The Prague Post - Trump kritisiert Rolle der Nato-Verbündeten in Afghanistan: Große Empörung in Europa

EUR -
AED 4.175768
AFN 72.198245
ALL 94.132133
AMD 418.999752
ANG 2.035751
AOA 1042.661054
ARS 1672.630319
AUD 1.644124
AWG 2.048085
AZN 1.937411
BAM 1.9544
BBD 2.294546
BDT 139.959707
BGN 1.922591
BHD 0.42871
BIF 3394.050129
BMD 1.137035
BND 1.475842
BOB 7.889347
BRL 5.89331
BSD 1.139279
BTN 107.864706
BWP 15.491899
BYN 3.199707
BYR 22285.890295
BZD 2.291258
CAD 1.616512
CDF 2579.932771
CHF 0.921885
CLF 0.026405
CLP 1039.215589
CNY 7.72104
CNH 7.737997
COP 3900.9518
CRC 516.822835
CUC 1.137035
CUP 30.131433
CVE 110.718763
CZK 24.216178
DJF 202.074182
DKK 7.475228
DOP 66.57325
DZD 151.6237
EGP 56.449025
ERN 17.055528
ETB 183.671576
FJD 2.552871
FKP 0.858323
GBP 0.861469
GEL 3.007442
GGP 0.858323
GHS 12.763207
GIP 0.858323
GMD 82.42736
GNF 9977.484175
GTQ 8.691772
GYD 238.349203
HKD 8.915965
HNL 30.481024
HRK 7.535589
HTG 148.953263
HUF 355.72597
IDR 20397.72961
ILS 3.399792
IMP 0.858323
INR 107.58422
IQD 1492.430549
IRR 1563480.278048
ISK 144.005798
JEP 0.858323
JMD 179.330706
JOD 0.806151
JPY 183.790942
KES 147.257318
KGS 99.433484
KHR 4559.511485
KMF 490.062106
KPW 1023.332095
KRW 1751.545555
KWD 0.351355
KYD 0.94942
KZT 554.172889
LAK 25228.921367
LBP 102020.593707
LKR 381.166862
LRD 207.341423
LSL 18.786738
LTL 3.357369
LVL 0.687781
LYD 7.310729
MAD 10.662859
MDL 20.056628
MGA 4759.589356
MKD 61.649922
MMK 2387.077383
MNT 4069.449066
MOP 9.200307
MRU 45.250182
MUR 54.816455
MVR 17.578635
MWK 1975.475719
MXN 19.947634
MYR 4.708919
MZN 72.661936
NAD 18.786738
NGN 1558.704814
NIO 41.919961
NOK 11.146482
NPR 172.582571
NZD 2.00909
OMR 0.43719
PAB 1.139284
PEN 3.856437
PGK 4.996442
PHP 69.935455
PKR 316.856346
PLN 4.280864
PYG 6944.992792
QAR 4.153024
RON 5.245826
RSD 117.421319
RUB 84.710286
RWF 1670.69546
SAR 4.269898
SBD 9.170235
SCR 16.196778
SDG 682.792377
SEK 11.068964
SGD 1.474104
SHP 0.848912
SLE 28.14191
SLL 23843.064194
SOS 651.130547
SRD 42.619506
STD 23534.333371
STN 24.481273
SVC 9.968856
SYP 125.678888
SZL 18.780542
THB 37.911599
TJS 10.566628
TMT 3.990994
TND 3.372283
TOP 2.737708
TRY 52.865998
TTD 7.735457
TWD 36.075284
TZS 2991.263349
UAH 51.140154
UGX 4170.011838
USD 1.137035
UYU 45.697254
UZS 13688.191265
VES 701.397543
VND 29935.294731
VUV 135.032626
WST 3.134038
XAF 655.484408
XAG 0.018267
XAU 0.000278
XCD 3.072894
XCG 2.053229
XDR 0.815216
XOF 655.484408
XPF 119.331742
YER 271.352991
ZAR 18.812474
ZMK 10234.680975
ZMW 20.437355
ZWL 366.124877
  • DAX

    -169.8300

    24723.75

    -0.69%

  • MDAX

    -257.3200

    31871.78

    -0.81%

  • TecDAX

    -7.3300

    3896.53

    -0.19%

  • Goldpreis

    -58.4000

    4091

    -1.43%

  • SDAX

    -169.3900

    17987.61

    -0.94%

  • Euro STOXX 50

    -7.4700

    6223.08

    -0.12%

  • EUR/USD

    -0.0037

    1.1351

    -0.33%

Trump kritisiert Rolle der Nato-Verbündeten in Afghanistan: Große Empörung in Europa
Trump kritisiert Rolle der Nato-Verbündeten in Afghanistan: Große Empörung in Europa / Foto: Ben STANSALL - AFP/Archiv

Trump kritisiert Rolle der Nato-Verbündeten in Afghanistan: Große Empörung in Europa

Die Regierungen in europäischen Nato-Ländern haben empört auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump zum früheren Engagement der Verbündeten in Afghanistan reagiert. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärte am Samstag, Deutschland habe bei dem Einsatz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit über 60 Toten einen hohen Preis bezahlt. Nach ebenfalls deutlicher Kritik aus London lobte Trump die Rolle der britischen Soldaten in Afghanistan.

