The Prague Post - Rüstungsexporte nach Israel: Palästinenser scheitert mit Klage in Karlsruhe

EUR -
AED 4.239934
AFN 72.734234
ALL 95.473534
AMD 435.086683
ANG 2.066665
AOA 1058.683523
ARS 1606.779579
AUD 1.67603
AWG 2.081001
AZN 1.923998
BAM 1.947203
BBD 2.32587
BDT 142.052854
BGN 1.973411
BHD 0.435824
BIF 3431.291824
BMD 1.154508
BND 1.481534
BOB 7.97977
BRL 5.95218
BSD 1.154841
BTN 107.185645
BWP 15.705844
BYN 3.43426
BYR 22628.356568
BZD 2.322486
CAD 1.605107
CDF 2649.595554
CHF 0.920593
CLF 0.026694
CLP 1054.019354
CNY 7.933816
CNH 7.95228
COP 4240.704107
CRC 536.908686
CUC 1.154508
CUP 30.594462
CVE 109.782227
CZK 24.532121
DJF 205.641431
DKK 7.472853
DOP 69.480544
DZD 153.506858
EGP 61.790768
ERN 17.31762
ETB 180.316895
FJD 2.602027
FKP 0.875696
GBP 0.871705
GEL 3.105622
GGP 0.875696
GHS 12.704023
GIP 0.875696
GMD 84.851585
GNF 10128.066507
GTQ 8.835147
GYD 241.702911
HKD 9.047273
HNL 30.677235
HRK 7.532586
HTG 151.58617
HUF 385.020345
IDR 19653.189482
ILS 3.621057
IMP 0.875696
INR 107.657928
IQD 1512.742808
IRR 1522651.722883
ISK 144.394565
JEP 0.875696
JMD 182.644156
JOD 0.818556
JPY 184.018243
KES 150.282159
KGS 100.961856
KHR 4620.461154
KMF 492.686132
KPW 1038.991782
KRW 1758.159818
KWD 0.357274
KYD 0.962401
KZT 549.007666
LAK 25450.097837
LBP 103412.671303
LKR 364.055397
LRD 211.918079
LSL 19.395563
LTL 3.408962
LVL 0.69835
LYD 7.366097
MAD 10.788271
MDL 20.342135
MGA 4886.174202
MKD 61.56184
MMK 2424.935503
MNT 4124.736339
MOP 9.323951
MRU 46.0726
MUR 54.019057
MVR 17.837035
MWK 2002.455336
MXN 20.675849
MYR 4.649173
MZN 73.842755
NAD 19.395563
NGN 1596.049431
NIO 42.501624
NOK 11.261654
NPR 171.487221
NZD 2.01877
OMR 0.443914
PAB 1.154901
PEN 4.01826
PGK 4.994797
PHP 69.955683
PKR 322.219196
PLN 4.290411
PYG 7500.367068
QAR 4.210982
RON 5.090191
RSD 117.314152
RUB 92.711004
RWF 1690.0508
SAR 4.333583
SBD 9.24758
SCR 15.851325
SDG 693.859166
SEK 10.94387
SGD 1.485887
SHP 0.86618
SLE 28.402956
SLL 24209.467756
SOS 659.952094
SRD 43.137024
STD 23895.984412
STN 24.391575
SVC 10.104863
SYP 127.858648
SZL 19.388395
THB 37.793398
TJS 11.043535
TMT 4.040778
TND 3.390291
TOP 2.779778
TRY 51.372029
TTD 7.838023
TWD 36.906732
TZS 2990.176173
UAH 50.535267
UGX 4302.007163
USD 1.154508
UYU 46.943563
UZS 14028.821439
VES 546.457723
VND 30399.349836
VUV 138.822647
WST 3.206892
XAF 653.03997
XAG 0.016017
XAU 0.000247
XCD 3.120116
XCG 2.081204
XDR 0.812172
XOF 653.03997
XPF 119.331742
YER 275.494487
ZAR 19.59887
ZMK 10391.949231
ZMW 22.25819
ZWL 371.751101
  • Goldpreis

    -119.2000

    4693.9

    -2.54%

  • EUR/USD

    -0.0052

    1.1542

    -0.45%

  • MDAX

    1055.0600

    29205.84

    +3.61%

  • TecDAX

    62.6600

    3484.26

    +1.8%

  • Euro STOXX 50

    162.9800

    5732.71

    +2.84%

  • DAX

    618.8500

    23298.89

    +2.66%

  • SDAX

    310.1700

    16802.71

    +1.85%

Rüstungsexporte nach Israel: Palästinenser scheitert mit Klage in Karlsruhe
Rüstungsexporte nach Israel: Palästinenser scheitert mit Klage in Karlsruhe / Foto: Eyad Baba - AFP/Archiv

Rüstungsexporte nach Israel: Palästinenser scheitert mit Klage in Karlsruhe

Ein Palästinenser aus dem Gazastreifen ist vor dem Bundesverfassungsgericht erfolglos gegen die Genehmigung von Rüstungslieferungen nach Israel vorgegangen. Karlsruhe entschied dabei nach Angaben vom Donnerstag nicht inhaltlich über die humanitäre Lage in dem Gebiet. Denn die Verfassungsbeschwerde an sich war bereits unzulässig. (Az. 2 BvR 1626/25)

Textgröße:

Konkret ging es um Getriebeteile für Panzer, die ein deutsches Rüstungsunternehmen baut. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle genehmigte den Export im Oktober 2024. Das wollte der Palästinenser zunächst mit Eilanträgen verhindern. Das Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main wies seinen Eilantrag aber im Dezember 2024 zurück, der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel bestätigte das im September 2025.

