The Prague Post - Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung

EUR -
AED 4.323624
AFN 75.940287
ALL 95.687478
AMD 441.242259
ANG 2.107224
AOA 1080.758104
ARS 1611.497818
AUD 1.640802
AWG 2.120604
AZN 2.006077
BAM 1.955544
BBD 2.375189
BDT 144.991026
BGN 1.96385
BHD 0.444942
BIF 3506.541132
BMD 1.177296
BND 1.500804
BOB 8.148934
BRL 5.86235
BSD 1.179346
BTN 109.436679
BWP 15.822929
BYN 3.349562
BYR 23075.00039
BZD 2.37179
CAD 1.622138
CDF 2719.554043
CHF 0.92023
CLF 0.026225
CLP 1032.124042
CNY 8.02651
CNH 8.025203
COP 4245.599931
CRC 537.829619
CUC 1.177296
CUP 31.198342
CVE 110.250573
CZK 24.292918
DJF 210.002519
DKK 7.478542
DOP 70.700748
DZD 156.180562
EGP 61.083007
ERN 17.659439
ETB 184.137404
FJD 2.6116
FKP 0.868551
GBP 0.870523
GEL 3.183245
GGP 0.868551
GHS 13.031295
GIP 0.868551
GMD 86.535785
GNF 10346.646031
GTQ 9.01882
GYD 246.727713
HKD 9.228882
HNL 31.3339
HRK 7.540232
HTG 154.429791
HUF 361.795271
IDR 20178.852382
ILS 3.484549
IMP 0.868551
INR 109.020489
IQD 1544.897834
IRR 1555796.58282
ISK 143.712969
JEP 0.868551
JMD 186.4556
JOD 0.834749
JPY 186.754908
KES 151.993381
KGS 102.954982
KHR 4717.38268
KMF 492.110114
KPW 1059.585206
KRW 1727.140685
KWD 0.363031
KYD 0.982771
KZT 552.967638
LAK 26018.595189
LBP 105605.880343
LKR 372.771219
LRD 216.991604
LSL 19.329071
LTL 3.476249
LVL 0.712135
LYD 7.457024
MAD 10.880676
MDL 20.272347
MGA 4891.359913
MKD 61.631935
MMK 2472.335396
MNT 4209.431325
MOP 9.512755
MRU 47.136832
MUR 54.497475
MVR 18.20144
MWK 2044.932399
MXN 20.380292
MYR 4.653267
MZN 75.294007
NAD 19.329071
NGN 1580.496695
NIO 43.394321
NOK 11.029737
NPR 175.099086
NZD 2.001864
OMR 0.452675
PAB 1.179346
PEN 4.057269
PGK 5.112331
PHP 70.124501
PKR 328.817071
PLN 4.231614
PYG 7513.016842
QAR 4.299437
RON 5.098167
RSD 117.334646
RUB 89.747056
RWF 1723.174504
SAR 4.416574
SBD 9.460335
SCR 17.72868
SDG 707.555258
SEK 10.789215
SGD 1.495288
SHP 0.87897
SLE 28.990957
SLL 24687.302663
SOS 674.011798
SRD 44.391165
STD 24367.648971
STN 24.496794
SVC 10.31865
SYP 130.205456
SZL 19.323471
THB 37.81518
TJS 11.120745
TMT 4.126422
TND 3.422652
TOP 2.834646
TRY 52.795135
TTD 8.009952
TWD 37.061709
TZS 3055.00648
UAH 51.917706
UGX 4367.428475
USD 1.177296
UYU 46.913861
UZS 14311.127236
VES 564.698282
VND 31004.088534
VUV 138.303874
WST 3.196656
XAF 655.871172
XAG 0.014569
XAU 0.000243
XCD 3.181702
XCG 2.125422
XDR 0.815693
XOF 655.871172
XPF 119.331742
YER 280.907036
ZAR 19.209
ZMK 10597.080419
ZMW 22.436064
ZWL 379.088812
  • Goldpreis

    71.3000

    4879.6

    +1.46%

  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1767

    -0.14%

  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung
Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Atommüllbergung aus Asse: Niedersachsens Umweltminister Meyer empört über Verzögerung

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) hat eine Verschiebung der Rückholung des Atommülls aus dem maroden Lager Asse über das Jahr 2033 hinaus als "nicht inakzeptabel" kritisiert. Die unverzügliche Rückholung "aus dem absaufenden Bergwerk" sei "ein klarer gesetzlicher Auftrag", erklärte er am Mittwoch in Hannover. Die Bundesregierung müsse sich an das vor 13 Jahren beschlossene Asse-Gesetz halten und die Räumung vorantreiben.

