The Prague Post - Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung

EUR -
AED 4.236774
AFN 72.105755
ALL 94.909397
AMD 425.050415
ANG 2.065562
AOA 1059.049108
ARS 1653.543951
AUD 1.647834
AWG 2.079452
AZN 1.966555
BAM 1.953926
BBD 2.324511
BDT 141.66415
BGN 1.926501
BHD 0.435284
BIF 3449.606932
BMD 1.153649
BND 1.486075
BOB 7.975387
BRL 5.991707
BSD 1.154113
BTN 109.952037
BWP 15.673038
BYN 3.176854
BYR 22611.514568
BZD 2.321174
CAD 1.608706
CDF 2625.704248
CHF 0.922659
CLF 0.026829
CLP 1055.900291
CNY 7.813375
CNH 7.822385
COP 4107.473913
CRC 529.292432
CUC 1.153649
CUP 30.571691
CVE 110.16127
CZK 24.186482
DJF 205.026217
DKK 7.474378
DOP 67.335428
DZD 154.202468
EGP 59.779999
ERN 17.304731
ETB 186.066877
FJD 2.564849
FKP 0.861672
GBP 0.862675
GEL 3.056741
GGP 0.861672
GHS 13.445165
GIP 0.861672
GMD 84.215944
GNF 10110.47978
GTQ 8.797564
GYD 241.459498
HKD 9.041203
HNL 30.854946
HRK 7.5346
HTG 150.955241
HUF 356.117505
IDR 20780.904807
ILS 3.42456
IMP 0.861672
INR 110.25288
IQD 1511.950107
IRR 1586468.854642
ISK 143.400095
JEP 0.861672
JMD 182.245235
JOD 0.817945
JPY 185.176748
KES 149.305572
KGS 100.885545
KHR 4644.566198
KMF 492.60799
KPW 1038.11684
KRW 1756.257043
KWD 0.356893
KYD 0.961782
KZT 563.002546
LAK 25413.739504
LBP 103350.639284
LKR 384.328109
LRD 210.049482
LSL 19.121595
LTL 3.406425
LVL 0.69783
LYD 7.367839
MAD 10.687351
MDL 20.086825
MGA 4841.357355
MKD 61.639588
MMK 2421.413022
MNT 4125.774632
MOP 9.315607
MRU 46.147547
MUR 55.224924
MVR 17.835386
MWK 2001.289526
MXN 20.091478
MYR 4.694656
MZN 73.71575
NAD 19.121595
NGN 1570.473227
NIO 42.469274
NOK 10.928403
NPR 175.92306
NZD 1.987298
OMR 0.443561
PAB 1.154098
PEN 3.924037
PGK 5.13008
PHP 70.732519
PKR 321.164386
PLN 4.251715
PYG 7128.226138
QAR 4.20801
RON 5.236761
RSD 117.353734
RUB 83.351371
RWF 1693.083746
SAR 4.331297
SBD 9.281765
SCR 15.275751
SDG 692.756679
SEK 11.012142
SGD 1.48521
SHP 0.861315
SLE 28.436902
SLL 24191.438894
SOS 659.57036
SRD 43.101411
STD 23878.198933
STN 24.476952
SVC 10.098491
SYP 127.515211
SZL 19.116751
THB 38.035572
TJS 10.796553
TMT 4.049307
TND 3.38751
TOP 2.777709
TRY 53.220698
TTD 7.833488
TWD 36.543092
TZS 3022.563112
UAH 52.005529
UGX 4344.908751
USD 1.153649
UYU 46.755164
UZS 13912.899349
VES 654.087891
VND 30364.033848
VUV 137.852121
WST 3.166759
XAF 655.331407
XAG 0.018205
XAU 0.000283
XCD 3.117794
XCG 2.080005
XDR 0.815428
XOF 655.320057
XPF 119.331742
YER 275.318592
ZAR 19.101655
ZMK 10384.218017
ZMW 19.994912
ZWL 371.474411
  • EUR/USD

    0.0002

    1.1541

    +0.02%

  • DAX

    -237.7500

    24195.31

    -0.98%

  • Euro STOXX 50

    -39.7900

    6009.95

    -0.66%

  • SDAX

    -160.5300

    17864.36

    -0.9%

  • TecDAX

    -26.2900

    3979.38

    -0.66%

  • MDAX

    -349.7500

    31292.79

    -1.12%

  • Goldpreis

    -49.1000

    4084.2

    -1.2%

Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung
Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) hat eine Verschiebung der Rückholung des Atommülls aus dem maroden Lager Asse über das Jahr 2033 hinaus als "nicht inakzeptabel" kritisiert. Die unverzügliche Rückholung "aus dem absaufenden Bergwerk" sei "ein klarer gesetzlicher Auftrag", erklärte er am Mittwoch in Hannover. Die Bundesregierung müsse sich an das vor 13 Jahren beschlossene Asse-Gesetz halten und die Räumung vorantreiben.

