The Prague Post - Lage im Libanon trotz Waffenruhe weiter angespannt - Vertriebene kehren in Süden zurück

EUR -
AED 4.244038
AFN 72.226826
ALL 95.072238
AMD 425.779753
ANG 2.069106
AOA 1060.866808
ARS 1656.323359
AUD 1.646006
AWG 2.08302
AZN 1.960463
BAM 1.957279
BBD 2.328499
BDT 141.907211
BGN 1.929806
BHD 0.436031
BIF 3455.525599
BMD 1.155628
BND 1.488625
BOB 7.98907
BRL 5.995518
BSD 1.156093
BTN 110.140688
BWP 15.699929
BYN 3.182304
BYR 22650.310301
BZD 2.325157
CAD 1.609611
CDF 2630.209796
CHF 0.922792
CLF 0.026862
CLP 1057.214831
CNY 7.82678
CNH 7.833714
COP 4114.486648
CRC 530.200566
CUC 1.155628
CUP 30.624144
CVE 110.350279
CZK 24.176901
DJF 205.377754
DKK 7.473499
DOP 67.450959
DZD 154.36651
EGP 59.886953
ERN 17.334421
ETB 186.386121
FJD 2.565266
FKP 0.863151
GBP 0.862786
GEL 3.062267
GGP 0.863151
GHS 13.468234
GIP 0.863151
GMD 84.360903
GNF 10127.826848
GTQ 8.812658
GYD 241.873782
HKD 9.056421
HNL 30.907886
HRK 7.538512
HTG 151.214242
HUF 356.120622
IDR 20610.626746
ILS 3.430436
IMP 0.863151
INR 110.105814
IQD 1514.544238
IRR 1589190.840464
ISK 143.414383
JEP 0.863151
JMD 182.557922
JOD 0.819299
JPY 185.462704
KES 149.550107
KGS 101.058639
KHR 4652.535118
KMF 493.453266
KPW 1039.89799
KRW 1756.219521
KWD 0.357434
KYD 0.963432
KZT 563.968518
LAK 25457.343158
LBP 103527.963267
LKR 384.987521
LRD 210.409875
LSL 19.154403
LTL 3.412269
LVL 0.699028
LYD 7.38048
MAD 10.705688
MDL 20.121289
MGA 4849.663919
MKD 61.652633
MMK 2425.567564
MNT 4132.853435
MOP 9.33159
MRU 46.226724
MUR 55.319341
MVR 17.865724
MWK 2004.723241
MXN 20.0994
MYR 4.702942
MZN 73.841507
NAD 19.154403
NGN 1572.624683
NIO 42.542141
NOK 10.913607
NPR 176.2249
NZD 1.986005
OMR 0.444346
PAB 1.156078
PEN 3.93077
PGK 5.138882
PHP 70.831337
PKR 321.715424
PLN 4.250288
PYG 7140.456401
QAR 4.21523
RON 5.236845
RSD 117.370189
RUB 83.4989
RWF 1695.988657
SAR 4.338728
SBD 9.29769
SCR 15.301961
SDG 693.954989
SEK 10.957492
SGD 1.486768
SHP 0.862793
SLE 28.486416
SLL 24232.945384
SOS 660.702019
SRD 43.175438
STD 23919.167981
STN 24.518948
SVC 10.115818
SYP 127.733995
SZL 19.14955
THB 38.043264
TJS 10.815077
TMT 4.056255
TND 3.393322
TOP 2.782475
TRY 53.316983
TTD 7.846928
TWD 36.600588
TZS 3027.749073
UAH 52.094758
UGX 4352.363534
USD 1.155628
UYU 46.835384
UZS 13936.770423
VES 655.210143
VND 30416.130976
VUV 138.088641
WST 3.172193
XAF 656.455792
XAG 0.017773
XAU 0.000281
XCD 3.123142
XCG 2.083574
XDR 0.816827
XOF 656.444423
XPF 119.331742
YER 275.790517
ZAR 19.103786
ZMK 10402.042788
ZMW 20.029219
ZWL 372.111769
  • Euro STOXX 50

    -39.7900

    6009.95

    -0.66%

  • MDAX

    -349.7500

    31292.79

    -1.12%

  • DAX

    -237.7500

    24195.31

    -0.98%

  • TecDAX

    -26.2900

    3979.38

    -0.66%

  • SDAX

    -160.5300

    17864.36

    -0.9%

  • Goldpreis

    -172.2000

    4114.2

    -4.19%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1545

    +0.03%

Lage im Libanon trotz Waffenruhe weiter angespannt - Vertriebene kehren in Süden zurück
Lage im Libanon trotz Waffenruhe weiter angespannt - Vertriebene kehren in Süden zurück / Foto: ibrahim AMRO - AFP

Lage im Libanon trotz Waffenruhe weiter angespannt - Vertriebene kehren in Süden zurück

Seit Freitag gilt zwischen Israel und dem Libanon eine Waffenruhe - die libanesische Armee warf Israel jedoch bereits kurz nach Beginn der Feuerpause Verstöße vor. Auch warnte sie Vertriebene vor einer Rückkehr in den Süden des Landes. Dessen ungeachtet machte sich tausende vor den Kämpfen geflüchtete Zivilisten auf den Weg zurück in ihre Heimatorte.

