The Prague Post - Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet

EUR -
AED 4.308828
AFN 77.56023
ALL 96.75039
AMD 447.774213
ANG 2.100623
AOA 1075.887279
ARS 1702.991907
AUD 1.758999
AWG 2.114816
AZN 2.010036
BAM 1.954789
BBD 2.364787
BDT 143.585762
BGN 1.955487
BHD 0.442286
BIF 3473.418951
BMD 1.173268
BND 1.509426
BOB 8.1309
BRL 6.471166
BSD 1.174098
BTN 105.68281
BWP 15.416095
BYN 3.449146
BYR 22996.060414
BZD 2.361389
CAD 1.610375
CDF 2540.125923
CHF 0.931065
CLF 0.026921
CLP 1056.10567
CNY 8.208655
CNH 8.185941
COP 4423.174894
CRC 583.200955
CUC 1.173268
CUP 31.091612
CVE 110.209428
CZK 24.153956
DJF 208.513499
DKK 7.469225
DOP 74.022044
DZD 152.014709
EGP 55.974055
ERN 17.599026
ETB 182.216566
FJD 2.667197
FKP 0.872645
GBP 0.872477
GEL 3.161983
GGP 0.872645
GHS 12.328783
GIP 0.872645
GMD 86.822113
GNF 10271.73301
GTQ 9.005459
GYD 245.646135
HKD 9.132639
HNL 30.954128
HRK 7.525933
HTG 153.661208
HUF 384.502889
IDR 19586.542477
ILS 3.739071
IMP 0.872645
INR 105.578783
IQD 1538.11131
IRR 49423.931361
ISK 147.210279
JEP 0.872645
JMD 186.584326
JOD 0.831829
JPY 184.057631
KES 151.456894
KGS 102.594698
KHR 4704.58765
KMF 492.772733
KPW 1055.934681
KRW 1694.950901
KWD 0.361003
KYD 0.978498
KZT 595.314743
LAK 25381.984994
LBP 105144.233748
LKR 363.573572
LRD 208.992836
LSL 19.435617
LTL 3.464356
LVL 0.709698
LYD 6.358739
MAD 10.706501
MDL 19.760951
MGA 5389.236585
MKD 61.546785
MMK 2465.656604
MNT 4175.59776
MOP 9.414173
MRU 46.624093
MUR 54.263373
MVR 18.127035
MWK 2035.956032
MXN 21.145646
MYR 4.761121
MZN 74.98433
NAD 19.435534
NGN 1695.807377
NIO 43.207845
NOK 11.835685
NPR 169.092295
NZD 2.039522
OMR 0.45112
PAB 1.174108
PEN 3.949258
PGK 5.001435
PHP 69.080284
PKR 328.787309
PLN 4.21942
PYG 7708.047579
QAR 4.270846
RON 5.092921
RSD 117.279503
RUB 92.80515
RWF 1710.7228
SAR 4.400344
SBD 9.546687
SCR 16.211107
SDG 705.702942
SEK 10.825795
SGD 1.509598
SHP 0.880255
SLE 28.217516
SLL 24602.855771
SOS 669.856521
SRD 44.732619
STD 24284.286822
STN 24.487444
SVC 10.273732
SYP 12972.716474
SZL 19.430037
THB 36.943896
TJS 10.84314
TMT 4.118172
TND 3.423774
TOP 2.824949
TRY 50.39856
TTD 7.980908
TWD 36.822443
TZS 2898.343678
UAH 49.674529
UGX 4250.856538
USD 1.173268
UYU 45.976621
UZS 14094.772687
VES 349.36465
VND 30856.958617
VUV 141.719689
WST 3.256393
XAF 655.62082
XAG 0.016354
XAU 0.000271
XCD 3.170817
XCG 2.116115
XDR 0.815382
XOF 655.62082
XPF 119.331742
YER 279.765831
ZAR 19.441279
ZMK 10560.823711
ZMW 26.036649
ZWL 377.791942
  • EUR/USD

    0.0000

    1.175

    0%

  • MDAX

    165.1400

    30617.67

    +0.54%

  • SDAX

    158.1800

    17174.73

    +0.92%

  • Goldpreis

    -9.0000

    4332.1

    -0.21%

  • DAX

    139.2900

    24490.41

    +0.57%

  • TecDAX

    22.4500

    3622.27

    +0.62%

  • Euro STOXX 50

    39.7000

    5791.41

    +0.69%

Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet
Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet / Foto: HANDOUT - FARS NEWS AGENCY/AFP

Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet

Die Proteste im Iran wegen der schlechten Wirtschaftslage sind in Gewalt umgeschlagen: Im Südwesten des Iran kam es Medienberichten zufolge zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Dabei wurden demnach am Donnerstag zwei Menschen getötet. Bereits zuvor war in der westiranischen Provinz Lorestan ein Angehöriger der iranischen Sicherheitskräfte bei Protesten in der Nacht zum Donnerstag laut Staatsmedien getötet worden. Im Süden wurde auch ein Gouverneursbüro attackiert. Die Justizbehörden drohten mit einem "entschiedenen" Vorgehen gegen Unruhestifter.

