The Prague Post - Bundeshaushalt für 2026: Noch mehr Ausgaben und neue Schulden

EUR -
AED 4.292856
AFN 74.811013
ALL 95.758004
AMD 439.584403
AOA 1071.899958
ARS 1615.399361
AUD 1.65382
AWG 2.105518
AZN 2.052807
BAM 1.956344
BBD 2.351384
BDT 143.419901
BHD 0.440959
BIF 3471.693024
BMD 1.16892
BND 1.489127
BOB 8.067279
BRL 5.958571
BSD 1.16744
BTN 108.113854
BWP 15.725577
BYN 3.39093
BYR 22910.83612
BZD 2.348014
CAD 1.616324
CDF 2688.516258
CHF 0.924049
CLF 0.026465
CLP 1041.578414
CNY 7.985887
CNH 7.984561
COP 4272.239719
CRC 542.755646
CUC 1.16892
CUP 30.976386
CVE 110.478184
CZK 24.375844
DJF 207.740664
DKK 7.472498
DOP 70.57353
DZD 154.700132
EGP 62.058327
ERN 17.533803
ETB 182.994654
FJD 2.583902
FKP 0.869768
GBP 0.871109
GEL 3.144048
GGP 0.869768
GHS 12.875695
GIP 0.869768
GMD 86.499858
GNF 10257.274577
GTQ 8.931523
GYD 244.248998
HKD 9.158197
HNL 31.128258
HRK 7.533805
HTG 153.113908
HUF 377.188921
IDR 19997.594726
ILS 3.572448
IMP 0.869768
INR 108.282946
IQD 1531.285475
IRR 1538298.996652
ISK 143.403564
JEP 0.869768
JMD 184.583722
JOD 0.828765
JPY 186.171615
KES 150.966141
KGS 102.220317
KHR 4690.288808
KMF 492.115113
KPW 1051.974571
KRW 1731.059719
KWD 0.361091
KYD 0.972883
KZT 556.712029
LAK 25675.332478
LBP 104620.483213
LKR 368.367212
LRD 215.373677
LSL 19.088267
LTL 3.451517
LVL 0.707068
LYD 7.428482
MAD 10.836555
MDL 20.162127
MGA 4851.019228
MKD 61.629212
MMK 2454.475424
MNT 4179.182492
MOP 9.420942
MRU 46.768658
MUR 54.378586
MVR 18.060309
MWK 2030.414798
MXN 20.320043
MYR 4.634758
MZN 74.752294
NAD 19.088101
NGN 1591.777358
NIO 42.922942
NOK 11.118535
NPR 172.980345
NZD 1.998479
OMR 0.449448
PAB 1.16743
PEN 3.94218
PGK 5.039507
PHP 69.930678
PKR 326.157928
PLN 4.250153
PYG 7542.19513
QAR 4.262
RON 5.091462
RSD 117.37248
RUB 90.731993
RWF 1708.376887
SAR 4.386329
SBD 9.408151
SCR 16.899377
SDG 702.520794
SEK 10.873878
SGD 1.489894
SLE 28.7552
SOS 668.039996
SRD 43.922762
STD 24194.28831
STN 24.90969
SVC 10.214973
SYP 129.228602
SZL 19.088686
THB 37.607722
TJS 11.108433
TMT 4.097065
TND 3.370873
TRY 52.231832
TTD 7.919305
TWD 37.128178
TZS 3045.036993
UAH 50.709959
UGX 4302.21534
USD 1.16892
UYU 47.383385
UZS 14284.205282
VES 555.311151
VND 30780.591435
VUV 139.726541
WST 3.237081
XAF 656.14797
XAG 0.01541
XAU 0.000245
XCD 3.159065
XCG 2.104112
XDR 0.816038
XOF 656.347347
XPF 119.331742
YER 278.846329
ZAR 19.188936
ZMK 10521.677406
ZMW 22.269481
ZWL 376.391831
  • Euro STOXX 50

    -17.0800

    5896.29

    -0.29%

  • Goldpreis

    -38.9000

    4779.1

    -0.81%

  • EUR/USD

    -0.0013

    1.169

    -0.11%

  • TecDAX

    -78.7500

    3516.92

    -2.24%

  • MDAX

    -242.7200

    30052.36

    -0.81%

  • DAX

    -273.6400

    23806.99

    -1.15%

  • SDAX

    -201.3900

    17033.57

    -1.18%

Bundeshaushalt für 2026: Noch mehr Ausgaben und neue Schulden
Bundeshaushalt für 2026: Noch mehr Ausgaben und neue Schulden / Foto: Vincenzo PINTO - AFP/Archiv

