The Prague Post - Gebietsverluste und kein Nato-Beitritt: US-Plan verlangt erhebliche Zugeständnisse von Kiew

EUR -
AED 4.320231
AFN 72.93494
ALL 96.33182
AMD 443.422632
ANG 2.105392
AOA 1078.733872
ARS 1635.559277
AUD 1.670107
AWG 2.120413
AZN 1.996824
BAM 1.954036
BBD 2.37063
BDT 143.829565
BGN 1.938247
BHD 0.443586
BIF 3490.30506
BMD 1.176373
BND 1.492034
BOB 8.133693
BRL 6.150193
BSD 1.177023
BTN 107.158909
BWP 15.623698
BYN 3.35403
BYR 23056.914262
BZD 2.367163
CAD 1.611879
CDF 2676.24879
CHF 0.911813
CLF 0.02576
CLP 1017.18618
CNY 8.12697
CNH 8.115739
COP 4333.59409
CRC 565.58228
CUC 1.176373
CUP 31.173889
CVE 110.165562
CZK 24.257932
DJF 209.598139
DKK 7.471364
DOP 72.423705
DZD 152.894306
EGP 55.964578
ERN 17.645598
ETB 180.908676
FJD 2.591196
FKP 0.869083
GBP 0.874063
GEL 3.140653
GGP 0.869083
GHS 12.935379
GIP 0.869083
GMD 87.051356
GNF 10326.635033
GTQ 9.030849
GYD 246.244594
HKD 9.193119
HNL 31.138893
HRK 7.542926
HTG 154.278777
HUF 378.722753
IDR 19895.999536
ILS 3.673013
IMP 0.869083
INR 107.19083
IQD 1541.888593
IRR 49554.72025
ISK 144.894276
JEP 0.869083
JMD 183.395242
JOD 0.834029
JPY 182.490186
KES 151.834115
KGS 102.873776
KHR 4727.672404
KMF 490.54715
KPW 1058.73238
KRW 1705.729723
KWD 0.360841
KYD 0.980802
KZT 579.629421
LAK 25216.346283
LBP 105460.75677
LKR 364.111344
LRD 218.330146
LSL 19.046608
LTL 3.473524
LVL 0.711577
LYD 7.447278
MAD 10.784566
MDL 20.150555
MGA 5121.399067
MKD 61.702339
MMK 2469.912848
MNT 4200.047672
MOP 9.473828
MRU 46.862701
MUR 54.352473
MVR 18.122026
MWK 2040.931781
MXN 20.303983
MYR 4.597858
MZN 75.173828
NAD 19.046608
NGN 1580.292885
NIO 43.310723
NOK 11.278554
NPR 171.454055
NZD 1.973966
OMR 0.45232
PAB 1.177043
PEN 3.945722
PGK 5.056436
PHP 68.360813
PKR 329.091355
PLN 4.221557
PYG 7631.11197
QAR 4.290228
RON 5.099605
RSD 117.4232
RUB 90.135411
RWF 1719.026445
SAR 4.412818
SBD 9.464137
SCR 16.579145
SDG 707.598415
SEK 10.688115
SGD 1.492659
SHP 0.882585
SLE 28.825653
SLL 24667.956563
SOS 671.485339
SRD 44.258666
STD 24348.549668
STN 24.477594
SVC 10.298704
SYP 13010.187251
SZL 19.054558
THB 36.691455
TJS 11.122619
TMT 4.117306
TND 3.41202
TOP 2.832425
TRY 51.49044
TTD 7.966707
TWD 37.154624
TZS 3044.927888
UAH 50.914643
UGX 4219.173737
USD 1.176373
UYU 45.329085
UZS 14280.110421
VES 465.693191
VND 30550.411397
VUV 139.4505
WST 3.177654
XAF 655.357102
XAG 0.015065
XAU 0.000235
XCD 3.179208
XCG 2.121258
XDR 0.813672
XOF 655.365451
XPF 119.331742
YER 280.476757
ZAR 19.004266
ZMK 10588.74437
ZMW 22.110137
ZWL 378.791683
  • Euro STOXX 50

    -53.1100

    6050.26

    -0.88%

  • DAX

    -263.0800

    25015.13

    -1.05%

  • MDAX

    -227.7000

    31514.52

    -0.72%

  • SDAX

    -113.3400

    17979.69

    -0.63%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1773

    -0.13%

  • TecDAX

    -23.8000

    3698.02

    -0.64%

  • Goldpreis

    11.5000

    5021

    +0.23%

Gebietsverluste und kein Nato-Beitritt: US-Plan verlangt erhebliche Zugeständnisse von Kiew
Gebietsverluste und kein Nato-Beitritt: US-Plan verlangt erhebliche Zugeständnisse von Kiew / Foto: TOM BRENNER - AFP/Archiv

Gebietsverluste und kein Nato-Beitritt: US-Plan verlangt erhebliche Zugeständnisse von Kiew

Verzicht auf große Gebiete in der Ostukraine, Begrenzung der Truppenstärke und kein Nato-Beitritt: Der Entwurf des US-Plans zur Beendigung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verlangt von Kiew schmerzhafte Zugeständnisse. Die Regionen Donezk und Luhansk sollen ebenso wie die annektierte Halbinsel Krim "de facto als russisch anerkannt werden", heißt es in dem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Dokument. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will nach Angaben aus Kiew am Freitag mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) und anderen europäischen Verbündeten über den Plan beraten.

