The Prague Post - Bulgarien: Bündnis von russlandfreundlichem Ex-Präsidenten Radew gewinnt Parlamentswahl

EUR -
AED 4.315872
AFN 75.794412
ALL 95.6735
AMD 441.168417
ANG 2.103444
AOA 1078.819438
ARS 1603.819398
AUD 1.644592
AWG 2.116801
AZN 1.993043
BAM 1.955233
BBD 2.374822
BDT 144.967995
BGN 1.960328
BHD 0.443338
BIF 3506.073612
BMD 1.175184
BND 1.500604
BOB 8.147639
BRL 5.896013
BSD 1.179173
BTN 109.418365
BWP 15.820618
BYN 3.34903
BYR 23033.615969
BZD 2.371433
CAD 1.609727
CDF 2714.67638
CHF 0.920375
CLF 0.026599
CLP 1046.877718
CNY 8.012114
CNH 8.015875
COP 4237.903294
CRC 537.755624
CUC 1.175184
CUP 31.142389
CVE 110.232591
CZK 24.287653
DJF 209.970054
DKK 7.473128
DOP 70.69072
DZD 155.457161
EGP 60.815683
ERN 17.627767
ETB 184.108154
FJD 2.615079
FKP 0.868988
GBP 0.871229
GEL 3.174623
GGP 0.868988
GHS 13.029169
GIP 0.868988
GMD 86.378756
GNF 10345.398547
GTQ 9.01731
GYD 246.687472
HKD 9.204415
HNL 31.328922
HRK 7.533754
HTG 154.409201
HUF 361.990939
IDR 20183.969863
ILS 3.510218
IMP 0.868988
INR 109.328
IQD 1544.652434
IRR 1553006.301527
ISK 143.59549
JEP 0.868988
JMD 186.426776
JOD 0.833232
JPY 186.803212
KES 151.775044
KGS 102.769647
KHR 4716.753721
KMF 491.227363
KPW 1057.656825
KRW 1735.030433
KWD 0.362298
KYD 0.982615
KZT 552.879802
LAK 26011.696298
LBP 105589.105371
LKR 372.712006
LRD 216.955291
LSL 19.323945
LTL 3.470014
LVL 0.710857
LYD 7.455871
MAD 10.878948
MDL 20.266972
MGA 4890.645351
MKD 61.650219
MMK 2467.214219
MNT 4200.724314
MOP 9.511244
MRU 47.130146
MUR 54.540791
MVR 18.168213
MWK 2044.633661
MXN 20.401908
MYR 4.650791
MZN 75.158971
NAD 19.326
NGN 1583.361798
NIO 43.389089
NOK 11.040149
NPR 175.071273
NZD 2.00292
OMR 0.451872
PAB 1.179158
PEN 4.056625
PGK 5.111715
PHP 70.499229
PKR 328.766238
PLN 4.233737
PYG 7511.855387
QAR 4.298718
RON 5.0983
RSD 117.349203
RUB 89.648817
RWF 1722.908115
SAR 4.408351
SBD 9.443368
SCR 17.505482
SDG 706.286593
SEK 10.799299
SGD 1.495775
SHP 0.877394
SLE 28.938917
SLL 24643.02662
SOS 673.907601
SRD 44.311511
STD 24323.946218
STN 24.493841
SVC 10.317011
SYP 129.913682
SZL 19.320648
THB 37.752802
TJS 11.118884
TMT 4.119022
TND 3.422079
TOP 2.829562
TRY 52.736492
TTD 8.008679
TWD 37.041231
TZS 3061.855058
UAH 51.910122
UGX 4366.716157
USD 1.175184
UYU 46.90601
UZS 14308.853984
VES 563.685433
VND 30946.133128
VUV 137.485333
WST 3.190845
XAF 655.76978
XAG 0.014727
XAU 0.000245
XCD 3.175995
XCG 2.125084
XDR 0.815574
XOF 655.76978
XPF 119.331742
YER 280.401468
ZAR 19.27361
ZMK 10578.071092
ZMW 22.432786
ZWL 378.408926
  • Goldpreis

    -66.3000

    4813.3

    -1.38%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • EUR/USD

    -0.0012

    1.1755

    -0.1%

Bulgarien: Bündnis von russlandfreundlichem Ex-Präsidenten Radew gewinnt Parlamentswahl
Bulgarien: Bündnis von russlandfreundlichem Ex-Präsidenten Radew gewinnt Parlamentswahl / Foto: Dimitar KYOSEMARLIEV - AFP

Bulgarien: Bündnis von russlandfreundlichem Ex-Präsidenten Radew gewinnt Parlamentswahl

Das Mitte-links-Bündnis des russlandfreundlichen Ex-Präsidenten Rumen Radew hat nach Angaben der Wahlkommission die Parlamentswahl in Bulgarien gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen konnte Radews Bündnis Progressives Bulgarien einen deutlichen Sieg für sich verbuchen, wie die zentrale Wahlkommission am Montag auf ihrer Webseite mitteilte. Radew strebt einen Dialog mit Russland an und lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab, will entsprechende EU-Beschlüsse aber nicht blockieren. Der Urnengang am Sonntag war die achte Parlamentswahl in Bulgarien in fünf Jahren.