Textgröße:

Bei den Zusammenstößen im Südwesten des Iran wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars am Donnerstag zwei Zivilisten getötet. Demonstranten in Lordegan rund 650 Kilometer südlich von Teheran hätten mit Steinen auf Verwaltungsgebäude geworfen. Die Demonstranten hätten unter anderem auf das Büro des Provinzgouverneurs, eine Moschee, das Rathaus und Banken gezielt, hieß es weiter. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. Fars hatte zuvor auch von Verletzten berichtet, ohne eine Zahl zu nennen.

Zuvor war bereits ein Mitglied der Sicherheitskräfte im Westen des Landes getötet worden. Ein 21 Jahre altes Mitglied der Basidsch-Miliz aus der Stadt Kuhdascht sei in der Nacht zu Donnerstag "bei der Verteidigung der öffentlichen Ordnung von Randalierern getötet" worden, berichtete das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf den Vize-Gouverneur der westiranischen Provinz Lorestan, Said Purali.

Kuhdascht liegt rund 550 Kilometer von der Hauptstadt Teheran entfernt. Bei den Demonstrationen in der 90.000-Einwohner-Stadt wurden dem Vize-Gouverneur zufolge zudem 13 Polizisten und Basidsch-Mitglieder "durch Steinwürfe verletzt".

Die paramilitärische Basidsch-Miliz ist eng mit den iranischen Revolutionsgarden verbunden. Bei dem getöteten Basidsch-Angehörigen handelte es sich um den ersten registrierten Todesfall seit Beginn der neuen Proteste im Iran gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage.

Die spontanen Demonstrationen waren am Sonntag von Teherans größtem Handy-Markt ausgegangen. Zunächst demonstrierten vor allem Händler wegen der desolten Wirtschaftslage, der hohen Inflation und Wechselkursschwankungen. Danach schlossen sich auch zahlreiche Studenten an mindestens zehn Universitäten des Landes sowie Menschen in zahlreichen anderen Städten den spontanen Protesten an.

In den vergangenen Tagen hatten die Behörden bereits mehrere Zwischenfälle gemeldet. Am Mittwoch gab es demnach einen Angriff auf das Büro eines Provinzgouverneurs in der Stadt Fasa im Süden des Landes,

Der Generalstaatsanwalt Mohammed Mohawedi-Asad hatte am Mittwoch eine Warnung an die Protestierenden gerichtet. Friedliche Demonstrationen für bessere Lebensbedingungen seien legitim, sagte er in Staatsmedien. Doch "jeder Versuch, die Wirtschaftsproteste zu einem Werkzeug der Unsicherheit zu machen, zur Zerstörung von Allgemeinbesitz oder einer Umsetzung von außerhalb des Landes entworfenen Szenarien wird unvermeidlich eine legale, angemessene und entschiedene Antwort auslösen", fügte Mohawedi-Asad hinzu.

Präsident Massud Peseschkian wies die Regierung am Donnerstag an, Maßnahmen zu ergreifen, um die wirtschaftliche Lage zu verbessern. "Aus islamischer Sicht (...) werden wir in der Hölle landen, wenn wir das Problem der Lebensgrundlagen der Menschen nicht lösen", sagte Peseschkian bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Veranstaltung.

Der israelische Geheimdienst Mossad rief die Menschen im Iran indes zu weiteren Protesten auf. "Geht zusammen raus auf die Straße. Die Zeit ist gekommen. Wir sind mit euch", schrieb der Mossad am Mittwoch in einer Botschaft auf Farsi. "Nicht nur aus der Entfernung oder mit Worten. Wir sind auch mit euch vor Ort," hieß es darin weiter.

Im Iran waren Schulen, Banken und öffentliche Einrichtungen am Mittwoch in weiten Teilen des Landes auf Anweisung der Behörden geschlossen geblieben. Begründet wurde es damit, angesichts der Kälte sollten Heizkosten gespart werden. Der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge kündigten alle Universitäten in Teheran wegen der Kälte für die kommende Woche Online-Unterricht an. Einen Zusammenhang zu den Protesten stellten die Behörden nicht her. In Teheran herrschen derzeit für die Jahreszeit übliche Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Die durch jahrzehntelange westliche Sanktionen geschwächte iranische Wirtschaft steht unter dem Druck einer hohen Inflation, zudem wurden Ende September UN-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm der Regierung wieder in Kraft gesetzt.

Das Ausmaß der Proteste erreichte bisher nicht das der Massendemonstrationen von 2022, die durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam ausgelöst worden waren. Während der Proteste waren hunderte Menschen, darunter dutzende Sicherheitskräfte, getötet worden. Tausende Menschen wurden inhaftiert. Mehrere der Festgenommen wurden hingerichtet.

G.Turek--TPP