The Prague Post - Wadephul: Rückkehr syrischer Flüchtlinge derzeit nur "sehr eingeschränkt möglich"

EUR -
AED 4.30765
AFN 75.646395
ALL 95.959479
AMD 440.633981
AOA 1075.402786
ARS 1608.085285
AUD 1.659694
AWG 2.110932
AZN 1.998313
BAM 1.957519
BBD 2.361173
BDT 144.026466
BHD 0.442483
BIF 3483.037071
BMD 1.17274
BND 1.493812
BOB 8.100146
BRL 5.874493
BSD 1.172329
BTN 108.741502
BWP 15.73694
BYN 3.364755
BYR 22985.699188
BZD 2.357489
CAD 1.623483
CDF 2697.30186
CHF 0.925554
CLF 0.026668
CLP 1049.590817
CNY 8.007515
CNH 8.003896
COP 4278.764449
CRC 542.576423
CUC 1.17274
CUP 31.077603
CVE 110.853273
CZK 24.379388
DJF 208.419771
DKK 7.473758
DOP 70.80421
DZD 155.03507
EGP 62.282523
ERN 17.591096
ETB 183.538314
FJD 2.593519
FKP 0.872451
GBP 0.871601
GEL 3.155128
GGP 0.872451
GHS 12.92405
GIP 0.872451
GMD 86.200888
GNF 10293.727708
GTQ 8.967874
GYD 245.23606
HKD 9.184957
HNL 31.200788
HRK 7.535913
HTG 153.714973
HUF 375.515762
IDR 20041.301486
ILS 3.558339
IMP 0.872451
INR 109.189401
IQD 1536.289078
IRR 1543472.109781
ISK 143.297523
JEP 0.872451
JMD 185.352754
JOD 0.831519
JPY 186.764716
KES 151.45979
KGS 102.556542
KHR 4708.550525
KMF 492.551108
KPW 1055.481485
KRW 1741.014707
KWD 0.362014
KYD 0.976841
KZT 553.930265
LAK 25753.365418
LBP 105018.845423
LKR 369.974866
LRD 216.023087
LSL 19.280289
LTL 3.462796
LVL 0.709379
LYD 7.452807
MAD 10.885961
MDL 20.196323
MGA 4861.006689
MKD 61.628696
MMK 2463.339235
MNT 4216.394014
MOP 9.456174
MRU 46.903772
MUR 54.536786
MVR 18.131
MWK 2036.466965
MXN 20.290513
MYR 4.649959
MZN 75.008877
NAD 19.280284
NGN 1594.344064
NIO 43.075173
NOK 11.170234
NPR 173.986003
NZD 2.009837
OMR 0.451302
PAB 1.172189
PEN 3.973287
PGK 5.056272
PHP 70.219557
PKR 327.136194
PLN 4.255037
PYG 7581.65727
QAR 4.275854
RON 5.092392
RSD 117.433513
RUB 90.423579
RWF 1712.786411
SAR 4.401519
SBD 9.450111
SCR 16.457066
SDG 704.81699
SEK 10.873585
SGD 1.494192
SLE 28.878761
SOS 670.225064
SRD 43.917976
STD 24273.345166
STN 24.92072
SVC 10.258007
SYP 129.644183
SZL 19.274022
THB 37.649222
TJS 11.141553
TMT 4.110453
TND 3.385744
TRY 52.380465
TTD 7.955986
TWD 37.224875
TZS 3054.987453
UAH 50.934224
UGX 4337.808925
USD 1.17274
UYU 47.301534
UZS 14260.515806
VES 558.033909
VND 30885.274174
VUV 139.802871
WST 3.219121
XAF 656.455051
XAG 0.015387
XAU 0.000247
XCD 3.169388
XCG 2.112855
XDR 0.818704
XOF 657.324846
XPF 119.331742
YER 278.115659
ZAR 19.254323
ZMK 10556.069282
ZMW 22.30092
ZWL 377.621722
  • Goldpreis

    -47.0000

    4771

    -0.99%

  • Euro STOXX 50

    29.8200

    5926.11

    +0.5%

  • SDAX

    224.0600

    17257.63

    +1.3%

  • TecDAX

    14.6900

    3531.61

    +0.42%

  • DAX

    -3.0400

    23803.95

    -0.01%

  • MDAX

    329.9200

    30382.28

    +1.09%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1729

    +0.22%

Wadephul: Rückkehr syrischer Flüchtlinge derzeit nur "sehr eingeschränkt möglich"
Wadephul: Rückkehr syrischer Flüchtlinge derzeit nur "sehr eingeschränkt möglich" / Foto: Daniel MIHAILESCU - AFP/Archiv

Wadephul: Rückkehr syrischer Flüchtlinge derzeit nur "sehr eingeschränkt möglich"

Bei einem Besuch in Syrien hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) die aus seiner Sicht bedeutende Rolle des Landes für die Sicherheit Europas unterstrichen. Syrien sei ein "Schlüsselstaat", sagte Wadephul am Donnerstag in Damaskus vor Journalisten nach einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Zur Politik von dessen Regierung sagte Wadephul, die Bundesregierung habe "grundsätzliches Vertrauen" in den "neuen syrischen Weg". Zurückhaltend äußerte er sich über die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat.

