The Prague Post - EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration

EUR -
AED 4.329224
AFN 73.087352
ALL 96.109056
AMD 445.229337
ANG 2.109773
AOA 1080.978952
ARS 1646.812289
AUD 1.673915
AWG 2.124825
AZN 2.01261
BAM 1.947426
BBD 2.373395
BDT 144.000824
BGN 1.94228
BHD 0.444412
BIF 3495.205144
BMD 1.178821
BND 1.489495
BOB 8.142987
BRL 6.172188
BSD 1.178433
BTN 106.79779
BWP 15.521262
BYN 3.366823
BYR 23104.897413
BZD 2.370009
CAD 1.614661
CDF 2681.81857
CHF 0.910521
CLF 0.025737
CLP 1016.249691
CNY 8.143889
CNH 8.122745
COP 4338.097736
CRC 567.858319
CUC 1.178821
CUP 31.238764
CVE 110.514212
CZK 24.241985
DJF 209.500697
DKK 7.471004
DOP 72.510537
DZD 153.211919
EGP 55.298626
ERN 17.682319
ETB 183.159365
FJD 2.59547
FKP 0.8707
GBP 0.873589
GEL 3.147276
GGP 0.8707
GHS 12.967502
GIP 0.8707
GMD 87.233168
GNF 10344.156984
GTQ 9.038138
GYD 246.539926
HKD 9.211722
HNL 31.274368
HRK 7.534439
HTG 154.465827
HUF 379.260943
IDR 19948.190804
ILS 3.650344
IMP 0.8707
INR 107.029017
IQD 1544.845309
IRR 49657.847304
ISK 144.900958
JEP 0.8707
JMD 183.491024
JOD 0.835847
JPY 182.311193
KES 152.067984
KGS 103.087903
KHR 4741.219291
KMF 491.56825
KPW 1060.900325
KRW 1710.517088
KWD 0.361627
KYD 0.981978
KZT 576.292056
LAK 25256.246163
LBP 105563.447314
LKR 364.502709
LRD 218.781827
LSL 18.908466
LTL 3.480753
LVL 0.713058
LYD 7.432446
MAD 10.796236
MDL 20.097584
MGA 5121.978307
MKD 61.64376
MMK 2475.110378
MNT 4218.218125
MOP 9.487705
MRU 47.105611
MUR 54.22597
MVR 18.159703
MWK 2047.612406
MXN 20.291817
MYR 4.618033
MZN 75.32087
NAD 18.908552
NGN 1579.620319
NIO 43.274449
NOK 11.233018
NPR 170.876265
NZD 1.975932
OMR 0.453261
PAB 1.178433
PEN 3.953176
PGK 5.06569
PHP 68.389303
PKR 329.595377
PLN 4.216125
PYG 7701.883392
QAR 4.292445
RON 5.094397
RSD 117.449543
RUB 90.474497
RWF 1715.184987
SAR 4.421405
SBD 9.483832
SCR 16.170429
SDG 709.065716
SEK 10.657923
SGD 1.493903
SHP 0.884421
SLE 28.883092
SLL 24719.292413
SOS 673.701034
SRD 44.442669
STD 24399.220809
STN 24.666836
SVC 10.310666
SYP 13037.262417
SZL 18.908658
THB 36.838107
TJS 11.112319
TMT 4.125875
TND 3.367302
TOP 2.838319
TRY 51.596182
TTD 7.984667
TWD 37.184856
TZS 3045.370418
UAH 51.036951
UGX 4171.065227
USD 1.178821
UYU 45.783141
UZS 14322.678583
VES 466.662332
VND 30613.989072
VUV 140.217219
WST 3.187746
XAF 653.148587
XAG 0.015339
XAU 0.000237
XCD 3.185823
XCG 2.123768
XDR 0.812427
XOF 653.066739
XPF 119.331742
YER 281.060419
ZAR 18.937346
ZMK 10610.803862
ZMW 22.042223
ZWL 379.579977
  • EUR/USD

    0.0009

    1.1797

    +0.08%

  • DAX

    279.8100

    25278.21

    +1.11%

  • Euro STOXX 50

    81.5200

    6103.37

    +1.34%

  • MDAX

    297.8900

    31742.22

    +0.94%

  • SDAX

    246.9700

    18093.03

    +1.37%

  • TecDAX

    40.7800

    3721.82

    +1.1%

  • Goldpreis

    -15.9000

    4993.6

    -0.32%

EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration
EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration / Foto: Michael Kappeler - POOL/AFP

EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration

Die Staats- und Regierungschefs der EU und der Afrikanischen Union (AU) haben auf einem Gipfeltreffen in Angola über eine Vertiefung der wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit beraten. Zentrale Themen bei dem zweitägigen Gipfel waren am Montag Handel, Migration und wichtige Rohstoffe. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zufolge will die EU Afrikas größter Handelspartner bleiben. Vor dem offiziellen Gipfelbeginn in Luanda stimmten sich die EU-Staats- und Regierungschefs über die Ergebnisse der Ukraine-Gespräche in Genf ab.

Textgröße:

"Die Herausforderungen, vor denen wir heute stehen - Klimawandel, digitale Transformation, irreguläre Migration, Konflikte und Unsicherheit - kennen keine Grenzen", betonten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Antwort auf eine solche multipolare Welt müsse eine multipolare Zusammenarbeit sein. Zusammen könnten Afrika und Europa "den Weg zeigen".