Textgröße:

Nach jüngsten Angaben der Bundesgesellschaft für Endlagerung lässt sich der für 2033 anvisierte Start der Rückholung nach derzeitigem Sachstand "nicht mehr darstellen". Grund seien Verzögerungen beim Bau des für die Räumung erforderlichen neuen Zugangsschachts Asse 5, die wiederum auf schwieriger als gedachte geologische Bedingungen zurückzuführen seien.

Ein neuer Termin für den Rückholbeginn könne derzeit "noch nicht valide genannt" werden, erklärte die Bundesgesellschaft am Dienstabend. Sie gehe aktuell davon aus, dass die Einsatzbereitschaft der Schachtanlage Asse 5 "im Jahre 2039 hergestellt sein kann". Bereits 2027 solle aber ein erster Antrag zur Atommüllbergung aus dem früheren Salzbergwerk gestellt werden, um die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit der geplanten Rückholung parallel zu den Maßnahmen schnell zu klären.

Im Bergwerk Asse bei Wolfenbüttel im südöstlichen Niedersachsen wurden von 1967 bis 1978 rund 126.000 Fässer schwach- und mittelradioaktiven Abfalls eingelagert. Später stellte sich heraus, dass die Anlage wegen Grundwasserzuflüssen nicht geeignet ist. 2009 wurde sie als Endlager unter Atomrecht des Bundes gestellt und eine Stilllegung vereinbart.

Laut dem 2013 beschlossenen Asse-Gesetz ist die Stilllegung mit der Bergung aller Abfälle verbunden und hat "unverzüglich" zu erfolgen. Allein die Kosten für die Vorbereitung der Rückholung schätzt die dafür zuständige Bundesgesellschaft aktuell auf rund 4,7 Milliarden Euro. Die gesamten Kosten der Rückholung sind demnach bisher nicht "prognostizierbar".

"Ich bin empört, dass die beschlossene Räumung der Asse immer weiter verzögert wird", erklärte Landesumweltminister Meyer nun. Er erwarte von der Bundesregierung daher, dass diese auf die Bundesgesellschaft für Endlagerung einwirke. Diese müsse sich an das Asse-Gesetz halten und die Räumung des Atommülls "endlich entschlossen angehen". Dazu komme, dass sich die Wasserflüsse in der Asse immer wieder überraschend änderten.

"Der Müll muss schnellstmöglich herausgeholt werden und in ein geeignetes Endlager gebracht werden", erklärte der Minister am Mittwoch. "Die Asse darf jetzt nicht zum gefährdenden Havarielager werden und die kommenden Generationen in der Region belasten." Der bisherige Sachstand des Projekts sei "inakzeptabel". Rund um das Bergwerk gibt es bereits seit Jahrzehnten massiven Widerstand gegen die Einlagerung des Atommülls.

Das von der Bundesregierung aufgekaufte stillgelegte Salzbergwerk wurde anfangs offiziell als Forschungsbergwerk betrieben, fungiert laut der heute dafür zuständigen Bundesgesellschaft für Endlagerung aber ab 1971 faktisch als Endlager. Seit 1988 dringt Grundwasser ein. Zunächst liefen Stabilisierungsmaßnahmen. Die Forschungsarbeiten endeten 1995 offiziell.

Laut Asse-Gesetz sollen die in dem frühere Bergwerk auf insgesamt drei Ebenen in etwa 500 sowie rund 700 Metern Tiefe in Kammern eingelagerten radioaktiven Abfälle in ein geeignetes Endlager gebracht werden. Darüber verfügt Deutschland bislang nicht. In der Asse lagern 47.000 Kubikmeter strahlender Abfall - darunter Metallschrott, Filter, Laborabfälle sowie weitere Rückstände aus Forschungsinstituten, Medizin und Atomindustrie.

Für die Rückholung muss der Bundesgesellschaft für Endlagerung zufolge ein neuer Zugangsschacht gebaut werden, weil existierende Schächte dafür nicht geeignet sind. Bereits für die unterirdische Vorbereitung der Bergung ist die neue Förderanlage demnach zwingend erforderlich, weil nur so die nötigen Maschinen und Werkzeuge hinabtransportiert werden können.

Der von ihr 2020 vorgelegte Rückholplan sei immer "ein Konzept" gewesen, erklärte die Behörde am Dienstagabend mit Blick auf die bekanntgebenenen Verzögerung. Es sei dabei "immer klar" gewesen, dass der ursprüngliche Terminansatz mit fortschreitender Planung "überarbeitet" werden müsse.

V.Nemec--TPP