Textgröße:

"Die ganze europäische Union hat die Folgen eines Bürgerkriegs zu spüren bekommen", sagte Wadephul weiter mit Blick auf den 2011 begonnenen Konflikt in Syrien mit Hunderttausenden Toten und Millionen Menschen, die in der Folge das Land verließen. "Deswegen müssen wir alles dafür tun, dass nicht nur die Wunden verheilen, sondern dass auch die Gefahr gebannt wird, dass so ein Bürgerkrieg wieder ausbrechen kann", fügte der Minister an. Syrien sei eine "Brücke" zwischen der Golfregion und dem Mittelmeerraum.

Übergangspräsident al-Scharaa hatte Wadephul und eine deutsche Delegation in der syrischen Hauptstadt für Gespräche über bilaterale Beziehungen und "Wege, die Zusammenarbeit in politischen, wirtschaftlichen und humanitären Bereichen zu verbessern" empfangen, wie das Präsidialamt in Damaskus mitteilte.

Wadephul unterstrich nach dem Treffen die finanzielle Unterstützung, die Deutschland für die syrische Zivilbevölkerung geleistet habe und sprach von insgesamt "13 Milliarden Euro an humanitärer Unterstützung". Zugleich hätten sich deutsche Bundesregierungen während des Bürgerkriegs im Land nie auf "Avancen von Diktator Assad" eingelassen.

Nach dem Machtwechsel in Damaskus seien deutsche Unternehmen nun grundsätzlich bereit, im Land zu investieren, sie müssten hierfür jedoch Rechtssicherheit erwarten können. Dies habe er auch gegenüber al-Scharaa betont. "Noch in diesem Jahr" solle zudem die erste Sitzung des im Juli gegründeten deutsch-syrischen Wirtschaftsrats stattfinden.

Zurückhaltend äußerte Wadephul sich zur möglichen Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus Deutschland. Diese sei "zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr eingeschränkt möglich", da in Syrien "sehr viel an Infrastruktur" zerstört sei. Es sei aber "das verständliche Interesse der syrischen Regierung, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass möglichst viele Syrerinnen und Syrer zurückkehren".

Mit Blick auf die Abschiebung syrischer Straftäter sprach der Außenminister von "ganz wenigen Ausnahmefällen", die "natürlich" auch durch eine Rückführung nach Syrien zu lösen seien. Hierzu stehe das Auswärtige Amt mit dem syrischen Außenministerium im Austausch.

Mit Blick auf die politische Lage in Syrien sprach Wadephul von "ersten Schritten" in Richtung eines "inklusiveren politischen Systems". Es seien "alle Beteiligten" aufgefordert, "Kompromissbereitschaft zu zeigen".

Die neue Regierung in Damaskus steht im Verdacht, Minderheiten wie Alawiten, Drusen oder Kurden nicht ausreichend zu schützen. Bei einem kürzlich als undemokratisch kritisierten Auswahlverfahren zur Bestimmung der Mitglieder des ersten Parlaments nach dem Sturz Assads durften beispielsweise von ethnischen Minderheiten dominierte Regionen nicht teilnehmen.

Zur Politik der Regierung um al-Scharaa sagte Wadephul: "Wir haben ein grundsätzliches Vertrauen in den neuen syrischen Weg, inklusiv voranzugehen. Wir setzen darauf, dass dieser fortgesetzt wird."

Vor seiner Ankunft in Syrien hatte Wadephul auf die "enormen Herausforderungen" für das Land verwiesen. Hierfür sei eine Regierung nötig, die "allen Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von Geschlecht, religiöser, ethnischer oder gesellschaftlicher Zugehörigkeit, ein Leben in Würde und Sicherheit garantiert", hob er hervor. "Das ist die Voraussetzung dafür, dass jetzt das Fundament für ein freies, sicheres, und stabiles Syrien entstehen kann." Deutschland sei bereit, an diesem Fundament mitzuarbeiten.

Syrien ist die zweite Station von Wadephuls Reise in den Nahen Osten. Zuvor hatte er bereits politische Gespräche in Jordanien geführt. Am Freitag trifft er Regierungsvertreter im Libanon. Zum Abschluss seiner Reise nimmt er am Samstag an einer Sicherheitskonferenz in Bahrein teil.

Der derzeitige syrische Übergangspräsident al-Scharaa war im Dezember 2024 nach jahrelangem Bürgerkrieg an der Spitze der islamistischen HTS-Miliz an die Macht gekommen. Damit endete die jahrelange weitgehende Isolation Syriens unter Diktator Baschar al-Assad.

Nach Assads Sturz hatte bereits Wadephuls Amtsvorgängerin Annalena Baerbock (Grüne) Syrien besucht. Die Bundesregierung mahnte bei der neuen Führung aber auch die Einhaltung der Menschenrechte an.

U.Ptacek--TPP