The Prague Post - Dämpfer für Markus Söder: Wiederwahl mit nur 83,6 Prozent

EUR -
AED 4.229542
AFN 75.432903
ALL 95.673329
AMD 434.159272
ANG 2.0616
AOA 1056.088321
ARS 1600.037833
AUD 1.67083
AWG 2.073309
AZN 1.948243
BAM 1.952178
BBD 2.314426
BDT 140.998406
BGN 1.968574
BHD 0.435883
BIF 3420.484544
BMD 1.151678
BND 1.480022
BOB 7.940268
BRL 5.943125
BSD 1.149078
BTN 107.036416
BWP 15.76482
BYN 3.404942
BYR 22572.894635
BZD 2.311032
CAD 1.605802
CDF 2654.618598
CHF 0.922253
CLF 0.02683
CLP 1059.39415
CNY 7.926598
CNH 7.931632
COP 4224.839701
CRC 534.701008
CUC 1.151678
CUP 30.519475
CVE 110.561488
CZK 24.525791
DJF 204.676064
DKK 7.473017
DOP 70.079416
DZD 153.596456
EGP 62.613641
ERN 17.275174
ETB 179.432426
FJD 2.595657
FKP 0.87241
GBP 0.872943
GEL 3.092212
GGP 0.87241
GHS 12.674256
GIP 0.87241
GMD 85.224041
GNF 10111.735079
GTQ 8.790691
GYD 240.503795
HKD 9.025876
HNL 30.524573
HRK 7.538767
HTG 150.815609
HUF 384.449823
IDR 19572.772669
ILS 3.605185
IMP 0.87241
INR 107.081324
IQD 1505.407027
IRR 1519265.219025
ISK 144.397379
JEP 0.87241
JMD 181.163103
JOD 0.816577
JPY 183.971327
KES 149.491314
KGS 100.713996
KHR 4595.35456
KMF 491.766833
KPW 1036.505563
KRW 1739.667758
KWD 0.35626
KYD 0.957623
KZT 544.519756
LAK 25302.824774
LBP 103077.556215
LKR 362.553652
LRD 210.858795
LSL 19.526796
LTL 3.400607
LVL 0.696639
LYD 7.34843
MAD 10.79587
MDL 20.219014
MGA 4804.045368
MKD 61.662483
MMK 2418.327165
MNT 4114.67681
MOP 9.276889
MRU 45.649316
MUR 54.048423
MVR 17.805197
MWK 1992.486051
MXN 20.579113
MYR 4.647079
MZN 73.649928
NAD 19.526373
NGN 1586.744956
NIO 42.280639
NOK 11.261919
NPR 171.256039
NZD 2.023556
OMR 0.443888
PAB 1.149068
PEN 3.975524
PGK 4.970692
PHP 69.359772
PKR 320.627134
PLN 4.277713
PYG 7433.273632
QAR 4.189827
RON 5.097447
RSD 117.45529
RUB 92.557209
RWF 1678.271739
SAR 4.323634
SBD 9.258079
SCR 16.611798
SDG 692.158588
SEK 10.916822
SGD 1.482176
SHP 0.864057
SLE 28.388965
SLL 24150.130531
SOS 656.678816
SRD 43.016278
STD 23837.415533
STN 24.454206
SVC 10.054346
SYP 127.419337
SZL 19.518871
THB 37.625302
TJS 11.014066
TMT 4.042391
TND 3.387615
TOP 2.772964
TRY 51.350339
TTD 7.795638
TWD 36.828393
TZS 2994.363368
UAH 50.326193
UGX 4311.001822
USD 1.151678
UYU 46.533666
UZS 13961.098053
VES 545.193566
VND 30335.206361
VUV 137.053299
WST 3.185856
XAF 654.736586
XAG 0.015928
XAU 0.000249
XCD 3.112468
XCG 2.070958
XDR 0.81616
XOF 654.747935
XPF 119.331742
YER 274.848455
ZAR 19.543963
ZMK 10366.482797
ZMW 22.205994
ZWL 370.839942
  • EUR/USD

    0.0003

    1.1525

    +0.03%

  • Goldpreis

    -23.3000

    4656.4

    -0.5%

  • MDAX

    -289.5400

    28916.26

    -1%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • SDAX

    -78.6300

    16724.07

    -0.47%

  • DAX

    -130.8200

    23168.08

    -0.56%

Dämpfer für Markus Söder: Wiederwahl mit nur 83,6 Prozent
Dämpfer für Markus Söder: Wiederwahl mit nur 83,6 Prozent / Foto: Alexandra BEIER - AFP

Dämpfer für Markus Söder: Wiederwahl mit nur 83,6 Prozent

CSU-Chef Markus Söder hat von den Delegierten seiner Partei einen spürbaren Dämpfer verpasst bekommen: Söder wurde vom CSU-Parteitag am Freitag in München mit lediglich 83,6 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Noch vor zwei Jahren hatte Söder ein persönliches Rekordergebnis von 96,6 Prozent der Stimmen geholt. In seiner Rede hatte Söder zuvor seine Erfolge herauszustellen versucht - das verfing offensichtlich nicht.

