The Prague Post - Israels Ex-Militärstaatsanwältin wegen durchgesickerter Videos aus Haftanstalt festgenommen

EUR -
AED 4.335406
AFN 74.371229
ALL 96.640781
AMD 443.876269
ANG 2.112787
AOA 1082.523524
ARS 1608.376252
AUD 1.668571
AWG 2.12491
AZN 2.006245
BAM 1.95961
BBD 2.374678
BDT 144.083218
BGN 1.945055
BHD 0.445083
BIF 3496.487712
BMD 1.180505
BND 1.496254
BOB 8.147083
BRL 6.069806
BSD 1.179023
BTN 107.22422
BWP 15.61182
BYN 3.38096
BYR 23137.907234
BZD 2.371271
CAD 1.614613
CDF 2691.552529
CHF 0.913328
CLF 0.025895
CLP 1022.45904
CNY 8.155817
CNH 8.125484
COP 4380.05306
CRC 562.708476
CUC 1.180505
CUP 31.283395
CVE 110.479826
CZK 24.223796
DJF 209.964497
DKK 7.469902
DOP 72.472764
DZD 153.386664
EGP 56.381052
ERN 17.707582
ETB 183.484522
FJD 2.623378
FKP 0.875507
GBP 0.873373
GEL 3.157844
GGP 0.875507
GHS 12.95758
GIP 0.875507
GMD 86.764011
GNF 10344.113939
GTQ 9.046783
GYD 246.636893
HKD 9.230267
HNL 31.192446
HRK 7.534697
HTG 154.544436
HUF 379.50713
IDR 19845.477475
ILS 3.676602
IMP 0.875507
INR 107.325359
IQD 1544.642783
IRR 1515547.089643
ISK 144.895805
JEP 0.875507
JMD 183.707215
JOD 0.836972
JPY 182.34799
KES 152.285463
KGS 103.23542
KHR 4741.360061
KMF 493.451057
KPW 1062.45828
KRW 1701.923178
KWD 0.361778
KYD 0.98254
KZT 588.489262
LAK 25264.768927
LBP 105584.1368
LKR 364.798615
LRD 217.538528
LSL 18.994737
LTL 3.485726
LVL 0.714076
LYD 7.458408
MAD 10.810784
MDL 20.249976
MGA 5045.939969
MKD 61.782349
MMK 2478.807119
MNT 4212.751591
MOP 9.491297
MRU 47.208997
MUR 54.551164
MVR 18.25078
MWK 2044.53618
MXN 20.275689
MYR 4.593332
MZN 75.44024
NAD 18.994818
NGN 1589.963495
NIO 43.385465
NOK 11.261302
NPR 171.558953
NZD 1.97619
OMR 0.453905
PAB 1.179028
PEN 3.960502
PGK 5.141933
PHP 67.984143
PKR 329.514308
PLN 4.218707
PYG 7623.016538
QAR 4.297402
RON 5.096126
RSD 117.407183
RUB 90.817666
RWF 1721.999451
SAR 4.428921
SBD 9.497382
SCR 16.385496
SDG 710.078753
SEK 10.671168
SGD 1.493809
SHP 0.885685
SLE 28.971106
SLL 24754.60871
SOS 672.627855
SRD 44.428912
STD 24434.079821
STN 24.548358
SVC 10.316059
SYP 130.495228
SZL 18.988405
THB 36.56618
TJS 11.171554
TMT 4.131769
TND 3.423243
TOP 2.842374
TRY 51.757787
TTD 7.980721
TWD 37.10681
TZS 3027.77339
UAH 51.033547
UGX 4244.342931
USD 1.180505
UYU 45.748376
UZS 14399.365229
VES 474.364143
VND 30834.802906
VUV 139.819325
WST 3.20439
XAF 657.254506
XAG 0.013516
XAU 0.000227
XCD 3.190375
XCG 2.124986
XDR 0.814334
XOF 657.226614
XPF 119.331742
YER 281.491441
ZAR 18.856155
ZMK 10625.961986
ZMW 22.325073
ZWL 380.12228
  • MDAX

    -475.0500

    31348.34

    -1.52%

  • Euro STOXX 50

    -26.4300

    6104.88

    -0.43%

  • TecDAX

    -42.1300

    3679.37

    -1.15%

  • DAX

    -306.7500

    24953.94

    -1.23%

  • SDAX

    -207.1100

    17816.81

    -1.16%

  • Goldpreis

    142.7000

    5223.6

    +2.73%

  • EUR/USD

    0.0016

    1.1802

    +0.14%

Israels Ex-Militärstaatsanwältin wegen durchgesickerter Videos aus Haftanstalt festgenommen
Israels Ex-Militärstaatsanwältin wegen durchgesickerter Videos aus Haftanstalt festgenommen / Foto: Maya LEVIN - AFP

Israels Ex-Militärstaatsanwältin wegen durchgesickerter Videos aus Haftanstalt festgenommen

Der Skandal um durchgesickerte Videos aus einem israelischen Hochsicherheitsgefängnis über die mutmaßliche Misshandlung eines palästinensischen Gefangenen weitet sich aus. Im Zuge der Affäre wurde die ehemalige israelische Militärstaatsanwältin Jifat Tomer-Jeruschalmi nach ihrem kurzzeitigen Verschwinden festgenommen, wie der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir am Montag im Onlinedienst Telegram bekanntgab. Israelische Medien führten ihr zeitweises Verschwinden darauf zurück, dass sie versucht haben könnte, Beweismaterial zu beseitigen.

