The Prague Post - Urteil: EU-Grenzschutzbehörde Frontex muss Grundrechte von Asylbewerbern schützen

EUR -
AED 4.230866
AFN 75.454085
ALL 95.703446
AMD 434.296215
ANG 2.062249
AOA 1056.421296
ARS 1597.212816
AUD 1.668657
AWG 2.073962
AZN 1.957616
BAM 1.952793
BBD 2.315155
BDT 141.042792
BGN 1.969194
BHD 0.435659
BIF 3421.561292
BMD 1.152041
BND 1.480488
BOB 7.942768
BRL 5.945223
BSD 1.14944
BTN 107.07011
BWP 15.769783
BYN 3.406014
BYR 22580.000447
BZD 2.31176
CAD 1.606809
CDF 2655.454149
CHF 0.920204
CLF 0.02682
CLP 1059.01395
CNY 7.929093
CNH 7.933212
COP 4226.169655
CRC 534.869329
CUC 1.152041
CUP 30.529082
CVE 110.596273
CZK 24.524993
DJF 204.74082
DKK 7.474212
DOP 70.101598
DZD 153.517454
EGP 62.596069
ERN 17.280613
ETB 179.48891
FJD 2.596471
FKP 0.872685
GBP 0.871405
GEL 3.093281
GGP 0.872685
GHS 12.678215
GIP 0.872685
GMD 85.251321
GNF 10114.919
GTQ 8.793458
GYD 240.579504
HKD 9.029408
HNL 30.534182
HRK 7.533314
HTG 150.863085
HUF 384.701112
IDR 19578.473245
ILS 3.60632
IMP 0.872685
INR 106.84021
IQD 1505.88092
IRR 1519743.4741
ISK 144.442895
JEP 0.872685
JMD 181.220132
JOD 0.816775
JPY 183.927939
KES 149.529791
KGS 100.746195
KHR 4596.80115
KMF 491.921157
KPW 1036.831849
KRW 1741.0335
KWD 0.356373
KYD 0.957925
KZT 544.691167
LAK 25310.789953
LBP 103110.004414
LKR 362.667782
LRD 210.925172
LSL 19.532943
LTL 3.401677
LVL 0.696858
LYD 7.350744
MAD 10.799269
MDL 20.225379
MGA 4805.557653
MKD 61.62916
MMK 2419.08844
MNT 4115.972086
MOP 9.279809
MRU 45.663686
MUR 54.08863
MVR 17.810756
MWK 1993.113274
MXN 20.611974
MYR 4.643857
MZN 73.673434
NAD 19.53252
NGN 1587.662487
NIO 42.293949
NOK 11.258492
NPR 171.309949
NZD 2.017055
OMR 0.443648
PAB 1.14943
PEN 3.976776
PGK 4.972256
PHP 69.594213
PKR 320.728066
PLN 4.278391
PYG 7435.613582
QAR 4.191146
RON 5.088104
RSD 117.394876
RUB 92.538532
RWF 1678.800049
SAR 4.325404
SBD 9.260994
SCR 16.643423
SDG 692.376926
SEK 10.924915
SGD 1.482332
SHP 0.864329
SLE 28.398078
SLL 24157.732848
SOS 656.885535
SRD 43.029847
STD 23844.919409
STN 24.461904
SVC 10.057511
SYP 127.459448
SZL 19.525016
THB 37.596823
TJS 11.017533
TMT 4.043663
TND 3.388681
TOP 2.773837
TRY 51.289431
TTD 7.798092
TWD 36.859484
TZS 2995.30658
UAH 50.342035
UGX 4312.3589
USD 1.152041
UYU 46.548315
UZS 13965.492923
VES 545.365185
VND 30344.755703
VUV 137.096442
WST 3.186859
XAF 654.942693
XAG 0.015775
XAU 0.000247
XCD 3.113448
XCG 2.07161
XDR 0.815723
XOF 654.954046
XPF 119.331742
YER 274.93455
ZAR 19.553434
ZMK 10369.754483
ZMW 22.212984
ZWL 370.95668
  • Goldpreis

