The Prague Post - Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD

EUR -
AED 4.289652
AFN 74.755457
ALL 95.806291
AMD 439.255962
AOA 1071.09945
ARS 1620.456639
AUD 1.655536
AWG 2.102485
AZN 1.985048
BAM 1.954883
BBD 2.349628
BDT 143.312777
BHD 0.440784
BIF 3467.403249
BMD 1.168047
BND 1.488015
BOB 8.061253
BRL 5.980168
BSD 1.166568
BTN 108.0331
BWP 15.713831
BYN 3.388398
BYR 22893.723364
BZD 2.34626
CAD 1.615473
CDF 2687.676634
CHF 0.923715
CLF 0.026622
CLP 1047.773488
CNY 7.985062
CNH 7.987194
COP 4263.091622
CRC 542.350246
CUC 1.168047
CUP 30.953248
CVE 110.213774
CZK 24.387542
DJF 207.745222
DKK 7.472751
DOP 70.747421
DZD 154.628421
EGP 62.022457
ERN 17.520707
ETB 182.162493
FJD 2.611402
FKP 0.869118
GBP 0.871159
GEL 3.136201
GGP 0.869118
GHS 12.856025
GIP 0.869118
GMD 85.267322
GNF 10236.329954
GTQ 8.924852
GYD 244.066562
HKD 9.151124
HNL 30.979866
HRK 7.534602
HTG 152.999543
HUF 377.436316
IDR 19958.479378
ILS 3.582867
IMP 0.869118
INR 107.977191
IQD 1528.302754
IRR 1535981.950089
ISK 143.389517
JEP 0.869118
JMD 184.445852
JOD 0.828168
JPY 186.00157
KES 150.970476
KGS 102.143964
KHR 4664.85182
KMF 495.836542
KPW 1051.188821
KRW 1730.17561
KWD 0.361021
KYD 0.972156
KZT 556.296205
LAK 25722.264919
LBP 104479.475813
LKR 368.092068
LRD 214.654826
LSL 19.225029
LTL 3.448939
LVL 0.70654
LYD 7.417616
MAD 10.868349
MDL 20.147067
MGA 4873.776473
MKD 61.613989
MMK 2452.642107
MNT 4176.060942
MOP 9.413905
MRU 46.302876
MUR 54.407919
MVR 18.058474
MWK 2022.877118
MXN 20.341505
MYR 4.652305
MZN 74.708468
NAD 19.225029
NGN 1591.662837
NIO 42.930414
NOK 11.104536
NPR 172.851141
NZD 1.998937
OMR 0.449112
PAB 1.166558
PEN 3.948748
PGK 5.049696
PHP 69.977118
PKR 325.391849
PLN 4.252182
PYG 7536.56165
QAR 4.264918
RON 5.092337
RSD 117.338116
RUB 90.670057
RWF 1707.920808
SAR 4.383333
SBD 9.401039
SCR 17.728791
SDG 701.996447
SEK 10.902389
SGD 1.488886
SLE 28.792501
SOS 666.695838
SRD 43.889951
STD 24176.216908
STN 24.488828
SVC 10.207343
SYP 129.132078
SZL 19.226229
THB 37.499044
TJS 11.100136
TMT 4.088165
TND 3.401919
TRY 52.074925
TTD 7.91339
TWD 37.110609
TZS 3031.081984
UAH 50.672082
UGX 4299.001893
USD 1.168047
UYU 47.347993
UZS 14232.506808
VES 554.141288
VND 30748.840182
VUV 139.622175
WST 3.234663
XAF 655.657874
XAG 0.015629
XAU 0.000245
XCD 3.156706
XCG 2.102541
XDR 0.815428
XOF 655.657874
XPF 119.331742
YER 278.666866
ZAR 19.234518
ZMK 10513.842246
ZMW 22.252848
ZWL 376.110693
  • MDAX

    -242.7200

    30052.36

    -0.81%

  • Goldpreis

    35.5000

    4812.7

    +0.74%

  • Euro STOXX 50

    -17.0800

    5896.29

    -0.29%

  • TecDAX

    -78.7500

    3516.92

    -2.24%

  • DAX

    -273.6400

    23806.99

    -1.15%

  • SDAX

    -201.3900

    17033.57

    -1.18%

  • EUR/USD

    0.0045

    1.1715

    +0.38%

Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD
Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD

Erste Wirtschaftsverbände in Deutschland überdenken ihren Umgang mit der AfD. Der Verband der Familienunternehmer bestätigte am Montag, er habe seine bisherige "Brandmauer"-Strategie aufgegeben und AfD-Bundestagsabgeordnete zu einer Veranstaltung eingeladen. Eine Diskussion über den Umgang mit der AfD gibt es auch im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW). Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) will seinerseits weiter zur AfD auf Distanz bleiben.

