The Prague Post - Reiche fordert späteren Renteneintritt und weniger Kündigungsschutz

EUR -
AED 4.172583
AFN 72.714994
ALL 94.095258
AMD 416.93039
ANG 2.034203
AOA 1042.439173
ARS 1678.393563
AUD 1.646838
AWG 2.045106
AZN 1.932124
BAM 1.95366
BBD 2.282559
BDT 139.397284
BGN 1.921128
BHD 0.428303
BIF 3385.787417
BMD 1.13617
BND 1.47037
BOB 7.831145
BRL 5.903087
BSD 1.133338
BTN 106.927973
BWP 15.464853
BYN 3.22531
BYR 22268.937374
BZD 2.279363
CAD 1.613407
CDF 2579.106417
CHF 0.921088
CLF 0.026568
CLP 1045.651444
CNY 7.715164
CNH 7.728059
COP 3916.992467
CRC 515.823542
CUC 1.13617
CUP 30.108512
CVE 110.140459
CZK 24.263314
DJF 201.818011
DKK 7.474359
DOP 66.785364
DZD 151.644677
EGP 56.259632
ERN 17.042554
ETB 180.253457
FJD 2.574679
FKP 0.863433
GBP 0.861405
GEL 2.999465
GGP 0.863433
GHS 12.746587
GIP 0.863433
GMD 82.364658
GNF 9930.989042
GTQ 8.646261
GYD 237.121874
HKD 8.907746
HNL 30.35879
HRK 7.533145
HTG 148.124464
HUF 354.06242
IDR 20476.060681
ILS 3.389111
IMP 0.863433
INR 107.255213
IQD 1488.383059
IRR 1562290.935301
ISK 143.997977
JEP 0.863433
JMD 178.622739
JOD 0.805514
JPY 183.844277
KES 147.167707
KGS 99.358247
KHR 4556.042688
KMF 493.097649
KPW 1022.553644
KRW 1756.627155
KWD 0.351815
KYD 0.944449
KZT 549.268583
LAK 25069.596973
LBP 101492.423899
LKR 381.944839
LRD 206.260402
LSL 18.848876
LTL 3.354815
LVL 0.687258
LYD 7.277995
MAD 10.697607
MDL 20.116607
MGA 4831.642929
MKD 61.621185
MMK 2385.4291
MNT 4071.833326
MOP 9.152312
MRU 45.526079
MUR 54.75243
MVR 17.553721
MWK 1973.527785
MXN 19.891724
MYR 4.680112
MZN 72.597053
NAD 18.849181
NGN 1562.427472
NIO 41.594972
NOK 11.221204
NPR 171.083805
NZD 2.013504
OMR 0.436864
PAB 1.133318
PEN 3.887952
PGK 4.973595
PHP 69.722796
PKR 315.39418
PLN 4.2841
PYG 6925.382454
QAR 4.141347
RON 5.232743
RSD 117.37322
RUB 85.441876
RWF 1665.460754
SAR 4.266307
SBD 9.148389
SCR 15.044871
SDG 681.702207
SEK 11.070417
SGD 1.473589
SHP 0.848266
SLE 28.174058
SLL 23824.926728
SOS 647.684732
SRD 42.401842
STD 23516.430757
STN 24.473404
SVC 9.916961
SYP 125.583284
SZL 18.765698
THB 37.928752
TJS 10.477437
TMT 3.976596
TND 3.337505
TOP 2.735626
TRY 52.962799
TTD 7.697432
TWD 36.197931
TZS 2975.557203
UAH 50.960498
UGX 4193.258468
USD 1.13617
UYU 45.468786
UZS 13613.845773
VES 705.281089
VND 29904.001617
VUV 136.136759
WST 3.156026
XAF 655.218994
XAG 0.019775
XAU 0.000283
XCD 3.070557
XCG 2.042526
XDR 0.814896
XOF 655.227635
XPF 119.331742
YER 271.118684
ZAR 18.750127
ZMK 10226.89091
ZMW 20.456229
ZWL 365.846365
  • Goldpreis

    -33.5000

    4014.1

    -0.83%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1374

    -0.03%

  • MDAX

    53.3900

    31972.64

    +0.17%

  • DAX

    254.4700

    24994.83

    +1.02%

  • Euro STOXX 50

    52.8300

    6267.53

    +0.84%

  • SDAX

    -109.2300

    17854.48

    -0.61%

  • TecDAX

    9.7000

    3892.72

    +0.25%

Reiche fordert späteren Renteneintritt und weniger Kündigungsschutz
Reiche fordert späteren Renteneintritt und weniger Kündigungsschutz / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Reiche fordert späteren Renteneintritt und weniger Kündigungsschutz

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) dringt auf eine Ausweitung von Arbeitszeiten und Einschränkungen beim Kündigungsschutz, um die Wirtschaft anzukurbeln. Im Portal t-online forderte sie dafür am Montag Maßnahmen auch über die Verabredungen im Koalitionsvertrag hinaus. Aus der SPD kam allerdings umgehend Widerspruch, ebenso von der oppositionellen Linkspartei.