Textgröße:

"Die großen und sehr tapferen Soldaten des Vereinigten Königreichs werden immer an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika stehen!", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. 457 britische Soldaten seien in Afghanistan gestorben und viele weitere schwer verletzt worden. "Sie gehörten zu den größten Kriegern", schrieb Trump weiter.

Der US-Präsident hatte am Freitag die Bedeutung der Truppen aus Nato-Partnerstaaten für den Afghanistan-Einsatz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zu schmälern versucht. "Sie werden sagen, dass sie einige Truppen nach Afghanistan geschickt haben", sagte er im Sender Fox News über andere Nato-Mitglieder. "Und das haben sie auch, aber sie blieben etwas zurück, etwas abseits der Front."

Zugleich wiederholte der US-Präsident seine Behauptung, dass die Nato den USA nicht zu Hilfe kommen würde, falls sie darum gebeten würde.

Großbritanniens Premier Keir Starmer sagte daraufhin, er empfinde Trumps Äußerungen als "beleidigend und wirklich erschreckend" sowie verletzend für alle, deren Angehörige in Afghanistan getötet oder verletzt worden seien. Er legte dem US-Präsidenten nahe, sich bei den Betroffenen zu entschuldigen.

Bei einem Telefonat mit Trump würdigte Starmer am Samstag nach Angaben von Downing Street "die mutigen und heldenhaften britischen und amerikanischen Soldaten, die Seite an Seite in Afghanistan gekämpft haben". Viele seien in Afghanistan getötet worden. "Wir dürfen ihr Opfer niemals vergessen", betonte der Premierminister.

Der britische Prinz Harry, der in Afghanistan gedient hatte, erinnerte ebenfalls an das Schicksal der Gefallenen und Angehörigen. Deren "Opfer verdienen es, das wahrheitsgemäß und respektvoll über sie gesprochen wird".

Großbritannien hatte nach Angaben des Verteidigungsministeriums 150.000 Soldaten nach Afghanistan entsandt und stellte damit nach den USA das zweitgrößte Truppenkontingent. Die US-Streitkräfte hatten laut Berichten in Afghanistan mehr als 2400 Tote zu verzeichnen.

Berlin widersprach Trumps Darstellung ebenfalls: "Unsere Bundeswehr stand bereit, als unsere amerikanischen Verbündeten nach dem islamistischen Terroranschlag von 2001 um Unterstützung gebeten haben", erklärte Verteidigungsminister Pistorius. "Für diesen Mut und den hochprofessionellen Einsatz ist Deutschland unserer Bundeswehr sehr dankbar." Das Land habe dafür einen hohen Preis bezahlt, 59 Soldaten und drei Polizisten seien dabei getötet worden, fügte Pistorius hinzu.

Auch in Kopenhagen sorgten Trumps Äußerungen für Unmut. "Es ist inakzeptabel, dass der US-Präsident das Engagement der verbündeten Soldaten in Afghanistan in Frage stellt", erklärte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen im Onlinedienst Facebook. Dänemark sei im internationalen Afghanistan-Einsatz eines der Nato-Länder mit den höchsten Verlusten gewesen, betonte die Regierungschefin.

"Meine Gedanken sind bei den Veteranen, euren Familien und Liebsten, die dies in keiner Art und Weise verdient haben", fügte sie mit Blick auf Trumps Äußerungen hinzu. Der dänischen Armee zufolge wurden in Afghanistan 44 ihrer Soldatinnen und Soldaten getötet.

Italiens Außenminister Antonio Tajani erinnerte im Onlinedienst X an die 53 in Afghanistan getöteten italienischen Armeeangehörigen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach den französischen Afghanistan-Gefallenen und deren Hinterbliebenen seine Anerkennung aus, wie aus Regierungskreisen verlautete. Trumps "inakzeptable Äußerungen bedürfen keines Kommentars", hieß es weiter.

Das Eingreifen der Nato in Afghanistan nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 markierte das erste und einzige Mal, dass die Nato den Bündnisfall gemäß Artikel 5 ausrief. Der Einsatz endete 2021 mit einem chaotischen Abzug nach dem Vorrücken der radikalislamischen Taliban in Afghanistan.

Der Unmut über Trumps Afghanistan-Äußerungen folgt auf einen Streit um Grönland. Trump hatte immer wieder Anspruch auf die rohstoffreiche Insel erhoben und wiederholt betont, sich das zum Nato- und EU-Mitglied Dänemark gehörende autonome Gebiet notfalls mit Gewalt zu "nehmen".

Nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte beim Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwoch vollzog Trump eine Kehrtwende. Mit einem späteren Abkommen soll der Streit beigelegt werden.

J.Simacek--TPP