The Prague Post - Merz sagt Israel bei Antrittsbesuch Unterstützung zu - sieht aber auch Differenzen

EUR -
AED 4.240518
AFN 75.634464
ALL 95.921707
AMD 435.28668
ANG 2.066952
AOA 1058.830109
ARS 1599.801653
AUD 1.666452
AWG 2.078691
AZN 1.976738
BAM 1.957246
BBD 2.320435
BDT 141.364453
BGN 1.973685
BHD 0.436294
BIF 3429.364489
BMD 1.154668
BND 1.483864
BOB 7.960882
BRL 5.94769
BSD 1.152061
BTN 107.314294
BWP 15.805747
BYN 3.413782
BYR 22631.496292
BZD 2.317032
CAD 1.607183
CDF 2661.509861
CHF 0.921616
CLF 0.026733
CLP 1055.551728
CNY 7.947177
CNH 7.942044
COP 4235.865572
CRC 536.089149
CUC 1.154668
CUP 30.598707
CVE 110.848106
CZK 24.500447
DJF 205.207897
DKK 7.47284
DOP 70.261221
DZD 153.741465
EGP 62.597564
ERN 17.320023
ETB 179.898252
FJD 2.602392
FKP 0.87428
GBP 0.872127
GEL 3.100317
GGP 0.87428
GHS 12.707145
GIP 0.87428
GMD 85.445085
GNF 10137.986522
GTQ 8.813512
GYD 241.128168
HKD 9.04869
HNL 30.603818
HRK 7.534903
HTG 151.207143
HUF 382.345854
IDR 19658.398933
ILS 3.634607
IMP 0.87428
INR 107.4193
IQD 1509.315225
IRR 1523209.394098
ISK 144.402703
JEP 0.87428
JMD 181.633421
JOD 0.818618
JPY 184.206561
KES 149.913038
KGS 100.976015
KHR 4607.284594
KMF 493.042995
KPW 1039.20109
KRW 1736.574963
KWD 0.357185
KYD 0.960109
KZT 545.933387
LAK 25368.513623
LBP 103345.156614
LKR 363.494881
LRD 211.406207
LSL 19.57749
LTL 3.409435
LVL 0.698448
LYD 7.367508
MAD 10.823898
MDL 20.271505
MGA 4816.517185
MKD 61.719357
MMK 2424.535601
MNT 4124.753932
MOP 9.300972
MRU 45.767827
MUR 54.327428
MVR 17.85144
MWK 1997.658759
MXN 20.548301
MYR 4.65043
MZN 73.841317
NAD 19.577065
NGN 1593.614794
NIO 42.390404
NOK 11.239598
NPR 171.700638
NZD 2.017933
OMR 0.444297
PAB 1.152051
PEN 3.985845
PGK 4.983596
PHP 69.39324
PKR 321.459517
PLN 4.265003
PYG 7452.571208
QAR 4.200704
RON 5.097169
RSD 117.566688
RUB 92.547154
RWF 1682.628713
SAR 4.335319
SBD 9.282114
SCR 16.667709
SDG 693.95568
SEK 10.867333
SGD 1.482894
SHP 0.8663
SLE 28.462725
SLL 24212.826862
SOS 658.383625
SRD 43.127998
STD 23899.300022
STN 24.517691
SVC 10.080448
SYP 127.665303
SZL 19.569545
THB 37.533066
TJS 11.042659
TMT 4.052885
TND 3.39641
TOP 2.780163
TRY 51.489313
TTD 7.815877
TWD 36.86628
TZS 3002.136806
UAH 50.456845
UGX 4322.193646
USD 1.154668
UYU 46.654473
UZS 13997.342562
VES 546.608946
VND 30409.918474
VUV 137.758315
WST 3.194134
XAF 656.436352
XAG 0.015734
XAU 0.000247
XCD 3.120548
XCG 2.076334
XDR 0.816927
XOF 656.447731
XPF 119.331742
YER 275.561408
ZAR 19.453301
ZMK 10393.393053
ZMW 22.263643
ZWL 371.802682
  • Goldpreis

    24.4000

    4704.1

    +0.52%

  • EUR/USD

    0.0035

    1.1557

    +0.3%

  • MDAX

    -289.5400

    28916.26

    -1%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • SDAX

    -78.6300

    16724.07

    -0.47%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • DAX

    -130.8200

    23168.08

    -0.56%

Merz sagt Israel bei Antrittsbesuch Unterstützung zu - sieht aber auch Differenzen
Merz sagt Israel bei Antrittsbesuch Unterstützung zu - sieht aber auch Differenzen / Foto: ABIR SULTAN - POOL/AFP

Merz sagt Israel bei Antrittsbesuch Unterstützung zu - sieht aber auch Differenzen

Bei seinem Antrittsbesuch in Israel hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) politische Differenzen deutlich gemacht – aber auch die Verlässlichkeit der deutschen Unterstützung bekräftigt. "Es bleibt der unveränderliche Wesenskern der Politik der Bundesrepublik Deutschland, an der Seite dieses Landes zu stehen", sagte Merz am späten Samstagabend bei einem Treffen mit Präsident Isaac Herzog in Jerusalem. Für Sonntag ist ein Treffen des Kanzlers mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geplant.

