The Prague Post - Stärkung des Sozialstaats: SPD startet Arbeit an neuem Grundsatzprogramm

EUR -
AED 4.18418
AFN 72.345505
ALL 94.14615
AMD 419.060304
ANG 2.039857
AOA 1044.764284
ARS 1665.100202
AUD 1.642689
AWG 2.050791
AZN 1.941648
BAM 1.954682
BBD 2.294887
BDT 139.979934
BGN 1.926468
BHD 0.429754
BIF 3403.453278
BMD 1.139328
BND 1.476056
BOB 7.890487
BRL 5.896304
BSD 1.139448
BTN 107.880294
BWP 15.494138
BYN 3.20017
BYR 22330.835112
BZD 2.291569
CAD 1.616491
CDF 2580.578112
CHF 0.922517
CLF 0.026329
CLP 1036.378473
CNY 7.718721
CNH 7.735219
COP 3924.530338
CRC 516.904339
CUC 1.139328
CUP 30.192201
CVE 110.201966
CZK 24.20606
DJF 202.903942
DKK 7.474911
DOP 66.691853
DZD 152.212235
EGP 56.643191
ERN 17.089925
ETB 183.698927
FJD 2.555342
FKP 0.860054
GBP 0.861976
GEL 3.013567
GGP 0.860054
GHS 12.789685
GIP 0.860054
GMD 83.170728
GNF 9984.289143
GTQ 8.692913
GYD 238.383648
HKD 8.932322
HNL 30.485162
HRK 7.537682
HTG 148.974789
HUF 354.579516
IDR 20418.073759
ILS 3.414794
IMP 0.860054
INR 107.95096
IQD 1492.64623
IRR 1566576.442968
ISK 143.87478
JEP 0.860054
JMD 179.35741
JOD 0.807752
JPY 184.064757
KES 147.485994
KGS 99.63461
KHR 4573.384096
KMF 491.050622
KPW 1025.395889
KRW 1750.412809
KWD 0.352075
KYD 0.949557
KZT 554.252976
LAK 25232.346027
LBP 102035.337387
LKR 381.221947
LRD 207.371387
LSL 18.789205
LTL 3.36414
LVL 0.689168
LYD 7.311818
MAD 10.6644
MDL 20.059526
MGA 4760.235439
MKD 61.67035
MMK 2391.891494
MNT 4077.656082
MOP 9.201637
MRU 45.257518
MUR 54.642279
MVR 17.613896
MWK 1975.769891
MXN 19.922466
MYR 4.717392
MZN 72.805701
NAD 18.789205
NGN 1559.063043
NIO 41.926019
NOK 11.144911
NPR 172.608271
NZD 2.006944
OMR 0.438074
PAB 1.139448
PEN 3.856994
PGK 4.997142
PHP 69.77645
PKR 316.902137
PLN 4.282564
PYG 6945.935586
QAR 4.153588
RON 5.248198
RSD 117.394087
RUB 84.936921
RWF 1670.944246
SAR 4.27737
SBD 9.188729
SCR 16.014934
SDG 684.167236
SEK 11.061015
SGD 1.476393
SHP 0.850624
SLE 28.198016
SLL 23891.149424
SOS 651.227508
SRD 42.645626
STD 23581.795972
STN 24.485994
SVC 9.970297
SYP 125.932349
SZL 18.783256
THB 37.82285
TJS 10.568155
TMT 3.999042
TND 3.372771
TOP 2.74323
TRY 52.955177
TTD 7.736575
TWD 36.070561
TZS 2991.0012
UAH 51.147544
UGX 4170.614474
USD 1.139328
UYU 45.703257
UZS 13689.989303
VES 702.812079
VND 29992.818078
VUV 135.304952
WST 3.140359
XAF 655.582017
XAG 0.018352
XAU 0.000276
XCD 3.079092
XCG 2.053525
XDR 0.813361
XOF 655.582017
XPF 119.331742
YER 271.900837
ZAR 18.785302
ZMK 10255.314604
ZMW 20.440308
ZWL 366.863255
  • DAX

    -254.9800

    24884.71

    -1.02%

  • MDAX

    -502.1500

    32072.31

    -1.57%

  • SDAX

    -265.3600

    18130.11

    -1.46%

  • Euro STOXX 50

    -74.7400

    6236.58

    -1.2%

  • TecDAX

    -49.8100

    3921.14

    -1.27%

  • Goldpreis

    -68.2000

    4134.5

    -1.65%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1393

    -0.33%

Stärkung des Sozialstaats: SPD startet Arbeit an neuem Grundsatzprogramm
Stärkung des Sozialstaats: SPD startet Arbeit an neuem Grundsatzprogramm / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Stärkung des Sozialstaats: SPD startet Arbeit an neuem Grundsatzprogramm

Mit einem Bekenntnis zur Bewahrung und Stärkung des Sozialstaats will die SPD ihr politisches Profil schärfen. In einer zweitägigen Klausur in der Berliner Parteizentrale leitete der SPD-Vorstand am Wochenende die Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm ein - und verabschiedete Positionspapiere zur Gesundheits-, Steuer- und Außenpolitik. Unter anderem fordert die SPD einen Paradigmenwechsel zur Finanzierung des Gesundheitssystems, um den Kreis der Einzahler zu erhöhen.

