803
VES 484.605057
VND 30741.362912
VUV 140.36078
WST 3.1918
XAF 656.236245
XAG 0.013119
XAU 0.000227
XCD 3.189866
XCG 2.128297
XDR 0.816147
XOF 656.239247
XPF 119.331742
YER 281.507995
ZAR 18.788996
ZMK 10624.273855
ZMW 22.109408
ZWL 380.061675
  • DAX

    47.9700

    25336.99

    +0.19%

  • Goldpreis

    9.7000

    5203.9

    +0.19%

  • TecDAX

    34.3300

    3788.85

    +0.91%

  • Euro STOXX 50

    -3.7500

    6157.81

    -0.06%

  • MDAX

    141.5300

    31594.15

    +0.45%

  • SDAX

    97.2100

    18177.15

    +0.53%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1811

    +0.06%

Frankreichs neue Regierung übersteht Misstrauensvoten

Frankreichs neue Regierung übersteht Misstrauensvoten

Das Überleben der neuen französischen Regierung ist vorerst gesichert: Premierminister Sébastien Lecornu überstand am Donnerstag gleich zwei Misstrauensabstimmungen in der Pariser Nationalversammlung. "Jetzt kann die Debatte beginnen", sagte Lecornu im Anschluss mit Blick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen.

Textgröße:

Die Abstimmung über den ersten, von der linkspopulistischen Partei LFI eingebrachten Antrag, fiel knapp aus: 271 der 577 Abgeordneten unterstützten den Antrag, wie die Präsidentin der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, mitteilte. Für eine Mehrheit fehlten lediglich 18 Stimmen. Für den Antrag der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National stimmten lediglich 144 der 577 Abgeordneten.

In mehreren Parteien gab es Abweichler: Von der Sozialistischen Partei (PS) unterstützten sieben Abgeordnete entgegen der Parteilinie den Antrag der Linkspopulisten. Bei den konservativen Republikanern stimmten drei Abgeordnete für den Antrag der Rechtspopulisten.

Damit hat Premierminister Lecornu von der Präsidentenpartei Renaissance das politische Überleben seiner erst am vergangenen Sonntag ernannten Regierung vorerst gesichert. Der Preis dafür war seine Ankündigung, die Nationalversammlung über das Aussetzen der umstrittenen Rentenreform abstimmen zu lassen. Die seit 2023 geltende Reform, die das Rentenalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre anhebt, galt dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron als eine der größten Errungenschaften seiner zweiten Amtszeit.

Die Sozialisten hatten deren Aussetzung gefordert und sich im Gegenzug bereit erklärt, die Misstrauensanträge der anderen Parteien nicht zu unterstützen. Die Stimmen der knapp 70 Abgeordneten hätten den Ausschlag geben können.

Die Nationalversammlung muss sich nun mit dem Haushaltsentwurf befassen, den die Regierung am Dienstag vorgestellt hat. Lecornu fordert darin Sparmaßnahmen in Höhe von etwa 30 Milliarden Euro. Zudem betonte er, dass das Aussetzen der Rentenreform durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden müsse. Er bezifferte dies mit 400 Millionen Euro im kommenden Jahr und 1,3 Milliarden Euro 2027.

Die Nationalversammlung soll die beiden Gesetzesentwürfe - zum Haushalt der Regierung und zum Budget der Sozialversicherung - bis zum Jahresende verabschieden. Lecornu hatte sich dazu verpflichtet, dem Parlament das letzte Wort zu überlassen und nicht den Verfassungsartikel 49.3 anzuwenden. Dieser erlaubt eine Verabschiedung ohne abschließende Abstimmung, wenn die Regierung ein anschließendes Misstrauensvorum übersteht.

Das Aussetzen der Rentenreform soll im November in den Gesetzentwurf zur Sozialversicherung integriert werden. Bis zum Januar 2028 soll das Rentenalter, das derzeit bei 62 Jahren und neun Monaten steht, nicht mehr weiter angehoben werden.

In der anstehenden Haushaltsdebatte wird mit zahlreichen Änderungsanträgen und heftigen Debatten gerechnet. Der Parteichef der Sozialistischen Partei (PS), Olivier Faure, kündigte bereits an, den Entwurf massiv verändern zu wollen. "Wir werden große Zugeständnisse erreichen", sagte Faure. Seine Partei fordert insbesondere eine höhere Besteuerung Wohlhabender. "Wenn die Regierung ihre Versprechen nicht hält, insbesondere mit Blick auf das Aussetzen der Rentenreforn, werden wir uns an einem Sturz beteiligen", betonte er.

Sollte die Regierung vor Ende des Jahres kippen, müsste der Haushalt des laufenden Jahres im Rahmen eines Sondergesetzes auf das folgende Jahr übertragen werden. Dies war bereits 2024/25 der Fall.

Macron hatte kürzlich durchblicken lassen, dass er im Fall eines erneuten Regierungssturzes Neuwahlen ausrufen würde - was er bislang ausgeschlossen hatte. Seit der Neuwahl im Sommer 2024 ist die Nationalversammlung in drei miteinander verfeindete Lager gespalten, von denen keines mehrheitsfähig ist. Nach Umfragen könnten die Rechtspopulisten ihr Ergebnis verbessern. Es besteht jedoch das Risiko, dass die Mehrheitsverhältnisse weiterhin kompliziert bleiben.

Lecornus zweite Regierung ist die vierte in weniger als anderthalb Jahren und die sechste seit der Wiederwahl Macrons 2022. Seine erste Regierung hatte lediglich 14 Stunden gehalten. Lecornu war zurückgetreten, von Macron aber umgehend beauftragt worden, weiter nach einem Kompromiss zu suchen. Am vergangenen Freitag ernannte Macron Lecornu zum zweiten Mal.

C.Novotny--TPP