Textgröße:

Er komme "zu einem Zeitpunkt nach Israel, der komplizierter kaum sein könnte", sagte Merz weiter. Er distanzierte sich von Israels Militäreinsatz im Gazastreifen und warb für eine Umkehr von Israels Politik hin zu einer Zweistaatenlösung, also der Gründung eines eigenen Palästinenserstaates, der friedlich mit Israel koexistiert.

Der Kanzler hob hervor, dass das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza uns "vor einige Dilemmata" gestellt habe. Seine Regierung habe "darauf reagiert", fügte er hinzu - offenbar in Anspielung auf das von ihm im August verhängte vorübergehende Teil-Waffenembargo gegen Israel.

Dies ändere aber nichts an der großen Einigkeit zwischen beiden Ländern: "Wir haben aber auch gesehen, dass wir bis heute im Grundsatz keinerlei Differenzen haben", sagte Merz. "Israel hat das Recht, sich selbst zu verteidigen", betone er. "Wir werden Israel dabei immer unterstützen."

Der Kanzler äußerte bei dem Treffen mit dem israelischen Präsidenten die Hoffnung auf weitere Fortschritte im Gaza-Friedensprozess. Das von den USA vermittelte Waffenruheabkommen müsse nun in seine zweite Phase treten, die auch die Entwaffnung der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas vorsieht. "Denn dieser Krieg ging ausschließlich von der Hamas aus - und wenn die Hamas ihre Waffen niederlegt, ist dieser Krieg beendet", sagte Merz.

Mit seinem Werben für eine Zweistaatenlösung machte der Kanzler aber auch Differenzen zur aktuellen Politik der israelischen Regierung klar, denn die rechtsgerichtete Regierung Netanjahus lehnt die Einrichtung eines palästinensischen Staates ab.

Deutschland mache sich stark dafür, dass am Ende eines Verhandlungsprozesses "ein gutes Miteinander in einer Zweistaatenlösung" stehe, damit Israel, die Palästinenser und die arabische Welt "in Frieden und in Freiheit und in Würde leben" könnten, sagte Merz.

Bereits am Samstagnachmittag hatte der Kanzler nach einem Treffen mit Jordaniens König Abdullah II. in der jordanischen Hafenstadt Akaba seine Erwartungen auch an die israelische Seite deutlich gemacht. Für eine "neue Ordnung" im Nahen Osten müsse der "Weg zur palästinensischen Staatlichkeit offengehalten" werden.

Scharf wies der Kanzler dabei Überlegungen zu einer Annexion des von Israel besetzten palästinensischen Westjordanlands zurück, wie sie von ultrarechten Teilen der israelischen Regierung angestellt werden. Es dürfe "keine Annexionsschritte im Westjordanland geben - keine formellen, aber auch keine politischen, baulichen, faktischen oder sonstigen Maßnahmen, die in ihrer Wirkung auf eine Annexion der Region hinauslaufen", sagte Merz.

Er rief die israelische Regierung dazu auf, mehr humanitäre Hilfe für die Not leidende Bevölkerung im Gazastreifen zu ermöglichen. "Vor dem Winter braucht es mehr humanitäre Hilfe, bessere Zugänge für diese Hilfe und einen Einstieg in den Wiederaufbau". Dem "Terror der Hamas" müsse der Boden entzogen werden – und dafür brauche es eine "spürbare“ Verbesserung der humanitären Lage.

Die deutsch-israelischen Beziehungen hatten in den Monaten vor dem Besuch des Kanzlers eine schwierige Phase durchlaufen. Merz hatte das aggressive Vorgehen der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen kritisiert und den Export von Waffen nach Israel im August stark begrenzt. Die israelische Regierung hatte darauf mit großer Verärgerung reagiert.

Das Teil-Embargo lief Ende November aus – zur Erleichterung von Israels Regierung. Nach dem Auslaufen "geht es aufwärts mit den Beziehungen", erklärte der israelische Außenminister Gideon Saar am Samstag zur Ankunft von Merz. "Der Kanzler ist ein Freund Israels, und Deutschland ist ein wichtiger Partner", schrieb Saar im Onlinedienst X.

Bei seinem Treffen mit Netanjahu am Sonntag will Merz nach eigenen Angaben auch für eine Umsetzung der Zweistaatenlösung werben. Ferner will der Kanzler die angespannte Lage im Westjordanland zur Sprache bringen.

Vor dem Treffen mit Netanjahu will Merz am Morgen zunächst die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen. Zum Abschluss seines Israel-Besuchs will der Kanzler dann mit ehemaligen Geiseln der Hamas und mit Angehörigen getöteter Geiseln zusammentreffen, ehe er nach Berlin zurückfliegt.

I.Mala--TPP