The Prague Post - Bundesregierung führt neue E-Auto-Prämie ein - Kritik an Förderung für Plugins

EUR -
AED 4.239145
AFN 73.284685
ALL 95.890665
AMD 433.580115
ANG 2.066283
AOA 1058.488292
ARS 1604.021848
AUD 1.671256
AWG 2.07773
AZN 1.978181
BAM 1.956613
BBD 2.319684
BDT 141.318706
BGN 1.973046
BHD 0.435872
BIF 3422.147489
BMD 1.154295
BND 1.483384
BOB 7.958306
BRL 5.953963
BSD 1.151688
BTN 107.279565
BWP 15.800632
BYN 3.412677
BYR 22624.172391
BZD 2.316282
CAD 1.60758
CDF 2650.260593
CHF 0.921433
CLF 0.026807
CLP 1058.488195
CNY 7.948008
CNH 7.945419
COP 4227.55747
CRC 535.915663
CUC 1.154295
CUP 30.588805
CVE 110.310825
CZK 24.526914
DJF 205.086973
DKK 7.47267
DOP 69.618016
DZD 153.593143
EGP 62.593587
ERN 17.314418
ETB 179.840034
FJD 2.601545
FKP 0.871952
GBP 0.872145
GEL 3.09926
GGP 0.871952
GHS 12.66326
GIP 0.871952
GMD 85.417984
GNF 10102.978103
GTQ 8.81066
GYD 241.050136
HKD 9.046033
HNL 30.593914
HRK 7.53304
HTG 151.15821
HUF 385.033983
IDR 19634.549611
ILS 3.609938
IMP 0.871952
INR 106.895864
IQD 1508.826787
IRR 1522658.744973
ISK 144.400193
JEP 0.871952
JMD 181.574642
JOD 0.818406
JPY 184.164802
KES 149.826612
KGS 100.942921
KHR 4605.793606
KMF 492.883944
KPW 1038.847705
KRW 1742.014777
KWD 0.357069
KYD 0.959799
KZT 545.756715
LAK 25360.303981
LBP 103311.712528
LKR 363.377248
LRD 211.337793
LSL 19.571154
LTL 3.408332
LVL 0.698221
LYD 7.365123
MAD 10.820395
MDL 20.264945
MGA 4814.958486
MKD 61.665617
MMK 2423.701625
MNT 4130.953184
MOP 9.297963
MRU 45.753015
MUR 54.182845
MVR 17.845191
MWK 1997.012286
MXN 20.609578
MYR 4.652917
MZN 73.817219
NAD 19.57073
NGN 1591.483252
NIO 42.376686
NOK 11.259479
NPR 171.645073
NZD 2.021481
OMR 0.443878
PAB 1.151678
PEN 3.984555
PGK 4.981983
PHP 69.726338
PKR 321.355487
PLN 4.28002
PYG 7450.159441
QAR 4.199344
RON 5.09702
RSD 117.475262
RUB 92.54245
RWF 1682.084188
SAR 4.333509
SBD 9.279111
SCR 16.651629
SDG 693.73104
SEK 10.895859
SGD 1.483984
SHP 0.86602
SLE 28.453219
SLL 24204.991218
SOS 658.170562
SRD 43.114092
STD 23891.56584
STN 24.509757
SVC 10.077186
SYP 128.483664
SZL 19.563212
THB 37.629422
TJS 11.039086
TMT 4.051574
TND 3.39531
TOP 2.779264
TRY 51.472527
TTD 7.813347
TWD 36.865278
TZS 3001.165881
UAH 50.440517
UGX 4320.794917
USD 1.154295
UYU 46.639375
UZS 13992.812806
VES 546.432051
VND 30404.117387
VUV 137.766047
WST 3.201852
XAF 656.223919
XAG 0.015806
XAU 0.000247
XCD 3.119539
XCG 2.075662
XDR 0.816132
XOF 656.235294
XPF 119.331742
YER 275.47212
ZAR 19.58965
ZMK 10390.084943
ZMW 22.256438
ZWL 371.682361
  • EUR/USD

    -0.0015

    1.153

    -0.13%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • Goldpreis

    107.7000

    4910.1

    +2.19%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

Bundesregierung führt neue E-Auto-Prämie ein - Kritik an Förderung für Plugins
Bundesregierung führt neue E-Auto-Prämie ein - Kritik an Förderung für Plugins / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Bundesregierung führt neue E-Auto-Prämie ein - Kritik an Förderung für Plugins

Lob von Gewerkschaftsseite, Kritik von Umweltschützern: Die Bundesregierung hat eine neue E-Auto-Prämie für Privathaushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von höchstens 80.000 Euro aufgelegt. Verbraucherinnen und Verbraucher können das Geld für ab Anfang des Jahres zugelassene E-Autos voraussichtlich ab Mai 2026 beantragen, wie Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montag in Berlin sagte. Kritik entzündet sich vor allem daran, dass neben reinen E-Autos auch Plugin-Hybride gefördert werden.