Textgröße:

Nach jüngsten Angaben der Bundesgesellschaft für Endlagerung lässt sich der für 2033 anvisierte Start der Rückholung nach derzeitigem Sachstand "nicht mehr darstellen". Grund seien Verzögerungen beim Bau des für die Räumung erforderlichen neuen Zugangsschachts Asse 5, die wiederum auf schwieriger als gedachte geologische Bedingungen zurückzuführen seien.

Ein neuer Termin für den Rückholbeginn könne derzeit "noch nicht valide genannt" werden, erklärte die Bundesgesellschaft am Dienstabend. Sie gehe aktuell davon aus, dass die Einsatzbereitschaft der Schachtanlage Asse 5 "im Jahre 2039 hergestellt sein kann". Bereits 2027 solle aber ein erster Antrag zur Atommüllbergung aus dem früheren Salzbergwerk gestellt werden, um die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit der geplanten Rückholung parallel zu den Maßnahmen schnell zu klären.

Im Bergwerk Asse bei Wolfenbüttel im südöstlichen Niedersachsen wurden von 1967 bis 1978 rund 126.000 Fässer schwach- und mittelradioaktiven Abfalls eingelagert. Später stellte sich heraus, dass die Anlage wegen Grundwasserzuflüssen nicht geeignet ist. 2009 wurde sie als Endlager unter Atomrecht des Bundes gestellt und eine Stilllegung vereinbart.

Laut dem 2013 beschlossenen Asse-Gesetz ist die Stilllegung mit der Bergung aller Abfälle verbunden und hat "unverzüglich" zu erfolgen. Allein die Kosten für die Vorbereitung der Rückholung schätzt die dafür zuständige Bundesgesellschaft aktuell auf rund 4,7 Milliarden Euro. Die gesamten Kosten der Rückholung sind demnach bisher nicht "prognostizierbar".

"Ich bin empört, dass die beschlossene Räumung der Asse immer weiter verzögert wird", erklärte Landesumweltminister Meyer nun. Er erwarte von der Bundesregierung daher, dass diese auf die Bundesgesellschaft für Endlagerung einwirke. Diese müsse sich an das Asse-Gesetz halten und die Räumung des Atommülls "endlich entschlossen angehen". Dazu komme, dass sich die Wasserflüsse in der Asse immer wieder überraschend änderten.

"Der Müll muss schnellstmöglich herausgeholt werden und in ein geeignetes Endlager gebracht werden", erklärte der Minister am Mittwoch. "Die Asse darf jetzt nicht zum gefährdenden Havarielager werden und die kommenden Generationen in der Region belasten." Der bisherige Sachstand des Projekts sei "inakzeptabel". Rund um das Bergwerk gibt es bereits seit Jahrzehnten massiven Widerstand gegen die Einlagerung des Atommülls.

Das von der Bundesregierung aufgekaufte stillgelegte Salzbergwerk wurde anfangs offiziell als Forschungsbergwerk betrieben, fungiert laut der heute dafür zuständigen Bundesgesellschaft für Endlagerung aber ab 1971 faktisch als Endlager. Seit 1988 dringt Grundwasser ein. Zunächst liefen Stabilisierungsmaßnahmen. Die Forschungsarbeiten endeten 1995 offiziell.

Laut Asse-Gesetz sollen die in dem frühere Bergwerk auf insgesamt drei Ebenen in etwa 500 sowie rund 700 Metern Tiefe in Kammern eingelagerten radioaktiven Abfälle in ein geeignetes Endlager gebracht werden. Darüber verfügt Deutschland bislang nicht. In der Asse lagern 47.000 Kubikmeter strahlender Abfall - darunter Metallschrott, Filter, Laborabfälle sowie weitere Rückstände aus Forschungsinstituten, Medizin und Atomindustrie.

Für die Rückholung muss der Bundesgesellschaft für Endlagerung zufolge ein neuer Zugangsschacht gebaut werden, weil existierende Schächte dafür nicht geeignet sind. Bereits für die unterirdische Vorbereitung der Bergung ist die neue Förderanlage demnach zwingend erforderlich, weil nur so die nötigen Maschinen und Werkzeuge hinabtransportiert werden können.

Der von ihr 2020 vorgelegte Rückholplan sei immer "ein Konzept" gewesen, erklärte die Behörde am Dienstagabend mit Blick auf die bekanntgebenenen Verzögerung. Es sei dabei "immer klar" gewesen, dass der ursprüngliche Terminansatz mit fortschreitender Planung "überarbeitet" werden müsse.

V.Nemec--TPP