Textgröße:

Dem Weißen Haus zufolge handelt es sich bei dem 28-Punkte-Plan zur Beilegung des russischen Angriffskrieges noch um ein "Arbeitsdokument". Die wichtigsten Punkte des Vorschlags entsprechen jedoch den bisherigen Forderungen Moskaus und überschreiten die von der Ukraine festgelegten roten Linien.

Dazu gehören weitreichende Gebietsabtretungen an Russland. Etwa ein Fünftel der Ukraine ist derzeit von russischen Truppen besetzt. Ein Großteil davon ist nach mehr als dreieinhalb Jahren Krieg weitgehend zerstört. Laut dem AFP vorliegenden Entwurf soll sich die ukrainische Armee aus dem von ihr kontrollierten Teil der Region Donezk zurückziehen, um dort eine Pufferzone zu schaffen.

Die beiden zum Teil von Russland kontrollierten Regionen Cherson und Saporischschja im Süden der Ukraine würden dem Plan zufolge entsprechend dem aktuellen Frontverlauf aufgeteilt. Zudem sieht der Plan eine Verkleinerung und Begrenzung der ukrainischen Armee auf 600.000 Soldaten vor.

Die Ukraine hatte auf eine von Europa angeführte Friedensmission gehofft, doch Russlands Weigerung, dem zuzustimmen, spiegelt sich auch in dem US-Plan wider. So soll sich die Nato verpflichten, keine Truppen in die Ukraine zu entsenden und zudem eine künftige Mitgliedschaft der Ukraine ausschließen.

Für die Ukraine stehe zwar der Weg in die EU offen, heißt es in dem US-Papier. Kiew soll aber den Verzicht auf einen Nato-Beitritt in der Verfassung verankern - damit würde das Land einer Kernforderung Russlands nachkommen.

Im Gegenzug soll die Ukraine "zuverlässige Sicherheitsgarantien" erhalten, wie es in dem Plan heißt. Nähere Angaben werden zwar nicht gemacht, allerdings sollen im Nato-Land Polen "europäische Kampfflugzeuge" stationiert werden.

Zwischen Russland, der Ukraine und Europa soll dem US-Vorschlag zufolge ein "umfassendes Nichtangriffsabkommen" geschlossen werden. "Es wird erwartet, dass Russland nicht in Nachbarländer einmarschiert und die Nato nicht weiter expandiert", heißt es darin.

Eine weitere zentrale Forderung Moskaus betrifft die ukrainische Innenpolitik: Die Ukraine soll innerhalb von hundert Tagen nach Inkrafttreten des Abkommens Wahlen abhalten, heißt es in dem Plan. US-Präsident Donald Trump hatte sich diese russische Forderung Anfang des Jahres zu eigen gemacht, als er Selenskyj als "Diktator ohne Wahlen" bezeichnete.

Der US-Plan sieht eine finanzielle Entschädigung für die USA im Gegenzug für die Gewährung der Sicherheitsgarantien vor. Zudem will Washington von Projekten zum Wiederaufbau der Ukraine profitieren. Russland soll nach den Vorstellungen Washingtons "wieder in die Weltwirtschaft integriert" und wieder in die G8-Staatengruppe aufgenommen werden, aus der es 2014 nach der Annexion der Krim ausgeschlossen worden war.

Die US-Regierung hatte am Donnerstag Bedenken wegen einer Begünstigung Moskaus in dem Entwurf ihres Friedensplans zurückgewiesen. Es sei ein "guter Plan, sowohl für Russland als auch für die Ukraine", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt.

Der Leiter des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Ex-Verteidigungsminister Rustem Umerow, betonte am Freitag, sein Land werde keinen Plan akzeptieren, der "unsere roten Linien" überschreitet. Selenskyj hatte am Donnerstag erklärt, sein Land brauche einen "würdevollen Frieden". Er wolle "in den kommenden Tagen" mit Trump über den Vorschlag sprechen.

Bereits am Freitag will sich Selenskyj in einem Telefonat mit Kanzler Merz, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer über die US-Vorschläge austauschen, wie es aus ukrainischen und britischen Regierungskreisen hieß.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte in Brüssel, der Vorschlag aus Washington sei aus seiner Sicht "kein wirklicher Plan", sondern "eine Auflistung der Themen", die "dringend besprochen werden müssen zwischen der Ukraine und Russland".

Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte, aus deutscher Sicht sei wichtig, "dass die ukrainischen Streitkräfte imstande bleiben, sich selbst zu verteidigen". Er ging damit indirekt auf Distanz zu der in dem Plan vorgeschlagenen Verkleinerung der ukrainischen Streitkräfte.

Kornelius begrüßte das Engagement der USA für eine Friedenslösung. Es sei aber entscheidend, einen "gerechten Frieden in der Ukraine herbeizuführen". Dazu gehörten "das Bekenntnis zur Souveränität der Ukraine und die Bereitschaft, der Ukraine solide Sicherheitsgarantien zu gewähren".

Q.Pilar--TPP