Textgröße:

Die zehntägige Waffenruhe war um Mitternacht Ortszeit (Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) in Kraft getreten. Die libanesische Armee erklärte jedoch am Morgen im Onlinedienst X, es seien "mehrere israelische Aggressionen registriert worden". Die Hisbollah-Miliz teilte ihrerseits mit, sie habe als Vergeltungsmaßnahme "eine Ansammlung israelischer Soldaten in der Nähe der Stadt Chiam" im Südlibanon bombardiert.

Später warnte die vom Iran unterstützte Miliz in einer Erklärung, sie halte sich für den Fall von israelischen Verstößen gegen die Waffenruhe kampfbereit: "Die Kämpfer werden den Finger am Abzug behalten, da sie sich der Hinterhältigkeit des Feindes bewusst sind".

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte in einer Fernsehansprache, der Einsatz gegen die Hisbollah sei noch nicht beendet. Die Bodenoffensive im Libanon und die Luftangriffe auf die Hisbollah "haben zu vielen Erfolgen geführt, sind aber noch nicht abgeschlossen". In den Süden des Landes zurückgekehrte Vertriebene müssten sich erneut in Sicherheit bringen, falls die Kämpfe wieder aufgenommen würden, warnte er.

Wenige Minuten vor Inkrafttreten der Waffenruhe waren libanesischen Angaben zufolge bei Angriffen der israelischen Armee in Tyros im Südlibanon mindestens 13 Menschen getötet worden. 35 weitere Menschen seien verletzt worden, 15 andere Menschen würden noch vermisst, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einem Vertreter der Gemeinde. Nach Angaben eines AFP-Reporters wurden sechs Wohngebäude zerstört.

Trotz der Warnungen der libanesischen Armee vor einer voreiligen Rückkehr machten sich zahlreiche Menschen auf den Weg zurück zu ihren Heimatorten. AFP-Bilder zeigten Fahrzeugkolonnen auf einer nach Süden führenden Küstenstraße.

Sie habe die Warnung der Armee zur Kenntnis genommen, sagte Alaa Damasch einem AFP-Reporter. Dennoch habe sie sich wie viele Andere auf den Weg gemacht. Die "Liebe der Menschen zu ihrem Land und ihren Häusern" sei einfach zu groß.

"Zum Glück kehren wir nach Hause zurück und sind trotz der Bomben siegreich", sagte der 35-jährige Mohammad Abu Raja. "Auch wenn es unser Zuhause nicht mehr gibt, ist es wichtig, auf unser Land zurückzukehren."

Die jüngste Waffenruhe war unter Vermittlung der USA zustande gekommen und von US-Präsident Donald Trump am Donnerstag verkündet worden. Sie schließt auch die Hisbollah ein, die im Libanon eine Art Staat im Staat bildet.

Am Dienstag hatten in Washington erstmals seit drei Jahrzehnten diplomatische Vertreter Israels und der Libanon direkte Gespräche geführt. Die beiden Nachbarländer unterhalten bisher keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Trump hatte am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er habe "exzellente Gespräche" mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu geführt. Beide hätten einer Waffenruhe zugestimmt, um "Frieden zwischen ihren Ländern zu erreichen".

Aoun betonte nach Inkrafttreten der Waffenruhe die "entscheidende Bedeutung" direkter Verhandlungen mit Israel. Er bekräftigte Beiruts Ziel, die Waffenruhe "zu festigen, den Rückzug der israelischen Streitkräfte aus den besetzten südlichen Gebieten sicherzustellen, Gefangene zu befreien und offene Grenzstreitigkeiten zwischen den beiden Ländern zu klären".

Das vom US-Außenministerium veröffentlichte Waffenruheabkommen erwähnt einen Rückzug der israelischen Soldaten aus dem Libanon jedoch nicht.

Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte die Sorge, dass die wenige Stunden alte Waffenruhe "bereits jetzt durch die Fortsetzung militärischer Operationen geschwächt werden könnte". "Die Hisbollah muss auf Waffen verzichten. Israel muss die libanesische Souveränität respektieren und den Krieg beenden", forderte Macron.

Der Kreml begrüßte die Feuerpause. Moskau hoffe, "dass es in diesen wenigen Tagen tatsächlich gelingen wird, Vereinbarungen zu treffen, die eine Wiederaufnahme der bewaffneten Auseinandersetzungen in Zukunft verhindert", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze. Bei den israelischen Angriffen wurden libanesischen Angaben zufolge bisher fast 2200 Menschen getötet. Rund eine Million Menschen wurden vertrieben.

O.Ruzicka--TPP