    23.0000

    4702.7

    +0.49%

  • DAX

    -130.8200

    23168.08

    -0.56%

  • SDAX

    -78.6300

    16724.07

    -0.47%

  • MDAX

    -289.5400

    28916.26

    -1%

  • EUR/USD

    -0.0027

    1.1518

    -0.23%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

Urteil: EU-Grenzschutzbehörde Frontex muss Grundrechte von Asylbewerbern schützen
Urteil: EU-Grenzschutzbehörde Frontex muss Grundrechte von Asylbewerbern schützen / Foto: Wojtek RADWANSKI - AFP/Archiv

Urteil: EU-Grenzschutzbehörde Frontex muss Grundrechte von Asylbewerbern schützen

Frontex muss bei Abschiebungen die Grundrechte von Asylsuchenden schützen. Die europäische Grenzschutzagentur kann bei Verstößen auch haftbar gemacht werden, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag entschied. Die Schadenersatzklage einer syrischen Familie muss nun noch einmal geprüft werden. (Az. C-679/23 P und C-136/24 P)

Textgröße:

Die Eltern mit vier Kindern kamen im Oktober 2016 auf der griechischen Insel Milos an, wo sie einen Asylantrag stellen wollten. Wenige Tage später wurden sie aber bei einer gemeinsamen Rückkehraktion von Griechenland und Frontex in die Türkei gebracht. Die Familie floh dann in den Irak aus Angst, dass sie nach Syrien abgeschoben werden könnte.

Sie verklagte Frontex auf Schadenersatz von 136.000 Euro, weil ihre Grundrechte verletzt worden seien. Sie habe nicht zurück in die Türkei gebracht werden dürfen, argumentiert die Familie: Wenn Frontex ihre Grundrechte gewährt hätte, hätte sie in Europa bleiben können.

Vor dem EU-Gericht scheiterte die Klage. Frontex sei nicht dafür zuständig, Rückkehrentscheidungen oder Anträge auf internationalen Schutz zu prüfen, und könne damit nicht für mögliche Schäden haftbar gemacht werden, erklärte dieses.

Der EuGH sah das nun anders und hob das Urteil des Gerichts weitgehend auf. Abgeschoben werden dürften nur Menschen, gegen die schriftliche und vollziehbare Rückkehrentscheidungen vorliegen. Das müsse Frontex prüfen, erklärte der Gerichtshof. Das Gericht muss nun noch einmal über den Fall entscheiden.

Auch in einem zweiten Fall entschied der EuGH am Donnerstag für den klagenden Asylbewerber. Ein Syrer berichtete von einer widerrechtlichen Zurückweisung, einem sogenannten Pushback, aus Griechenland in die Türkei. Er gab an, mit einer Gruppe Asylsuchender mit dem Boot von der Türkei nach Griechenland gefahren zu sein. Sie hätten aber kein Asyl beantragen können, sondern seien zurück aufs offene Meer gebracht worden.

Dort sei das Boot der Geflüchteten mehrmals von einem Frontex-Flugzeug überflogen worden. Am folgenden Tag habe die türkische Küstenwache sie zurück in die Türkei gebracht. In der Türkei habe er kein Recht auf Asyl gehabt, weswegen ständig die Gefahr einer Abschiebung nach Syrien bestanden habe.

Auch diesen Fall muss das EU-Gericht neu aufrollen. Es hatte die Klage abgewiesen, weil der Mann nicht habe beweisen können, dass er bei dem angeblichen Pushback überhaupt dabei war. Der EuGH erklärte aber nun, dass es für Opfer von Pushbacks schwierig bis unmöglich sei, solche Beweise zusammenzutragen.

Da der Kläger detaillierte Angaben machte und es auch einen Zeitungsartikel über den Fall gab, muss das Gericht selbst die wichtigen Informationen dazu von Frontex einholen.

N.Kratochvil--TPP