The Prague Post - Rückkehr von Syrern: Merz sorgt weiter für Unverständnis

EUR -
AED 4.230515
AFN 72.001364
ALL 94.774672
AMD 424.399326
ANG 2.062509
AOA 1057.484117
ARS 1644.255851
AUD 1.648224
AWG 2.076378
AZN 1.954124
BAM 1.952797
BBD 2.318934
BDT 141.62038
BGN 1.923653
BHD 0.434532
BIF 3431.907717
BMD 1.151944
BND 1.483525
BOB 7.955766
BRL 5.941033
BSD 1.15133
BTN 110.195548
BWP 15.626039
BYN 3.177855
BYR 22578.094726
BZD 2.315639
CAD 1.613406
CDF 2621.823117
CHF 0.921901
CLF 0.02663
CLP 1048.083972
CNY 7.801826
CNH 7.809723
COP 4059.241926
CRC 525.591776
CUC 1.151944
CUP 30.526506
CVE 110.09427
CZK 24.196864
DJF 205.024725
DKK 7.474329
DOP 67.466254
DZD 153.72109
EGP 59.904755
ERN 17.279154
ETB 181.420922
FJD 2.565037
FKP 0.860385
GBP 0.86409
GEL 3.053128
GGP 0.860385
GHS 12.83726
GIP 0.860385
GMD 84.09173
GNF 10085.359997
GTQ 8.776466
GYD 240.809697
HKD 9.027724
HNL 30.780534
HRK 7.535781
HTG 150.488587
HUF 355.423563
IDR 20711.94608
ILS 3.414027
IMP 0.860385
INR 110.365931
IQD 1508.280654
IRR 1584124.051652
ISK 143.820388
JEP 0.860385
JMD 182.159885
JOD 0.816726
JPY 184.878308
KES 149.349496
KGS 100.737644
KHR 4636.889788
KMF 491.880388
KPW 1036.582502
KRW 1764.847252
KWD 0.355608
KYD 0.959529
KZT 562.315304
LAK 25346.024365
LBP 103104.951232
LKR 383.686658
LRD 209.550494
LSL 19.01819
LTL 3.40139
LVL 0.696799
LYD 7.354595
MAD 10.679838
MDL 20.045263
MGA 4832.568758
MKD 61.642417
MMK 2418.66985
MNT 4122.598946
MOP 9.293868
MRU 45.640223
MUR 55.339352
MVR 17.809344
MWK 1996.529853
MXN 20.034897
MYR 4.685303
MZN 73.600039
NAD 19.018272
NGN 1568.719231
NIO 42.374288
NOK 10.976634
NPR 176.315169
NZD 1.993893
OMR 0.442937
PAB 1.15133
PEN 3.916926
PGK 5.040184
PHP 70.705158
PKR 320.393836
PLN 4.256841
PYG 7073.062057
QAR 4.197545
RON 5.23996
RSD 117.351953
RUB 82.912959
RWF 1690.807314
SAR 4.325183
SBD 9.268046
SCR 15.744218
SDG 691.742169
SEK 10.999881
SGD 1.484636
SHP 0.860042
SLE 28.395006
SLL 24155.683922
SOS 657.991036
SRD 43.010695
STD 23842.90693
STN 24.462383
SVC 10.074377
SYP 127.326743
SZL 19.013679
THB 38.014218
TJS 10.73663
TMT 4.043322
TND 3.380502
TOP 2.773604
TRY 53.168299
TTD 7.823969
TWD 36.454982
TZS 3018.089911
UAH 51.737368
UGX 4340.288081
USD 1.151944
UYU 46.507877
UZS 13827.556736
VES 653.121148
VND 30326.643408
VUV 137.78589
WST 3.163103
XAF 654.952695
XAG 0.01796
XAU 0.000282
XCD 3.113185
XCG 2.075009
XDR 0.814223
XOF 654.941341
XPF 119.331742
YER 274.911251
ZAR 19.027056
ZMK 10368.878422
ZMW 19.889415
ZWL 370.925372
  • DAX