Das zweitägige Treffen ist der siebte Gipfel in der Geschichte der 25-jährigen Beziehungen zwischen der AU und der EU. Er findet unmittelbar im Anschluss an das Treffen der G20-Staaten in Südafrika statt.

"Wir gehen davon aus, dass die Partnerschaft zwischen den beiden Kontinenten immer stärker wird", sagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei seiner Ankunft bei dem Gipfel in Luanda. UN-Generalsekretär António Guterres forderte seinerseits, die "Achse Europa-Afrika" müsse "zunehmend zur zentralen Achse der internationalen Gemeinschaft" werden.

Experten zufolge müssen diese Beziehungen aufgefrischt werden, wenn die EU weiter der wichtigste Partner des Kontinents bleiben wolle. Angesichts bedeutender Mineralien- und Energievorkommen bemühen sich auch China, die USA und Russland um engere Verbindungen.

Afrika sei "ein Kontinent der Chancen", betonte Bundeskanzler Merz in Luanda. Elf der 20 weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften befänden sich auf dem afrikanischen Kontinent. "Das Potenzial ist ganz offensichtlich." Die Europäische Union sei der größte Handelspartner in Afrika und "das wollen wir bleiben", sagte Merz. "Und wir wollen nicht anderen den Kontinent überlassen."

Die EU führt bei den ausländischen Direktinvestitionen und ist der wichtigste Handelspartner Afrikas. Der Handel mit Waren und Dienstleistungen erreichte 2023 nach Angaben aus Brüssel einen Wert von 467 Milliarden Euro. Allerdings haben die Türkei und die Golfstaaten aufgeholt, wodurch Afrika mehr Verhandlungsmacht gegenüber der EU bekommen habe, erklärte Geert Laporte vom europäischen Politikinstitut ECDPM. Europa sei nicht mehr der einzige Partner Afrikas.

Beobachtern zufolge sollte Europa in Afrika in Infrastruktur, Energie und Arbeitsplätze schaffende Industrieprojekte investieren statt vollmundig Unterstützung zu versprechen. "Afrika wartet nicht auf neue Ankündigungen, sondern auf glaubwürdige, umsetzbare Zusagen", sagte AU-Sprecher Nuur Mohamud Sheekh.

Angesichts der US-Zölle, von denen beide Kontinente betroffen sind, dürfte die Förderung des Handels oberste Priorität haben. Die EU wird voraussichtlich ihr Fachwissen zur Verfügung stellen, um den innerafrikanischen Handel aufzubauen, der derzeit nur 15 Prozent des weltweiten Handelsvolumens ausmacht, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Außerdem wird die EU versuchen, sich kritische Mineralien zu sichern, um die Energiewende in Europa voranzutreiben und ihre Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden zu verringern. Zudem wird erwartet, dass die EU neue Investitionen im Rahmen ihrer Initiative Global Gateway vorstellen wird, die unter anderem darauf abzielt, Chinas wachsendem Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent entgegenzuwirken.

Das Gastgeberland Angola ist zugleich Standort des EU-Vorzeigeprojekts Lobito-Korridor. Das gemeinsam mit den USA finanzierte Eisenbahnprojekt soll mineralhaltige Gebiete der Demokratischen Republik Kongo und Sambias mit der Atlantikküste verbinden.

Bundeskanzler Merz zufolge sollte auf dem Gipfeltreffen auch "intensiv über die großen Krisen auf diesem Kontinent" gesprochen werden, "allen voran natürlich die Situation in Sudan." Das Leid der Menschen dort sei unermesslich. Über 25 Millionen Menschen litten unter Hunger, viele Kinder seien lebensbedrohlich mangelernährt. "Der Sudan braucht jetzt vor allem eins: einen Waffenstillstand", forderte Merz.

Sorge bereite auch die Sahel-Region, in der sich die Sicherheitslage verschlechtere, erklärte Merz. "Extremistische und terroristische Gewalt wirken destabilisierend, besonders für die junge Generation." Gleichzeitig leide die Sahel-Region unter einem massiven Klimawandel. Dürren zerstörten die Lebensgrundlagen. Aus diesem Grund begäben sich die Menschen "auf gefährliche Routen auch über den Atlantik und das Mittelmeer".

Mit Blick auf die internationale Zusammenarbeit sicherte Merz zudem zu, dass Deutschland die Forderung nach zwei ständigen afrikanischen Sitzen im UN-Sicherheitsrat unterstütze. "Um es klar zu sagen: Wenn der Sicherheitsrat über Krisen in Afrika berät und entscheidet, dann muss Afrika mit am Tisch sitzen", betonte der Bundeskanzler.

Bevor sich die EU-Staatenlenker zu dem Gipfeltreffen mit der AU begaben, kamen sie unter der Leitung von EU-Ratspräsident Costa in einem Hotel in Luanda zusammen, um über die Ergebnisse der Genfer Ukraine-Gespräche zu beraten. "Es gibt zwar noch viel zu tun, aber es gibt jetzt eine solide Grundlage, um voranzukommen", sagte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nach dem Treffen.

V.Sedlak--TPP