Textgröße:

Dem Vorschlag der SPD zufolge sollen Beiträge zur Krankenversicherung nicht nur auf den Lohn, sondern auch auf andere Einkommen wie etwa Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen erhoben werden. Zudem soll es nach dem Willen der SPD künftig weniger Beamte geben: Neue Verbeamtungen wollen die Sozialdemokraten auf hoheitliche Aufgaben beschränken.

Als weiteren Baustein zur Finanzierung des Sozialstaats fordert die SPD eine Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Beamte, Selbstständige und Mandatsträger. "Ein solidarisches Alterssicherungssystem muss langfristig alle Erwerbstätigen einbeziehen. Wer arbeitet, zahlt ein", heißt es in dem Vorstandsbeschluss.

Ko-Parteichefin Bärbel Bas sagte am Rande der Klausur, ihre Partei sehe die Modernisierung des Sozialstaats als "Kernaufgabe". "Der Sozialstaat entscheidet darüber, ob Menschen Vertrauen auch in unsere Demokratie haben", sagte sie. "Wir wollen keine punktuellen Anpassungen, sondern langfristige und grundlegende Reformen, die den Sozialstaat insgesamt auch handlungsfähiger machen."

Zum Auftakt der Klausur am Samstag hatte sich Bas in einer Grundsatzrede vom Koalitionspartner Union abgegrenzt, der für eine Begrenzung sozialstaatlicher Ausgaben eintritt. Der Sozialstaat werde in der aktuellen Debatte oft "als Bremsklotz wirtschaftlichen Wachstums diffamiert - obwohl das Gegenteil der Fall ist", sagte Bas.

Bas kritisierte in ihrer Rede Vorschläge, die zuletzt auch aus den Reihen des Koalitionspartners CDU gekommen waren - etwa zur Einschränkung von Teilzeit oder zur privaten Vorsorge für die Pflege. "Das alles ist eine Abrissbirne für Arbeitnehmerrechte", sagte die SPD-Vorsitzende. Es handle sich um Vorschläge "ohne Respekt vor den Problemen ganz normaler Menschen in diesem Land".

Ko-Parteichef Lars Klingbeil hatte in seiner Rede einen Schwerpunkt auf die Weltlage gelegt. Er warnte vor einem "Ende des liberalen Zeitalters". In einer Welt, in der Stärke und Macht die Politik dominierten, müsse Deutschland die Bündnisse mit Partnern stärken und noch enger mit Europa zusammenarbeiten - der Wirtschaftsraum Europa müsse aus dem "Dornröschenschlaf" erwachen.

In einem Beschluss fordert der SPD-Vorstand eine Neubewertung des Verhältnisses zu den USA. Zwar solle Deutschland weiter ein enges transatlantischen Verhältnis anstreben - angesichts von Zweifeln an der Verlässlichkeit der aktuellen US-Regierung müssten aber andere Bündnisse gestärkt werden.

Klingbeil kündigte an, die SPD werde in Zukunft den Wert "öffentlicher Güter" und "kollektiver Infrastruktur" stärken. Als Beispiele nannte er bezahlbaren Wohnraum, ärztliche Versorgung, Straßen und öffentlichen Nahverkehr, Parks und Gemeindezentren. Die SPD habe in der Vergangenheit "zu stark über Individualisierung und zu wenig über kollektive Infrastruktur geredet", kritisierte Klingbeil am Samstag.

In einem Beschlusspapier forderte der SPD-Vorstand am Sonntag, hohe Vermögen stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzuziehen. "Ungleichheit und Steuerungerechtigkeit erzeugen Ärger", heißt es in dem Papier. Es sei ein Problem, wenn große Teile der Gesellschaft kaum oder kein Vermögen besäßen. Um dies zu ändern, sei das Steuersystem ein zentraler Hebel: "Wer mehr hat, kann und soll mehr beitragen."

Das aktuelle SPD-Grundsatzprogramm stammt noch von 2007. Das neue soll 2027 stehen. Die von anhaltend schwachen Umfragewerten geplagte SPD will dabei ihre klassischen Schwerpunktthemen wie Arbeit, Bildung und Gerechtigkeit mit den großen Herausforderungen der neuen Zeit zu verknüpfen: Künstliche Intelligenz, eine neue Weltordnung und eine Demokratie, die auf die Probe gestellt wird.

Y.Havel--TPP