The Prague Post - Mierschs Äußerungen zu möglicher Schuldenaufnahme rufen scharfe Kritik aus Union hervor

EUR -
AED 4.243754
AFN 72.22296
ALL 95.364575
AMD 425.761881
ANG 2.068963
AOA 1060.793615
ARS 1666.317998
AUD 1.648699
AWG 2.082876
AZN 1.960875
BAM 1.953405
BBD 2.332182
BDT 141.997143
BGN 1.929673
BHD 0.436713
BIF 3455.732228
BMD 1.155548
BND 1.488737
BOB 7.982283
BRL 5.976732
BSD 1.157881
BTN 110.148913
BWP 15.662614
BYN 3.198215
BYR 22648.747079
BZD 2.328878
CAD 1.609991
CDF 2630.0276
CHF 0.922707
CLF 0.026919
CLP 1059.441225
CNY 7.82624
CNH 7.834369
COP 4133.662118
CRC 534.325776
CUC 1.155548
CUP 30.62203
CVE 110.527681
CZK 24.182136
DJF 206.195947
DKK 7.474231
DOP 67.438981
DZD 154.400917
EGP 59.917955
ERN 17.333225
ETB 186.678729
FJD 2.566817
FKP 0.863091
GBP 0.8632
GEL 3.062034
GGP 0.863091
GHS 13.531463
GIP 0.863091
GMD 84.354679
GNF 10142.922771
GTQ 8.805281
GYD 241.675802
HKD 9.055206
HNL 30.963665
HRK 7.537297
HTG 151.397309
HUF 355.825649
IDR 20690.554895
ILS 3.437496
IMP 0.863091
INR 110.091688
IQD 1513.7683
IRR 1589081.161691
ISK 143.400739
JEP 0.863091
JMD 182.851267
JOD 0.819321
JPY 185.372482
KES 149.529321
KGS 101.052352
KHR 4651.427392
KMF 493.41904
KPW 1039.826221
KRW 1760.980498
KWD 0.35733
KYD 0.962628
KZT 564.073339
LAK 25424.948568
LBP 103692.783166
LKR 389.865406
LRD 210.886573
LSL 19.089786
LTL 3.412033
LVL 0.69898
LYD 7.379803
MAD 10.696932
MDL 20.087547
MGA 4857.773258
MKD 61.641976
MMK 2425.400162
MNT 4132.568204
MOP 9.32375
MRU 46.235349
MUR 55.316174
MVR 17.865163
MWK 2007.886288
MXN 20.155709
MYR 4.697421
MZN 73.830938
NAD 19.078236
NGN 1571.268617
NIO 42.609718
NOK 10.972006
NPR 176.659895
NZD 1.988872
OMR 0.444308
PAB 1.155194
PEN 3.964397
PGK 5.067891
PHP 70.889389
PKR 322.226135
PLN 4.247177
PYG 7132.507546
QAR 4.212556
RON 5.238447
RSD 117.381769
RUB 83.088998
RWF 1695.515048
SAR 4.337869
SBD 9.297048
SCR 15.148075
SDG 693.906297
SEK 10.960758
SGD 1.488162
SHP 0.862734
SLE 28.484732
SLL 24231.272936
SOS 661.80084
SRD 43.302979
STD 23917.517189
STN 24.528514
SVC 10.107696
SYP 127.72518
SZL 19.04388
THB 38.005408
TJS 10.77748
TMT 4.055975
TND 3.361201
TOP 2.782283
TRY 53.314713
TTD 7.835462
TWD 36.582329
TZS 3033.312054
UAH 52.017521
UGX 4357.695262
USD 1.155548
UYU 46.763074
UZS 13895.468375
VES 655.164923
VND 30416.342889
VUV 138.079111
WST 3.171974
XAF 656.737505
XAG 0.018075
XAU 0.000277
XCD 3.122928
XCG 2.081866
XDR 0.816771
XOF 656.74035
XPF 119.331742
YER 275.771625
ZAR 19.120107
ZMK 10401.314407
ZMW 20.56553
ZWL 372.086088
  • DAX

    -178.5200

    24254.54

    -0.74%

  • TecDAX

    -33.5400

    3972.13

    -0.84%

  • MDAX

    -320.0300

    31322.51

    -1.02%

  • Euro STOXX 50

    -31.6300

    6018.11

    -0.53%

  • Goldpreis

    -102.7000

    4183.7

    -2.45%

  • SDAX

    -141.8000

    17883.09

    -0.79%

  • EUR/USD

    0.0018

    1.1559

    +0.16%

Mierschs Äußerungen zu möglicher Schuldenaufnahme rufen scharfe Kritik aus Union hervor
Mierschs Äußerungen zu möglicher Schuldenaufnahme rufen scharfe Kritik aus Union hervor / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Mierschs Äußerungen zu möglicher Schuldenaufnahme rufen scharfe Kritik aus Union hervor

In den Koalitionsparteien ist eine Debatte um eine mögliche Schuldenaufnahme entbrannt. Wegen der Energiekrise infolge des Iran-Kriegs brachte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch eine zusätzliche Schuldenaufnahme ins Spiel: "Der Staat hat die Aufgabe, einen Zusammenbruch unserer Wirtschaft zu verhindern", sagte Miersch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ("NOZ", Samstagsausgabe). Es müssten "im schlimmsten Fall alle Optionen auf den Tisch", also womöglich auch neue Schulden. Die Union reagierte mit scharfer Kritik.