Bundeshaushalt für 2026: Noch mehr Ausgaben und neue Schulden

Der Haushalt für 2026 steht: In einer Mammutsitzung hat der mächtige Haushaltsausschuss des Bundestags den überarbeiteten Entwurf beschlossen und dabei sowohl Gesamtausgaben als auch Neuverschuldung noch einmal erhöht. Grund für die gestiegene Nettokreditaufnahme sind vor allem mehr Gelder für die Ukraine und ein höheres Darlehen für die Pflegeversicherung, um höhere Beiträge zu vermeiden. Die Opposition kritisierte die "gigantischen" Schuldensummen und warf der Regierung vor, falsche Prioritäten zu setzen.

Textgröße:

Kommendes Jahr sind nun Ausgaben in Höhe von 524,5 Milliarden Euro vorgesehen - gut vier Milliarden Euro mehr als im Regierungsentwurf vorgesehen waren. Die Nettokreditaufnahme im Kernhaushalt soll nun knapp 98 Milliarden Euro betragen, das sind 8,1 Milliarden Euro mehr als im Regierungsentwurf. Hinzu kommen schuldenfinanzierte Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur - insgesamt summieren sich die neuen Schulden auf mehr als 180 Milliarden Euro.

Mit Abstand größter Einzeletat ist trotz einer leichten Anpassung nach unten der Einzelplan für Arbeit und Soziales mit geplanten Ausgaben von 197,34 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Das Verteidigungsministerium hat 82,69 Milliarden Euro zur Verfügung, das Verkehrsministerium 27,90 Milliarden Euro.

Die Haushälter hätten für das nächste Jahr und die kommenden Jahre ein besonderes Augenmerk auf die zwei großen Schwerpunkte Wirtschaft und Sicherheit gelegt, betonte SPD-Haushaltsexperte Thorsten Rudolph. In den kommenden Jahren würden 166 Milliarden Euro in Straße, Schiene und Wasserstraße investiert. In die Bundeswehr würden in dieser Legislatur insgesamt 650 Milliarden Euro investiert.

Die Haushaltslücke für das Jahr 2027 ist nun kleiner geworden - laut "Handelsblatt" schrumpft sie von ursprünglich 34 Milliarden Euro um einen hohen zweistelligen Milliardenbetrag. So wird unter anderem eine für 2026 geplante Rücklage von fast zehn Milliarden Euro nicht angetastet, außerdem spielt die bessere Steuerschätzung der Regierung in die Hände.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte dazu zugleich, die Regierung müsse weiterhin stark konsolidieren. "Für die notwendigen Einsparungen mit Blick auf die kommenden Jahre bleiben alle in der Pflicht", erklärte er.

Von der Opposition kam scharfe Kritik am Etat für 2026: "Die Koalition treibt Schindluder mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität", sagte etwa der Grünen-Haushaltsexperte Sebastian Schäfer. "Viel zu wenig der neuen, schuldenfinanzierten Mittel fließt in echte, zusätzliche Investitionen." Dabei bräuchte Deutschland einen "echten Wachstumsimpuls", nämlich Investitionen in Brücken, Schienen und schnelles Internet. Steuergeschenke etwa für die Gastronomie könne sich das Land hingegen nicht leisten.

Der Linken-Haushaltspolitiker Dietmar Bartsch kritisierte das "whatever it takes"-Prinzip im Bereich Verteidigung. Die dortigen Ausgaben könnten "nicht dauerhaft auf Pump" finanziert werden, das bedrohe die Resilienz und Widerstandsfähigkeit des Landes.

Die AfD kritisierte die geplanten "gigantischen Schulden". Der AfD-Haushälter Michael Espendiller sagte dazu, mit dem neuen Etat werde "fast jeder dritte Euro aus Schulden finanziert", so eine hohe Schuldenquote habe Deutschland selten gesehen. Die Partei plädiert für deutlich geringere Schulden - finanziert etwa über Kürzungen bei den Zahlungen an die EU, beim Klima- und Transformationsfonds. Außerdem will sie das Entwicklungshilfeministerium abschaffen und fordert einen Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine.

Der Etat für das kommende Jahr war Ende Juli vom Bundeskabinett beschlossen worden. Er soll nun Ende November in der überarbeiteten Fassung vom Bundestag verabschiedet werden. Dafür ist die nun abgeschlossene Bereinigungssitzung des Ausschusses die zentrale Grundlage.

B.Hornik--TPP