The Prague Post - Debatte über Konsequenzen des deutschen Scheiterns bei UN-Wahl

EUR -
AED 4.275566
AFN 72.762285
ALL 95.37593
AMD 428.707348
ANG 2.084474
AOA 1068.74634
ARS 1675.312719
AUD 1.629385
AWG 2.097036
AZN 1.980663
BAM 1.956307
BBD 2.343057
BDT 142.796983
BGN 1.94414
BHD 0.438806
BIF 3466.697839
BMD 1.164212
BND 1.493093
BOB 8.056017
BRL 5.914544
BSD 1.163376
BTN 111.495961
BWP 15.639252
BYN 3.291467
BYR 22818.54577
BZD 2.339666
CAD 1.617543
CDF 2689.328636
CHF 0.916543
CLF 0.026403
CLP 1039.210342
CNY 7.881072
CNH 7.882667
COP 4166.713026
CRC 535.131699
CUC 1.164212
CUP 30.851605
CVE 110.29167
CZK 24.215075
DJF 207.168103
DKK 7.473697
DOP 67.726377
DZD 155.122543
EGP 60.331883
ERN 17.463173
ETB 187.555064
FJD 2.562721
FKP 0.86659
GBP 0.864839
GEL 3.096888
GGP 0.86659
GHS 13.727437
GIP 0.86659
GMD 84.987514
GNF 10197.422051
GTQ 8.870297
GYD 243.358253
HKD 9.120204
HNL 30.966616
HRK 7.534899
HTG 152.109395
HUF 354.285851
IDR 20982.584204
ILS 3.365154
IMP 0.86659
INR 111.392864
IQD 1523.968512
IRR 1601955.050087
ISK 143.60506
JEP 0.86659
JMD 184.053716
JOD 0.82542
JPY 186.02063
KES 150.47428
KGS 101.810875
KHR 4683.233023
KMF 493.625779
KPW 1047.621846
KRW 1783.525089
KWD 0.359439
KYD 0.969443
KZT 565.066639
LAK 25529.173228
LBP 104177.185994
LKR 392.338242
LRD 212.313163
LSL 18.924795
LTL 3.437613
LVL 0.70422
LYD 7.413793
MAD 10.70218
MDL 20.149045
MGA 4895.183708
MKD 61.689393
MMK 2444.43138
MNT 4165.212672
MOP 9.387531
MRU 46.115547
MUR 55.36979
MVR 17.93208
MWK 2017.22244
MXN 20.115718
MYR 4.672037
MZN 74.398945
NAD 18.924795
NGN 1584.130853
NIO 42.81072
NOK 10.848704
NPR 178.398502
NZD 1.97849
OMR 0.44766
PAB 1.163281
PEN 3.960492
PGK 5.085273
PHP 71.667721
PKR 323.903305
PLN 4.236455
PYG 7086.835418
QAR 4.252501
RON 5.258157
RSD 117.383948
RUB 86.232339
RWF 1703.126463
SAR 4.371926
SBD 9.3517
SCR 17.275026
SDG 699.112956
SEK 10.877601
SGD 1.492816
SHP 0.869201
SLE 28.641421
SLL 24412.935895
SOS 664.880764
SRD 43.3424
STD 24096.827907
STN 24.505821
SVC 10.179418
SYP 128.682741
SZL 18.920494
THB 37.950973
TJS 10.819434
TMT 4.07474
TND 3.407783
TOP 2.803142
TRY 53.52345
TTD 7.880906
TWD 36.644027
TZS 3032.774478
UAH 51.634786
UGX 4380.360219
USD 1.164212
UYU 46.861332
UZS 13963.376495
VES 649.68276
VND 30659.510349
VUV 137.793052
WST 3.152366
XAF 656.141024
XAG 0.015668
XAU 0.000259
XCD 3.146339
XCG 2.096625
XDR 0.818328
XOF 656.115656
XPF 119.331742
YER 277.779556
ZAR 18.892129
ZMK 10479.297936
ZMW 20.387105
ZWL 374.875634
  • SDAX

    -46.1600

    18723.7

    -0.25%

  • MDAX

    107.4200

    32843.77

    +0.33%

  • Euro STOXX 50

    23.7300

    6077.3

    +0.39%

  • DAX

    141.9700

    24937.91

    +0.57%

  • EUR/USD

    0.0035

    1.1637

    +0.3%

  • TecDAX

    8.6800

    4194.41

    +0.21%

  • Goldpreis

    48.7000

    4515.6

    +1.08%

Debatte über Konsequenzen des deutschen Scheiterns bei UN-Wahl
Debatte über Konsequenzen des deutschen Scheiterns bei UN-Wahl / Foto: ANGELA WEISS - AFP/Archiv

Debatte über Konsequenzen des deutschen Scheiterns bei UN-Wahl

Nach dem Scheitern Deutschlands bei der Wahl für einen der wechselnden Sitze im UN-Sicherheitsrat ist eine Debatte über die Konsequenzen entbrannt. Grüne und Linkspartei sahen in der Niederlage auch eine Folge einer unzureichenden Verurteilung völkerrechtswidriger Aktionen der USA und Israels. Diskutiert wurde auch die Forderung, dass Deutschland seine hohen Zahlungen an die UNO nun überdenken sollte.

