The Prague Post - Sondervermögen: Koalition verteidigt Verwendung der Gelder - Kritik reißt nicht ab

EUR -
AED 4.26933
AFN 72.661031
ALL 95.538788
AMD 429.549591
ANG 2.081434
AOA 1067.187274
ARS 1621.687264
AUD 1.6297
AWG 2.093978
AZN 1.972812
BAM 1.955571
BBD 2.346025
BDT 142.973222
BGN 1.941304
BHD 0.439348
BIF 3468.09301
BMD 1.162514
BND 1.489025
BOB 8.049055
BRL 5.89022
BSD 1.164763
BTN 111.720889
BWP 16.476066
BYN 3.24142
BYR 22785.266087
BZD 2.342625
CAD 1.598515
CDF 2612.767877
CHF 0.914427
CLF 0.026531
CLP 1044.204422
CNY 7.916604
CNH 7.919647
COP 4416.4472
CRC 528.337998
CUC 1.162514
CUP 30.80661
CVE 110.252062
CZK 24.334931
DJF 207.415659
DKK 7.473777
DOP 69.591833
DZD 153.754458
EGP 61.985457
ERN 17.437704
ETB 181.872257
FJD 2.564097
FKP 0.872296
GBP 0.872059
GEL 3.115422
GGP 0.872296
GHS 13.319437
GIP 0.872296
GMD 84.27994
GNF 10213.801383
GTQ 8.885957
GYD 243.691402
HKD 9.101139
HNL 30.977365
HRK 7.53662
HTG 152.502103
HUF 361.828902
IDR 20547.427453
ILS 3.401983
IMP 0.872296
INR 111.859207
IQD 1525.920929
IRR 1533355.40644
ISK 143.605577
JEP 0.872296
JMD 184.048401
JOD 0.824256
JPY 184.72166
KES 150.37105
KGS 101.661794
KHR 4673.451558
KMF 492.905461
KPW 1046.261967
KRW 1746.403463
KWD 0.35867
KYD 0.970686
KZT 546.825828
LAK 25545.002224
LBP 104306.759318
LKR 382.635097
LRD 213.154986
LSL 19.294336
LTL 3.4326
LVL 0.703193
LYD 7.396132
MAD 10.73704
MDL 20.150635
MGA 4848.431023
MKD 61.669592
MMK 2440.9558
MNT 4160.146891
MOP 9.394598
MRU 46.754513
MUR 54.975599
MVR 17.914234
MWK 2019.762975
MXN 20.166297
MYR 4.625662
MZN 74.276839
NAD 19.294336
NGN 1595.828338
NIO 42.86497
NOK 10.821377
NPR 178.753023
NZD 1.990456
OMR 0.446986
PAB 1.164763
PEN 3.993231
PGK 5.074405
PHP 71.742779
PKR 324.422628
PLN 4.250126
PYG 7098.167011
QAR 4.246002
RON 5.205389
RSD 117.39946
RUB 84.690617
RWF 1703.900043
SAR 4.404364
SBD 9.319083
SCR 15.797387
SDG 698.092171
SEK 10.990694
SGD 1.489052
SHP 0.867934
SLE 28.598621
SLL 24377.330876
SOS 665.721876
SRD 43.53962
STD 24061.683915
STN 24.497125
SVC 10.191804
SYP 128.486811
SZL 19.297735
THB 38.002492
TJS 10.867525
TMT 4.080423
TND 3.4091
TOP 2.799053
TRY 52.986668
TTD 7.906072
TWD 36.765073
TZS 3036.093706
UAH 51.431264
UGX 4373.486759
USD 1.162514
UYU 46.654525
UZS 13948.363122
VES 593.054923
VND 30643.85786
VUV 136.549475
WST 3.146203
XAF 655.880031
XAG 0.015497
XAU 0.000256
XCD 3.141751
XCG 2.099254
XDR 0.816262
XOF 655.880031
XPF 119.331742
YER 277.365042
ZAR 19.448213
ZMK 10464.03411
ZMW 21.927427
ZWL 374.328897
  • Euro STOXX 50

    -28.5700

    5799.19

    -0.49%

  • Goldpreis

    -2.3000

    4559.6

    -0.05%

  • SDAX

    1.5500

    18367.19

    +0.01%

  • DAX

    24.0700

    23974.64

    +0.1%

  • MDAX

    -204.9000

    31160.27

    -0.66%

  • TecDAX

    33.1500

    3828.91

    +0.87%

  • EUR/USD

    0.0015

    1.1646

    +0.13%

Sondervermögen: Koalition verteidigt Verwendung der Gelder - Kritik reißt nicht ab
Sondervermögen: Koalition verteidigt Verwendung der Gelder - Kritik reißt nicht ab / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Sondervermögen: Koalition verteidigt Verwendung der Gelder - Kritik reißt nicht ab