Auch diese Gerichte entschieden nicht über die Lage im Gazastreifen. Die Anträge scheiterten schon daran, dass der Palästinenser die Verwaltungsakte nicht anfechten konnte. Es gebe hier keine Regelung, die ihn dazu berechtige, entschied der Verwaltungsgerichtshof. Der Mann könne nicht geltend machen, dass seine eigenen Rechte verletzt seien.

Das Verfassungsgericht sah in den hessischen Beschlüssen nun keine Verstöße gegen das Grundgesetz. Es nahm die Beschwerde des Palästinensers nicht zur Entscheidung an.

Das Grundgesetz verpflichte den deutschen Staat dazu, das humanitäre Völkerrecht und die internationalen Menschenrechte zu schützen, erklärte Karlsruhe. Unter bestimmten Bedingungen könne sich daraus die Pflicht ergeben, im Ausland lebende Menschen zu schützen. Die staatlichen Organe entschieden aber grundsätzlich eigenverantwortlich darüber, wie sie diesen Schutzauftrag erfüllen. Es gebe in der Regel keinen Anspruch auf bestimmte einzelne Maßnahmen.

Es sei nicht ersichtlich, dass sich die Bundesregierung bei Genehmigungen von Exporten "etwaigen menschenrechtlichen Risiken leichtfertig und willkürlich verschließt", führte das Gericht aus. So seien Lieferungen von Gütern, die auf der Kriegswaffenliste stehen, zuletzt gar nicht mehr genehmigt worden. Nach einem ersten Anstieg direkt nach dem Überfall der Hamas auf Israel seien wieder wesentlich weniger Rüstungsgüter geliefert worden.

Der Gaza-Krieg war durch den Überfall der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Deutschland gehört zu den größten Waffenlieferanten Israels. Unmittelbar nach dem Hamas-Überfall wurden damals deutlich mehr Exporte genehmigt. Insgesamt lieferte Deutschland in dem Jahr Rüstungsgüter im Wert von 326,5 Millionen Euro nach Israel, wie das Gericht ausführte.

Zwischen dem 7. Oktober 2023 bis zum 13. Mai 2025 wurden nach Angaben der Bundesregierung vom Juni Genehmigungen für Exporte in Höhe von etwa 485 Millionen Euro erteilt. Als Reaktion auf die Ausweitung der israelischen Militäroffensive schränkte Deutschland die Exporte aber zwischen August und November 2025 ein.

Die Maßnahme betraf alle Rüstungsgüter, die im Gazastreifen zum Einsatz kommen könnten. Ausgenommen waren Waffen, die Israel zum Schutz vor Angriffen benötigte. Dieser Teilexportstopp wurde dann wieder aufgehoben. Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor.

In seiner Beschwerde in Karlsruhe argumentierte der Palästinenser, dass Deutschland für ihn eine Schutzpflicht habe. Der Mann lebt im Gazastreifen. Seine Frau und seine Tochter wurden nach Gerichtsangaben im Februar 2024 bei einem israelischen Luftangriff getötet. Im Dezember 2024 starben sein Vater und drei seiner Brüder bei einem Luftangriff.

Im Juli 2025 hatte das Gericht in einem anderen Fall entschieden, dass Deutschland in bestimmten Fällen auch Ausländer im Ausland schützen muss. Dafür müssen zwei Voraussetzungen vorliegen: Erstens muss es einen ausreichenden Bezug zur deutschen Staatsgewalt geben. Zweitens muss die ernsthafte Gefahr bestehen, dass das Völkerrecht systematisch verletzt wird. Ob beides im Gazastreifen der Fall ist, wurde in Karlsruhe nun nicht entschieden.

Der Palästinenser wurde bei seiner Beschwerde von der Menschenrechtsorganisation ECCHR unterstützt. Diese kritisierte die Entscheidung scharf. "In der Praxis bedeutet das: Selbst wenn Entscheidungen der Bundesregierung Menschenleben gefährden oder dazu beitragen können, gibt es für die Betroffenen keinen effektiven Rechtsschutz", erklärte die Organisation. Sie kündigte an, zusammen mit Partnern die rechtlichen Möglichkeiten weiter auszuschöpfen.

A.Stransky--TPP