Textgröße:

Deutschland hatte am Mittwoch in New York für einen der zwei freiwerdenden nicht-ständigen Sitze für westeuropäische Länder im UN-Sicherheitsrat kandidiert. Bei der geheimen Abstimmung in der UN-Vollversammlung holte Portugal 134 Stimmen, auf Österreich entfielen 131 Stimmen. Deutschland landete mit nur 104 Stimmen abgeschlagen auf dem dritten Platz und ging damit leer aus.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sprach anschließend von einer "herben Niederlage". Das Ergebnis sei "eine echte Enttäuschung", sagte er in New York. Der Minister kündigte gleichzeitig an, Deutschland erwäge eine erneute Bewerbung in acht Jahren für den Zeitraum 2035/36. Denn bei einer früheren Bewerbung könnte es erneut zu einer Kampfkandidatur kommen.

Hessens Minister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), stellte als Konsequenz aus der Niederlage Deutschlands die hohen Zahlungen an die Vereinten Nationen infrage. "Wenn wir künftig dort nicht den Einfluss haben, der uns zusteht, stellt sich die Frage: Warum sollten wir dann weiterhin so viel Geld in die UN investieren?", sagte er der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. Denn damit sitze einer der größten UN-Geldgeber "nicht mit am Tisch, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden".

Wadephul sagte dazu, die Vereinten Nationen seien "eine wichtige Institution", in der Deutschland "mit Sicherheit" aktiv bleiben werde. Allerdings verwies der CDU-Außenminister auch auf Haushaltszwänge: "Das Engagement, das müssen wir uns sowieso im Einzelfall angucken", sagte er in den ARD-"Tagesthemen". "Und ich denke, wir werden an der einen oder anderen Stelle auch deutsche Interessen vielleicht etwas deutlicher formulieren müssen." Dies werde nun aber im Kabinett "in Ruhe" besprochen.

Widerspruch zu der Forderung aus Hessen kam von den Grünen im Bundestag: "Dass die hessische CDU-Landesregierung in einer Trotzreaktion jetzt die deutschen Zahlungen an die Vereinten Nationen infrage stellt, ist genau der falsche Weg", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge der Nachrichtenagentur AFP. "Wer möchte, dass Deutschland international relevant bleibt und als verlässlicher Partner wahrgenommen wird, darf sich seiner finanziellen Verantwortung nicht entziehen."

Wer nun eine Reduzierung der deutschen Beiträge fordere, mache sich "lächerlich", sagte Linken-Fraktionschef Sören Pellmann AFP. Dies wäre eine Reaktion "in der Manier eines bockigen Kindes oder Donald Trumps", fügte er mit Blick auf den US-Präsidenten hinzu.

"Wenn uns ein Ergebnis nicht gefällt, kann die Konsequenz nicht sein, die Unterstützung für die Vereinten Nationen infrage zu stellen", sagte auch die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller. Die Vereinten Nationen seien für eine stabile internationale Ordnung "unverzichtbar".

Die AfD unterstützte die Forderung nach einer Reduzierung: "Die deutschen Zahlungen an die Vereinten Nationen müssen in Frage gestellt werden", erklärte der AfD-Außenexperte Markus Frohnmaier. "Freiwillige deutsche Leistungen gehören auf den Prüfstand und sind zu kürzen oder zu streichen, solange Deutschland trotz seiner Bedeutung strukturell nicht angemessen berücksichtigt wird."

Diskutiert wurde auch Deutschlands Positionierung zum Völkerrecht: Linken-Vertreter Pellmann warf der Bundesregierung vor, sie habe Völkerrechtsbrüche "nicht mehr verurteilt, wenn sie von befreundeten Nationen begangen wurden". So habe Deutschland "bei Venezuela, Gaza und dem Iran geschwiegen". Auch die Grünen-Politikerin Dröge forderte: "Völkerrechtsbrüche müssen klar benannt werden, auch gegenüber Donald Trump".

Wadephul betonte, Völkerrechtsfragen hätten für Deutschland eine "große Bedeutung". Über sie könne aber immer diskutiert werden. "Und an der einen oder anderen Stelle will ich auch nicht sagen, ob wir nicht auch das überprüfen müssen", sagte er in der ARD. Er müsse als Außenminister allerdings auch "das besondere Verhältnis zu Israel in Rechnung stellen" und, dass die USA "der herausragende Sicherheitspartner" für Deutschland seien.

Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), regte unterdessen als Konsequenz aus der deutschen Niederlage im Wettstreit mit europäischen Partnern an, in Zukunft einen gemeinsamen EU-Sitz anzustreben. Dies wäre "ein logischer nächster Schritt auf dem Weg zu mehr europäischer Handlungsfähigkeit", sagte sie den Funke-Zeitungen.

V.Nemec--TPP