Textgröße:

Im Oktober hatte der Verband der Familienunternehmer zu seinem Parlamentarischen Abend in Berlin erstmals AfD-Vertreter eingeladen. Dafür habe der Verband ein bis dahin auf Bundesebene geltendes "Kontaktverbot" aufgehoben, sagte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann dem "Handelsblatt". Dem Verband gehören nach eigenen Angaben rund 6500 Unternehmen in Deutschland an.

"Empörung allein hat sich als politische Strategie erschöpft", erklärte Ostermann dann in einer am Montagnachmittag verbreiteten Erklärung. "Jedenfalls wächst die AfD trotz Brandmauer kräftig. (...) Die Hoffnung, man könne ein Viertel der bundesdeutschen Wähler durch moralische Ausgrenzung zur Umkehr bewegen, ist nicht aufgegangen." Jetzt helfe "nur noch die Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD". Ziel auch der Familienunternehmer bleibe, dass sie "keine Regierung mit AfD-Beteiligung" wollten.

Der Begriff "Brandmauer" wurde bisher insbesondere für den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU zur AfD verwendet. Die Entscheidung von 2018 lehnt "Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit" mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei ab.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Leif-Erik Holm, begrüßte den Kursschwenk der Familienunternehmer. "Die strukturellen Probleme unseres Landes sind einfach zu groß, als dass man sich mit unsinnigen Brandmauern aufhalten könnte", erklärte er auf Anfrage. "Verhängte Denkverbote" müssten "ad acta" gelegt werden, um auch mit der AfD "in der Sache über vernünftige Lösungen zu diskutieren".

Scharfe Kritik kam aus der SPD: Die AfD könne kein normaler Gesprächspartner sein, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, dem "Handelsblatt". "Nur weil gerade viele Menschen, auch aus Frust gegenüber anderen Parteien, der AfD ihre Stimme geben, ist das kein Grund für eine Normalisierung."

Die Entscheidung zur Einladung von AfD-Bundestagsabgeordneten führte für den Verband laut "Handelsblatt" bereits zu Konsequenzen. Die Deutsche Bank kündigte demnach für den Parlamentarischen Abend angemietete Räumlichkeiten in ihrer Berliner Repräsentanz. Dort hatte auch das diesjährige Treffen im Oktober stattgefunden.

Die Einschätzung des Industrieverbands BDI zur AfD und dem Umgang mit der Partei habe sich "in den vergangenen Monaten nicht geändert", erklärte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. "Der BDI hat sich wiederholt kritisch zu den Positionen der AfD und anderer radikaler Parteien geäußert. Wir suchen nicht proaktiv den Austausch mit Vertretern von radikalen Parteien wie der AfD."

Der Erfolg der deutschen Industrie basiere "auf stabilen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen", betonte der BDI-Sprecher. Diese versuche die AfD "mit ihren populistischen Positionen zu erschüttern".

Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) verwies gegenüber dem "Handelsblatt" auf die hohen Umfrage- und Wahlergebnisse für die AfD. Diese "sprechen derzeit nicht dafür, dass die Strategie der Brandmauer erfolgreich funktioniert hat", sagte Bundesgeschäftsführer Christoph Ahlhaus. Er berichtet von einer "lebhaften" Debatte in der mittelständischen Wirtschaft über die AfD.

Sein Verband werde sich dazu "nicht wegducken und in seinen Gremien zeitnah eine Position erarbeiten", sagte Ahlhaus. Auf regionaler Ebene hätten in der Vergangenheit AfD-Vertreter "vereinzelt an Veranstaltungen des BVMW teilgenommen".

E.Soukup--TPP