Textgröße:

Laut der Wahlkommission sind knapp 92 Prozent der Stimmen ausgezählt. Auf Radews Bündnis entfallen demnach rund 45 Prozent der Stimmen. Die anhaltende politische Instabilität in dem ärmsten Land der EU dürfte damit beendet sein.

Radews Bündnis schnitt den Nachwahlbefragungen zufolge noch besser ab als in den Umfragen vorhergesagt. In der Frage, mit wem er ein Regierungsbündnis bilden will, hat sich Radew noch nicht festgelegt.

Bei seiner Ankunft in der Zentrale seiner Partei wurde Radew am Sonntagabend mit Applaus empfangen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Das Wahlergebnis sei "ein Sieg der Hoffnung über das Misstrauen, ein Sieg der Freiheit über die Angst", sagte Radew nach der Veröffentlichung erster Nachwahlbefragungen. Bulgarien werde sich bemühen, "seinen europäischen Weg fortzusetzen". Zugleich sei er aber der Ansicht, dass "ein starkes Bulgarien und ein starkes Europa kritischen Geist und Pragmatismus brauchen".

Eine Prognose, mit wem Radew koalieren werde, sei erst möglich, wenn klar sei, welche Parteien die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament überwunden hätten, sagte Borjana Dimitrowa vom Umfrageinstitut Alpha Research.

Der ehemalige Regierungschef Bojko Borissow, der mit seinem konservativen Mitte-rechts-Bündnis GERB-SDS angetreten war, gratulierte Radew bereits in der Wahlnacht zu seinem Wahlsieg. Es werde sich nun aber in den anstehenden Verhandlungen entscheiden, "wer regieren wird", schrieb er auf Facebook. "Wahlen zu gewinnen ist eine Sache, zu regieren eine andere."

Radew hatte vor der Wahl eine Koalition mit Borissows Mitte-rechts-Bündnis wegen ihrer "Uneinigkeit bei der Korruption" ausgeschlossen. Mit der PP-DB bestehen nach Einschätzung von Dimitrowa ein paar geopolitische Differenzen.

Die Wahl im ärmsten Land der EU fand inmitten politischer Instabilität statt. Seit Jahren steckt Bulgarien in einer politischen Krise. Nachdem der langjährige Regierungschef Bojko Borissow 2021 durch Anti-Korruptions-Proteste zu Fall gebracht wurde, hielt keine Regierung länger als ein Jahr.

Auch die bislang letzte Regierung unter GERB-Führung trat im Dezember zurück - nachdem es zuvor ebenfalls Demonstrationen gegen die Korruption im Land gegeben hatte. Daraufhin legte Radew im Januar nach neun Jahren sein Präsidentenamt nieder, um für das Amt des Regierungschefs zu kandidieren.

Während Borissows GERB-SDS die Ukraine und die Politik Brüssels unterstützt, gilt Radew als russlandfreundlich. Der 62-Jährige fordert eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Moskau und sieht Sofia dabei als "ein sehr wichtiges Bindeglied".

Das im März unterzeichnete zehnjährige Verteidigungsabkommen zwischen Bulgarien und der Ukraine lehnt Radew ab. Er ist auch gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, da es nicht im Interesse seines "armen" Landes sei, dafür Geld auszugeben. Allerdings hat Radew angekündigt, kein Veto gegen EU-Beschlüsse zum Ukraine-Krieg einzulegen.

Wichtiges Wahlkampfthema des früheren Luftwaffen-Generals war der Kampf gegen die Korruption in dem 6,5-Millionen-Einwohner-Land. Nach seiner Stimmabgabe in Sofia beschwor Radew "eine historische Chance, ein für allemal mit dem oligarchischen Modell zu brechen". Er kämpfe für ein "demokratisches, modernes und europäisches Bulgarien", sagte er. Zugleich wünsche er sich "pragmatische Beziehungen zu Russland, gegründet auf gegenseitigem Respekt".

Ex-Ministerpräsident Borissow kritisierte, dass Radew mitnichten für einen Neuanfang stehe. Er hob im Wahlkampf Errungenschaften seiner Regierungszeit hervor wie etwa die Einführung des Euro zu Jahresbeginn.

Die Wahl wurde von Vorwürfen des versuchten Stimmenkaufs überschattet. In den vergangenen Wochen beschlagnahmte die Polizei bei Razzien gegen den Kauf von Wählerstimmen mehr als eine Million Euro. Hunderte Verdächtige, darunter Stadträte und Bürgermeister, wurden im Zuge der Ermittlungen festgenommen.

E.Cerny--TPP