Textgröße:

Söder nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen - der Blick des neben ihm stehenden CSU-Generalsekretärs Martin Huber verriet aber deutlich, wie unvorbereitet die Parteispitze das Ergebnis traf. Huber hatte zuvor in seiner Parteitagsrede mit überschwänglichen Worten Söder gelobt. "Vor allem auf einen ist Verlass: auf unseren Parteivorsitzenden Markus Söder", sagte Huber etwa.

Von 635 gültigten Stimmen waren 531 für Söder, 104 Delegierte stimmten gegen den bayerischen Ministerpräsidenten. Daneben gab es auch noch neun ungültige Stimmen, diese zählt die CSU nicht mit. Söder hatte keinen Gegenkandidaten. Im Vorfeld hatte er noch gesagt, auf "so viel wie möglich" an Stimmen zu hoffen.

Der Parteitag stärkte zugleich den Europapolitiker Manfred Weber, der parteiintern als Gegengewicht zu Söder gilt. Bei der Wahl der fünf stellvertretenden Parteichefs bekam Weber 93,7 Prozent der Stimmen, er erhielt 576 Ja-Stimmen bei 615 gültigen Stimmen. Bestätigt wurden auch die weiteren Partei-Vizes Katrin Albsteiger, Melanie Huml, Angelika Niebler und Dorothee Bär, sie erhielten aber alle weniger Stimmen als Weber.

In der CSU ist Söder zwar unumstritten als Parteichef. Allerdings hatte etwa auch schon der Parteinachwuchs der Jungen Union kritisiert, dass sich die Partei zu sehr auf Söder fixiere.

Für seine Rede bekam Söder zuvor lange anhaltenden, kräftigen Applaus. Darin hob er sowohl Erfolge der CSU in der Bundesregierung als auch in der bayerischen Landespolitik hervor. "Ob in Berlin oder München, wir haben geliefert."

So sieht der CSU-Chef eine Wende in der deutschen Flüchtlingspolitik erreicht. Der "Fehler von 2015" sei behoben, sagte Söder zu der damals begonnenen Flüchtlingskrise mit der umstrittenen Politik der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Inzwischen gingen die Zahlen der Flüchtlinge zurück und die Zahlen der Abschiebungen nähmen zu.

Söder lobte insbesondere die Arbeit von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, beide aus der CSU. Die Delegierten der Christsozialen unterbrachen Söders Rede an der Stelle mit langem Applaus. Auch die Erhöhung der Pendlerpauschale oder die wieder eingeführte Steuerentlastung für Agrardiesel seien ein Erfolg der CSU - er bekomme dafür Dankesschreiben auch außerhalb Bayerns.

Söder forderte in seiner Rede zugleich seine Partei auf, stärker auf die Ängste in der Bevölkerung einzugehen. "Wir leben in Zeiten, die so schwierig wie nie sind." So sei das deutsche Exportmodell, auf das die Menschen über Jahrzehnte vertrauen konnten, gestört. Nicht Deutschland exportiere immer mehr nach China, sondern China immer mehr nach Deutschland.

Es sei deshalb kein Wunder, dass bei vielen Menschen Ängste zunähmen. Auch die deutsche Demokratie sei herausgefordert. "Radikale sind auf dem Vormarsch, von links und von rechts." Dies erinnere ihn an die Weimarer Republik. Deutschland aber brauche Stärke, Stabilität und Aufbruch - dafür müsse die CSU einstehen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Söder aus. Es dürfe "keine Kooperation, keine Zusammenarbeit" mit den Rechtspopulisten geben. Söder verglich die Situation mit der Weimarer Republik, in der die NSDAP von Adolf Hitler in die Regierung kam. "Wir dürfen kein Helferlein werden, wir dürfen kein Steigüberhalter werden, wir dürfen die Fehler von Weimar nicht wiederholen", sagte der CSU-Chef. Viele AfD-Funktionäre seien "rechtsextreme Kader", sie radikalisierten sich jede Woche weiter.

H.Dolezal--TPP