Textgröße:

Zu den Optionen zählt laut Miersch, "eine Haushaltsnotlage auszurufen, also einen Überschreitensbeschluss zu fassen und womöglich neue Schulden aufzunehmen". Am Streit über einen Überschreitungsbeschluss war letztlich die vorherige Ampel-Regierung unter der Führung der SPD geplatzt.

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hatte diese Woche wiederholt vor neuen Schulden gewarnt. Miersch sagte dazu der "NOZ": "Wer eine solche Herangehensweise kategorisch ausschließt, anstelle die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, dem sind die Dimensionen der Verwerfungen offenbar nicht bewusst, die bei einer Fortdauer der Irankrise auf uns zukommen."

Bei der Union traf Mierschs Vorstoß auf Widerstand. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte der "Bild"-Zeitung, die Forderung nach neuen Krediten sei "Ausdruck politischer Faulheit". Die Politik müsse Mut zu Reformen und zum Sparen beweisen.

"Die Gesellschaft packt an, dann sollten wir das auch tun", sagte Linnemann. "Wir brauchen Anreize für mehr Arbeit, radikalen Bürokratieabbau, Vorrang für Innovationen und müssen sparen, sparen, sparen." Die SPD müsse beweisen, "dass sie reformbereit sei, oder sagen, wenn es anders ist", fügte der CDU-Generalsekretär hinzu.

Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann wandte sich gegen Mierschs Vorstoß. Der Ruf nach immer neuen Schulden löse "keine Probleme, sondern verschärft sie", erklärte er. "Es gibt keine Anzeichen für eine Haushaltsnotlage, sondern einen klaren Auftrag zur Haushaltskonsolidierung. Die Menschen erwarten, dass der Staat jetzt an sich selbst arbeitet und die notwendigen Strukturreformen entschlossen umsetzt."

Doch auch der Chefökonom von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), Jens Südekum, betonte, die Frage nach einem Überschreitensbeschluss stelle sich derzeit nicht. Er sehe aktuell keine Rechtfertigung für eine solche Maßnahme, auch wenn ein "Denken in Szenarien" grundsätzlich sinnvoll sei, sagte er dem Nachrichtenportal "The Pioneer".

Der finanzpolitische Sprecher der Linken, Christian Görke, sprach sich hingegen für eine Aussetzung der Schuldenbremse aus. Es brauche "kurzfristig Geld", um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten sowie die Wirtschaft "resilienter gegenüber Schocks" aufzustellen.

"Eine Aussetzung der Schuldenbremse ist dabei die einfachste und schnellste Möglichkeit und, da wir momentan eine globale Krise erleben, auch rechtlich sicher", erklärte Görke. Zugleich bekräftigte er die Forderung seiner Partei nach "Abschöpfung der Übergewinne" der Ölkonzerne.

Miersch warnte auch, dass niemand sagen könne, wie US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu weiter agieren. Irans fortdauernde Blockade der Straße von Hormus habe "Auswirkungen weit über den Ölmarkt hinaus: Es geht längst nicht nur ums Tanken oder Fliegen, ganze Lieferketten drohen zu reißen, mit massivsten wirtschaftlichen Auswirkungen". Deswegen müsse die schwarz-rote Koalition bereit stehen, "den Zusammenhalt in dieser Gesellschaft zu organisieren. Auch mit möglichen weiteren Entlastungen."

Dabei sieht der SPD-Politiker Direktzahlungen als Option. Beim Tankrabatt habe es wegen der Eile die Gießkanne gebraucht. "Für mögliche weitere Entlastungen haben wir Zeit und können gezielter vorgehen, etwa durch steuerpflichtige Direktzahlungen, die wir auch während der Corona-Pandemie hatten", sagte Miersch. Dies sei "sozial ausgewogener, weil Besserverdiener einen höheren Anteil der Hilfe per Steuern zurückzahlen" müssten.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Luftangriffen der USA und Israels begonnen. Als Reaktion sperrte das iranische Militär weitgehend die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports läuft. Dies ließ die Energiepreise in die Höhe schnellen.

U.Ptacek--TPP