Textgröße:

"Wir müssen in Deutschland insgesamt mehr arbeiten"; forderte Reiche. Insbesondere über eine längere Lebensarbeitszeit müsse geredet werden, "faktisch also auch über ein höheres Renteneintrittsalter", sagte sie t-online. Zudem seien attraktivere Angebote notwendig, damit Menschen über die Regelaltersgrenze hinaus freiwillig weiterarbeiten.

Die Ministerin forderte darüber hinaus eine Reduzierung der Frühverrentung. "Es kann nicht sein, dass Unternehmen, die einerseits beklagen, keinen Nachwuchs zu haben, im gleichen Zuge gut qualifizierte Arbeitnehmer ab 61 in Altersteilzeit schicken." Außerdem sollten die Beschäftigten weniger in Teilzeit und mehr in Vollzeit arbeiten, verlangte Reiche. "Um das zu erreichen, gibt es viele Möglichkeiten, zum Beispiel steuerliche Anreize oder den Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder."

"Wir müssen Deutschland wieder zurück auf die Überholspur bringen", sagte die CDU-Politikerin. Dafür reichten die Absprachen im Koalitionsvertrag nicht aus. "Der Koalitionsvertrag ist für mich die Basis unseres politischen Handelns, für die SPD ist der Koalitionsvertrag aber die Decke. Diese Decke müssen wir zwingend gemeinsam anheben", drängte Reiche.

Die Ministerin forderte zudem, den Kündigungsschutz zu lockern. "Wir brauchen einen flexibleren Kündigungsschutz, der die Schwachen schützt, es den Unternehmen aber vor allem im Hochlohnbereich ermöglicht, schneller Personal abzubauen, wenn sie müssen." Dies helfe Unternehmen, "sich zügiger an neue Marktsituationen anzupassen und zu restrukturieren".

Aus den Reihen der Sozialdemokraten kam scharfe Kritik an dem Vorstoß. "Einschränkungen beim Kündigungsschutz oder eine pauschale Anhebung des Renteneintrittsalters oder der Wochenarbeitszeit stammen aus der Mottenkiste der marktradikalen Sozialabbauvorschläge", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner dem Berliner "Tagesspiegel". Sie seien "mit der SPD nicht zu machen".

Solche Maßnahmen "würden nämlich diejenigen belasten, die für unseren Wohlstand schuften und oftmals weit weniger dafür bekommen als sie verdient haben", warnte Stegner weiter. Er forderte Reiche auf, den Koalitionsvertrag konsequent umzusetzen, "statt Forderungen aufzustellen, die für den Koalitionspartner völlig indiskutabel sind". Die Ministerin sollte zudem "eher nach einem höheren Beitrag derer mit den höchsten Einkommen und Vermögen Ausschau zu halten", empfahl er.

Reiche wolle, "dass sich die Menschen für die Gewinne weniger Konzerneigentümer kaputt schuften", kritisierte auch Linken-Fraktionschef Sören Pellmann. Schon jetzt seien aber "haufenweise Überstunden" die Realität vieler Beschäftigter. "Statt blind noch längeres Arbeiten zu fordern, brauchen wir Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich", verlangte er stattdessen.

Auch ein höheres Renteneintrittsalter lehnte Pellmann ab, denn dies sei "nichts anderes als eine schleichende Rentenkürzung". Reiches "Angriff auf den Kündigungsschutz" wertete der Linken-Fraktionschef als "bodenlose Unverschämtheit". Er kündigte an, seine Partei werde sich gegen jeglichen Sozialabbau zur Wehr setzen.

Rückendeckung erhielt die Wirtschaftsministerin hingegen aus dem Arbeitgeberlager. "Reiche hat recht: Deutschland braucht mehr Vollzeit und weniger Teilzeit", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, t-online. Er fordert dafür auch eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente für Menschen mit mindestens 45 Versicherungsjahren, der früheren "Rente mit 63".

Y.Blaha--TPP