Textgröße:

Welche Vorwürfe Tomer-Jeruschalmi zur Last gelegt werden, ging aus Ben-Gvirs Erklärung zunächst nicht hervor. Er unterstrich aber, wie wichtig es sei, "die Ermittlungen professionell auszuführen, um die ganze Wahrheit über den Fall aufzudecken, der zu einer Verleumdung gegen Soldaten der israelischen Streitkräfte geführt" habe.

Tomer-Jeruschalmi war am Freitag nach Angaben der Armee zurückgetreten. In ihrem in israelischen Medien veröffentlichten Rücktrittsschreiben räumte sie ein, dass ihre Behörde das Video an die Medien weitergegeben hatte. Zudem erklärte sie darin, die israelische Armee (IDF) sei "eine moralische und gesetzestreue Armee, und daher muss sie auch während eines schmerzhaften und langwierigen Krieges illegale Handlungen untersuchen".

Verteidigungsminister Israel Katz begrüßte ihren Rücktritt als "eine gute Sache". Wer "Soldaten der IDF verleumdet, hat keinen Platz in der Armee", erklärte er nach Angaben seines Büros.

Anfang vergangener Woche war bekannt geworden, dass wegen der Veröffentlichung von Aufnahmen aus dem Gefängnis Sde Teiman im Süden Israels Ermittlungen eingeleitet worden waren. Das bereits im vergangenen Jahr durchgesickerte Video zeigt mutmaßlich Misshandlungen eines Gefangenen durch israelische Reservisten und hatte in Israel und international Entrüstung ausgelöst.

Der Fall war im Sommer 2024 bekannt geworden. Zuerst hatte der israelische Sender Channel 12 die Aufnahmen ausgestrahlt, in denen die Misshandlungen aber nicht eindeutig zu sehen sind. Im Februar erhob die israelische Armee Anklage gegen fünf Reservisten. Den Beschuldigten werde vorgeworfen, gegenüber einem Gefangenen in dem Gefängnis Sde Teiman "schwere Gewalt" angewandt zu haben, teilte die Armee damals mit.

Laut der Anklage war den fünf Soldaten befohlen worden, den palästinensischen Gefangenen zu durchsuchen. Dem Mann waren "die Augen verbunden und die Hände und Füße gefesselt" worden, erklärte die Armee. Die darauffolgenden Misshandlungen führten den Militärangaben zufolge unter anderem zu "gebrochenen Rippen, Lungenverletzungen und einem Riss des Rektums".

Die Armee bezog sich in ihrer damaligen Anklageschrift auf mehrere Beweismittel, darunter auf Aufnahmen von Überwachungskameras und ärztliche Unterlagen. Nach der Veröffentlichung des Videos war der Fall schließlich vor die Militärjustiz gebracht worden.

Am Sonntag war die Ex-Militärstaatsanwältin kurzzeitig verschwunden und galt mehrere Stunden als vermisst - was in israelischen Medien Spekulationen über einen möglichen Suizidversuch auslöste. Einige israelische Medien berichteten, dass die Juristin einen Brief hinterlassen habe, der als Abschiedsbrief interpretiert werden könne.

Auch Ben Gvir hatte die Festnahme am Montag mit einem angeblichen Suizidversuch der am Freitag zurückgetretenen früheren Generalstaatsanwältin der Streitkräfte begründet. Es sei "angesichts der Ereignisse der vergangenen Nacht" vereinbart worden, dass die Strafvollzugsbehörden "mit erhöhter Wachsamkeit" vorgehen, erklärte der Minister. Damit solle die Sicherheit Tomer-Jeruschalmi "in der Haftanstalt, in der sie in Gewahrsam genommen wurde, gewährleistet" werden.

Am Montag berichtete der Sender Channel 12 dann unter Berufung auf Vermutungen der Polizei, dass Tomer-Jeruschalmi keineswegs Suizid-Absichten gehabt habe. Vielmehr soll sie ihr Verschwinden inszeniert haben, um ihr Handy loszuwerden, das möglicherweise kompromittierende Informationen enthalten haben soll.

Das Hochsicherheitsgefängnis Sde Teiman war nach dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg auf einem Militärstützpunkt eingerichtet worden. Dort werden vor allem Gefangene aus dem Gazastreifen festgehalten, darunter Hamas-Kämpfer.

Im Oktober 2024 warf eine UN-Kommission Israel vor, dass tausende Häftlinge in israelischen Gefangenenlagern "weit verbreiteten und systematischen Misshandlungen" ausgesetzt gewesen seien, was "Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form von Folter" gleichkomme. Israel wies die Vorwürfe als "empörend" zurück.

T.Musil--TPP