Nach massiver Kritik an einer angeblichen Zweckentfremdung des milliardenschweren Sondervermögens haben Vertreter der Regierungskoalition die Verwendung der Mittel verteidigt. Diese würden "vollumfänglich" für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz ausgegeben, schrieb der Chefökonom von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), Jens Südekum, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). "Von Zweckentfremdung keine Spur." Während auch die SPD Kritik zurückwies, kam von den Grünen die Forderung nach Neuverhandlungen über das Sondervermögen.

Textgröße:

Zwei führende Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in Berechnungen dargelegt, dass der ganz überwiegende Teil des Sondervermögens bislang nicht für zusätzliche Investitionen, sondern zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet wurde. Damit seien die Mittel zweckentfremdet worden, teilten das Ifo-Institut und das IW Köln am Dienstag mit.

Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen war noch vom alten Bundestag eingerichtet worden. Es läuft über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Geknüpft ist das Geld daran, dass es nur für zusätzliche Investitionen genutzt werden darf, die nicht ohnehin im Haushalt vorgesehen sind.

Laut der Analyse des Ifo-Instituts flossen 95 Prozent der Mittel im Jahr 2025 nicht in zusätzliche Investitionen, sondern wurden für andere Dinge im Haushalt ausgegeben. "Das Problem dieser Rechnung ist, dass sie einige Realitäten ausblendet", schrieb dazu Klingbeils Chefökonom Südekum. Wegen des Scheiterns der Ampelkoalition seien der Bundeshaushalt 2025 und mit ihm der Wirtschaftsplan des Sondervermögens erst ab Oktober in Kraft gewesen. "Es ist daher wenig überraschend, dass der Mittelabfluss erst langsam ins Laufen kommt."

Der Bund habe 2025 nicht einfach Schulden gemacht und das Geld für etwas anderes als Investitionen ausgegeben, betonte der Ökonom. "Vielmehr braucht es bloß mehr Zeit, bevor die geplanten Investitionsmittel tatsächlich in konkrete Projekte umgesetzt werden können."

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese wies ebenfalls darauf hin, dass aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung noch nicht viele Mittel für Investitionen abgeflossen sein. Gleichwohl nehme er die Vorwürfe ernst, sagte er in Berlin. Es sei das klare Ziel, nun die Investitionen anzukurbeln.

SPD-Parteivize Wiebke Esdar wies auf die langfristig geplante Wirkung des Sondervermögens hin. Die Studien der Ökonomen "messen ein Jahrzehntsprojekt mit der Stoppuhr", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. "Marode Brücken, Schienen und Energienetze lassen sich nicht einfach mal zwischen Weihnachten und Ostern reparieren." Derzeit würden gerade Versäumnisse mehrerer Jahrzehnte nachgeholt.

Der CDU-Politiker Tilman Kuban (CDU) äußerte Verständnis für Kritik. "Wenn man der Politik zu viel Geld in die Hand gibt und nicht vorher Reformen machen lässt, dann geht das häufig in eine falsche Richtung", sagte das Mitglied im Parlamentskreis Mittelstand in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. "Jetzt müssen wir nachjustieren."

Deutliche Kritik kam erneut von den Grünen, die das Sondervermögen mit ihren Stimmen im Bundestag ermöglicht hatten. "Diese Bundesregierung hat mit diesem Sondervermögen auch nicht klimaschützende Investitionen, sondern klimaschädliche Investitionen mitfinanziert", sagte die Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag, Lisa Paus. "Damit verstößt sie gegen [...] das Grundgesetz."

Die Grünen-Haushaltsexpertin Paula Piechotta forderte im MDR neue Verhandlungen über die Verwendung des Sondervermögens mit dem Ziel, dass das restliche Geld des Sondervermögens "tatsächlich vollständiger in die Modernisierung Deutschlands fließt".

Nach den Worten der parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic, würde ihre Partei einem Sondervermögen erneut zustimmen. Dass die Koalition jedoch mit einfachen Mehrheiten ein Gesetz gemacht habe, das nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei, sei nicht die Schuld der Grünen.

I.Mala--TPP