The Prague Post - Erneut unruhige Silvesternacht: Millionen fordern für Zukunft Böllerverbot

EUR -
AED 4.177527
AFN 72.223742
ALL 94.547257
AMD 418.839095
ANG 2.036307
AOA 1043.442074
ARS 1680.137834
AUD 1.644822
AWG 2.047222
AZN 1.931234
BAM 1.961501
BBD 2.29176
BDT 139.953663
BGN 1.923115
BHD 0.42879
BIF 3394.976033
BMD 1.137345
BND 1.47629
BOB 7.862782
BRL 5.909299
BSD 1.137907
BTN 107.359012
BWP 15.526989
BYN 3.23824
BYR 22291.969929
BZD 2.288531
CAD 1.614934
CDF 2580.637098
CHF 0.921375
CLF 0.026542
CLP 1044.58337
CNY 7.723137
CNH 7.73632
COP 3918.530243
CRC 517.905159
CUC 1.137345
CUP 30.139653
CVE 110.749043
CZK 24.26407
DJF 202.128941
DKK 7.474509
DOP 67.046428
DZD 151.753733
EGP 56.31304
ERN 17.060181
ETB 180.440211
FJD 2.57239
FKP 0.864326
GBP 0.861795
GEL 3.002355
GGP 0.864326
GHS 12.766703
GIP 0.864326
GMD 82.458527
GNF 9980.206539
GTQ 8.68123
GYD 238.079825
HKD 8.917664
HNL 30.390087
HRK 7.537412
HTG 148.722223
HUF 354.183579
IDR 20434.571149
ILS 3.392616
IMP 0.864326
INR 107.42318
IQD 1489.92248
IRR 1563906.798376
ISK 143.999143
JEP 0.864326
JMD 179.34121
JOD 0.806397
JPY 184.024737
KES 147.175616
KGS 99.461383
KHR 4560.755034
KMF 493.608245
KPW 1023.611262
KRW 1757.079237
KWD 0.352157
KYD 0.948248
KZT 551.482744
LAK 25095.526127
LBP 101849.281014
LKR 383.4845
LRD 207.281831
LSL 18.868763
LTL 3.358285
LVL 0.687969
LYD 7.284673
MAD 10.708676
MDL 20.197521
MGA 4805.284556
MKD 61.642041
MMK 2387.896327
MNT 4076.044786
MOP 9.189125
MRU 45.573116
MUR 54.830822
MVR 17.572346
MWK 1975.568451
MXN 19.925097
MYR 4.688144
MZN 72.688087
NAD 18.868935
NGN 1564.612203
NIO 41.638593
NOK 11.209337
NPR 171.770431
NZD 2.013335
OMR 0.437312
PAB 1.137897
PEN 3.891992
PGK 4.985269
PHP 69.763066
PKR 316.239064
PLN 4.284272
PYG 6953.146413
QAR 4.145568
RON 5.232701
RSD 117.388821
RUB 86.095889
RWF 1667.348363
SAR 4.270703
SBD 9.157851
SCR 16.72142
SDG 682.407518
SEK 11.070096
SGD 1.474312
SHP 0.849143
SLE 28.196739
SLL 23849.568628
SOS 649.997351
SRD 42.445914
STD 23540.753582
STN 25.021599
SVC 9.956937
SYP 125.713173
SZL 18.868914
THB 37.957194
TJS 10.51958
TMT 3.980709
TND 3.340954
TOP 2.738455
TRY 52.902823
TTD 7.728461
TWD 36.192947
TZS 2978.63486
UAH 51.1657
UGX 4210.235978
USD 1.137345
UYU 45.652678
UZS 13665.205331
VES 706.010555
VND 29934.931047
VUV 136.277564
WST 3.159291
XAF 657.863127
XAG 0.019589
XAU 0.000282
XCD 3.073733
XCG 2.050715
XDR 0.816619
XOF 651.698432
XPF 119.331742
YER 271.399101
ZAR 18.744993
ZMK 10237.478201
ZMW 20.538509
ZWL 366.224756
  • Euro STOXX 50