Textgröße:

Schneider sagte: "Es ist ein Programm, mit dem wir etwas für die Umwelt tun, für die Automobilindustrie, aber insbesondere auch für Familien, die sich sonst keinen Neuwagen, der umweltfreundlich ist, leisten können." Die Förderung werde rückwirkend für Kauf und Leasing von E-Autos gelten, die seit Beginn des Jahres 2026 neu in Deutschland zugelassen wurden. "Damit vermeiden wir Attentismus und haben ein klares Signal im Markt."

Autos mit rein elektrischem Antrieb können mit mindestens 3000 Euro gefördert werden. Für den Kauf von Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit sogenanntem Range-Extendern, bei denen ein kleiner Verbrenner-Motor die Batterie aufladen kann, soll es 1500 Euro Basis-Förderung geben. Damit Familien extra unterstützt werden, erhöht sich die Fördersumme pro Kind um 500 Euro auf weitere maximal 1000 Euro, teilte das Bundesumweltministerium mit. Zudem sollen Haushalte mit weniger als 60.000 Euro beziehungsweise 45.000 Euro Jahreseinkommen jeweils noch einmal mehr Geld bekommen.

Das begrüßte die Industriegewerkschaft Metall. Es sei "richtig, dass Menschen mit niedrigen Einkommen eine höhere Förderung bekommen", erklärte die erste IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner. "Sinnvoll" wäre es ihrer Ansicht nach, die Förderung bald auf Gebrauchtwagen auszuweiten. Zudem müsse die "Beschränkung auf Fahrzeuge 'Made in EU' nun "schnellstmöglich geprüft werden". Nach Angaben des Umweltministeriums wird untersucht, ob EU-Präferenzregelungen später in das Programm aufgenommen werden.

Umweltorganisationen und die Grünen kritisierten vor allem an der Förderung für Plugin-Hybride und Range-Extender. Für die Prämie dürfen die Autos nach Angaben des Umweltministeriums laut Typgenehmigungswert "nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometer haben". Die Erfahrungen zeigten aber, "dass diese Werte irreführend sind", erklärte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch. "Plug-In-Hybride stoßen in der Praxis bis zu fünfmal mehr CO2 aus und bieten somit kaum Klimavorteile gegenüber konventionellen Verbrennern."

Eine Förderung besonders für "Autos in einem unteren und mittleren Segment" für Familien mit unteren und mittleren Einkommen sei zwar "notwendig", sagte Grünen-Ko-Fraktionschefin Katharina Dröge. Sie bemängelte aber ebenfalls die Förderung von Hybridautos als "klimaschädlich". Auch begrenze die Bundesregierung nicht die Größe von Autos und "geht im Einkommensbereich sehr hoch".

Ähnlich äußerte sich Greenpeace-Expertin Marion Tiemann: Förderung verdienten kleine, ressourcenschonende E-Autos für maximal 30.000 Euro, erklärte sie. Die Bundesregierung solle die Prämie mit einer Abgabe für neue, besonders klimaschädliche Verbrenner gegenfinanzieren, forderte Tiemann.

Kritik kommt auch aus anderen Wirtschaftsbereichen. "Diese Art einer staatlichen Konsumlenkung schadet mehr, als sie nutzt", erklärte der Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie, Jan Kurth. Die Bundesregierung verschiebe "die Konsumausgaben der Verbraucherinnen und Verbraucher in den Autokauf, während andere Branchen weiter unter Kaufzurückhaltung leiden". "Verbraucherinnen und Verbraucher können ihr Geld nur einmal ausgeben", betonte Kurth.

Eine Kaufprämie für Elektroautos gab es schon einmal: Der sogenannte Umweltbonus für Privatleute und Unternehmen war 2016 eingeführt und Ende 2023 von der Ampel-Koalition abrupt gestrichen worden. Hintergrund war damals das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dass der Haushalt verfassungswidrig war; die Ampel musste daher Milliarden einsparen. Das Aus der Kaufprämie sorgte 2024 für einen Einbruch bei den Neuzulassungen von Elektroautos.

T.Musil--TPP