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US-Außenminister Marc Rubio ist erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs mit seinen G7-Kollegen persönlich zusammengekommen. Rubio traf am Freitagmorgen zu Beratungen über den Iran- und den Ukraine-Krieg am Tagungsort in der Nähe von Paris ein, wie ein AFP-Reporter berichtete. Unter den Verbündeten der USA wuchs zuletzt das Unverständnis angesichts der US-Politik im Nahen Osten.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barro, Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und deren Kolleginnen und -kollegen aus Kanada, Großbritannien, Japan und Italien waren bereits am Donnerstag in einem Luxushotel auf dem Gelände der mittelalterlichen Zisterzienserabtei Les Vaux-de-Cernay etwa 50 Kilometer westlich von Paris zusammengekommen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag unter Verweis auf Verhandlungen mit Teheran erneut sein Ultimatum an den Iran verschoben. Auf Bitten der iranischen Regierung verschiebe er die "Zerstörung der Energieanlagen" bis zum 6. April, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Bei ihrem Treffen in Frankreich hatten mehrere G7-Minister am Donnerstag eine Deeskalation im Nahen Osten gefordert. Aus dem Kreis der G7 hat bislang kein Mitgliedstaat die israelischen und US-Angriffe auf den Iran ausdrücklich unterstützt.
Frankreich, das derzeit den rotierenden G7-Vorsitz innehat, hat zu dem Treffen auch die Außenminister von Indien, Brasilien, Saudi-Arabien und der Ukraine eingeladen. Eine gemeinsame Abschlusserklärung ist nicht geplant.
L.Bartos--TPP