    52.8300

    6267.53

    +0.84%

  • DAX

    254.4700

    24994.83

    +1.02%

  • SDAX

    -109.2300

    17854.48

    -0.61%

  • MDAX

    53.3900

    31972.64

    +0.17%

  • TecDAX

    9.7000

    3892.72

    +0.25%

  • Goldpreis

    28.4000

    4037.2

    +0.7%

  • EUR/USD

    0.0016

    1.1377

    +0.14%

Erneut unruhige Silvesternacht: Millionen fordern für Zukunft Böllerverbot
Erneut unruhige Silvesternacht: Millionen fordern für Zukunft Böllerverbot / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Erneut unruhige Silvesternacht: Millionen fordern für Zukunft Böllerverbot

Nach den erneuten Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht werden Forderungen nach Konsequenzen laut. Zustände wie an Silvester dürften niemals Normalität werden, verlangte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, am Freitag im Sender RBB. Mehrere Millionen Menschen unterzeichneten Petitionen für ein bundesweites Böllerverbot.

Textgröße:

Auch wenn es diesmal weniger Brände als im Vorjahr und keine massiven Ausschreitungen gegeben habe, sei es keine friedliche Silvesternacht gewesen, mahnte Jendro. Er forderte "ein Pyrotechnikverbot für den Privatgebrauch", ergänzt durch ein Verkaufsverbot. Statt des privaten Feuerwerks solle es "viele organisierte Veranstaltungen" geben. Auch einzelne "Böllererlaubniszonen" seien möglich.

Eine Petition der GdP mit der Forderung nach einem bundesweiten Böllerverbot auf dem Portal innn.it wurde bis Freitag von mehr als drei Millionen Menschen unterzeichnet. Eine weitere Petition der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für ein Böllerverbot erhielt der Organisation zufolge mehr als eine Million Unterschriften.

Eine neue Petition, die Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zum Handeln auffordert, startete das Netzwerk Campact. "Städte und Gemeinden müssen per Öffnungsklausel im Sprengstoffrecht die Freiheit erhalten, Böller zu untersagen", verlangte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) begegnete Forderungen auch von Städten und Gemeinden nach mehr Spielräumen für Böllerverbote bislang zurückhaltend. Er wurde deswegen unter anderem von Grünen und Linkspartei kritisiert.

In Deutschland hatte es erneut eine unruhige Silvesternacht gegeben. In Berlin sprach die Polizei am Donnerstag von "teils erheblichen Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte, insbesondere durch das Beschießen oder Bewerfen mit pyrotechnischen Gegenständen". Auch andernorts gab es solche Vorfälle. Zudem musste die Feuerwehr wegen zahlreicher Brände ausrücken, die meist durch Pyrotechnik verursacht wurden. In Bielefeld starben zwei Menschen durch Explosionen selbstgebauter Feuerwerkskörper, zahlreiche weitere kamen bundesweit mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäuser.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach zwar am Freitag von überwiegend friedlichen Feiern in der Hauptstadt. "Dennoch haben wir auch diesmal Gewalt und einen unverantwortlichen Umgang mit Feuerwerk erlebt, bei dem Unbeteiligte und Einsatzkräfte zu Schaden kamen", fügte sie hinzu. In Berliner Krankenhäusern seien allein mindestens acht Kinder mit schwersten und schweren Böllerverletzungen behandelt worden.

SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede verurteilte die erneuten Attacken auf Einsatzkräfte als "Angriff auf den Rechtsstaat". Es sei "indiskutabel, dass die angegriffen werden, die für den Schutz von uns allen einstehen", sagte sie der ARD. Eichwede pochte darauf, dass "jeder, der gegen unsere Regeln verstößt, zur Verantwortung gezogen werden muss".

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte noch kurz vor dem Jahreswechsel einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Strafverschärfungen für Angriffe auf Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie auf medizinisches Personal vorsieht.

Der Vorsitzende des Bundesverbands Rettungsdienst, Frank Flake, kritisierte die Regierungspläne jedoch als "wenig zielführend". Bereits jetzt gebe es entsprechende Gesetze, sie würden aber oft nicht angewendet oder das mögliche Strafmaß nicht ausgereizt. "Es würde reichen, wenn wir die existierenden Gesetze anwenden", sagte Flake den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Leute sind hemmungsloser, als sie es einmal waren", sagte Flake zu den erneuten Vorfällen in der Silvesternacht.

Eichwede räumte mit Blick auf die geplanten Strafverschärfungen ein: "Abschrecken alleine wird das nicht". Notwendig sei daher auch eine Stärkung der Justiz, insbesondere durch mehr Personal.

N.Kratochvil--TPP