    14.4000

    24209.71

    +0.06%

  • MDAX

    163.3400

    31456.13

    +0.52%

  • SDAX

    162.7600

    18027.12

    +0.9%

  • Euro STOXX 50

    47.0100

    6056.96

    +0.78%

  • TecDAX

    -51.6300

    3927.75

    -1.31%

  • EUR/USD

    -0.0026

    1.1513

    -0.23%

  • Goldpreis

    -29.3000

    4104

    -0.71%

Rückkehr von Syrern: Merz sorgt weiter für Unverständnis

Rückkehr von Syrern: Merz sorgt weiter für Unverständnis

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sorgt mit seinen Äußerungen zur Rückkehr von Syrern weiter für Unverständnis. Die Grünen warfen Merz am Mittwoch vor, das Vertrauen in die Politik zu beschädigen, indem er die Realität verkenne, dass viele geflüchtete Syrerinnen und Syrer "in systemrelevanten Berufen" arbeiten. Die führenden Wirtschaftsinstitute warnten vor erheblichen Folgen, sollte tatsächlich binnen drei Jahren ein Großteil der Syrer in ihre Heimat zurückkehren.

Textgröße:

Merz hatte am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin gesagt, es sei "auch der Wunsch" des syrischen Staatschefs, dass in den nächsten drei Jahren 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer zurückkehren. Al-Scharaa bestritt jedoch am Dienstag in einem Interview mit dem Londoner Thinktank Chatham House, dass die Zahl von 80 Prozent von ihm komme. Sie sei vom Kanzler genannt worden.

Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte dazu am Mittwoch in Berlin, es tue "nichts zur Sache, wer welche Zahl in diesem Kontext genannt" habe. Entscheidend sei, dass sich beide Seiten bei der Notwendigkeit der Rückkehr von Kriegsflüchtlingen einig seien.

Auch Syrien habe ein Interesse an der Rückkehr, "weil es die Menschen zum Ideenaustausch und zum Aufbau in der Heimat braucht". Wichtig sei, "dass Deutschland seiner Schutzpflicht nicht mehr nachkommen kann, wenn der Schutzgrund entfallen ist". Er werde nun "keine Textexegese betreiben, welche Worte der Kanzler und welche der Präsident gesagt hat".

Grünen-Ko-Chefin Franziska Brantner sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Merz sei bekannt für "unüberlegte Aussagen". Seine Syrien-Äußerungen seien jedoch "mehr als politische Unachtsamkeit". Der Kanzler werde seiner Verantwortung "auf zwei Ebenen nicht gerecht": Wer Rückkehr fordere, müsse "auch dafür sorgen, dass Rückkehr möglich und sicher ist", sagte Brantner. Gleichzeitig übersehe Merz, welche "Verunsicherung pauschale Aussagen bei Menschen auslösen, die seit Jahren hier leben, arbeiten, Ausbildungen machen und ihre Kinder großziehen".

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg nannte den "öffentlichen Schlagabtausch" zwischen Merz und al-Scharaa "unwürdig". Wichtiger als das "unsägliche Zahlenbingo" sei die Frage, ob der Kanzler verstanden habe, "worum es tatsächlich geht: um das Schicksal von Menschen, die in den vergangenen Jahren Teil der deutschen Gesellschaft geworden sind", erklärte Amtsberg. Merz habe mit seinem "desaströsen Auftritt" nicht nur Menschen in unserem Land verunsichert, sondern auch die Chance vertan, Forderungen an al-Scharaa zu richten.

Nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsinstitute hätte die von Merz angestrebte Rückkehr von 80 Prozent der Syrer erhebliche Folgen für die deutsche Wirtschaft. "Wenn wir in diesem Umfang Menschen zurückführen würden, würde das dem Produktionspotenzial einen weiteren Dämpfer verpassen", sagte der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser. Er verwies darauf, dass die Zuwanderung der letzten Jahre zu einer Verschiebung der demografische Wende und damit einer Entlastung beim Fachkräftemangel beigetragen habe.

Der Geschäftsführer der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl, Karl Kopp, kritisierte den Kanzler ebenfalls scharf für seinen Umgang mit den in Deutschland lebenden Syrern. Während Merz und der syrische Übergangspräsident "ein absurdes 'Wer hat es gesagt?'-Spiel" aufführten, blieben "eine verunsicherte Community, die verdrängte Realität in Syrien und der Jubel der völkischen Rechten zurück", erklärte Kopp.

F.Prochazka--TPP